Marchegiauo.
wünschen, von denen nur wenige etwas hart undsteif gerathen find; die Scharfe der Pasten übertrift,so wie die Masse und ganze Ausführung die Lippert-scheu nicht wenig. Fiorillo V. Z 5 /,— 55 . Cons.N Latalo^ue ok one dunstrest impressioriü srcmr6ew5> en^raveä (Vatü. 8^. 792.
06. S.
* LNarchegiano, s. Marchiglaiio.
LNarchell» (Roland), geb. zu Genua 1664.lernte bey Dom. Piola, und zu Rom bey CarlMaratti; malte für die Kirchen seiner Geburtestadtin Ocl und Fresco. Er war (sagt Lan?» 11 . 2. 5 Z(,.)ein reiner Marattistc, tauschte aber späterhin denPinsel mit der Handelschaft. Er starb 1751. Kattrund X. K. 1l. 17g.
* Marchesi (Hieronymus ). Bey Lau?« 11 .2.25. erscheinen derselbe, und eben so ^van; undBerichardin Marchesi oder Zaganell» s. v. ck»OotN-o/a, und sein Todesjahr wird dort ganzanders als im Lexikon nach Orlandi, nämlich
.(zwar ebenfalls 69—7». I. alt, aber) unter dasPontifikat Paul III. zwischen » 534 - und §9. gesetzt,was auch der übrigen Erzählung im Lex. gemäß ist.vasari tadelt besonders eines seiner historischenBilder von ihm zu Rinnm. Indessen kennt mattvon ihm auch bessere zu Bologna , freylich immernoch im Styl der Quaktrocentisten componirt. Einesmit einer sckr schönen Perspektive besitzen die Ser-vicen zu Pesaro , wo der Marchese Ginevra Sforzaund dessen Sohn am Throne der Madonna kniecc:Die Zeichnung ist etwas trocken, aber die Farbeschön, die Köpfe majestätisch, und die Dravpcriegut; so daß, auch nur aus diesem einzigen Werkezu urtheilen, er unter die bessern Künstler des altenStyls zu zahlen wäre. Daß er weder in Rom noch in Neapel viel Beyfall fand, kam wohl daher,weil er zu spat anficng, und man damals seineManier bereits unter das verrostete Zeug zahlte.
— — (Johann Anton di). Derselbe hätte(einer unsrer Handschriften zufolge) oben im Art.Uiclmo de Grand, , nebst andern Baumeistern an,geführt werden sollen, die um i 585 . an der Brückedes Königl. Kanals zu Venedig gearbeitet haben.
* — — (Jvseph), tl Sansone genannt,starb 1771. Lanzi 11 . 2. 176. nennt ihn einen be,rühmten Mann. Derselbe hatte zuerst unter Fran,ceschini siudirt, dessen Styl er sich in seiner auchim Lex. bemerkten Geburt Maria im Catino (?)von Madonna di Galiera zu Bologna sehr näherte,so daß einige behaupten, in Verkürzungen sowohlals im Farbenton habe keiner seinen Lehrer, so wieMarchesi, erreicht. Von Milani's Unterrichtdann schöpfte er seine Zeichnung, welche im Nacktenindessen bisweilen ein wenig karrikatnrirt erscheint,was man hingegen von diesem seinem Meister nichtsagen kann. Zu seinen bestreu Arbeiten gehört dieMarter von St. Prisca , im Dome zn Riniini, vollschöner Figuren und Farben, wozu ihm Domeni-chino's St. Agnese einige Ideen liehen mochte.Dann malte er Vieles für Galerien ; neben Anderindie vier Jahrszeiten, große Bilder, die man znden schönsten Werke» der neuern BolognesischenSchule zahlte, und aber (schon 1796.) nicht wußte,wo sie hingekommen sind.
* Mrrchesinl (Alexander). Einige setzen
seine Geburt in i66j. und sein Todesjahr in »70 >.Oeffentliches ist wenig von ihm in Venedig , undnicht viel Mehreres in Verona . Meistens bedienteer Privatpersonen, mit Bildern aus der Fabel undHistorischem mit kleinen Figuren, das Beyfall fand;allein er trieb seine Kunst etwas handwerksmäßig,und wandte wenig Fleiß darauf. II. 217.
Gestochen nach ihm haben P. A. Kilian ein UrtheilEalomons, I. Leonardi Ariadne und Bacchus,Rugendas (g/schabt) ein Paar H. Familien, I G.Thelot einen sterbenden St. Joseph, A. della Diaeine Himmelfahrt, u. s. f. u. f. — lauter leichteWaare 1
Marchione. 771
* Mar-chesini (Peter). Nach seinem eignenGemälde in der Kirche Allerheiligen zu Flore»; hater (1728.) eine Margaretha vonCortona gestochen.<Ta»üe/ü'm. Hinwieder kennt man, nach ihm, ausdem Wagnerschen Verlage: Herkul, der, nachdemer den Drachen erlegt, an einem Baum ausruht,mittlerweile drey junge Mädchen ihm Erfrischungbringen — etwas flach gearbeitet.
* — — (Marchesino), Danmcister zu Vene dig um i 585 . arbeitete mit mehrcrn andern seinerKunstgcnossen an der Brücke des dortigen Königlichcn Kanals. S. den Art- Nielmo de Grand».
- VNarcherr» (Marc), genannt da /aenza.vasari sagt von ihm in seiner poetischen Geschichtet-spräche: „ Er war ein ungemein guter Praktikerin Fresco, kühn, entschlossen, schrecklich (terribile),und hatte besonders in Grotesken nicht Seines-gleichen." Aber auch in Prosa glaubt Lanzi 11 .2. 69. daß in dieser letzter»» Gattung ihn niemandübertroffen habe; daß er damit kleine Histörchen vollLeben und Eleganz, und Nacktes zu verbinden ge-wußt, so daß sie eine wahre Schule für Zeichnerseyen. So z. B. in seinem Kindermord im Darikan.Für Cosinus I. malte er in dem alten Pallast zuFlorenz . In seiner Vaterstadt arbeitete er Weniges ;nur Einiges in Oel wird ihm dort zugeschrieben,und auf einer offenen Straße eine Gewölbdecke mitBlumen und launigten Ungeheuern ganz iii antikemGeschmacke, voll Mythologie und Gelehrsamkeit,die nian späterhin in solchen Dingen für ganz ent-behrlich hielt.
* March» (G.)> Anstatt G- 1 . Joseph, Zeich-nee und Schwarzkunststecher, nach Rost IX. ZsZ.geb. zu London um 1748. (wohl früher l) und blühenddaselbst von 1762—78. Don ihm werden l. 0. vierBildnisse nach Reynold, wie z. B. des DockerGoldsmith, der Miß Crew und Miß Bouverie,vor einem Grabmal im Nachdenken (et in HrcalllLe^o), und ein fünftes, der Prinzessin Czartoriska,ohne Namen des Malers (bey Brandes schöngenannt) angeführt. Anderswo: Hester MarieLrales, nach Zvffani.
* MLrchle ( ). Welcher verstümmelte
Namen ist wohl derjenige eines Kupferstechers beyFüßl» (III. sZ2.) der die stark charaktcrisirte, aberin einem düstern Styl ausgeführte Halbfigur einesalten mit Lorbecrn gekrönten Mannes, der die eineHand auf einem Buche hält, nach Joseph Riberageschabt haben soll ? Wohl etwa Joseph Manch,,unter dessen Blättern bey Rost indessen gegenwär-tiges nicht erscheint?
* Marcklglano oder Marchegiano(Lactamins), s. Rinn»»».
* Marck> iit» ( ), s. unten: Joseph de
Manch,».
Manchinville (Lucile), ein geschicktesFrauenzimmer zu Genf ; dieselbe hatte eine sehrgute Anlage zur Malcrey, so daß man Vieles vonihr erwarten konnte. Sie starb aber in ihrer frühestenJugend 1780. 21. Jahre alt. /a/Lonet IV. 280.
* Mancb»one, der Bildhauer und Baumeistervon Arezzo . Vvn ihm ließ Papst Jnnocen; III. znRom die Kirche und Spital Gk. Spirico in Saßia(welche nachwcrts unter Paul 111 . erneuert wurde,die Kirche St. Sylvester, den Thurn de Conti,und die Kapelle dal Presepio in Maria Maggiore (späterhin unter Sixt V. rcstaurirt) erbaue». Inseiner Vaterstadt Arezzo sind von ihm die Pfarr-kirche nebst dem Thurm derselben; die Säulen ander Fahnde der erster», in Schranbengestalt, vonganz verschiedener Dicke, und nütSculpturen ver-ziert; die Postamente stellten Thiere vor; allesUebrige eben so ausschweifend, was dazumal derFall mehrerer Architekten war, die zugleich dieBildhauerkunst übten, überall Verzierungen Haufenwollten, und sich dafür um alle andern Regeln der
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