770 Macch.
Grenze, Jannet, Kupetzky, Liotard , I. F. Millct,Nattier, I. Parrocel, le Pecheux, Perennau,Porbus, Pouffin, Rembrand, Rigaud , Tenier,Tintoret, L. von Uden und Vcrner. Bildnissegroßer Männer scheint er mit besondrer Liebe (Sul-ly's, Heinrich I V. u. s. f.) bearbeitet zu haben.Fast alle sind in kleinem Formate. Zu den großemgehören: Der Marquis von Mirabeau (Ami 6egUommS8), und die Kurfürstin Marie Antoinettevon Sachsen , nach einem von ihr selbst gemaltenPastell. Zu dem übrigen Bedeutendsten zahlen wir:Regulus verlaßt seine Familie und kehrt nach Kar thago zurück, nach le Pecheux; das Testament desEudamidas nach Pouffin; Tobias, der sein Gesichtwiedererlangt, nach Rembrandt ; ein Reutergefechtnach Parrocel; Lommencement 6s l'Org^e nachUden, und mehrere Landschaften nach Vernet.Rost VIII. 199—201.
March (Esteban), ein spanischer Maler, geb.zu Valenzia gegen Ende des X VI. Jahrhunderts,war ein Zögling von P. Orrente, und ahmte denGeschmack der venetianischen Schule glücklich nach.Er legte sich vorzüglich auf die Schlachtenmalerei),und verwandelte sein Arbeitszimmer in eine Rüst-kammer voll Lanzen, Degen, Trommeln, Pfeifen,«, s. f. Man erzählt von ihm, daß er, ehe er einGemäld angelegt, die Trommel gerührt, oder einenMarsch zuin Sturm oder zum Rückzug gespielt,und nun ganz begeistert den Pinsel ergriffen habe.Auch verdienen seine Bilder wirklich Bewunderung;sie sind mir Leichtigkeit behandelt, und stellen daswilde Getümmel, die mit Rauch und Dampf er-füllte Atmosphäre, u. s. f. lebhaft dar. Dabeybesaß er viele Wahrheit der Natur und ein frischesEolorit. Ein Meisterstück von dieser Gattung be-wahrt der Pallast von Bucn, Retiro. Wenigerglücklich war er in heiligen Geschichten, wie manin dem eben erwähnten Pallast an seiner Hochzeitzu Canaa, und in den Kirchen zu Valenzia sehenkann. Er bildete viele Schüler, unter welche» sichSenen-Vila, Juan Conchillos , und Estebanö gleichfolgender Sohn
— — (Miguel, d. i. Michael) auszeichneten.Dieser, geb. i 633 . gieng nach dem Tod seinesVaters, von dem er die ersten Grundsätze der Kunsterlernt hatte, nach Rom , und widmete sich daselbstder Schlachten - und Geschieht-Malerei). Er kamaber seinem Vater nicht gleich, und starb frühe(1670.), nachdem er eine ziemliche Anzahl vonBildern hinterlassen hatte, welche größtentheils inSpanien zu finden sind. Frorillo i V. 294—90.
VNarchais ( ). So heißt im Almanach
6e8 llsaux-Arts von i8o3 dort ohne Weiteres,ein damals in Paris lebender Landschaftsmaler.Wir vermuthen, daß dieser Künstler derselbe sen,nach dessen Zeichnungen, meistens von landschaft-lichen Gegenständen, nach Berghem, Bolognese,Bourdon, Brill, Feti, Gelee, la Hire , du Jar-din, Lucatclli, Mola, Orizonte, C. Pouffin, Ru bens , Wouwermanns, Zampieri, dann eine Der-läugnung Petri und — ein Wirthshaus nach Leistersund eine Musikstunde nach Terburg, kurz an die24. Blätter für das ILIusee krsn<fM8 (Heft V— I.X.8psr8. > selbst auch von Historischem, wie z. B. dieSündfluth nach Pouffin, und der Einsiedler inBetrachtung nach H. Carracci (beyde für's I.XIV.Heft) von den verschiedensten Stechern geliefertworden. Ungewisser dann sind wir, ob ebenfallsvon ihm in dem 1802 erschienenen Werke die Redesey, welches zum Titel führt : la kable 6e k'g^cbe,st^ures 6e kapbael etc. avec Z2. plancbeg 6eg-sineeg et ^raveeg au trait par Dubor'r etMm c/rairetc. 40. ?ari8 (26. kr.) cks2D«üorr etkeintre8; und eben so, ob er derselbe sey, der umgleiche Zeit das Prachtwerk: Nogsique 6'Italicapar -Forste mit coloriren half? -Vorn/, ster
II. 200.
Marchand (D. le), ein französischer Bild-hauer aus Dieppe gebürtig, brachte den größtenTheil seines Lebens m England zu, und starb 1726.
M a r ch a n t.
Von ihm findet man in den brittischcn Kunstsamm-lungen Basreliefs und ganze Figuren, die er über-aus schön aus Elfenbein zu schneiden wußte. DieBüsten des Lord Somers, des Sir Jsaac Newtonund des Charles Manbury sind seine vollkommenstenArbeiten. Frorillo V. 517. 385 .
Marchand (Gabriel). So nennt Basan (D 6 .sec.) um 1788. einen jungen Kupferstecher, Schülervon Voysard, von welchem man damals kannte: lsOspsrt et le lletour 6u Luerrier, nach Barbier;Mutius Scövola, nach einem Blatte von Schmutzercopirl; la Lnnviction er >a Oetaits nach einem(uns unbekannten) deutschen Maler Schalter. S.auch unten: Marchand, Migers Schüler.
* — — (Johann Christian). Von ihm wohlkennt man ein Bildniß des Theologen I. F. Mayersnach Romstett, und des Arztes G. Thomasius,nach D. de Savoye.
* — —- (Johann Jacob), Hofmaler zu Dres<den, dessen im Lex. unter dem Art- seines SohnsJoh. Christian Erwähnung geschieht. In 1(180.floh er, der Pest wegen, nach Nuperswerda (beyBlschofswerda) und blieb da, wie es scheint, bisib 83 . In 1H94. kömmt er neuerdings wieder alsDildnißmaier am Dresdner-Hofe vor.
— — (I.), ein französischer Kupferstecher derneuesten Zeit, gab in 1808. zu Paris von einemLourg 6'etu6e 6e ?a)-8a^e8 et cboix 6e8 plusbelleg kabii^ueg et Vus8 6'Italie, seggineesxarA. S. Oo 5 te. in Zeichnungsmanicr fünf Hefte (zu4. Dl.-und 1. Dogen Text), welchem noch neunandre folgen, und jedes 8 . Fr. (Subscriptionspr.)kosten sollte.
* — — (Perer). Blatter von ihm finden wirnamentlich nirgends von ihm angeführt. Einzigheißt es bey GandeUini (unbedeutend): ne'8uoi compartimenti, 6>8tiiburrioni s migursU80 la cifra, die hierauf folgt, und wir schonaus Christ u. a. kennen.
— — (Madame). So heißt eine Kupfer-stecherin zu Paris neuester Zeit. Von ihr sah manum 1808. zwey, wahrscheinlich nicht sehr bedeutendepunktirte Blätter: Ie8 petltg Oigeaux und Ie8pstits hgpins, nach A- Huberts Zeichnung, welchejedes 1. Fr. schwarz, und 2. Fr. colorirt kosteten.
*— — ( ), Migers Schüler. Don
ihm kennt man: 1«8 Lagers, nach Fragonard ;l'beureu8e iiencontrs, nach Pierre; Jupiter ctI,e6a, und Uaccbus et krigone, nach Theolon.Ihm, oder obigem Gabriel gehören dann wohlauch: Ie8 Approckeg 6s 6uinZustte und legAmugemeng Dgpa^nolg.
* — — ( ), ein uns sonst unbekannter
deutscher Zeichner, dessen im Lex. in dem ArtikelWilhelm Märchands Erwähnung geschieht, nachwelchem W. Kilian Lonclugioneg L. A.I'ertzeretc. gestochen hat. chkc.
— — ( ). So nannten auch öffentliche
Blätter, als geschickten Künstler, einen Bildhauer,der sich lange zu Grätz in Eteycrmark aufgehalten,und in 1808. zum Großherzoglich-Badischen Hof-Bildhauer ernannt wurde.
Marchant (Nathanael), ein englischer Stein-schneider, dem unter den neuern Künstlern seinerGattung unstreitig der erste Rang gebührt. Bereitsum 1790. lieferte er überaus saubere und scharfeAbdrücke geschnittener Steine, deren Originale erselbst, meistens wahrend seines sechszehnjährigenAufenthalts in Roni, nach den beßten antiken Kunst-werken von mancherley Art verfertigt hatte. Zudiesen meisterhaften Nachbildungen wählte er nichtsowohl Gemmen des Alterthums, als andre klassi-sche Kunstwerke, Statücn, Basreliefs und Büsten,und gab dadurch seiner Nachahmung selbst einengewissen Grad von Originalität. Man kann nichtsSchöneres und Vollendeteres als seine Steine