Band 
Zweyter Theil [2].
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779
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D! a r m e.

Marine (I. C-), ein Stempelschneider, dessenNamen auf Kurpfalzischen und andern Münzen inden Jahren 1707. 1744 - 17)9. ;u lesen ist. Samm-lung berühmter Medailleurs X°. 6g.

* Marmira oder Marmirra ( ),

dieß, nach Lanzi (1l. 2. 287.) Franz, und istbekannt von r.^94—1606. Erappaldo 8e panibusrechum macht ein großes Lob von ihm. Einigehalten ihn für den Lehrmeister von Franz Mazzuoli.

* — — (Ludwig), des Obigen Sohn, dessenim kex. unter dem Art. seines Vaters Erwähnunggeschieht. Der Kardinal Salviati nahm ihn inseine Dienste. Von ihm schätzte man besonders«inen Cameen, der den Kopf des Sokrates vor-stellte. cie /o«tr?rar.

Marmolevo (Peter de Vittegas), geb. zuSevilla 1620. soll die Malcrey in Italien gelernthaben, kann aber nicht, wie einige glaubten, einSchüler des eben auch 1620. verstorbenen Raphaelsseyn. Wohl studirtc er die Werke desselben, underwarb sich dadurch eine richtige Zeichnung, guteAnordnung, Ausdruck und sorgfältige Ausführung,die man in seinen bedeutendsten Gemälden zuSevilla findet. Hier hatte er auch den größtenEinfluß auf die Richtung, welche die Kunst dortseitdem genommen. Er fühlte und kannte auch dasclassische Alterthum, und war ein vertrauter Freunddes Arms Monranus, der ihm folgende Grab-schrift setzte, die man (er starb 1697.) an seinemMausoleum zu Sän Lorenzo in Sevilla findet:

Oeo viveoti'um

Ilissialen.

^iclori soleruss. inleßeri'jm.

Leosu et serrnove op^orluoissimoXvvor. L.XXVH.

aanc. veler. uni.

8o!i er lestsmeotO pos. VjsLor psceru vovervkerer ^rcji!leckus smicitiDluelclekar

X. cür IX. öivxcvn.

Zu seinen Meisterstücken gehört: Der Besuch derH. Jungfrau, in der Kathedrale zu Sevilla , einBild das man lange für die Arbeit des P. Campannagehalten hat, und dessen Vorzüge besonders auchin den schönen Gestalten und Köpfen und in dentadelfreyen Verkürzungen bestehen sollen. Zu bey-den Seiten desselben sieht man, ebenfalls von ihm,die HH. Sebastian lind Rochus; dann im Hospitalvon St. Lazarus diesen Heiligen im Bischofsornate,und in der Parochialkirche St. korenz eine Verkün-digung , und eine reizende Madonna. Mit solchenredenden Zeugnissen von Marmolejo s Kunst mußes wohl irgend eine Leidenschaft seyn, die den sa-tyrischen pacheco vermochte, sich über die vor an-geführte Grabschrift namentlich deswegen lustig zumachen, weil solche einen Gegenstand lobe, »vondem man, weder bey Lebzeiten etwas gehört, nochjemals hören werde." FroriUo I V. 109—41.

Marmore, s. Johann Maggi.

* Marne (L. A. de). So nennt Basan (L6.sec.) einen Königl. Architekt und Kupferstecher,geb. 1676. der 101. der schönsten Statuen des Alter-thums, und hienächst Gegenstände des Alten undNeuen Testaments ( 5 oo. kleine Blätter, in dreyFolio Bände gereihet), nach verschiedenen Meistern,beydes mit Sorgfalt gezeichnet und gestochen, undin 1729. der Königin letztrcs Werk zugeeignet habe,welches das Lexikon ebenfalls einem M. (vielleichtMonsieur) de la Marne zuschreibt, so daß wohlbeyde Einer und Derselbe sind.

* — — i M. de la). S. den gleich vorher-

gchnden Artikel. Nach la Fosse hat er gestochen:knsinte <le contre Dsban. Dann wohl

Einer von Beyden, in Laurent's Verlage: laVsleur recompensec, und: mon sils,

oe gue coute uns Viewers, ohne Namen desZeichners; ferner: 8allo 8u b'egtin clans l'Dütel

oe lloulllon pour la Lstegue >68 /Zmba88a<leurs0 lüsps^ns llvnnerent ä I'occa8lon «je la nais-

Marolles. 179

«ance 6u Dauphin en 1720. nach Pitoine's Er-findung, und die Illumination bey eben diesemFeste, nach der Zeichnung von Beausire. M>re.

Marne ( de). So heißt auch irgendwo nochein andrer französischer Künstler, welcher Figuren,Thiere, Landschaften, Schlachten u. s. w. malte,und um 1780 ein Einverleibter der Königl. Aka-demie zu Paris war.

Marnes, s. Demarnes. Hier fügen wirnoch bey: Einmal, daß dieser Künstler irgendwounter die Maler der neuern flamändischen Schulegezählt wird; hiernächst, daß Landon in seinenAnnalen Vl. 1Z6. noch günstiger als in den blou-velle8 heg Hrt8 von den Arbeiten dieses Künstlersauf dem Salon vom I. Xlll. also urtheilt: Vonder geistreichsten Composition, einem großen reizen-den Effekt und einem vortreflichen Pinselstrich, ver-einigen dieselben französische Lebhaftigkeit in derErfindung mit niederländischem Fleiß in der Aus-arbeitung. Es fehle ihnen nur ein Alter von 129—i 5 o I. um wie die Werke der alten Meister geschätztund bezahlt z» werden. In einem etwas andernTon war indessen von ihm die Rede, als er imSalon von 1806. wieder mehrere kleine Bilder(l'Hhreuvoir zweymal, l'^Aneau clieri, la koiro.Und I'Interienr ä'une k'erme 8e k'rgnehe-Lomte)ausstellte. Noch ließ man zwar seinen seltenenTalenten alle Gerechtigkeit widerfahren; aber manbedauerte, daß Er, ein Drolling, Srvebac n. a.sich zu Manufakturarbeiten für Gemäldehändleru. dgl. erniedrigten; daher man freylich allerleySchwachen an diesen seinen neuen Produkten, undnamentlich auch eine öftere Wiederholung derselbenIdee — und überhaupt bemerkte, daß er in Gat-tungsstücken weit vorzüglicher als in der Landschaft,VNd z. B. sein genanntes Interieur ä'une kerms(in welche ein Soldat aus der Schlacht bey Austerliznach Hause kömmt) ein wahres, und doch — nochunverkauftes Meisterstück sey, welches in dem?Iutsrche I'ranhsi8 p. 208. sehr schön beschriebenwird. Oonf. ebenfalls über seine Arbeiten des er-wähnten Salons lMe ii s. Arch. II. 4. i 4 - und 2Z.In eben diesem Jahr erhielt unser Künstler denAuftrag, für den Salon von 1808. eines der kleinernGemälde z» verfertigen, welche die merkwürdigstenEreignisse des deutschen Feldzugs von 1800. dar-stellen, und nachwerls in dem Louvre aufgestelltwerden sollten. Nach ihm hat Morret: l>rome-riscle ciu hlstin so b'snslon, und P. M. AlixI'romenscls 8u 8oir 8s IVIr. 8e HIale8lierhe ge-stochen , und wieder Morret letztres beendigt, beydein gefärbter Tuschmanicr, wovon jedes 18. Fr.kostete. Anch in Kandons ?av8a§s8 et Nableaux8e 6enre III. 67. befindet sich nach seiner Zeichnungdie Darstellung einer Landschaft in antikem Styl,wo uns indeffen der ungeheure Baumstamm imVorgrund, ohne Gipfel, nicht behagen will.

Marin (Carl), ein Maler von Bormio inVelklin, blühet« um i 656 . Er wird wegen seinerfruchtbaren Einbildungskraft gerühmt, vermittelstwelcher er seine Gegenstände sehr lebhaft darzustellenwußte. Man sieht von seinen Arbeiten in denKirchen seines Geburtsorts. Hrmtino 11 l. 600.

* Mars (Johann Anton), s- im kex. den Art.seines Sohns Joseph.

* Maroli (Dominicus), lebte noch um 1660.

II. 196.

Marslies (Michel de), Abt von Villeloin,geb. zu Marolles in Touraine 1600. Derselbe warder Sohn des bekannten tapfern Degens Claude deMarolles, widmete sich den Wissenschaften, undgenoß in seiner Jugend den Schuster FamilieRevers, welche ihm zu einer hohen Stelle in derKirche Hofnnng machte. Wiewohl aber diese fehl-schlug, arbeitete er dennoch emsig fort, und stellteviele gelehrte Werke aus Licht, wovon indessen seineseichten Uebersetznngen alter Dichter eben wenig Lobverdienen. Deslo mehr seine warme Liebe für dieGgggg 2