778 Marini.
Marin» ( ). So nennt Lanzi I. 55 g.
einen um 1700. lebenden Maler von St. Scverino,Schüler von Cyprian Divini, der einen gewissenAufgehabt, und seinen Meister übertreffen habe.
Marin 0 ( ), Porzellan-Maler von Paris .
Von feiner Kunst wissen wir nichts zu melden, wohlaber leider! daß sich derselbe wahrend der Revo-lution , als Mitglied der sogenannten remporairenCommission im Departement von Lyon , als einUnmensch höchst unrühmlich hervorgethan. S. Oe-'I'sbleaux lies Urisons äe I^on.
* Marinus (Cornelius oder Jgnatius).Basan (Lci. sec.) setzt seine Geburt unbedenklichin 1626 Von ihm führt, theils dieser, theilsGandellinr, theils ein Verzeichniß meines sel.Vaters an: Von Geschichtlichem eine H. Familienach van Hoeck; eine Anbetung der Hirten, GeburtChristi, Christus vor Cajaphas, und die Martervon St. Appollonia, nach Iordaens; eine Fluchtin Egypten, einen St. Franzisc der einen Todtenerweckt, und einen St. Jgnaz der den Teufel bannt,(diese beyden letzter» aus der Jesuiterkirche zu Ant-werpen), alle drey nach Rubens . Dann von Gat-tungsstücken einen am Arm verbundenen Dauer,nach A. Brouwer ; eine Labagie nach H. Roke,und eine lustige Bauern-Kindergesellschaft nachSachtleven.
— — ( ), ein Kaiserlicher Baumeister zu
Rimino, wird unter die Einsiedler gezählt. Ora-culurn ^nsakoreticum 2.
* Mario (Anton de), s. den Art.Uielmo deGrand«.
Mariotri (Carl Spiridione), ein geschickterMaler zu Perugia um 1775. Derselbe lernte zu Rom bey Peter Subleyras. 6-r/asrr.
* — — (Jgnatius). So hieß, wenn wiranders Basan (Lll. sec.) glauben wolle», einKupferstecher, geb. zu Rom 1676. von dem man,neben Andern», die Dekorationen des Altars vonSt. Jgnatius in der dortigen Kirche al Giesu kenne.Ob er nicht der vinzenz des Lex. sey, ist wenig-stens die Frage. Oder vielmehr wird diesem letztemgedachtes Blatt, nach A. Pozzo's Zeichnung, ir-gendwo ausdrücklich zugeschrieben.
* — — (Joh. Baptist). Bey Lanzi II. 218.heißt derselbe kurz: Ein guter Nachahmer seinesMeisters Balesira, der um 1765. gestorben sey.
* — — (Vinzenz), der Kupferstecher. Donihm kennt man, neben Andern» auch: Uejouis-sancss (der Kunstakademie zu Rom ?) pour leretsblissomentäe la santölle l^o'uis XI V. en 1687.S- auch oben den Art. Jgnatius Mario»,.
* Marisal oder Marechal (NiclausLud-wig), Maler zu Florenz . Nach seinen und PaulColli's Zeichnungen hatM. Carbone die Basreliefsgestochen, die sich dort, theils von Johann vonBologna (in der Kapelle wo dieser begraben liegt),theils in der Kirche von St. Zenobius von LaurcnzGhiberti befinden.
Marißal, s. Marechal.
* Mariy ( ). Anstatt dieses Artikels im
Lex. l Ein Kunstgießer von Murten in der Waadt gebürtig; erfand die Manier Kanonen nicht hohlsondern dicht zu gießen, und nachher horizontalauszubohren. Die erste Kanone nach dieser Me-thode war zu Bern 1714. gegossen worden. Einerseiner Söhne befand sich seither in Diensten diesesFreystaats. Ein zweyter Sohn arbeitete um 1726.zu Paris in Königl. Diensten, und goß die Ritrer-statüe Ludwig XV. nach Bouchardons Modelle,welche in »762. aussen an dem Garten der Tuilerienaufgerichtet ward. Des zu Bern wohnenden zweySohne Johann und David endlich arbeiteten um1770. im Haag.
* Mark, s. Marck.
M a r l 0 w.
Markham ( ). So heißt ein uns sonst ^
unbekannter Maler, nach welchem I. Durford inr/ 44 - 3 - Swift s Bildniß gestochen hat.
* Markos. So (mit griechischen Lettern)bezeichnete der deutsche Marc pichler bisweilenseine geschnittenen Steine, als Mir»-.
* Mari (F.), der Medailleur, lebte noch 17,8.Lochner.
Marlay ( ), ein französischer Maler der
neuesten Zeit, Schüler von Regnault. Auf derKunstausstellung des I. XII. sah man von ihm >(viel auf Einmal) den Raub der Driscis, einen >Orpheus, die Jagd der Diana, und die Sabi-nerinnen. Fiorillo III 5 o 6 . Auf derjenigen dannvom I. XIII. ein großes Bild, das den Achilldarstellt, als er die Driseis den Herolden des Aga-memnon zurückstellt: von dessen Werth man sicheinen Begrie machen kann, wenn eS in den Xouv. ^«les /Zrts (I V.»»8. heißt: Der Künstler habe seinen !Helden halb aus dem Theseus und halb aus — derPhädra von Guerin zusammengesetzt
Marle' ( ). Kupferstecher zu Paris , gab
im I. i 8 c» 5 . drey Blatter, welche den Papst PiusVII . im Institute der Taubstummen, der Blind-gcbornen, und in der Versammlung der Gläubigenim Pavillon de Flore darstellte, welche vielen Bey-fall gefunden.
Marter ( ). So heißt ein neuerer Künstler
zu Paris , von welchem man auf dem Salon von !1806. mehrere Zeichnungen: Pius VI. wie er de»Kindern den Segen giebt — die Nymphen derCalypso, welche das Schiff des Ulysses in Brandstecken — Telemachs uagd auf der Insel der Calnpso .— desselben Höllenfahrt, und endlich ein geatztesBlatt: Schiffbruch von la Fers, ausgestellt fand.
Die mytholischen dieser Bilder fand man allerliebst,und voll Fantasie; das erstre allein — bloß fromm,kalt, und in der Ausführung- schwerfällig; dieletztgenannte Etzarbeit dann zwar voll Ausdruck,aber trocken und hart, so daß man bald merkt,daß dieser Künstler besser mit der Kreide als mit derNadel umzugehen weiß. p. HZ 5 .
Marl 1 an 0 (Andreas). So nennt Lanzi II.
/ssss,. ganz ohne Weiteres, einen Maler von Pavia ,Schüler von Bernhardin Campi.
* Marlie, s. Masriliez.
* Marlie (Renata Elisabeth). Jn Odieuvre'sVerlag fand sichvon ihr (»72» ) einBlatt: I'ssuropoillustre. Rost VIII. 92. führt noch von ihr an:le Deneklicire und la lVIers lsborleuse, nach S-Chardin, und la jeunesss sous l'kabillement clsla Oeerepitucle (dieses von 1776. datirt), so daßihr Tod um 1722. im Lex. unrichtig angegeben ist.Nach Basan Kll. see. scheint sie selbst um 178g.noch gelebt zu haben.
Markier (N.). So heißt im Gantkatalogvon Brandes ein uns sonst ganz unbekannterKünstler, nach welchem Sommerau das Brustbildeiner alten Frau gestochen Habe.
* Marko rv ( ), hieß Wilhelm. Derselbe
war der beßre Schüler von Samuel Scott. SeineBilder sind immer voll Feuer und Ausdruck, so daßeinige derselben, des übrigens begründeten Tadels imLex. ungeachtet, dennoch Aufmerksamkeit verdienen.
Der Berg Vesuv mitten in seinem Ausbruche alleinschon kann diesem Künstler einen steten Namen ver-sichern. Seilen hat man mehr Stärke in einersolchen Darstellung erblickt. Gestochen nach ihmhaben: John Smith das Urtheil des Midas, und >V- Greeu Ansichten der Brücken von Westminstcr ^und Diakfri.ars, welche letzten, beyde der Katalogvon Brandes schöne Blätter nennt Die zwey Ur-bilder derselben gehörten zu den Meisterwerken vonMarlorv, und standen ehemals im Kabinette desSchauspielers Garrik. Fiorillo V. 570.