78? Marshall. Martin.
dasjenige des Primas von Irland , Jac, Usserius, Marke lli ( Loren;), ein Florentiner, wirdein seltenes Blatt nennt. Dann einige Titelblätter, von Lanzi (I. 241.) ohne Weiteres Coolste und»vic z- B zu der Prinzessin von Arcadien (i 6 Z 5 ), Nachahmer von Salvator Rosa genannt ; und mitin der Duodez-Ausgabe von Ghakespear, den demselben eben so der bereits in gegenwärtigen ZurDichter mit einem Lorbeer in der Hand (16,0.); sähen erschienene Taddäus Baldini; beydes nachund zum Virgil des Ogilby (16)9.). ZZaldinucci.
Marshall (Wilhelm), ein engl. Baumeister,Kupferstecher und Kunstverleger gleichen Namens,der in 1771. eine neue Ausgabe von Desgodersantiker Baukunst geliefert (anderwerts heißt es: derzu Anfang des XVIII. Jahrh, geblühet habe), wirdin den nachgelassenen Handschriften meines sel.Vaters angeführt.
Marsigli (Carl). Nach einem uns sonst un-bekannten italienischen Künstler dieses Namensführt der Katalog von Brandes das Bildniß derPrinzessin von Stollberg , Gattin des englischenPrätendenten, von Alex. Girardoni gestochen an.
Marsili (Sebastian), ein Maler zu Florenz ,arbeitete unter Georg Vasari in dem Großherzog-lichen Pallaste. Hkc.
MarsliaI ( ). So heißt irgendwo, ohne
Weiteres, ein Maler in England, nach welchemSaugrain das Bildniß Wilhelm Shakespeare'sgestochen habe.
Mareeaux (Egidius), Kupferstecher inZeich-nungsmanier, geb. zu Lüttich 1722. arbeitete um1750. nach F. Boucher u. a. und starb 1776. //»derx. 207.
— — ( )> So heißt irgendwo auch, ohne
Weiteres, ein Maler, nach welchem Raspe dasBildniß eines Grafen von Stackelberg, C. F. Stül-zel dasjenige des Polnischen Großkanzlers Mlod-ziciowsky, und ein Ungenannter die von Ludwig XVI . und der Königin Marie Antoinette gestochenhaben. S. auch den gleich folgenden Art.
Marke! ( ). Und so ein französischer Ku-
pferstecher, von dem man ein Blatt auf die Geburtdes Dauphins, Vaters Lndwig X VI. ohne Namendes Malers kennt, und der vielleicht mit obigemMarreaux Derselbe seyn dürfte.
— — ( ). Eben so heißt auch bey /io-
rillo(IV. 5 fl.) ein alter spanischer Maler, von demman gute Arbeit im Kloster der Kathedrale zu Toledo ,mit i datirt, kenne.
* Marrelange (Stephan), eigentlicherStephan Auge Marrel. Sein Geschmack fürMalere») und Baukunst führte ihn mit Franz Stelln,dein Barer des bekannten Malers, nach Rom , woer die beyden genannten Kunstzweige übte. Schonin seinem Ein und Zwanzigsten begab er sich in denJesuiten -Orden; und seine Demuth war so groß,daß er in demselben nie das Priesterthum annehmenwollte. Zu seinen frühern Versuchen in der Bau-kunst gehört die Kirche des Trinitäts-Collegiums zuLyon ; dann mehrere seines Ordens. Mit dein P.Anron /ranz Derrand entwarf er den Plan der-jenigen von St. Anton zu Paris ; und dieser mußtebann doch Derrands Plan , als des Vornehmem,heißen. Mehr Gerechtigkeit widerfuhr ihm indessen,als der H von Noyer i6Zo. ihm den Entwurf zuder schon im Lex. bemerkten Noviziatskirche, welche«r zu seinem Begräbnisse brstimmte, zu verfertigenauftrug. Derselbe wurde angenommen. Eine ver-ständige Kritik dieser Baute s. bey d'ArgensvilleII. Z 3 ;. wo es dann weiter heißt: „ Der Charakterdieses Künstlers war sehr verbindlich und mitthei-lend , und er deswegen allgemein geschätzt. Da erin seinem Alter am Stein litt, und sich in i 655 .operiren ließ, wurden in mehrern Gemeinden öffent-liche Gebete für ihn gehalten. Späterhin, undbis an seinen Tod, beschäftigte er sich jetzt nur nochmit kleinen Gemälden. In oben erwäbntcm Novi-ziate wurden lange einige Zeichnungen von ihm auf-bewahrt, und von Kennern hochgeschätzt. Auskdachricbren, welche d'Arge »Spille vondem P. Beerbter erhielt.
* Marken der Hübsche ist, so wie Mar.tinus /)«//«§ bey B- Rhenan (6e lieb. 6erm.v. 284.) und le brau Martin bey den Franzosen (dieüberall das — Schöne suchen) natürlich kein An-drer, als Markin Schön.
* Marrenasie, auch, irrig, Martinasie(Peter). Von ihm kennt man, neben Andern,, nachBerghem l'^brenvoir ckampötre; nach Boucher?an et 8^rinx; nach Grenze lehöre lie kamillslisant ll-ms Is bibls (ein schönes Blatt); nachPoussln le 1 e 8 tarnent g'b)u<lamillss; nach Nem-brand OommencemLkit 6'Org^s: nach Rubens1'knlevement öss 8abine8; nach Wouwcrmann's(unter der Leitung seines Meisters le Bas) k» petitokermiöre so daß es uns unbegreiflich ist, wie dieserKünstler der Aufmerksamkeit von Hüber und Rostentgangen sey.
Marrerfleck < -), ein geschickter Bild-
hauer, von welchem man auf dem Schloßhofe zuBabcnhausen eine aus Graustein sehr hübsch ver-fertigte Gruppe, die einen Hirsch vorstellt der vonzwey Hunden angefallen und verfolgt wird, siehet.
Er lebte um 1720. und hat sich aus Schwermuthsclbst erdrosselt, ^c.
Marrersberger ( ), ein deutscher
Bildhauer, verfertigte im I. 1804. das Brustbild
des verstorbenen Gelehrten Füllebor», welches imHörsaal des Elisabcthanischen Gymnasiums zuBreßrlau aufgestellt wurde. Oeffenrl ldgchr.
* Martin von Antwerpen. Sv nennt
vasari den Martin Schoen; und diejenigen,(glaubt Heinecte Iciös ^öuöiale p. ign ), welcheeinen eigene» Künstler aus ihm machen, stehen imIrrthum. .
Martin (C-), ein deutscher Kupferstecher.
Von ihm und A- G Eberhard sind die Platten zudem in iSo^erschienencn Archiv für die systema-tische Naturgeschichte von Weber und Mohr.
* — — ( David), Maler, Zeichner undSchwarzkunststechcr, (derselbe, den Basan L<l.
«ee. Johann nennt), geb. in England um 1704.und blühend zu London 1765—72. Man kennt nurBildnisse von ihm; wie z. B- nach seiner eignenZeichnung dasjenige der Lady Franc. Manuers;nach A. Carpentier den Bildhauer L. F Roubillac;nach Ramsay I. I. Rousseau (vielleicht das beßteBild desselben) und Humc; Rembrandt's , nach ihm.Rost lX. 2ch?. und Hinwieder hat (nicht
Thomas, wie es bey Brandes heißt, sondern)Jacob Watsvn »ach ihm (1780) das sehr schöneBildniß des Lord Kanzler H. C. von Bathurst inSchwarzkunst geschabt.
— — (Diego), ein spanischer Goldschmied;verarbeitete um i 58 o. verschiedene Kleinodien amBraudenburgischen Hofe. Er hielt sich um dieseZeit einige Wochen lang im Hause des Grafen vonLynar zu Spandau auf. Die Schaumünze diesesGrafen ist vermuthlich von ihm. Mcolai. Ob eretwa derselbe sey, der auch bey /lorlUo V. 264.als geschickter Silberarbeiter in England gegen Enddes XVI. Jahrh, erscheint, ist uns unbekannt.
— — (Ellas), ein schwedischer Landschafts- !
malcr, der sich über » 4 - Jahre in London aufhielt, !
ward um 1780. von seinem Könige zurückberufen.
Um »799. lebte er noch zu Stockholm , als Mitglied
der dortigen Akademie. In seinen frühern Arbeitenrühmte man die angenehme Harmonie, welche überdas Ganze seiner Gemälde verbreitet war, nebsteiner strengen Beobachtung der Gesetze der Per-spektive; dagegen sollen seine neuern Werke wirklichabscheulich, und dieser Künstler daneben, wie der