Martin.
Reisende Acerbi, (S. ii 5 —r6.) bemerkt, mit einerEitelkeit von der lächerlichsten Art behaftet seyn.Uni i/9/. gab er gemeinschaftlich mit seinem untenfolgenden Bruder, Johann Friedrich, eineSammlung Aussichten von der Hauptstadt ausLicht, welche (wie es freylich nicht bey Acerbi heißt)die Zimmer aller Liebhaber zieren. Nach ihm kenntman ein bey Brandes schön genanntes Blatt: rbsLonsiäeuts oder der Liebesbrief, mit 7 Vr.exc. bezeichnet. Was Basan (kcl. seo.) von ihmsagt: Daß er selbst kleine Gattungsblätter undKöpfe in punklirter Manier gestochen habe, dürftewohl ganzes Versehe» sey». Ohne Zweifel ist dieserMarrin der nämliche Elias, den auch FiorilloV. 801—2. als einen der achtungswürdigsten britti-scheu Künstler, gegen End des XVIII. Jahrh,(aber nicht als Landschaftsmaler, und eben auchnicht als Schweden ) nennt, und namentlich vonihm seine Bilder in der Bodlejanischen Bibliothekzu Oxford anführt, denen nur mehr fleißige Aus-führung zu wünschen wäre, da sie bloß Effect be-absichtigen. Die bcßten seyen: Britvmartis, welcheAmoret von den Fesseln der Zauberin bcfteyek (nachSpeisers Feenkönigin) und der Erzbischof Lanton,der von Heinrich I. eine Acte erhält. Lons.
N. UXVIII. ?. I. p. 291.
Martin (F. B-). Nach einem Kupferstecherdieses Namens kennt man ein Bildniß der MariaCosway, nach R. Cosway , en Medaillon inOctav;und eben so eine Sophia Western nach I. Hopner;vermuthlich Copicn.
— — (Johann ), Rathszimmermeister inLeipzig , geb. iEjZ. und daselbst gest. 1672. XtexmerrInscript. Uips. p. 280. Bauten von ihm sind unsunbekannt.
^ — — — — — s. oben David Martin,und im Lex. Hans Marryn.
* — — (Joh. Baptist und P.), ersirer einSohn des letzten!, welcher perer hieß (s. unteneinen eignen Art. von ihm), lernte die Zeichenkunstunter la Hire. Späterhin, in der Eigenschaft einesIngenieurs, unter Vauban , gewann er die Ach-tung desselben, der den König vermochte, ihn beyvan der Meulen anzubringen, dessen Geschmackund Manier er so gut begriff, daß er bey dem Toddes letztem seine Stelle aux Gobelins, unddamit eine Pension erhielt. Endlich kam er inDienste des Herzog Leopolds von Lothringen , undmalte für diesen Fürsten die Kriegsthaten seinesVaters Carls V.; Bilder, deren das Lex. schon Er-wähnung thut. Ob dieses letzter sich irre, wennes perer Martin ebenfalls zum Maler macht, istuns unbekannt, cie ^ü-rtr-rar. Ealiners biblischesWörterbuch, wozu Joh. Baptist die Zeichnungengemacht, erschien 1/22. zu Paris in 2. Foliobänden.Nach dem Einen oder Andern von ihnen dann habengestochen: N. Bazin Bildnisse aus der Königl.Familie (1682. und 86.); M. Baquoi eine See-schlacht; Haußard die Schlachten zu Friedlingenund Höchsten; Simonneau Hommage renclu aPhilippe «ls Valois, u. s. f. S. auch unten M«Martin am Schlüsse.
* — -- (Johann Friedrich), ein schwedischerKupferstecher, des obigen Elias Bruder, hielt sichebenfalls 10. Jahre zu London auf. Was er ge-meinschaftlich um 1/9/. mit Elias ausgefertigt,s. dort. Allein noch seither kannte man von ihn«um i8oi. u. 2. nebst einigen Ansichten von Upsala,mehrere in Aquatinta geistvoll tokirte Blatter zu derVo^sAs pittorssque an Eap Xorll, des OberstenA. F. Skjoldebrands nach den Zeichnungen diesesletztem. Nur fanden Kenner, daß das darin mitgleicher Kraft vertheilte Licht dem Auge keinen hin-reichenden Ruhepunkt verstattete. Um 1806. end-lich wurde von ihm ein neues Prachtwerk schwedi-scher Prospekte in Tuschn,anier angekündigt Ober dann nicht etwa derselbe sey, der im Lexikon einfranzösischer Kupferstecher um i/ 65 . heißt, ist unsunbekannt. In solchem Fall kennt man von ihm
Martin. 78 z
eine gebirgige Landschaft nach Loutherbourg; Vusscle Lotss cle 8 iberis undNempete prös 6 e 8 iberis,nach Sarasins Zeichnung; und noch wahrschein-licher tda wir nun einmal wissen, daß er Englandbesucht hat) ein Bildniß des Generals Elliot, nachde Glin, und Accontius und Cidippe, nach A.Kaufmann.
* Martin (M.). So nenntBasan ( 1 ^ 6 .-?eo.)einen Maler Ludwig XlV. der mehrere Schlachten-siücke nach seiner eignen Erfindung geätzt habe,und aber (falls wirklich ein solcher existirte) keinAndrer, als der Johann Baptist oder l). des Lex.seyn dürfte.
* — — (Peter), französischer Ingenieur derBrücken und Straßen, und Mitglied der Com-mission der Egyptischen Künste und Wissenschaften.Derselbe ist der s). des Lex. und Vater des Joh.Bapr. unter dessen Namen er dort erscheint, nieUte/mr. Von feiner Herausgabe von I. Mall-orsUschsrche» sur Ie.8 Losturries etc. ciss ancieusxeuples s. oben den Art. dieses letztem.
Martin (Robert), zu London . Unter diesemNamen findet man eine (gestochene) Allegorie,welche das Epitaphium des Herzog Bernhard vonSachsen-Weimar enthält (1628.).
— — (Saint). So heißt bey Blonde! einBaumeister zu Paris , der um i/ 5 o. den Bau desdortigen Hotels de Quinzeviugt, nach Zeichnungeneines uns sonst eben so wenig bekannten Künstlers,Abbö, ausführte.
— — (Thomas). So nennt Fiorillo (IV.200.) einen wenig bedeutenden spanischen Malerdes XVII. Jahrh, und (was leicht damit bestehenkonnte) Mitglied der Akademie z» Sevilla.
— — ein englischer Maler, (wiewir Fiorillo V. 802. verstehen) der neuesten Zeit.Von ihm kannte man um 1801. ein allegorischesBild (Blarr, heißt es dort), unter dem Titel:Britanniens Aussichten. Brilannia ist darin alsGebieterin der Welt abgebildet, und erscheint imBesitze von Allem, was Das Leben wünschenswerthmachen kann.
— — — — — S Marrxn, der mit demObigen wohl nicht zu verwechseln ist.
* — — ( ), der Maler und Lacguierer des
Lex. hieß Johann. Nach Berlin kam er 17/17. (bftc.
* — —- ( ), der Gefchichtsmaler des Lex.
war um 1780. Einverleibter der Königl Akademiezu Paris . ^/§c. Von diesem wahrscheinlich ist-inden Xouvelles lies Hrts I. 1I2. die Rede, wennes dort(i8oi.) heißt: Des verstorbnen B. Martins,Malers und Mitglieds der ehemaligen AkademieGemälde-Sammlung werde nächstens vcrauktionirtwerden.
— — (Miß), eine Malerin zu London um1780. Nach ihr hat Lauranson Palemo» und La-vinia (Huber p. 69hl und Petit derSobn dieSpcnnische Familie gestochen. (Uns ist freylich keinStecher Lauranson, wohl aber ein Maler diesesNamens bekannt, nach welchem Smith eben auchPalemon und Lavinia in Schwarzkunst geschabt hat).
— — ein Mönch von Autun . Von einemsolchen wird in den Jnnal. Or<I. 8t. Uensciic-tiss. VI. p. 20j. angemerkt, daß er ein schönessteinernes Mausolaum für Reliquien aufgeführthabe.
— — ( ). So wird auch im LLIm.uiarll
lles Ueaux-dit.<; von 1802. ein damals in Paris lebender Gemälde-Rcstaurator genannt.
— — ( ). Und so ebendaselbst ein damals
— — ( ). und so ebendaselbst ein damals
in Paris lebender Kupferstichhändlcr.
— — ( .)> Und so in den blonveUk'A