Band 
Zweyter Theil [2].
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784
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784 Martin.

^rts IV. 229. ei« Platzadjutant zu Paris , undzugleich Bildhauer, dessen Büste vom Kaiser Na-poleons Madame Beaublö, geb. Gipoulon gezeich-net, und Beaublö der Sohn (180/,.) gestochen hatte.

Martin ( ). So hieß auch ein Schrift-

stecher zu Kopenhagen , von dem man, neben An-derm, Blatter zu rZiebuhrs Arabien (1772.)kennt. Thftc.

* Marti na sie, s. Martenasie.

* Martinelli (Dominic), geb.i 65 o. Einigezebcn Jnspruck für seinen Geburtsort an. Vondem bessern Geschmack in der Baukunst, den der-selbe zu Wien einführen half, s. oben den ArtikelJob. Bern . Fischer. »Seine Frömmigkeit"(heißt es bey Milizia L«i. ter?. II. 279—80.)„führte ihn nach Rom , wo er anfangs Priesterwerden wollte, dann aber doch (besser) Cusios derAkademie von St. Lucas, und Lehrer der Perspectivund Architektur ward. Zu Wien , und überhauptin Deutschland , baute er Palläste, Brücken undFestungen. Er hatte einen entschloßnen, aber da-bey cholerischen, unduldsamen, und dabey höchstintereffirten Charakter. Seine Bauten verrathenPracht, richtiges Urtheil in der Erfindung, Sym-metrie in den Theilen, und Verbindung der älternGründlichkeit mit der neuern Zierde. Auch seineZeichnungen waren wegen dem auserlesenen Ge-schmacke, womit er in Aquarell arbeitete, unge-mein schätzbar."

— — (Johann), ein Maler zu Florenz ,blühete um MZ. Man siehet von ihm zwey schöneFrescogemälde in der dasigen Pfarrkirche St- Cä-cilia. Der Großherzog kaufte für die Galerie 1777.ein Gemäld von dieses beynahe unbekannte» Künst-lers Arbeit , welches das Gastmal des KönigsBelschazar vorstellt. Lencweanr IV II. p. 228.Neben diesem führt Lanzi (I. 21g.) von ihm einenSchutzengel in der Kirche St. Luzi de Bardi zuFlorenz , und das Mirakel von St. Antonius, beyden Conventualcn zu Pescia an, und bemerkt, daßletzteres (ein vorzügliches Bild), die beyden erster,,übertreffe.

* — — (Joseph). So nennt Fiorillo(B- S- ll- 177.) einen berühmten Landschaftsmalerzu Bologna , der um 178). auch schöne Arbeit inder neuern Enkaustik soll geliefert haben. Ob der-selbe etwa mir dem vincen; Martinen, des Lcx.oder auch mit dem gleich folgenden Direktor derAkademie zu St. Petersburg der Nämliche sey, istuns unbekannt.

— — — — — ein italienischer Künstler,warum 1770. Direktor der Kaiserlichen Gemälde-Galerie zu St. Pecersburg. Bernoulli V. 118.

* — — (Julius und Lucas) Lanzi (II. 12Z )fertigt sie mit dem einfachen Epitheton „ ziemlichordentlicher" Maler ab. Don Lucas, dem älterndieser Bruder, doch aber dem geringern in der Kunst,führt indessen FiorilIo( 1 I. 116.) ein gutes Bildin der Kirche zu Gallio, von 1696 darin an,welches die Madonna vom Rosenkranz vorstelle,und worin man ganz die Wendungen der Bassa-nischen Schule bemerke.

Martinellis (Niclaus). Nach einem unssonst ganz unbekannten Künstler dieses Namensführt der Katalog von Brandes sowohl, als Rost8. V. , ein von diesem letztcrn

(i 58 i.) gestochenes seltenes Blatt: Darstellung imTempel, an.

Martinengo (Anna Margaretha), Tochtereines zu Frankfurt am Mayn wohnhaft gewesenenItalieners, die aber in der Religion ihrer prote-stantischen Mutter erzogen, und daher auch in dasdortige evangelische Frauenkloster zu St. Eatharinaaufgenommen wurde, wo sie um 1721. gestorbenist. Dieselbe malte Blumen und Insekten mitWasserfarben auf Pergament. Ei» dergleichenBild von ihr sieht man mit 7 V Ist. Ist. 1684. be-

Martine;.

zeichnet, das ihr bey jedem Kenner Ehre macht.H. S Hüsgen N. Ausg. S. 296-97. » IhreBlumen" (heißt es dort) „sind gut ordinirt, dieBlätter dünn, und kommen im Ton der Färbungder Natur nahe."

* Martiner ( ), hieß Angelika, oder

Louisa, die Sohnsfrau von Dupuis, geb. ,75,.Ein Verzeichnis; meines sel. Vaters führt von ihreine Menge Blatter an, von denen einige, wiez. V- IVlausolöe »lu Dauphin et üs 1s Dauphin«,ohne Namen des Zeichners, mit 1766. und 67.datirt sind. Dann, nach A. Blocmacrt: le Nar-ckand ruine und I» Villa^ooise en colöre; nachCl. lc Fevre dem Sohn das Bildniß seiner Mutter;nach Schenau: le Petit ^oueur «le Viel!« und lapetite IVIusicienne; nach D. Tenicr: l'aimabisVieillesse, und nach Vernet: la Promenadeapres diner. Auch scheint sie die Marriner ge-wesen zu seyn, welche 100. Vögel für die Ornitho-logie von Roy, und Anderes für Büffons Natur-geschichte gestochen hat.

* — — (Franz Niclaus), Ingenieur, Zeich-ner und Kupferstecher, vielleicht derjenige, den dasLex. nach Basan (Dll. sec.) als Bruder der vor-genannten Künstlerin, unter ihrem Artikel nennt.Von ihm kennt man: Distoire lie pari«, et Des-cription «le ses plus beaux Istonumer>8. TIftc.und. Basan I. c. zufolge, allerley Vignettenund Thiere, namentlich aber die Vogel zu derQuartausgabe von Buffon.

Marriner (Maria Theresia ), eine französischeKupferstecher!», Schülerin von I. Longueit, ar-beitete um 1764. Von ihr kennt man, mbcn An-drem, vier Blätter nach Queverdo — Wer ist wohlaber der oder die Marriiier, unter «der, oder dessenLeitung Patas: Dkiasse- Maree allemancle, nachWouwermans mit Kraft und Fleiß gestochen hat?Meusels Arch- III. 66.

* — — ( ), der Schüler von A. Pesne.

Zu diesem Art. des Lex. gehört die Citation: Hei-ne cke Vlachr. I. 70.

— — ( ), ein schon im Almanach cie

Paris von 1802. erschienener dortiger Kunsthändler,doch gewöhnlich von nichts Höhcrni, als von Car-ricaturen; gab »1 1808 ein solche, welche die ge-genwärtigen Journalisten, unter dem Namen derDomeäiens »oirs bezeichnen sollte. So z. B.eine häßliche großnasigre Physiognomie im Kirchen-Ornate, erscheint — links am sichtbarsten; Schlan-gen kriechen aus seiner Tasche (jc>ur„at «je l'Dm-pire). Eine hagere Kokette, welcher es an dereinzigen wahren Schönheit ihres Geschlechts, ander Weiblichkeit fehlt (Hrtienee des Dame«), u. s. f.Das Costüm verräth immer den Geist des vorzüg-lichsten Mitarbeiters, männlichen oder weiblichenGeschlechts.

* Martine; (Ambrosius). Fiorillo (IV.267. u. 77 ^ 7 i>-) zählt ihn unter diejenigen Schülerdes Cano, die sich zwar nicht über das Mittelmäßigeerhoben, doch ihren Lehrer bisweilen glücklich nach-geahmt haben; wie Er z. V- in den Klöstern St.Hieronymus, der Tcrziarier, und im Kreuzgangvon Carmen Calzada. Dort heißt es dann, demLexikon gerade entgegen, er sey in 1674. in seinerJugend gestorben.

* — — (Anton), des unten folgenden Jo-sephs des ältern Sohn und Schüler, vervoll-kommnete sich, wie sein Vater, zu Rom , und standdemselben bey vielen Arbeiten bey. Er hatte einengroßen Hang zu einem einsamen Leben, und wurdedaher dienender Bruder in der Karthause von AulaDei, wo er auch in 1690. seine Lage beschloß.Der Kreuzgang dieses Klosters bewahrt die schönstenGemälde von ihm, welche Begebenheiten aus demLeben des H. Bruno vorstellen, und durch kühneZeichnung und lieblichen Farbenton vielen Werthhaben. Fiorillo IV. 207. Zu bemerken ist, daßhingegen das Lex. einen Joseph den junger» als