Massari.
Maurus, der aus Auftrag des erstem einen Mönchvom Schiffbruche rettet.
* Massari ( ), Baumeister von Venedig .
In dem Zürcher-Journal für Litteratur undRunst S- 129—20. rühmt ein Reisender die dor-tige Kirche St. Gesuaiti, die um 1720. von die-sem Architekt erbaut worden, hauptsächlich desPortals und der schönen Säulen wegen an demHaupt- und den Sciten-Altären.
* Massaro (Niclaus). Sein Colorit war
eben weit schwacher, als seines Lehrers Rosa.Die Figuren malte ihm , wie gleichfalls bereits dasLcx. bemerkt, vornehmlich Aiuon da Simone, deraber seinen Arbeiten wenig Vollendung zu gebenwußte. I. 64/.
* Massarotti oder Masserotti (An-gelus). Lanzi II. 281. seht (nach Zaist) fernTodesjahr in einem Alter von 68. I. in 1722. an,und halt ihn für einen Schüler von Aug. Boni-sola; obgleich er sich einige Jahre bey Cesi in Rom aufhielt, sieht man ihm wenig von der RömischenSchule an. Häufig gab er in die mannigfachenGebrechen der sogenannten Naturalisten, brachtein seinen Köpfen Bildnisse statt idealischer Formenan, und gerne fiel er, in den Drapperien beson-ders, ins Schwerfällige. Dagegen war sein Co-lorit ölreicher, als das damalige römische; daherrunden und erhalten (?) sich auch seine Arbeitenbesser. Sein Meisterstück ist wohl das große Bildin St. Augnstin (zu Mailand ?), wo dieser Hei-lige verschiedenen Mönchsorden ihre Regel giebt;ein Werk voll wunderschöner Abwechselungen inIdeen, Stellung und Kleidung seiner zahlreichenFiguren.
* Massö (Johann Baptist). Derselbe war derSohn eines großen Juweliers. Anfänglich wid-mete er sich den Wissenschaften, legte sich aberin der Folge auf die Malerey, ganz wider denWillen feines Vaters. Die Fortschritte, die erin dieser Kunst unter der Leitung seines LehrersChatillon machte, waren so reißend, daß er sichbald zum Rang eines der ersten Emailmaler em-porschwang. Da er außerdem das Talent besaß,die Gegenstände seiner Bildnisse zu verschönern,ohne die Aehnlichkeit aufzuoftrn, so war er beyden Damen vorzüglich beliebt, und wurde baldder Maler der Mode. „Uebrigeirs" heißt es dannbey Florillo III. 226.) „gleichen sich fast alleDortraite von ihm durch ihren leeren manierirtenCharakter." (Man sehe aber auch den prächtigen— Perrükenstock seines eigenen, nach Tocquevon Wille sonst so herrlich gestochenen Bildnissesan). Mit alle dem gebührt ihm der Ruhm, theilsim Allgemeinen die Künste mit Eifer gefördert,besonders aber die schönen Stiche nach seinen eig-nen Zeichnungen von le Brun's Gemälden in derGalerie zu Versailles sehr geschickt geleitet zu ha-ben. Dieses Werk erschien, unter dem Titel: lafranste Oaleris lle Versailles et les llenx 8a-lons niii l'aeccimpa^nent etc. 52. l?l. 6r. in k'ol.Paris ^722. in 22. Bl. und die Beschreibung ins-besondere! (wozu er Mehrcres aus einem älternWerke von Rainsaur (',". Versailles 687? ent-lehnte), in 80. 722. Von ihm selbst gestochenkennt man nur Weniges: Die Bildnisse von Ant.Coypel, nach Demselben (Masse's Anfnahmsstückin die Akademie), und der Maria von Medicis nach Rubens für die Galerie von kssrenburg. Dann:Venus schickt den Merkur , die Königin Dido zuGunsten des Aeneas zu stimmen, und noch zweyandre aus dcr Geschichte des letzter«, zu einer FolgeVolt 12. Blättern »ach I. Cotelle, und den ent-schlummerten Schäfer, nach Titian. sstach ihmendlich sahen wir das einzelne Dildnzß der Baro-nesse Charlotte von Sparra (die Rose genannt!),von I. Rehn. /lorillo l. e. spricht indessen nichtnur von mehrern, sondern von vielen. Visasse'sStelle eines Aufsehers der Zeichnungen, Grund-risse und Gemälde zu Versailles verschaff ihm derMarquis von Marigny mit dem Gehalt von 1200.
Masson.
kivr. Nach Basan (L<l. sec.) starb er 1769.
80. I. alt. de Fonrenar rühmt von ihm (alseinem Protestanten) seine uuverrückte Ehrfurcht vorder herrschenden Kirche, der z. B- nicht leidenwollte, daß einer seiner Bedienten, ihm zu gefal-len,^ den Glauben ändern sollte!
* Massei iHieronymuM starb unter dem Pon-
lificat Paul V. Bagliom nennt ihn fleißig, Tajaeinen guten Zeichner und Coloristen. Bis ins hohe 1Alter lebte er zu Rom . I. 44b. !
Massengeil (F C.), ein Maler zu Mei- jnungen, nach welchem A. C- Fleischmann das Bild-niß des dortigen Superintendenten Georg Walchsgestochen hat.
Massey (Aleyius). In der Kaiferl. Galeriezu Petersburg , werden N°. Zi 5 . und 817. zweyhistorische Gemälde angeführt, die ein Künstlerdieses Namens mit Friedrich Zuccheri gemalt ha-ben soll.
* Massi (Caspar). Seine Bildnisse des PabstClemens XII . und von ungefehr 20. Kardinälensind nach Avellini, Bertoli, Clementina, A. Da-vids, P. Nelli, Rigaud und Trevisani gestochen.Andres nach B- Poli, I. B. Calandrini (St.Niclaus, der die Dämonen flieht), P. Clori u s. f.Endlich ohne weitere Namen, als den seinigen,einen Triumphbogen, den Parma bey der Erhö-hung des ermeldten Pabstes zum Pontifikate er-richten ließ.
— — (Claudi). So heißt ein uns weiter un-bekannter Kupferstecher, der in 1642. gemeinschaft-lich mit P. Parigi ein Blakt geliefert hat, welchesdas Leichenbegängniß der Maria von Medicis ,Königin von Frankreich , darstellt.
* MasslMi (Carl). Nach einem uns sonstganz unbekannten Künstler dieses Namens hatI. G> Greukher in Rom gestochen. Eine unsrerHandschriften glaubt, es sey darunter MassimoSranzsorrl gemeint.
Massimilianos ), ein italienischer Bild-hauer , der von dem französischen Minister Cacaultin Rom , welcher eiust in dessen Hause wohnte,ungemein begünstigt wurde, lebte daselbst im I.'i8uZ. und harte damals, nebst drey colossalen Büs-te» von Bonaparte, um die nämliche Zeit wo zweyandre Künstler (Canova und Calamare!, auch einecolossale Statüe des ersten Consuls in Arbeit. Dieerstere bildete er mit einem Helm auf dem Haupte,der bekannten Herme des Perikles im Museo Cle-mentino ähnlich; übrigens nach dem schlechtenOriginal derjenigen Colossal-Büste von Bonaparte,welche dcr seither guillorinirte Bildhauer Cerracchreinst in Mailand modellirt hat. Die Figur solltein consnlarischem Costum, mit der Toga bekleidet,abgebildet werden. Fernorv.
Masso (M. de), ein Kupferstecher zu Lyon ,von dem uns aber nichts außer einem BildnisseFranz Piquet's, Bischöfen von — Babylon, ohneNamen des Malers, bekannt ist.
Massole ( ). So heißt in den blouvel-
les lles Arts I. 181. ein Kupferstecher in Paris ,der um i8ui. nebst Andern, zu Defiennes Lcu-(lss lles Ordres Blätter in Kreidenmanier gelie-fert hat.
* Masson (Anton). So wie dieser großeMeister in seiner. Kunst, besaß keiner das ausneh-mende Talent, die Farbe seines Gegenstands , derCarnation zumal und der Drapperie, auszudrücken.
So z- B. in seinem prachtvollen Meisterstück desGrafen von Harcourt (ls Lallet lle la perle ge-nannt), nach N. Mignard, wo man wirklich nichtweiß, ob man Man» oder Rock mehr bewundernsoll. So in seinem weniger bekannten Bildnissedes Secretaire des Commendemens der Königin,Will). Brisaciers (1664), ebenfalls nach N. Mig-nard: Man erkennt darin (sagt warelet) die frische