Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
797
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Mathieu.

» Marhieu (Peter). Fiorilld III. Z41. s. v.Marrhieu nennt ihn, etwa im Gegensatze mitObigem? den jünger». Nach ihm hat I. DaulleJupiter und Semclö gestochen.

dessen im Lex. unter demArt. des Geschichtsmalers dieses Namens gedachtwird, heißt bey Dallarvay I I. 198. perer Marsys,und seine Blüthezeit wird dort in 1620. gesetzt.

(Rosina Christian« Ludovica), DavidsTochter, Aeb. zu Berlin 1748. lernte bey ihrermehr erwähnten Mutter. In 1772. und 74. hieltsie sich zu Cassel auf, und malte dort, nebst einigenBildnissen, eine Vestale und eine Novizzin für denLandgrafen. Bey Mensel I. heißt sie s. v. s)Nat-rbieu: Malerin zu Berlin , und seit 177«. Mitgliedder Akademie zu Bologna . In Th. II. (1789.)wird dann nachgeholt, sie lebe nicht zn Berlin ,sondern zu Braunschweig , und (dies wohl durchOruckfehlor) sey Schwester (statt daß es, denkenwir, heißen soll Tochter) von Rosina Lisieurvsky.Seither haben wir nichts weiter von ihr vernommen.

S. auch Marrbieu.

* Marhrerv, y, s. Macheorv,'tz.

* Mathlldls, Gemahlin Wilhelms desEroberers, Herzogs der Normandie . Von ihrentdeckte man im I. i8nZ. zu Dayeux eine seithernach Paris gebrachte Srickerey von 214" Länge »ud18" Hohe, welche freylich in Absicht auf die Kunstdürftig genug, aber immer als ein Denkmal desXI. Jahrh, welches die ganze Geschichte der Erobe-rung von England darstellt, merkwürdig genug war.Eine nähere Beschreibung des Inhalts s. in den

Xouvelles des HrtZ III. 57.

Machoniere (Michael de), eiu alter fran-zösischer Kunstverleger aus der ersten Hälfte desXVII. Jahrh, von dessen Verlag ein Verzeichnißmeines sei. Vaters an die 20. Blätter, von du Bois,I- Briot, L.Gaultier, I. Halboeck, und Ungenanntenanführt, die zu irgend einem Werke über französische Geschichte der Jahre 161022. gehören dürsten.

Marhortie ( ), ein französischer Bau-

meister, nach welchem man von einem Ungenanntenden Stich eines zu Ehren Ludwig XV. am Eingängeder St. Honore-Vorstadt zu Paris aufgerichtetenTriumphbogens kennt.

* Marhys, s. Marsys und Met .

Marienzo (Garcia Fernande;). Go heißtbey Fiorillo I V. 56 . beyläufig ein alter spanischerBaumeister, der, nebst mehrern Andern, die un-geheure Baute der Karthause von Miraflores fort-setzte, welche nach Entwurf eines teutschen Bau-meisters Johann von Cölln begonnen ward, den derBischof von Burgvs, Don Alfonso di Carkhagena,bey beendigter Kirchenversammlung zu Basel , nachSpanien berufen hatte.

* Mario li, s. Martloii.

Maris ( ). So wird im Almanach des

Kegllx-esrt8 von 1802. ohne Weiteres, ein Künstlerunter der Rubrik der damals in Paris lebendenBlumen - Zierathen - Gattungs- und Still - Lcbens-Maler genannt.

Mars» (W. G), ein wahrscheinlich nochlebender beliebter englischer Landschaftsmaler, wirdvon Fiorillo V. 822. angeführt.

Marons (Johann). So nennt Liorillo l V.272. ohne Weiteres, eine» berühmten spanischen Goldrund Eilberarbeiter des XVll. Jahrhunderts.

* Marsis (Quintin). So wird in: Ln^IiskEonnoisgeur I. 6. ein Maler in England, zu ZeitenHeinrich VIII. genannt, der aber wohl kein Andrer,als Guinrin Messis ist, von dem es auch beyDescamps heißt, daß seine Bilder in Englandsehr geschätzt wurden. Fiorillo V. 204.

Matte. 797

Matstorf (Jacob), Bürger und Zimmer-meister zu Stettin , brachte 1602. den obern Theildes St. Jacob-Kirchthurms daselbst in eine zierlicheForm. Friedeborn's Alt - Sterrin B. III.

E. 4.

Marsys oder Marhys (Cornelius). Erstrerist der richtigere Name, und dieser Künstler mitdem Formschneider Cornel. Marsys dcö Lex. ebenso wenig als (wie solches Rost V. 71. thut) mit demunten folgenden Cor. Mer für Eine Person zuhalten. Derselbe war Zeichner und Kupferstecher,wie man gewöhnlich annimmt geb. in den Nieder-landen um 1000 und somit ein Zeitgenosse von Lucas von Leyden . Von ihm kennt man eine ziemlicheAnzahl Blätter, sowohl von seiner eignen Erfin-dung als nach italienischen Meistern. Seine Manierhat viele Ähnlichkeit mit der des Babylons; die-selbe Nettigkeit und Feinheit des Grabstichels.Einige halten ihn sogar kür einen Schüler von MarcAnton. Immerhin nähern sich seine Figuren demitalienischen Geschmacke; sie haben Eleganz undProportion; nur fehlt es, besonders den weiblichenKöpfen, am gehörigen Ausdrucke. Christ (S. iZZ'und 49 ) führt von ihm sein richtiges, Rost hin-gegen ein unrichtiges Zeichen an. Barrsch (IX.

97 98.) bemerkt: Das einzige, was man vonunserm Künstler sicher wisse, sey sein Name, unddaß seine Arbeiten sich von i 54456 datiern Als-dann führt dieser kenntnißreiche Schriftsteller (I. c.

98 117.) von ihm nicht minder als 58 . Blätter an,die er, nach seiner löblichen Gewohnheit, genaubeschreibt. Dieses sind: Sechse aus der GeschichteTobias; zwölf andre aus der Geschichte Samsons;Balhscba im Bade; ein ungenannter Gegenstandaus dem alten Testament (der Beschreibung nachvielleicht Abraham, Sara und die drey Engel?);Melchisedeck kömmt Abraham entgegen (sehr gucgestochen, nicht unwahrscheinlich nach einer Zeich-nung von Parmesan); dann aus dem neuen Testa-mente: Die Hochzeit zu Cana; die Verklärung;Christus und die Samantanerin; der gute Hirte;8. Bl. aus dem Leben Johann des Täufers (wahr-scheinlich unvollständig); die vier Evangelisten(Ebendieselben von einem Ungenannten schlecht nach-gesiochen i 58 j.); von weltliche» Gegenständen:Neun Tugenden; der Sommer (vielleicht von einemCahier aller vier Jahrszeiten); die Pest nach Ra-phael; Venus und Amor; Mars und Venus; derverliebte Bauer; die eifersüchtige Bäurin, die ihrenMann bey einer Frau überrascht, der ihr ein Ey indie Fürschoß legt, mit der Uebcrschrift: !)1y mansyn eye in eines anders Xest; vier Blinde, dieeinander in die Grube führen (den nämlichen Ge-genstand s. unten dem Cor. Mer zugeeignet); Ab-bildung eines Degengefäßes; eine Vignette; eineArabeske; die Bildnisse von Graf Ernst von Maus-feld und seiner Gattin, und von Heinrich VIII inEngland. Noch nennt Rost I. c. von ihm: Judith,mit dem Haupt Holofernes (1689.); Kleopana mitder Schlange (i 55 o.); ein Schlachrenstück, nachG. Penz (alle drey, kleine Blätter); eine H. Fa-milie, wo Maria das Kind auf der Wiege stehendhält, nach Naphael (das nämliche, weiches F.Poilly nach einem Gemälo in der Königl Französ.Galerie gestochen, und vielleicht eher dem Cor. Merzugehörig); endlich eine Grablegung, nach einemgeätzten Blatte von Parmesan. (Den wunderbarenFischzug, nach Raphael, eigne» sowohl Rost alsseither Malpe, und verschiedene Tabagien dieserlctztre ebenfalls unserm Marsys zu, welche hin-gegen Barrsch dem Cor. Mer giebt). Der Katalogvon UVnkler dann hat »och: Samuel im Tempel,der von Heli die Weihung empfängt.

Marrarnovi, s. Mararnovi.

Marre oder Marke (Niclaus Augusti»),geb. zu Paris 1777. Schüler von Monnot undDejoux, erhielt in 180Z. den von Cayluü gestiftetenPreiß von 100. Fr. für eine Pete d'expression ;dann in i8o5. wieder den ersten Preiß der Bildhauer-kunst in der sogenannten Spezialschule der Schönen