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Maulbers ch.
Maurer. 8c,z
« Maulbersch, s. (zwar irrig) Maubbert.
Maulgnier de (QuerviIIe ( ) So
heißt irgendwo, ohne Weiteres, ein um 17O0.lebender französischer Baumeister.
*
Maulpersch^Maulperz, i
S. (zwar irrig) Maubbere.
Maundrel ( ). Ein solcher hat, Dal-
tarvay l. i 5 o. zufolge, über die Baukunst geschrieben(etwa die dort S. 199. angezogenen Kevues cri-tiques cles KatimLns etc. 8°. 7Z6?) und vergliechz. B- die von Andern sehr getadelte Kirche St. Paulin Conveittgarten zu London in ihren Dimmensionenmit dem schönsten Tempel von Balbec.
* Maupain (Paul). Einige schreiben auchMaupili. Wohl nicht ohne Grund vermuthenwir, daß der im Lep. ihm zugeeignete Plan derStadt Nom vielmehr dem Baumeister SimonMaupin zugehöre.
Mavol ( ). So heißt ein Kuvferstechcr
zu Paris , der um 1802. für Defiennes Ltuclesä'^rbres in Kreidenmanier arbeitete. cVottv. iierII. 17.
* Mauperche (Heinrich'', Maler und Kupfer-ätzer, geb. zu Paris 1606. und daselbst gest. 1688.Kasan (Lcl. 8ec.) giebt ihm., bey demselben Todes-jahr, 8j. Jahre. Man weiß nicht gewiß, ob erin Italien gelebt habe, was aber sehr wahrschein-lich ist. Sein Styl im Malen und Etzen hatteAehnlichkei'tmitdein von Hermann Swaneoclt, nachdem er, so wie auch nach eigener Erfindung, meh-rere Landschaften gäb, von welchen theils RostVIl. iZr—72. theils ein Verzeichniß meines sei.Vaters an die Zn. Blatter anführt, welche ver-schiedene, gewöhnlich mit biblischen Figuren siaffirtckleine Folgen ausmachen; wie z. B. 8. die Geschichteder H. Jungfrau, bis und mit der Flucht in Egyp-ren; 6 andre die Geschichte des Tobias; wieder 8.die des verlorenen Sohns; dann eines mit derFabel von Marsias . Ferner les )grciins Hian-courr, alle dies nach eigner Erfindung; und end-lich eben nach Swanevelt eine Folge von 12. Bl- inQucrquarts.
Mauperin ( ), ein Maler zu Paris ,
nach welchem man ein von le Villain 1767. ge-stochenes Bildniß des Civillieutenants im ChareletI. F. du Four de Villeneuve kennt. Dann einen1780. gedruckten Katalog von dessen Kunstkabinet.Ob er noch derselbe sey, der im HIrnanaulr <jesLeaux-Hrrs von i 8 c> 3 . unter den damals in Paris lebenden Bildnißmalern erscheint, ist uns unbekannt.
* Mauprn (Simon). Gandellüt, giebt ihmden Taufnamen Sann. S. ferner oben im Art.Maupain die Anmerkung am Schlüsse.
Maurer (Carl Friedrich), ein Kunstschreineczu Augsburg, gebürtig von Dresden ; lernte beyEmanuel Eichel. Er verfertigte um 1770. ein kost-bares Mundservice von Perlenmuttcr, mit gefärbtemBlmnenwerke von Gold eingelegt, welches alleBewunderung verdiente, und in Besitz der Kaiserinvon Rußland gekommen ist. von Gkerren S. r r8.Seit 1789. wo Meusel II. ihn unter den Lebendennennt, haben wir nichts mehr von ihm vernommen.
* — — (Christoph), der im Lex. unter demArt. seines Vaters Josias erscheint, Maler, Ku-pferstecher und Formschneider. Die Anfangsgründeder Kunst lernte er von diesem. Um aber sein tref-liches Talent besser auszubilden, gieng er nachEkraßburg zu Tobias Stimmer . Der Fleiß desSchülers, und der treue Unterricht des Meistersbrachten in wenigen Jahren ihn so weit, daß man,ohne Beysetzung ihrer Namen, ihre Arbeiten nichtr» unterscheiden wußte. Seine früheste Arbeitscheinen seine Holzschnitte zu Reusner's Con-rrafacturhuch (10Z. Bildnisse) »ach Stimmer's,i»n, Theil auch nach HvlbeinsZeichnung (8°. c^tras-
bnrg H87.) gewesen zu seyn. Gemeinschaftlichgaben sein Meister und er verschiedene schone Werkeaus Licht, unter welchen sich Folgendes auszeich-net: Künstliche, wohlgerissene Figuren undAbbildungen etlicher jagdbaren Thiere u. s. f.mit deutschen Reimen (Holzschnitt . Srrasb hub.Zehen Blatter (von 88.) tragen sein unzweydeutigesMonogramm. Dann kennt man unter seinem be-sondern Namen: Historische Vorstellungen überdie ganze Bibel (Holzschnitt) — lümbiemstamiscellsnea nova Bl. geetzt) — Verschickdene Darstellungen von: Gerichsverfahren inbürgerlichen und Triininal-Vorfallen (20 Bl).Erfindung, Zeichnung und Ausführung in allen die-sen Arbeiten sind gleich zu beloben. Nachdem ersich durch seine Fähigkeiten ausser seinem Vater-land bereits vielen Ruhm erworben, kam er zu-rück, und vermehrte diesen Ruf noch durch eineMenge Bildnisse, die er mit sprechender Achnlich-keit in Oel malte. Dann verzierte er ebenfalls,im Geschmacke seines Meisters Stimmer, vieleAussenseiten der Häuser mit al Frcsco's, welchebiblische, römische und vaterländische Geschichtenvorstellen — legte die ganze Schweiz in Grund,und fügte die merkwürdigsten Ereignisse ihres Ur-sprungs als Verzierung bey — verfertigte eineMenge Zeichnungen für verschiedene Handwerke —malte schöne Fensterscheiben, und schrieb endlich —was er unterlassen konnte — in Form einer — Co-mödie in Versen: von den Drangsalen derChristlich Edessenischen Kirchen in Mesopo-tamien unter dem Arrianischen Kaiser Va-lente, u. A. AIs Mitglied des Großen Rathsseiner Vaterstadt bekleidete er das Statsökonomatzu Winterlhur, und starb daselbst iki-j. Die oben-erwähnten Embleinate (eine seiner schönsten Arbei-ten erschienen erst nach seinem Tode (Zürch 1622.).Gestochen nach ihm haben C. u. Th. Meyer dieBildnisse der Bürgermeister Keller und Thomann,und Rndolvh Hospinians. Füßli I. H8—71. Rost1.219—71. »nd Seine Monogramme findensich auch bey Rost 8 c.
Maurer (Heinrich), Mater, eines Zürcher -kandgeistlichen Sohn, geb. zu Bülach im dortigenKanton i77). Ein vorzüglicher Hang für die bil-dende Kunst, bestimmte ihn frühe für dieselbe.Von seinem Fünfzehnte» an erhielt er darin Un-terricht von dem geschickten Landschafter I. C. Hu-ber, bey welchem er vier Jahre verblieb, und sichvon nun an derselben Kunstgattung widmete. In1796. ging er über München nach Dresden . Anersten» Orte war es der menschenfreundliche Gale-rie-Inspektor Dillis , dessen mündlichen und schrift-lichen Belehrungen über die Fortsetzung seiner Stu-dien er eben so viel wie nachwerls in Dresden demUmgang mit Wehle, einem Schüler von Klcngel,am meisten, und letzterm besonders den großenNutzen verdankte, daß er noch zur rechten Stundevor der unheilbaren Manier der Zinkischen Schuleverwahrt blieb, und dafür die edel» Formen inder Natur, und die Wahrheit vornehmlich in Ruys-dacl kennen, lieben, wählen und nachbilde» lernte.So verstrichen anderthalb Jahre in thätigem Fleiß;„und", sagt der edle bescheidene Künstler selbst ineinem mir gefällig mitgetheilten Aufsätze), „ glaub'ich, nur zu viel ganze Bilder copirt, und nichtgenug einzelne Theile in den beßten derselben sturdirk;» haben." Noch mehr bedauerte er, daß er durchverschiedene Gründe (hauptsächlich wegen Mangelan der nöthigen Vorbereitung) sich abhalten ließ,die Akademie zu besuchen, und dafür bloß beyeinem seiner Landsleuktze, Graenicher, im Figu-renzeichncn flüchtigen Unterricht nahm. In i8ui.kehrte er wieder »ach seinem Vaterland zurück,dessen hohe Naturschönheiten nun forthin sein ein-ziges Studium waren und blieben. Jetzt fing eran, in verschiedenen Manieren in Oel und Goua-che, bisweilen unmittelbar nach der Natur zu ma-len. Von Müller aus Riga , wieder einem Schü-ler von Klcngel, der vor etlichen Jahren durchdie Schweiz ging, lernte er, neben Andrrm, eineKkkkk 2