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der Kaiserl. Akademie der Künste aufbewahrt wird,und für das beßte und ähnlichste desselben gehaltenwird; das der Kaiserin Anna in Lebensgröße, miteinem Mohr zur Seite; mehrere andre in SarskoesSelo, in der Hofkirche u. s. f. Dann sein eigenes,und das seiner Gattin, welche sich noch in denHanden seines Sohns befinden. Mensel (Misc.Xl. S 261—62.) sagt von ihm und einem andernrussischen Maler lskikirin: »Sie lernten in Holland und Italien . Man steht von ihnen einige vortref-liche Gemälde, nach beßter italienischer Manier,in verschiedenen Kirchen von Moskau und St.etersburg; sie wurden aber unter der Regierungeter II. und der Kaiserin Anna unterdrückt, undstarben im Dunkeln 1 / 36 .", dessen hingegen Mar-rveofs Sohn keine Erwähnung thut, von welchemobige Nachricht doch herrührt. Hall. A. L. Z. i 8 o 5 .Jnrell. Ll. X->. 43.
Maykerk (Joseph), ein Goldschmied undKupferstecher mit dem Grabstichel, blühete um1600. Auf einem seiner Blätter findet sich seineChiffer: 5. bl. auf dem Ruder eines Meergottes.Der LVinklersche Katalog, welcher uns einzig vonihm Nachricht giebt, führt 9. Blätter von ihm an:Amor auf dem Delphin ; fünf Jünglinge, die (wieFlüsse) auf Urnen ruhen; zwey Seegötter, die aufchimerischen Thieren reiten; sehr fest gestochen, vonwunderschöner Wirkung; alle von größterSeltenheit.
Maubbert, Maulberrsch, Maul«persch od.Maulp erz(Anton). Maulberrschist sein richtiger Name, K-K. Kammermaler, Rathund Mitglied der Akademie der bildenden Künste zuWien und Berlin , geb. zu Langen-Argen in derMontfortischcn Herrschaft Tettnang 1724. Infeinem scchszehnten Jahre kam er zu van Roi nachWien in die Lehre, fieng im J. 1741. an, die Vor«tige Akademie zu besuchen, wo er unter van Schup-pen und Meytens gebildet wurde, in 1760. einenPreiß erhielt, und 1760. Mitglied derselbenward. Schon Meusel I. 1778. führt von ihmdie auch im Lex. berührten Werke an. Dann in derFortsetzung seines Lex. (1789.) ähnliche Bilder inder Augustiner-Hofkirche der Hauptstadt, und sovielen andern in Ungarn, Mähren u. s f. ZuDresden die Scitenkapelle des H. Benno in derKurfürst!. Hofkapelle, und einen historischen Saalfür den Freyherrn von Riesch. Für eine seiner letztenArbeiten, das schöne Fresco-Gemälde nämlich,welches er kurz vor seinem in 1796. zu Wien er-folgten Tode in der Kloster-Bibliothek des Skückhofszu Prag verfertigte, bezahlte ihm der gelehrte PrälatdesselbenZooo.Gulden. Baur FüßliAnnal. 1 .19.zählt ihn zu denen, welche in Deutschland den Tönim großen historischen Fache zu geben anfiengen,und nennt ihn übrigens einen originellen Sonderling.Ueber die charakteristischen Vorzüge und hinwiederGebrechen seiner Kunst s. den Art. im Lex. Dan.Gran. Gestochen nach ihm haben, neben demschon Bemerkten: Jgn. Alberti eine Madonna in derGlorie; J-Schmutzcr: St. Nepomuk in der Donau ertrunken (man sieht ihn auf dem Wassergrund beymSchimmer von fünf Sternen); und Ebendenselbenin einer Glorie, vom Volk als Retter der Krankenangefleht; Nothnagel ein Abendmal, die Taufedes Kämmerlings, und einen Heiligen mit einerStandarte; und I. Beheim, unter SchmutzersLeitung, einen großen Plafond (ob den in der Wiener -Klosterbibliothek ?), welcher den Abschied St Petersund St. Pauls vorstellt. Hinwieder hat er selbstin großer malerscher Manier mehrere Blätter geätzt;wie z B. Christus, der dem Hauptmann von Ca-pernaum die Hände auflegt; Ebendenselben, wie erden Gläubigen die Communion ertheilt; St.Florian,als Krieger (diese beyden, ohne seinen Namen);einen Charlatan auf der Bühne (1786.); und das«mblematische Bild der Duldung (1755.).
Maubert (Jakob), ein wenig bedeutenderenglischer Maler des XVIII. Jahrhunderts, starb1746. Von ihm kennt man nur kleine Bildnissein Oel.
Maul.
Mauberr ( ). So heißt beyFioriUoV.4 jg.
ebenfalls ein uns sonst ganz unbekannter englischerMaler des XVIll. Jahrhunderts, guter Schülervon Caspar Smitz, sonst auch Magdalen Smithgenannt, der aber wohl mit Obigem Einer ist.
Mauch (V.). Nach einem uns sonst unbe-kannten Maler dieses Namens hat L. Kilian um1618. die Bildnisse der beyden Gottesgelchrten I.Heilbrunner und G. Zeemann gestochen.
*Maucherr (Joseph), heißt Franz Joseph.SeinGeburtsort liegt am Bodensee (?). Er lernte beydem Director Matthäus Günther . Meusel I. II.der von ihm die Bildniste der AugsburgischenStadt-pfleger R. u. D. von Stetten anführt.
* Mauclerc (Johann). Marolles heißt >ihn Julian.
* Maucourt ( ), heißt Carl, Maler
und Stecher in Schwarzkunsi, nach Rost VIII. 295.geb. zu Paris um 1742. (wohl früher!). Schonum 1760. nämlich verfertigte er ein Altarblakt fürdie Kirche zu Mirow in Mecklenburg, welches vonKennern bewundert wird, und wofür er eine Be-lohnung von hoo.Rthlr. erhielt. In dem Herren-haus zu Rostock malte er das Bildniß des HerzogsChristian Ludwig von Mecklenburg-Schwerin inLebensgröße, welches zu 400. Rthlr. bedungenwar; als man ihm nachher nur Zoo. bezahlen wollte,nahm er solche zwar an, ließ aber das Stück un-vollendet stehen. Maucourr arbeitete auch zuBraunschweig und zu Strelitz. Hierauf gieng erin Frankreich zurück, und endlich nach England,wo er mehrere satyrische Blätter auf Begebenheitender Zeit gestochen hat. Zu denselben gehört dasschon im Lex. bemerkte: tks Lxpulsion of rkeiesuites from 8psm in gr. Ouer fol. Er starb zuLondon 1768. Rost I. c. und
Maudir ( ). So hieß ein Professor der
Mathematik zu Paris , der in 1806. bey der dor-tigen Architekturschule mit 1200. Fr. Gehalt ange-stellt war. Ob er selbst ausübender Künstler sey,ist uns unbekannt. Fe«rA. x»ü/.
* Mavel 0 t (Carl). Dieser Künstler war —Stallmeister und Kammerdiener der Dauphine,Gemahlin des Sohns Ludwig XIV. Mrc.
- Mauer (Carl Christian), RathsbaumeisterIst, Dresden , erbaute das neue Waisenhaus daselbst,und scheint um 1790. gestorben zu seyn. Magaz.Sachs.Gesch.il. 685 .
Maugein (Madmoisell), eine wenig be-kannte französische Kupferstecherin. Von ihr hatman ein Blatt: leg I'emmes lsborieuües nachS. Rosa. Dann (ohne Zweifel für die IHeauxplttoreggues cle la Baisse) die Vorstellung zweyerSchaumünzen, nach C. Ie Das Zeichnung: Dieeine auf die Schlacht bey Murten ; die andre mitden Wappen aller ehemaligen XIII. Kantone undZugewandten in « 556 . geprägt. S. auch untenMaugni.
* Maugis (Claudius). Derselbe besaß einsehnswürdi'ges Kabinet von Gemälden und Kupfer-stichen, und eine auserlesene Büchersammlung.
Maugni ( ). Von einem wenig bekannten
Kupferstecher dieses Namens (ob es vielleicht obigeMadm. Maugein seyn dürfte) werden in einerunsrer Handschriften: Cagca-le 6e Honci^Iioneund l'Lscslier lieg (.sveuses lle Lkarenton»beyde nach der Zeichnung von H. Robert angeführt.
Maul (Carl Gottlob), erhielt in 1795. dieStelle eines Hoftapetenmalers an dem HerzoglichGothaischen Hofe zu Altenburg. S. den Gorhai-scheu Adreßkalender von 1796.
— — (Johann Friedrichs, vielleicht des
Obigen Vater, erhielt die erwähnte Stelle in 1776.und erscheint in derselben im gedachten Adreß-kalender bis und mit -7/7.