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der Akademie der Wissenschaften zu St. Peters-burg gearbeitet habe, und welchen er ausdrücklichvon obigem Joh. Georg Mayr, dem Kupfer-stecher, unterscheidet.
Mayr. S. auch Mater, Mair, Mayerund Meyer.
Maysseburg ( ) , Hessen -Casselischer
Landrath. Von ihm hieß es, so viel wir uns er-innern , vor nicht gar langer Zeit in öffentlichenNachrichten: »Dieser wahre Mäcen der Gelehrtenund Künstler hat auf seinem Landgute zu Rietbey Cassel dem sel. Tiedemann ein Denkmal vondem Bildhauer Rübl und dem Maler zJahl er-richten lassen. Nähere Notizzen hievon s. untenim Art. tJahl.
Maysterker (Stephan), ein ehemaligerdeutscher Kunstverleger, mit dessen exo. ohneWeiteres, ein Bildniß des Kurfürsten Carl Emasnueis von Bayern bezeichnet ist.
Ma?ankorvl'rz (Johann Georg Friedrich),ein Staffiermaler zu Dresden, der in: Dresdens Lennrniß s. Häuser um 1798. genannt wird.
" Mazeline (Peter). Vier seiner Sta-tuen: Apoll der Pykhier, Europa , das siegende-Frankreich, und Frankreichs Glorie sind bey Tho-massin N°. 54. 102. 1Z0. und iZr. abgebildet.In Landon's Annalen IX. 79. wird von ihmund Sim. Hurtrelie gemeinschaftlich die Etatüeeiner Religion in Lebensgröße (die sich an demGrabmal Michel le Telliers in der Kirche St.Gervais befindet) beschrieben und im Umriß abge-bildet, und aber dabey bemerkt: Dieselbe stellenicht so fast die Christliche Religion, als bloß dieGottesfurcht vor, da es ihr nämlich an dem Cha-rakter der Begeisterung und göttlicher Majestät gänz-lich fehlt, und sie überhaupt den Charakter derKunst des XVII. Jahrh, an sich trage, wo mitVerbannung des Geschmacks der Alten eine über-triebene Kühnheit des Meißels an die Stelle cvr-rekter Formen gesetzt wurde. Von demselben Künst-ler kenne man auch einige Copien nach den Alten,dergleichen nämlich, wodurch die Bildhauer desZeitalters ihre Originale zu — verbessern wähnten.I.. c. X. äi. Dann erscheint von ihm noch einezweyte Figur von dem nämlichen Denkmal: DieStärke, welche er, statt aller andern dunkeln At-tributen, die Hand mit Zuversicht auf die Brustgelegt, darstellte Die Drapperie dieser Figurdann ist zwar kühn geworfen, aber zu faltenreich;dem Kopf mangelte es an reinem Charakter, unddem Ganzen, fast noch mehr als der zuerst genann-ten, an cvrrektcm Styl.
Mazell (Peter), ein englischer Kupferstecher.Von ihm kennt man besonders die Blatter zu einerBrittlschen Zoologie; dann zwey Ansichten derBäder von Pyrmont , nach der Zeichnung von C.F. Schütz, und: Vues remarquableg er roma-nesgue8 6e la Xorc! DretsZrie. Basan (Lü. sec.)will noch von ihm Marinen und Treffen aus demSeekriege von 1782. kennen.
Ma; enk 0 pf ( ). So heißt bey RellerS. 177. ein um 1788. junger Künstler, den einPaar Jahre vorher der damalige Erzbischof vonSalzburg dem Kur-Sächsischen Münzgraveur Stie-ler zum Unterricht übergeben habe. Weiteres habenwir indessen von ihm nichts vernommen.
* Maxieres (Simon). Vier seiner Statüen,'u den Garten zu Versailles , nämlich: Der Faunvon Vorghese, und die Thermen von Achelous,Syriny und Pan sind bey Thornassin N°. 98.198. 199. u. 20Z. abgebildet.
Mazin ( ). So heißt bey Brice, ganz
ohne Weiteres, ein ehemaliger Civil- und Kriegs-baumeister zu Paris .
* Mazo - Marti nez (Joh. Baptist del),ein Lieblingsschüler und »achwerts Tochtermanndes Velasquez, legte sich auf den Styl seines Leh-
Mazza.
rers, und wußte die Werke desselben so tauschendzu kopieren, daß man seine Nachbildungen kaumvor den Originalen unterscheiden kann. Von ihmkennt man theils viele Bildnisse, die sehr ähnlichund meisterhaft ausgeführt sind; dann Jagdstücke,Landschaften und Ansichten von Städten, die erdurch kleine Mcnschengruppen im Geschmacke sei-nes Meisters zu beleben verstand; einige von die-sen werden zu Aranjuez aufbewahrt. Palominolobt vornehmlich eine Ansicht der Städte Pamsplona und Saragossa , die er für Philipp I V. malte.Nach Velasquez Tod erhielt er desselben Stelleeines Kammermalers, und starb (nicht 1670. wiegedachter Schriftsteller, und nach ihm das Ley.sagt, sondern) 1687. Liorillo IV. 281—52.
Maz o-Ma r t l'n e? (PeterV So wird irgend-wo noch ein andrer spanischer Maler genannt, vondem sich in dem Königl. Pallaste zu Madrid Ar-beit befinden soll. Auch Fiorillo IV. 29Z. nennt einenMa;o Lehrer Philipp I V. in der Zeichenkunst. Ober aber nicht in dieser letzter» Eigenschaft mitJoh. Bapr. Mayer verwechselt werde, s. obenden Art. dieses letztem, eben auch nach der An-leitung von Florillo.
Mazor (Fr.), ein Kupferstecher und Kunst-verleger , blühete um 16.48. Ein Verzeichnis; mei-nes sel. Vaters führt von ihm oder aus seinemVerlage, theils etliche Bildnisse, theils einen Mor-gen und Abend, ohne weitere Name», dann einAbendmal nach Raphael, und eine Rahel, wel-che die Götzen ihres Vaters verhehlt, nach Cor-tona, und endlich, ohne Namen des Malers,einen Heinrich IV. von Frankreich , von C. dePaas gestochen, an.
— — (Madmois.). So heißt auch irgendwoeine Miniaturmalcrin, die um 1785. zu Genf ge-arbeitet habe.
* Mazza (Bartholome und Johann Baptist^,zwey italienische Kupferstecher des XVIII. Jahrh,sind durch verschiedene historische und andere Blat-ter bekannt. Von Barrholomö insbesondere kenntman eine Steinigung Stcphani, und die Malerey,die Sculptur u. s. f. Dann von einem aus Bey-den: Eine Flucht in Aegypten , ein Ecce Homo,ein Pfingstfcst, und eine von den Engel» angebe-tete H. Jungfrau, alle ohne Namen des Malers,das letztere ausgenommen, welches mitl 6. inv.bezeichnet ist. Der winklersche Gantkatalog sprichtnur von einem dieser Beyden, den Er Joh. Bap-tist» , einen unbekannten italienischen Maler undKupferstecher nennt, ihn aber zu einer ganz an-dern Zeit, nämlich um i 58 o. blühen laßt; übri-gens dann ebenfalls jene Flucht in Aegypten theilsgestochen, theils gcetzt, und die Steinigung Stc-phani — dann noch neben diesen den Tod derH. Jungfrau, und Franz von Assist in der Wüste,Alles große Blätter, anführt.
* — — (Damianus). Lanzr II. 98-94.nennt diesen Künstler einen der vornehmsten Schü-ler von Titian , und bemerkt, daß man seinenGanymedes (seine einzige Arbeit in Padua ), des-sen auch das Ley. Erwähnung thut, seiner Tref-lichkeit wegen für ein Bild seines Meisters gehal-ten , und daß es deswegen ausser Lands gekom-men sey. Dann sehe man in Venedig (dem an-gemessenem Schauplatze seiner Talente, wenn ernicht so früh gestorben wäre) Einiges von ihmin Kirchen, was zwar eben nicht zart, aber mitdesto mehrerer Stärke und großem Relief ausge-führt sey.
— (Joseph). Nach ihm hat L. Mat-thioli eine Etatüe von St. Johann gestochen.
— — (Vincenz). So nennt/iorillo R.G- II- i??. ohne Weiteres, einen Künstler oderauch bloßen Dilettanten von Bologna , der sichum 1784. in der neuern Enkaustik mit Erfolg sollgeübt haben.