Mazzon,.
Beredsamkeit desto mehr auszusetzen weiß. Nachihm hat sein Bildniß iu gedachter Galerie G. Nossigestochen. *)
* Mazzoiri (Cesar Joseph), geb. 1678. gest.1769. Zaiiortl in der e^caciemia Llementinarühmte ihn bey seinem Leben, vielleicht zu sehr.<srespi, nach dessen Tode, konnte schon freyersprechen, und nannte ihn übrigens noch immereinen schätzbaren Künstler, der lange zu Facnza,Turin , Rom und zu Bologna selbst gemalt, abernirgends sein Glück gemacht.
* — — (Franz), der Kupferstecher. In 1746.
schon sah man von ihm das Bildniß des SenatorsPhilipp Buonaroti in desselben Leben von Michael Angelo , und noch um 1780. 5 . Blatter nach Mengsal Fresco's in der Vaticana . und /Mc.
* — — (Guido), auch jOaganino, und
Modanino, Modavino, oder Moldavino ge-nannt. Plastische Arbeiten von ihm in Modena sieht man schon von 1484. Neben andern wirdeine H. Familie in St. Margarethe daselbst, deslebhaften Ausdrucks wegen sehr gerühmt. An dieso. Jahre hielt er sich in Frankreich auf, und kamdann ins Vaterland zurück, wo er seine Tageehrenvoll beschloß. II. 25 g.
- — — (Hieronymus ). Derselbe war vonTalamona im Veltlin gebürtig. Eines seiner Ge-mälde sieht man in der Schule St. Clara zu Ve nedig . III, 5 oi.
* — — (Julius). Der Pallast Spada,dessen im Lex. Erwähnung geschieht, soll von ihmnicht bloß mit Gemälden und plastischen Arbeitenverziert, sondern wirklich (« 565 .) erbaut wordenseyn. Eine Abbildung davon findet sich in derSammlung von Pallasten dieser Hauptstadt. Vonseinem Pinsel dann sieht man die Evangelisten imDome zu Piacenza ; die Decke von St. Maria dellaCampagna daselbst soll späterhin rinnovirt wordenseyn. In seines Lehrers Ricciarelli's Schule hatteer eben das in die Hohe malen nicht gelernt, undgelang es ihm selten; in Andcrin war er sehr wacker.
(II. 1. 02g.) der seine Blüthezeit mit i 568 .
datirt.
1-— — (Sebastian). Lanz« II. 1. 161—62.nennt ihn einen Naturalist, und von einigem Ver-dienst iu Clairobscur.
* Mazzuchell« (Peter Franz), genanntMorazzone. Derselbe (heißt es bey Laini II-I. 452. 8 . V. 2l/o>-a^Lons) lebte einige Jahre inRom , wo er im Angesicht vorlreflicher MusterGeist und Hand übte, und kehrre dann, so aus-gerüstet, zu seiner Mailänder-Schule zurück, woer Unterricht gab, und seinen ersten Styl nochbedeutend verbesserte. So vergleiche man z. B.seine Epiphania al Fresco in einer Kapelle von St.Silvestro in Capite, welche kein andres Verdienstals eine schöne Färbung hat, mit jener andernEpiphania in Mailand zu St. Anton Abate, woZeichnung, Effekt und Drapirung ganz venetianisch
Mechau. 8rZ
sind. Auch heißt es, daß er viel nach Titian ,Caliari und Tintoret studirt habe; den letzter» findetman an seinen langen Beinen und Armen. Ueber-haupt schien sein Genie nicht für's Zarte, sondernfür's Starke und Grandiose geschaffen zu seyn; wiez. B. in seinem Siege Michaels über die gefallnenEngel in St. Giovanni di Coino, und in der Ka-pelle della Flagellazione zu Varele. Seine zuPiacenza kauin angefangene Kupel wurde dann vonGuercino vollendet. Von ihm indessen sind nochdie Figuren zweyer Propheten, die an jedem andernOrt trefiich erscheinen würden, hier aber durch dieNachbarschaft von Darbieri verdunkelt werden,dessen Zauber vielleicht nirgends so wie hier erscheint.Auch für Galerien arbeitete er Vieles. Gestochen»ach ihm kennen wir, neben seinem Bildniß ausder Florentiner-Galerie von P. A> Pazzi, einzig:Christus im Oelgarten gefangen genommen, vonA. Scacciati.
Mea ( ). Dieser Name findet sich auf
einer Schaumünze Pctri Pomponatii. Es ist aberungewiß ob es der völlige Name des Medailleurs,oder nur die Anfangsbuchstaben desselben seyen.Sammlung berühmter Medailleurs N°. Z07.
Mecchetri. Namen einer Kunsthandlung zuWien , die man um 1807. unter die dortigen vor-züglichern zahlte.
Mechau (Jacob Wilhelm), Maler, Zeichnerund Kupferstecher, geb. zu Leipzig 1745. (nicht 48 .wie es bey heißt), der jüngste Sohn einesrechtlichen und wohlhabende» Mannes, des L.ip-ziger-Rathbuchhalters Mechau; daher er dennauch einen sehr guten Schulunterricht und ächt reli-giöse Denkart erhielt. In dein Hause seiner Elternwohnte der bekannte neuere Enkaustiker, B- Calau;dieser entwickelte seine angeborene Neigung zurKunst; dann empfahl ihn sein Vater Oesern, dersich eben damals, des Kriegs wegen, von Dresden nach Leipzig geflüchtet hatte, und aber dort, imUmgänge mit preussischen Offizieren zu zerstreutlebte, als daß er sich viel mit dem Jüngling ab-geben konnte; nebendem, daß dieser sich in denzwar geistvollen, aber nichts minder als deutlichenVortrag seines Lehrers nicht wohl finden mochte.Immerhin aber hakte er durch Oesern sein Aug füredle Gestalten zu richtig gebildet, um Geschmack auden aufgeschwollenen und buntgefärbten Figurendes Preussischen Hofmaler Rode's zu gewinne»,bey welchem man ihn jetzt auf drey Jahre in dieLehre gab. Desto entsprechender war seinem Gefühldie Zeichnungsart des damaligen Directorö derBerliner-Akademie, le Sueur's, und seines ge-schicktesten Scholaren Bardou's, der bald seinFreund, und dann sein eigentlicher Lehrer ward.Hier übte er sich besonders, nach dein Nackendengleich mit rother Kreide zu zeichnen, was ihn so-wohl zur Reinlichkeit, als zur Bestimmtheit undSicherheit im Entwürfe der Gestalten gewöhnte.Nach wieder hergestelltem Frieden gieng er aufzwey Jahre nach Hause, und alsdann nach Dres den , ivo er des Unterrichts von Johann Casanova ,
^) Folgendes wäre nun die Stammtafel der verschiedenen Zweige der Künstler aus dein Geschlechte der Mazzolioder Mazzuolt.
I. Derjenigen von Purina. '
-. Philipp, Michael und Peter Hilarius, Söhne eines Bartholoms (vielleicht nicht Künstlers).
2. Hieronymus und Franz, Philipps Söhne.
2- Alexander, des Hicronymns Sohn.
4. Franz, der jüngere, Bildhauer, Parmesans Sohnssohn, von einem uns unbekannten Vater, und mitdem folgenden Sienenser-Franz (einem Baumeister) wie wir glauben, nicht zu verwechseln. Erscheintnicht in diesen Ausätzen.
Johann Anton Joseph, der ältere, Bildhauer; Angustin, Franz »nd Hannibal, Gebrüder. (Ihrerwird, den zweyten ausgenommen, in den gegenwärtigen Ausätzen ebenfalls nicht erwähnt).
2. Nartholoms, Johann Antons Sohn. Erscheint nur im Lerikon.
3 - Joseph, der jüngere, Bartholoms's Neffe. Sein Vater ist unbekannt. Erscheint nur im Ler.
, ä. Dionystus. Gehört wohl sicher rn den Srenenserir. Seine Herkunft aber ist unbekannt. Erscheint nur im Ler.M Von Florenz.
Jakob, der Maler,lv. Von Ferrara .
Joseph, der Maler.
Diese zwey letzten« standen, unsers Wissens, weder mit den Parmesanern noch, den Sienensern in kei'nerlcvVerwandtschaft. Des Jakobs geschieht in den gegenwärtigen Zusätzen keine Erwähnung.