Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
819
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Medley.

Blatt: Die Kinder im Walde, nach I. H. Ben-tvell. Basan (L8. sec.) setzt seine Blüthezeitschon in 1786. an. Ob er dann der nämliche T.Medland sey, der noch in 1806. artige Blatterin Aqua-Tinta-Manier zu John Cars Reisen inDänemark, Schweden, Rußland , Preußen u.s f.geliefert, welche meistens Ansichten von Städtenu. s. f- enthielten — ferner der, den Fiorillo V.844. für seine meisterhaften Hunde-Bildnisse rühmt,ist uns unbekannt.

Medley ( ). So nennt Fiorillo V. 79Z.

und 872. einen englischen Bildnißmaler, von des-sen Arbeit schon 1787. auf der Ausstellung zuLiverpool ersichtlich war, der auch wenigstens 1802.noch lebte, und von dem man damals das Bild-niß des braven Colquhoun kannte.

* Medola, s. A> Schravone.

* Medon, der Bildhauer, heißt glaublicherMedonres. Meus zJ Misc. IX. ätz.

Medorv ( ). Von einem englischen

Kupferstecher dieses Namens kannte man umi 8 o 3 . ein Blatt nach Wesiall: Den Hirt im Un-gewitter. Allg. Bunstz. 209.

Meeke ( ). So nennt Liorillo V 83 j.

einen englischen Landschaftsmaler der neuesten Zeit,der, gemeinschaftlich mit Robert Ker Porter ,viele Landschaften und historische Darstellungenausführte. Unter die beßten zählte man: EineAnsicht des alten Alexandriens mit dem Leucht-thurm und dem äussersten Hafen; eine andre desjetzigen Alexandriens; dann Nelson's Sieg amAusflusse des Nils. In diesem letztem warenalle vorkommenden brittischen Offiziere Bildnisse.

Meelberger (Conrad), ein deutscher Bild-nißmaler vor der Mitte des XVII. Jahrhunderts.Nach ihm haben M. I. A. Aubelin und I. vanHeyden, beyde das Bildniß des Prinzen FriedrichAchilles von Würtemberg gestochen.

* Meele (Matthäus). Da er eine reicheFrau im Haag heirathete, gab er die Kunst auf,und spielte nun die Stelle eines Mäcens. Seinbeßtes Werk ist das Bildniß einer Mad. vonHaej. Fiorillo V. 428.

Meelich (Hans), s. Mielich.

M seltenen (Israel van). So nennt Ba-san (L6. sec.7 einen deutschen Kupferstecher (dener ausdrücklich von Israel von Mecheln unter-scheidet) , der gemeinschaftlich mit Martin Schoengearbeitet habe, und — weißt nicht, was er sagt.

Meer od. Mehr (Gerhardvan der), „weit-und kunstberufener Baumeister", (so heißt es imSächs. Rur. Rab. 1709- S. i 33 .), der in 1069.auf Befehl Churfürst Augusts von Sachsen dasschöne Schloß Augustusburg im Sächsischen Erz-gebirge zu bauen anfieng, welches nachwerts vondem Grafen von Lynar (dessen unsre gegenwär-tigen Zusätze 8. V. Guerrini gedenken, und vonwelchem in einem folgenden Supplemente noch wei-ter die Rede seyn wirb) um 1674. vollendet wurde.

* — — (Johannvan der), der altere, starbzu Harlem . Seine kleinen Gemälde sind gewöhn-lich den großen vorzuziehen, weil der leichte geist-reiche Pinsel, der die erstem so angenehm macht,in den letztem nicht hinreicht, die Richtigkeit derFormen in Figuren und Thieren darzustellen. DieGalerie von München besitzt von ihm einen asia-tischen und einen andern Seehafen, von Männlich.Zwey von ihm, oder seinem Sohn, und Beanrooin gemeinschaftlich gemalte Darstellungen einerVogel - und einer Wildschweinsjagd, hat C. leVasseur gestochen. Von ihm und seinem Sohngleichen Namens dann führt ein Verzeichniß mei-nes sei. Vaters (aus welcher Quelle ist uns un-bekannt) 4. selbst geetzte Blätter, Landschaften mit«chaafen, an. S- den gleich ff. Art.

Meglinger. , 819

* Meer (Johann), der Jonge (jüngere) ge-nannt, des alrern Johanns Bruder Eines sei-ner Gemälde in des H. Kaufmann Fischers Samm-.lung zu Potsdam (1794 ) findet sich beschrieben inMeusels zJ. Mus. 94. und eben so eine Gruppevon drey Schaafen, nach einer seiner Handzeich-nungen vortrcstich geetzt (1806.) von A. Bartsch , inEbendess Arch. 11. 3 . 106-8. Von ihm selbstgeetzt dann kennt eben Bartsch (peintre Gra-veur I. 2Z1—Z 3 .) zwey Blätter: Das liegendeund das stehende Schaaf, jedes mit seinenLämmern, beyde von i 685 . datirt, von welchenbesonders das letztre eben so höchst selten, alsmit bewundernswürdigem Geschmack und Leich-tigkeit gearbeitet seyn soll; nur daß das Scheide-wasser an ein Paar Stellen zu tief gefressen habe.S. auch den gleich vorhergehenden Artikel.

* — — (Niclaus van der). So nennt der

Vinklersche Katalog einen holländischen Malerund Kuferetzer, der im XVII. Jahrh zu Amster-dam geblühet habe, und von welchem er drey Titel-blätter (eines zu: A. ^scoks ,

nach A Hordyck) und zwölf allegorische Vignet-ten, mit: iV. v. st. ALerr inv. et iVc. anfuhrt.Leicht mag übrigens dieser Künstler der nämli.yeseyn, den auch das Lex. am End des Art. Jo-hann van der Meers des Jongen nennt.

— — (N. van der), der jüngere. So heißtin den neuesten Tagen ein holländischer Kupferste-cher, dessen (so wie mehrerer andrer) sich ArendFokke, zu seiner von 1795—1806. aus Licht ge,stellten: VollecHZe 6c<!ckriving V«» alle Xon-sten, Anbackten, Uanstwerken u. s. f bedienthatte. Fast will es uns scheinen, daß die Kunstin dieser Familie von dem ältern Johann bisauf den unsrigen sich ununterbrochen fortgepflanzthabe. In 1794. gab er ein in Meusels rJ.Mus 366 — 68 . ausführlich beschriebenes, sehrgerühmtes Blatt, welches bey C- S- Rosa zuAmsterdam erschienen war, und, nach P. Barbiersund I. Kuypers Zeichnung, den dortigen Hörsaalder Gesellschaft Felix Meritis darstellte; als Pen-dant eines früher von eben diesen Künstlern er-schienenen , das den Musiksaal desselben Institutszum Gegenstand hatte.

* Meermann (Heinrich), s. Merinann.

* Meert, Meer, Meerra, Meerreund Merren (Peter). Nach ihm kennt U)ink-ler ein großes flammandischcs Conversativusstlick,von M- Pitteri in seiner bekannten besondernManier.

* Megacles. Milizia (Tcl. ter?. I. 46.)bemerkt bey Anlaß des von ihm, gemeinschaftlichmit Antiphilus und Poteus (Lex. K. Pyrheus),erbauten Schatzhauses zu Olympia (Lex. K. nahebey Srcyon): Daß diese sogenannten Scharz-hauser vielleicht Kapellen waren, welche verschie-dene Nationen oder auch angesehene Personen,die sich durch Siege oder andre glückliche Ereig-nisse ausgezeichnet hatten, dort errichten ließen,um darin Trophäen, Statuen u. s. f. zu Denk-mälern ihres Danks aufzustellen.

* Megan ( ), hieß p. (al. K. R-) Die

Galerie von München besitzt von diesem wenigbekannten Künstler zwey ganz kleine Landschaften,von Männlich. Die Kaiser!. Königl. Galeriezu Wien hat drey Bilder von ihm.

* Meglinger (Joh. Caspar). Seine Ge-mälde auf der Müllebrücke und in dem Francis-caner-Krcuzgang zu Luzern enthalten meistens Ab-bildungen von damals lebenden Bürgern und Bür-gerinnen, die er dadurch theils ehren, theils be-schimpfen wollte. Viere der erstem malte er ingemeldtem Kreuzgange, als Teufel. Es ist imehemaligen Jesuircr-Collegium, wo sein Todten-tanz aufbehalten wird. Auch im Kreuzganze zuWertcnstein befand sich Arbeit von ihm, die abervon der Witterung meistens verdorben ist. In

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