L 43 MeSnil.
zuzueignen sey? Eben so gut dann auch: velpkimScstäim Iter» eine Vignette (1694.).
* Mesnil (P. dü), des Obigen Sohn, dessenim Lex. im Art. seines Vaters gedacht wird. Der-selbe hicßperer. Nach ihm hat, unter dem NamenBiene Oumesuii, sils, Elis. Claire Tournai (Tar-dieu's Gattin) gestochen: la vioille Loguette, 1 aDame äe Okarlte, und 1 e ?rerre clu Latke-«disme.
— — (Samuel du), ein Maler von SamteMarie, dessen das Zunftbuch der Stadt München Erwähnung thut: Daß er nämlich zu Heidelberg bey einem gewissen Friedrich von Hamel-Frey-bürg seine Kunst erlernt, zu München selbst aber,am 8 Jul. i6n. sein Probestück vorgewiesen habe.^/§c. Ob derselbe etwa Vorfahr eines der Künstlerdieses Geschlechts, die das Lexikon kennt, gewesensey, ist uns unbekannt.
Mesny ( ), Ritter, Maler. S. den Art.
Augusiin Rosi in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Mesqurda (Wilhelm). Bey Fiorillo I V.291—92 lautet der Artikel dieses Künstlers, wiefolgt: 2 Guillermo Mesquida , geb. zu Palm«auf der Insel Majorca 1676. studirte einige Jahreunter der Aufsicht eines mittelmäßigen Malers,gieng aber in der Folge nach Rom , und besuchtedie Schule des Maratti. Von da reiste er nachVenedig , und trat dann in die Dienste des Kur-fürsten von Cölln , der ihn zum Hofmaler machte.Späterhin kehrte er nach Italien zurück, und zuletztwieder nach Palma , wo er 1747. starb Die Ar-beiten dieses Künstlers, von denen sich eine Mengein der Kathedrale», a. Kirchen zu Palma , auch inRom und Bologna finden, sind in -er That lo-benswerth."
* Messa oder Mess (Alphons de). Fio-rillo IV. 266. u. 76. zählt ihn unter die, wenigmehr als mittelmäßigen Schüler seines MeistersCano, dessen Manier er nicht nachgeahmt habe,wie solches aus vielen seiner Werke in seiner Ge-burtsstadt Sevilla ersichtlich sey.
* — — (Dartholomä de). So nennt eben-falls Fiorillo I. c. 66. einen ältern Maler vonSevilla , der zu Anfang des XVI. Jahrhundertsblühete, und welchen er unter die damals berühm-testen seines Landes zählt.
* — — (Johann de). Und so (I. 0. i 85 —86.) einen dritten aus der Mitte des XVl. Jahr-hunderts (Zeitgenossen des Johann de Chirinos),von dem sich einige Arbeiten im ehemaligen Colle-gium der Jesuiten in Alcala de Henares befindensollen.
* — — S. auch Mesr.
Messager (Anton und Johann). Jener,ein alter französischer Kunstverleger, aus dessenVorrath ein Verzeichniß meines sel. Vaters meistenshistorische Blätter, die zu irgend einer Zeitgeschichtevon i 6 i 5 —21. gehören mögen, von A Bosse, L.Gaultier u. a. gestochen, anzeigt. Johann warzugleich Stecher, und kennt man von ihm z. B.ein Blatt nach Anna Breughel.
Messala (Marcus Valerius), wird unter dieantiken römischen Geschichtsmaler gezählt. Ber-»ra-räer.
Messari ( ). So nennt Milizia (Lä.
terr. I. 44 .), wahrscheinlich aber corrupt, nebstvielen Andern, einen griechischen Baumeister, derauch über seine Kunst geschrieben habe.
* Meß erschmied (Franz Laver), geb. 17ZZ.Die in Rom aus Holz geschnitzten Copien antikerStatüe» sind i/r, bis 2. Fuß hoch. Im I. 1769.erhielt er ungesucht, aber schon längst verdient, denTitel eines akademischen Professors. Seine Ge-schicklichkcit zog ihm Neider zu, und sein im Grundzwar redliches und rechtschaffenes, aber für den
Messis.
Umgang mit Akademikern in einer Residenz gar zurustikales Betragen machte ihm solche bald zu öffent-lichen Feinden — weil er lobte, was er für gutfand, und schalt, was ihm mißfiel. Nach Mey-tcns Tode, der immerhin sein besondrer Gönnerwar, verließ er im I. 1776. Wien und gieng nachPreßburg , wo er, in selbst gewählter Einsamkeit,bis an seinen im I. 1782. erfolgten Tod, zu Be-streitung seiner wenigen Bedürfnisse, mit kleinenFiguren und halb erhobenen Arbeiten, hauptsäch-lich aber — durch seine verwirrte Einbildungskraftverführt — mit einer zahlreichen Folge von lebens-großen Köpfen in Stein und Metall sich beschäf-tigte, welche alle sein eigenes Bildniß, aber inallen nur möglichen Drehungen, Spannungen undVerzerrungen der Muskeln und Sehnen vorstellen,und von denen endlich die allerletzten bis in dasUebernatürliche und Schimärische getrieben sind.Diese Sammlung von Köpfe» bekam sein Bruder,der ein Verzierungs-Bildhauer, und in Preßburg wohnhaft war; seither ist solche zu Wien mehrmalszur Schau ausgestellt worden. » Wenige Künstler "(sagt Füßli Anna!. II. 21—28.) »haben miteiner so außerordentlichen Leichtigkeit, wieM ge-arbeitet, ohne in das Manierirte zu fallen. DieseLeichtigkeit war bey ihm nicht die Folge einer bloßmechanischen Uebung, sondern ste entstand aus derFestigkeit seiner Grundsätze über den Mechanismusund die Verhältnisse des menschlichen Körpers,welche ihn bey seiner Arbeit niemals in Zweifelließen, und ihm Kühnheit und Zuversicht bey derBehandlung des Meißels einflößten. EinigenNachrichten zufolge befand er sich um 1776. auchzu München ; und in denselben Notizzen heißt es:» In Preßburg arbeitete er ganz mißvergnügt, bloßfür sich selbst, und bediente sich gegen diejenigen,die ihn besuchten, desperater Reden; welches vor-nehmlich daher kam, weil er, wegen allzu hochgesetzter Preise, keine Bestellungen erhielt." I I.Hayd hat nach ihm das Bildniß des großen ArztesG- van Swieten in Schwarzkunst geschabt. Dons.Mensel 1 . II. - Ebend es. Miscell. XIII.4 Z. XXVI. 74—89. — Ebendess Mus.104. wo jener Charakterköpfe 29. gezählt werden,die noch in 1792. zu Wien ausgestellt, und aufmehrere tausend Gulden geschätzt wurden. Ferners:Lucas gel. Oestreich 222. — Viicolai Rei-sen VI. 401. u. ff. — Fried els Briefe ausWien XI.VII. Br. — von Scheyb's Röre-mon. II. 92. u. ff.
— — ( ), des Obigen Bruder, f. den
vorhergehnden Artikel.
Messerschmiede ( ). So heißt ein Mi-
niaturmaler, von dem man auf dem Dresdner -Salon 1801. ein weibliches Brustbild sah, vonwelchem geurtheilt wurde, daß es frühern Arbeitendieses Künstlers, au weicher, gefälliger und leichterArbeit nicht gleichkomme; und daß derselbe eingrößeres Lob verdiente, wenn er es mit der Zeich-nung etwas genauer nehmen wollte. DeutscheRunstbt. 8°. II. 1. 48 .
Meßier ( ). So wird im -Vmsnack
lies Keaux-Hrts von 1802. ohne Weiteres einKünstler unter der Rubrik der damals zu Paris lebenden Geschichts- und Bildnißmaler genannt.
Messinese, ein Beyname des in unsern künf-tigen Zusätzen folgenden Julius Avellino.
* Messis (Johann), dessen im Lexikon amSchluß des Art. seines Vaters Lluinrin Erwäh-nung geschieht, war vermuthlich dessen Schüler.Im Katalog von Schleisheim heißt er Massiis(nicht Massus wie das Lex. sagt), und sein dortangeführter Matthäus (jetzt zu München ) dürfte,nach von Männlich, wohl eher ein St. Paul seyn,und stellt kurz, in lebensgroßen Halbfiguren, einenschreibenden alten Mann vor; um ihn her Bücher,unter welchen sich ein Schwert befindet. DieserKünstler lebte noch 1264. il/ec.