Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
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bis 12. wo es, neben Anderm heißt: „Diese Ar-beit war mir eben so viel Beschwerden als Kostenverknüpft, da der Künstler mittelst eines sehr ho-hen, ausdrücklich dazu verfertigten beweglichen Ge-lüstes das große, stark beschädigte, und kein vor-thetlhaftes Licht genießende Gemälde untersuchen,rheilweise zeichnen, und so zu einem Ganzen ver-einigen sollte. Unfehlbar wird dies der letzte Ku-pferstich seyn, der nach dem Originale verfertigtwurde. Die Zeit und andres Zufällige haben zu-sammen gewirkt, Vieles so unkenntlich zu machen,daß dies herrliche Werk der Kunst bald nur inseinem unvergänglichen Nachruhm, und in Umris-sen davon fortdauern wird. In seiner Zusammen,setzung hat das Blatt /'/r Palm Höhe und 6.Palm Breite. Das Ganze ist in einer breiten,kräftigen Manier gearbeitet, so wie jede einzelneFigur mit Sorgfalt behandelt, und setzt ausserZweifel, daß M. Angel», noch neben seiner be<wundernswürdigen Kenntniß der Anatomie, auchmit der Raphaelischen Grazie nicht unbekannt war,welches besonders aus der Gruppe weiblicher Fi-guren hervorleuchtet, wo, unter dem Bild einerauf die Seite Gewandten, mit zierlich gefaltetemKopftuch, die Eva abgebildet ist, für welche manbisher irrig die dem Adam zunächst stehende Figurgehalten hat. Einen andern Hauptfehler, der inden mehrsten ältern Blättern vorkommt, wo dieFigur des Erlösers stehend abgebildet ist, hat derKünstler ebenfalls verbessert. Mit alle dem wirdnicht gesagt, daß nicht auch diese Arbeit noch Man-ches zu wünschen übrig laßt. Der Preiß der ge-säumten Blätter beträgt 20. Röm. Zechinen. Ge-genwärtig ist Mey damit beschäftigt, zum Behufefür Künstler eine wohlfeilere in bloßen Umrissenbestehende Lieferung derselben zu verfertigen".

Metz (Gertrud), Tochter und Schülerin desgleich folgenden. Um 1766 studirte dieselbe inder Gallerie zu Düsseldorf nach R. Ruysch , undbrachte es in Abbildung von Blumen, Früchtenund Insekten sehr weit. Nach einem dortigen Au-fenthalte von etlichen Jahren ging sie nach London .Arbeiten von ihr befinden sich in der Gallerie zuSchleißheim. von Männlich. Oonf. MenselI. II. und Misc. X. 2.4Z. Ohne Zweifel ist esdieselbe, welche späterhin auch als Gattungsma-lerin auftrat. Nach der Zeichnung einer solchengestochen haben Turner: Die Landschule; und Vi-vares: Die Puppe und der Degen. AllgemeineRunstz. 308.

— — ( ), ein geschickter Blumenmaler von

Kölln; arbeitete nebst Sohn und Tochter um 1789.in England. Meusel I. II. und Miscel. X.2jZ.

Metzburg s. Mezburg.

Meyenleidner (Andreas) ein vorzüglicherKunstarbeiten in Berchtesgaden , verfertigte (1807.)aus Bein, Holz und Metall mehrere Arten chirurg.Jnstrum. besonders den neuesten Apparat zur Ent-bindungskunst, anatomische Präparate, Figuren,Geräthe und Quinquaillerien aus Alabaster, Ser-pentin und Wachs. Geffeml. Nachr.

Metzger (Andreas), ein Kupferstecher zuEtrasburg, von welchem uns indessen nichts An-deres, als ein Bildniß des Pros. Daniel Schoepflinsnach I. C. Heilmann bekannt ist.

Metzger (Christoph), ein Kupferstecher vonFrankfurt am Main . Hüsgen N. A. 2Z0—Z2.zählt ihn unter diejenigen, „die, ohngeachtet bes-serer Talente, genöthigt waren, Nahrungs halberder Zahlung gemäß zu stechen, und Vieles für Buch-händler zu machen, an denen sich bekanntlich aufGottes weiter Welt noch niemand reich gearbei-tet habe" (mag wohl in der — bösen alten ZeitWahrheit gewesen seyn). Alsdann führt er von ihmVerschiedenes von 1660—78. Datirtes an, wovoner besonders sechs große Blätter zu einer Beschrei,bung des Leichenbegängnisses der Landgräfin Ma-

Mevius.

ria Elisabeths von Darmstadt schön nennt; undeben so ein Bildniß Friedrich des Großen nach Ley-geben.

* -(I. I.). Priorars Leben Ferdinand III.

dessen das Lex. in dem Art. dieses Künstlers Erwäh-nung thut, erschien zu Wien 1672. Von Metzgerkennt man auch die Bildnisse I. Jacobs, seinesVaters, dann des Arztes Zacharias Wildegans,und des Rechtsgelehrten I. Theodor Sprengers.

— — (I R.), so heißt irgendwo, ganz ohneWeiteres, ebenfalls ein Kupferstecher zu Etrasburg,von welchem man Bildnisse kennt.

— — (Jos). Christ S. 270. führt sein Zis-chen an.

— — ( ), ein junger Bildhauer, von

Pforzheim . Auf dem Zürchersalon von 180Z. sahman von seiner Arbeit zwey historische Basreliefsin Holz. Neueres haben wir nichts von ihm ver-nommen.

Meyner( ), eines LeinwandhändlersSohn aus Osnabrück , war einer der beßien Schü-ler von Anton Pesne , auf dem er sehr Vieles hielt;gleichwohl verließ er die Kunst und ward ein Kauf-mann. Heinecke Nachr. I. 70—74-

* — — s. auch Mezner.

* Meucci (Vinccnz), geb. zu Florenz , lerntebey Joachim Fortini, und zu Piacenza bey Seba-stian Galeotti; dann weiter zu Bologna bey Joh.Joseph dal Sole. /'uLLi II. 2 7. Don ihm heißtes bey Lanzi ( 1 .260.) „Er beschäftigte sich haupt-sächlich mit macchinosen Werken; und, wenn je-mand war, der ihm den Ruhm des damaligenersten Frescanten der Florentinischen Schule strei-tig machen konnte, so ist es sein Mitschüler I. D.Ferreti". Nach ihm hat Gregori eine Madonnadella Pace gestochen.

Mever (H.), ein Stempelschneider. SeinenNamen findet man auf einer GedächtnißmünzeChurfürst Friedrich Wilhelm des Großen von 1681.Mcolai.

Meugnor( ). So nannte sich in 1806.der damals mit 720. Fr. Gehalt an der Maler»Sculptur- und Architekturschule angestellte 6ar-901, liu 8ervice. Ob vielleicht selbst ein ange-hender Künstler, ist uns unbekannt; und lache im-merhin über das Mikrologische dieser Anführung,wer mag und will!

Mevrlle ( ), ein junger Landschaftsmaler

aus Basel in der Schweiz . Von seiner schönenArbeit sah man auf den Zürcher -Salons der I.180Z, 4. 5. und 8. theils nach idealer, hauptsäch-lich aber nach der Schweizerischen Gebirgsnawram St. Gotthard , u. s. f. in Bister, Aquarellund Oel.

Mevius (Georg Friedrich), Sohn des nach-folgenden Joh. Georg Ambrosius, geb. 1727.lebte noch dort 1790. „malte" (heißt es beyHus-gen N. A. 067.) »artige kleine Landschaften, undtrieb unter der starken Anzahl der ehemaligen hie-sigen (Frankfurter-) Liebhaber einen solchen Ma-lereihandel , wovon er sich reichlich ernährte. Seitgeraumer Zeit aber nimmt diesem guten Mann einunverschämter Raubvogel das Brodt vor dem Mundweg, und läßt sich bis tief in die Nacht erdenwohldabey seyn".

-- — (Johann Georg Ambrosius), Maler zuFrankfurt am Main , der Sohn eines Arztes,lernte anfangs die Kunst zu seinem Vergnügen,nachwerts aber, um sein Drodt zu gewinnen. In1727. verheyrathete er sich zu Worms , und bliebdort, bis man ihn endlich in seine Geburthsstadtberief. Nachdem er viele Jahre dort gewohnt,ging er nach Amsterdam , wo er 1770. etlich und60. I. alt in zweyter Ehe verstorben ist. Seine