854 Meulewaar.
Meusel.
gedenkt, war Anfangs Bildhauer, legte sich aberspäterhin auf die Zeichenkunst, worin er auch glück-licher gewesen ist. Lisrillo V. 5 c,7.
Meulewaar ( ), ein uns ganz unbekann-
ter flammandischer Maler, nach welchem der Ka-talog von Brandes eine Flucht von Marketentern,von Carl Conti zu Wien gestochen und dem Fürstenvon Kaunitz zugeeignet, anführt.
Me unter ( ). So heißt im Almanach
ses lIeanx-/Zrt8 von 180Z. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Landschaftsmaler.
— — ( ). Und ebendaselbst ein, von
Obigem unterschiedener, damals zu Paris leben-der Gemäldehandler. ^
— — ( ). So heißt ein neuerer französi-
scher Künstler, nach dessen Zeichnung, für's XUVII.Heft des Musee Fran^ais, das Pantheon vonPannini Garreau gestochen und R. Daudet vol-lendet hat, und der vielleicht mit dem kurz vorhergenannten Landschaftsmaler derselbe ist.
M e u r s (C H. van), hieß nach Basan L6. sec.T- Huberr. Derselbe gab eine Sammlung von19. Blättern; davon 9. nach Mieris (welche irgend-wo Grotesken rubrizirt sind); 5 »ach Douw; 3nach Netschcr; 1 nach Elingeland, und 1 nachvan der Werf: Frauenzimmer, das auf der Lautespielt, //sr/rscüs 7,. 100. U.
* — — (Jacob van), geb. zu Amsterdam umibjo. Dieser Künstler (heißt es bey Rost I V. 220.)ist nur durch Dücherverzierungen bekannt, und durcheinige Bildnisse, die mebr ihres Gegenstands, alsder Kunst wegen interessiren So z. D. Carl ll.von England, nach van Dyck; Copernicus, ohne Na-men des Malers; andre nach Faber, A. Glanwe,C- van Mander u. s. f. Lonk.
* Listeus oder List ehus (Livius ). Nach Tos-cana kam er von Mailand , wo er von einem ge-wissen Carl (?) ebenfalls einem Flammander, et-welchen Unterricht empfangen hatte. Dann nahmihn der Prinz Matthias in seinen Schutz, undempfahl ihn zuerst dem wackern Zeichner mit derFeder, Jul. Perriciuoli von Siena, und daraufBercttini, unter welchem er zu Florenz und zn Rom ,doch nur kurze Zeit, studirte. Durchs Copiren derAntiken wurde er ein guter Zeichner; zu Venedig und in der Lombardie bildete er sein Colorit. VonEoclona nahm er wenig, ausser die Compositionan. Seine Tinten waren gemäßigt, sein Pinsel-wurf leicht, seine Erfindungen sinnreich, und dieStellungen lebhaft. Für Kirchen malte er wenig,mehr für Zimmer, besonders für den Hof, vonwelchem er pensionier war, und von andern großenHäusern, wo man ihn ziemlich oft findet. SeineRuhe des Bacchus und der Ariadne im PallasteGenni darf sich mit Ciro Ferri messen; und wirk-lich begann letztrer auf ihn eifersüchtig zu werden,als er die Kuppola della Pace zu Florenz malte,sich dem lombardischen Geschmacke zu nähern, undes besser als Cortona selbst zu machen schien Ge-stochen nach ihm kennt man vörderst sein Dildnißin der Großherzogl.. Gallerie von P. A- Pazzi ,dann gemeldtes Bild in der Gallerie Gerini; eineVerkündigung vonT. Verkruys; eben dieselbe undeine Geburth, dann die niedergeschleuderten Rie-sen , alle drey von C- Mogalli. Nach Gaudel-liiii wäre die Stadt und Festung Piombino vonihm allein, und hingegen der Angriff und Ein-nahme der Festung Porto-Longone iftöo. von Ste-phan della Bella geätzt. Das Titulblatt nachVanni dann hatte für ein Buch gedient, welches
So z. B. das: Journal für bildende Rünsie,
Runslzeitung, (>V. Hefte) 8. Franks, am Maln 8<
Aünsie in den östreichischen standen (2. Hefte) 8
und Runst (i. Hefte) 8. Zürick 805—6. welche alle,
großherzigem Ausharren nickt bestehen mochten.
die Aeademia Intronata von Siena zum Gegen-stand hatte. Lanzl 1. 261. s. v.
Lstst eusel (Johann Georg), anfänglich (1768.)ordentlicher Professor der Geschichte auf der Uni-versität Erfurth , und seit 1779. auf derjenigen zuErlangen , Fürst!, Quedlinburqischer, Brandenbur«gischer, und seit 1792. Kön. Preussischer Hofrath,geb. zu Eyrichhof im fränkischen Ritterkanton Bau-nach 174z. Seine mannigfaltigen großen Ver-dienste um Geschichte und historische Litteraturüberhaupt, sind jedermann bekannt; und die Nach-welt wird solche vielleicht nach dankbarer als seineZeitgenossen zu würdigen wissen. Hier sprechenwir nur von denjenigen um die Geschichte der Kunstinsbcsonders. Schon frühe bezeugte er seine Nei-gung für diesen Litteraturzweig durch seine Ueber-fetzung der Abhandlungen des Grafen von Tap-lus über Geschichte und Kunst (1768.) und vonLepiciö's kritischem Verzeichnisse der Gemälde desKönigs von Frankreich . In 1778. gab er (dererste) ein: Teutsches Künstlerlexicon (Verzeich-niß der damals lebenden teutschen Künstler, nebsteinem Verzcichniß sehenswürdiger Bibliotheken,Kunst- Münz - und Naturalienkabinete in Tcutsch-land;, dem in 1789. ein zweyter Theil folgte, wel-cher Zusätze und Berichtigungen des erstern enthielt.Bald nach Erscheinung des frühern eröffnete ernicht minder eine ganz neue Bahn durch seineMiscellaneen artistischen Inhalts, von wel-chen 1779-87. 5 o. Hefte, jedes zu vier Bogen(gr. 8. Erfurt ) erschienen waren; denen als Fort-setzung (gr. 8. Mannheim 1787 — 92.) 18 andreHefte, von größerm (ungleichem) Umfange, unterdem Titul: Museum für Künstler und Kunst-liebhaber; diesem dann Lsteues Museum (gr. 8.Leipzig bey Doß 794 — 95 .) in 4 - Heften, jedeszu ungefähr acht Bogen; diesem wieder 14. Hefte:Vteue Miscellaneen (gr. 8. Leipzig 790 -ZoZ)derselben Größe; diesen endlich: Archiv fürKünstler und Kunstfreunde (gr. 8. Dresden800—7,) bisher 7. Hefte, zu ungefähr zwölf Bo-gen, folgten. In 1808. endlich erschien von derlange ersehnten zweyten umgearbeiteten Ausgabeseines Teutschen Künstlerlexicons der erste Band/L — I. (gr. 8. Lemgo ) welchem die Fortsetzungund einsweilige Vollendung, nebst Nachträgen zudem Verzcichniß der Werke der in der ersten Aus-gabe aufgeführten, seit dem aber verstorbenen,oder auch dort nicht zum Vorschein gekommenerdamals existirenver deutschen Künstler, wie wirhoffen, bald folgen wird. Alle diese (dreyssigjah-rigen) Bemühungen schufen für die Freunde derKunst und ihrer Geschichte überhaupt, und derDeutschen und Schweizerischen insbesonders, in20. Bänden eine kleine Bibliothek in diesem Fachevon Kenntnissen, deren Tendenz nicht rühmlicherseyn konnte, so wie solche in der Ausführung nichtsBilliges zu wünschen übrig läßt — und nichts eif-riger, als daß der hochverdiente Mann uns nochlange mit den Früchten seines einzigen Fleissesund unermüdcter Begierde zu nützen beschenke»möge — die wohl am Beßten daraus erhellen:Wenn wir einerseits bedenken, daß die Litteraturkeiner andern Nation Aehnliches in solchem Um-fang und Zusammenhang auszuweisen hat; hier-nächst, daß der Patriotismus seiner Mitbürgereinem so vorleuchtenden Beyspiel nur wenig zusa-gen wußte, da er sich theils genöthigt sah für dieHerausgabe seiner artistischen Zeitschriften, untervon Zeit zu Zeit veränderten Titeln und äussererGestalt, immer neue Verleger aufzufinden (undwohl eben deswegen ähnliche Versuche andrer wa-ckerer Männer nie lange gediehen mochten *);theils, was das Teutsche Küustler-Lexicou ins-besonders betrift, in den Ankündigungen**) und
(lll. Hefte), 8 , Nürnberg 796—97. Die Allgemeine,2—z. — I. K. Füßli's Annalen für die bildende»
. Wien 80,-2. und endlich: Journal für Litteraturihrer Vortreflichkeit ungeachtet, neben unsers Meusew
Museum I. roo, II. 88. Vill. , 89 . — n. Mise. I. I2Z. Archiv I l 2VZ.