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als abwechselndes Colorit." In demselben Bandeseiner Annalen holtLaiidon noch ein älteres, »nd,wie es scheint, eines der frühesten Werke unsersKünstlers nach, wozu ihm ein Regicrungs-Dekretbes I- kll- welches einen allgemeinen Concurs füralle französischen Künstler eröffnete, den Gedankengab: Das siegende Frankreich , welches mitten imKriege Wissenschaften und Künste beschützt. »Eswar ein bloßer Entwurf" (und auch dieser wirdhier im Umrisse gegeben) »aber bemerkenswerthdurch seine reizende Wirkung, durch eine voll-kommene Kenntniß des Helldunkels, und durchKöpfe von schönem Charakter." Am Schlüssedann heißt es: „ Da der Künstler ein kaltblütigerGeschichtschreiber ist, und bloß abbildet was ge-schieht, so mußte H. Meynier im I. III. einezerbrochene Krone und ScepterFrankreich zu Füßenlegen; aber zu seiner Ehre müssen wir sagen, daßdieses das einzige Merkmal ist, woran man die Zeiterkennt, wo dieses Bild angefangen wurde"! l. o.79—80. Noch kann endlich unser Kunstrichker (I. c.Xlll. 10g—10.) Meynier« schon oben kurz er-wähnten Plafond im Saale der Antiken (dort eben-falls abgebildet) kaum genug rühmen. Derselbestellt die Erde vor, die von zwey Kaisern das vonder Natur, der Weisheit und der Gerechtigkeit ein-gegebene römische Gesetzbuch empfängt. »DieseAllegorien" (heißt es) »sind so klar, als der Ge-genstand" (ja wohl!) »solches zulaßt. DasGanze der Composition thut eine schöne Wirkung;man bemerkt (?) viel Grazie in der Zeichnung derFiguren, und in den Verkürzungen. Der Farbcn-ton ist glänzend, und die Ausführung verräch einenerfahrnen und weichen Pinsel. Kurz, dieses Ka-pitalwerk ist durchaus des ausnehmenden Talentsseines Urhebers würdig." Fast möchten wir allediesen (immerhin wohl verdienten) Weihrauch mitdem: Llaustlte nunc rivos schließen; und bemerkenhier nur noch, daß unser Künstler um 180Z. sich inRom muß befunden haben, da um diese Zeit, nachseiner dort gemachten Zeichnung, Mad. Lingee dieantike Statüe eines Ganymedes gestochen hat.(dlciuv. cies Art« III. 184.). Auch der übrigenssonst so strenge pausanias Frankois nennt inseiner Biographie von Regnaulr unsern Künstlerebenfalls einen von dessen ausgezeichnetsten Schü-lern: »Nichts" (heißt es dort S. 114) »gleichtder Festigkeit seiner Zeichnung; und sein Colorit istbisweilen nur allzuschimmernd. Er componirt mitStarke und Grazie", u. s. f.
Mepnier (Johann Heinrich), Lektor derfranzösischen Sprache auf der Universität zu Er-langen , und zugleich seit 1797. Lehrer der Zeich-nungskunst an dem dortigen Gymnasium, geb. da-selbst 1764. gab seit 1791. eine Menge in das letzt-genannte Fach seines Unterrichts einschlagendeSchriften ans Licht. So 1791. Anweisung, wieSilhouetten n. s. f. zu verfertigen — 1790. Ueber-setzung von violers Anweisung zur Miniaturmale-rey, mit Zusätzen. — 179/-Neues theoretisch-prak-tisches Zeichenbuch. Vermehrungen und neue Auf-lagen desselben 1798—1801. auch besonderer Ab-druck eines einzelnen Abschnitts unterm Titel: NeuesBlumenzcichenbuch für Damen, vorzüglich in Hin-sicht auf die Stickerei), AU' dies mit Kupfern ver-sehen, und endlich 1804. Anleitung zur Aetz-kunst, besonders inErayon- und Tuschmanier(gr. 8». Hof, bey Grau) mit 12. Bl. (Pr. i.Thlr.4 - Gr.), welche lctztre irgendwo mit dem schönenLob anspruchloser Gründlichkeit belegt wird.
Meys ( ). So heißt bey Fiorillo
(R. S- S. 58 .) ein Maler aus dem Hennegau ,der unter der Regierung der Kaiserin Catharina ll.in St. Petersburg gearbeitet hat, und von demman, neben Anderm, ein Bild kenne, welches dieReise dieser Fürstin nach Taurien vorstellt, undauch in Kupfer gestochen seyn soll.
* Mepssens oder Mprens (Cornelius),dessen im Lex. unter dem Art. seines nachfolgendenVaters und Lehrers Erwähnung geschieht, geb. zu
Antwerpen um 1646. heißt es bey Rost VI. 82. (wohlaber merklich früher, da derselbe schon in 1660 sichzu Wien befand). In Bildnissen war er glücklichgenug. Zu seinem Bedeutendsten gehören: LLZissImperatorurn äornus ^ustruccN , äolineatso perAo/r. et seri insculptrs per klllurn suuni
Messens; dann: Oss LIÜAlks stes 8ou-verains. princes et Olles <le ijrabant, welcheer gemeinschaftlich mit Jode, Waumans, vanSchuppen u. a. gestochen hat. Etliche einzelneBlätter von ihm, mit und ohne Namen des Malers,s. bey Rost 1. c. angeführt. Lauf. er
^Erstes.
* Mepssens (Johann), Maler, Kupferstecherund Etzer. Derselbe ließ sich zu Amsterdam nieder,und errichtete dort einen Kupferstichhandel. SeineSammlung von Künstlerbildnissen, von ihm undAndern gestochen, deren das Lex. gedenkt, ist wahr-scheinlich die nämliche, welche späterhin auch indö Bie's Heb pulsten Labinet van üe eüele vr^dckiiläerconst 4°- dnist. 1661. (ebenfalls in unsersMepssens Verlag) aufgenommen wurde, undzwar, der Kunst wegen von nicht gar großer Be-deutung, aber dennoch aller Achtung werth ist, dasolche verschiedene Abbildungen enthält, die sonstnirgends gefunden werden, und überdieß zum Theilsehr wackere Männer, wie z. B. W. Hollar, P.Jode, C. Waumans u. a. daran gearbeitet haben.Dann kennt man von ihm auch einige historischeBlätter, wie: Meleagec, welcher der Atalante denKopf des Caledonischen Ebers übergiebt, nachRubens . Andre, bloß mit seinem exe. bezeichnet,wie z. B. einen Christ (ölet Loc-lum rnorients),ebenfalls nach Rubens ; und einen Todtenkopf(Links coronat Opus) vollends ohne einen andernNamen als den seinigen. Maria mit dem Kinde,das auf einem Tische steht, nach Titian , u. s. f.
* — — (JusiusAurelius), s. Meissonier.
Mept (Conrad), ein Bildhauer aus derSchweiz , blühete um den Anfang des XVI. Jahr-hunderts. Man schreibt ihm zwey berühmte Grab-mäler in der Kirche zu Brou, einer kleinen Stadtin der französischen ehemaligen Provinz Perche zu,weiche die Leichname Philibert des Schönen Her-zogs von Savoyen (st. i 5 c» 4 .) und seiner GemahlinMargaretha von Oesterreich , Stifterin dieser Mo-numente, enthalten. Oectres öorites cis Baisse,ü'Italis eto. D. VI. P. 4 g 4 -
Meytens (Martin von). Einige setzen seinGeburtsjahr in 1698. Derselbe kam im I. 1726.nach Wien . Die Stelle eines Direktors der Aka-demie erhielt er 1759. Dieser Künstler besaß zwardas Praktische der Kunst in geringerm Grade alssein Vorfahrcr am Direktorate (van Schuppen).Allein durch seine langen Reisen erwarb er sich eineausgebreitete Kunstkenntniß, die, verbunden mitinnigster Liebe zu derselben, mit vieler Welt- undMenschenkunde, und mit angenehmen persönlichenEigenschaften, ihn vorzüglich zu dieser Stelle ge-schickt machten, und in den Stand setzten, mitVortheil für die Akademie zu wirken, die Kunst inbesseres Ansehn zubringen, und bey den damaligenKünstlern in Wien jenes zu große Mißtrauen inihre eigenen Fähigkeiten in Vergleichung mit denAusländern, und jenes furchtsame Betragen gegenreiche und anmaßende Diktatoren zu vermindern;so daß während seiner zehnjährigen Leitung sehrgeschickte Männer in allen Theilen der Kunst ge-bildet worden. Füßli's Annalen I. 16—17.Ebenderselbe ( 1 . c. II. 70—71.) schildert Mep-rens als Bildnißmaler noch näher, wie folgt:» Derselbe schuf sich eine eigne, im Ganzen demAuae gefällige, aber der Natur nicht getreue Ma-nier, gab seinen Portraiten einen gezierten Anstand,gezwungene Stellungen und costumwidrige Klei-dungen ; doch sind seine Köpfe und Hände immermit »„gemeiner Richtigkeit gezeichnet." Auf diesenwackern Mann hat Niclaus Kedec in Schweden eineseltene Schaumünze prägen lassen. S. MöhsensMedaillensammlung I. 295. Ein Verzeichniß