Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
879
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Miranda.

daselbst. Einiges von ihm findet sich auch bey denBarfüßer-Carmelitern. Inzwischen bleiben seineLandschaften und Dambocciadcn in den Pallastcndes Infanten Don Louis zu Badilla und Villa«viciosa die schönsten Beweise seiner Talente. Und/da sich zu seiner Zeit in Spanien und Frankreich der Geschmack an — Carossen mit mythologischenVorstellungen, u. s. f. sehr verbreitete, so ver-schmähte Rodriguez nicht (was Meng« freylichgethan hatte!) einige dergleichen zu liefern, welche— viel Aufsehen erregte». Er st. in 1766^ .tsiorilloIV- Z6,-66. *)

* Miranda, s. auch Johann Earrenno,(welcher ebenfalls den Beynamen de Mirandaführte) sowohl im Lex. als in künftigen Zusätzen.

* Mirando (I. P. P.). So nennt Hei-necke (lciöc ^snörsie p. 108:) einen italienischenKünstler, nach welchem in den Bombest, x äeprinces etc. gui ont lleurl äsn« la 6ranäs Ure-tsgne ecc. tires clu Labinet 6u Ouc äs kicbe«-monä ein oder mehrere Blätter sich befinden sol-len, der aber wohl kein Andrer- als der p. pal-tronieri (Mirandolese genannt) des Lex. seynwird.

Mirüttdola (Dominicus Maria). EanziII. 2. i.',8. welcher beyläufig seiner Erwähnungthut, nennt ihn einen braven Bildhauer, der sichmit der Beute der Schule Ludw. Earracci (welcheer verließ) und Facim's (die er dafür annahm)bereichert harre, und endlich selbst ein Studiumeröffnete, in welchem er sich der Methode seinesersten Lehrers bedienre, und das daher auch denNämeu eines Studiums der zsarracci führte.»Aber freylich" (sagt Lauzi vortreflich) »Namenmachen nicht die Sache aus".

Miravoeck (Norbert), s. Morarveck.

* Mire (Ludwig de), dessen im Lex. kürzlichim Art. seines nachfolgenden Bruders Erwähnunggeschieht, und desselben Schüler, st. ,7)7- 19. I.alt, mit großen Anlagen; allein Iugendhitze stürzteihn früh ins Grab, und man kennt wenig vonihm, ausser einigen Fabeln von la Fontaine, nachOudry , (wahrscheinlich zu der Ausgabe, die erst»ach seinem Tode (80. Paris 762.) erschienen war,und an welcher, neben ihm, Aliamer, Fiquet,Flipart und Loiigucil gearbeitet hatten). klaEtÜW. sec.

* — — (Natalis de), Kupferstecher, geb.172Z zeichnete sich durch die Nettigkeit seines Grab-stichels aus. Derselbe hat in verschiedenen Gat-tungen gearbeitet; Vignetten waren ihm vorzüg-lich geglückt, wie z. B- für Ausgaben von Boccaz,T. Corneille, la Fontaine, die Methamorphosenvon Ovid , u. s. f. Einige seiner bestreu Blatterfährt Rost VIII. 196—97. mehrere ein Verzeichnißmeines sel. Vaters an. Zu dem Demerkenswer-thesten dürfte gehören: Von Geschichtlichem: Ju-piter und Danae, nach H. Earracci; St. Seba-stian nach Parmesan (für die Dresdner-Galerie);der Tod der Lucrezia, nach del Sarto; katone

nach Teuiers. Von Gattungsstücken:

Ir Vurios'ite ou la Banterne maligne» nach

Brakenburg; los dlouvellisteL klamanäsUnd I'Ltans; äu Lbateau Beniers, wieder nach-i-eniers. Von Landschaften: Der Vesuv , nachdessen Ansicht in 1767. Die Ueberreste des Venus-Lenipels zu Nisida (1761.) und VespasiansTriumph-bogen, alle nach G. de la Croix; verschiedene Bild-»lffeJz. B- Washington's und la Fayettes, gan-zer Starur, nach la Paon; Al. Piron's, nach N.B. Lcpiciö , schön; Clairon , von Melpomene ge-hont, »ach H. Gravclot, selten); und endlich aufdie Theilung Polens (rühmlichen Andenkens) leOa-t«au 6s iioi« „>jt des Künstlers rückwerls geschrie-

') Die Fkliativn der Miranda wäre somit folgende:

Johann (Sarcia, und Johann, sein Sohn.

- Niclau? Garcia, (Jot,am, Garcia's Bruder).

7, Lines ungenamiren dritten Bruders (wahrscheinlich

guez und Peter Kodriguez.

Mirevelt. 879

benen Namen: krimel. (vexat cen.sura Eolum-bss-. Die übrigen Meister, nach deren Genial,den oder Zeichnungen er gestochen hat, sind:St. Aubin, Berghem, Cochin, Descamps,E- Eisen, H. Gravelor, Minderhout, C. Monnet,Morcan der jüngere, Vernet und F. de Voge.Sein uns bekanntes letztes Blatt ist ein Bildnißdes Abts Nousselet von St. Genevieoe, mit 1786.datirt, ohne Namen des Malers. Sein Todes-jahr ist uns unbekannt. Im Almanach cies lleanx-Arts von 1802. erscheint er nicht mehr. Indessenbemerken wir, daß sich noch iin'Ill. Hefte desMusee Francais (1802.) eine Verkündigung derH- Jungfrau von Solimena befindet, welches einN. le Mire und Pere, gemeinschaftlich, nach Du-bois Zeichnung gestochen haben.

Mire (le), der ältere und jüngere. Sowerden auch im Almanach cles fleaux-Arrs von180Z. ohne Weiteres, zwey j» Paris lebende Gc-schichtsmaler geheißen. Von dem erstem ist unsdurchaus nichts Näheres bekannt. Der letztre be-kleidete schon damals die Stelle eines Professorsan der polytechnischen Schule. Im Salon von1806. dann stellte er seine erste öffentliche Arbeit,in einem Bilde von lebensgroßen Figuren (Han-nibals Tod) auf, welches Landon (Annal. Xll.iol—F.) beschreibt» und davon die Abbildung imUmrisse giebt. «Die Zeichnung" ''heißt es dort)„ist edel und richtig, die Farbe harmonieus, unddie Ausführung fleißig; die Drapperie von gutemStyl, und die Veywerke mit vielem Geschmackund Nachdenken gemalt. Der Ausdruck von Han-nibal ist stark und innig, und die Ruhe des Heldencontrastirt sehr schön mit der Naivetät des flehen-den Sklaven auf den Knieen. In der Galerieerblickt man schon die Spitze der römischen Adler,welche sich seiner bemächtigen wollen. Ein Bas-relief des Zimmers erinnert an Eannä; einen derRinge, welche die Römischen Ritter dort zu seinenFüßen legten, erblickt man am Boden. In 1808.befand sich unser le Mire unter den Künstlern,die von dem Kaiser Napoleon , als er den Salonbesuchte. eine Aufmunkerungs-Medaille empfingen.(Einem le Mire dem varer, der vielleicht ausVersehen in den öffentlichen Nachrichten Bildhauerheißt, wiederfuhr bey demselben Anlaß gleicheEhre). Gestochen nach der Zeichnung le Miredes jüngern haben I. I. F. Tassaert: 2 o»n§,enterraut SS kille, und le Fcvre-Marchand einenKopf in lavirter Maurer. Ob einer aus ihnen(und allenfalls welcher) es sey, der, nebst andernKünstlern, Zeichnungen zu den 1808. in Paris 18°. erschienenen Vo^a^es sn krance etc. clekacine, la kontsine etc. gab, ist uns unbekannt.

— — (le). So wird auch !m Almanach ciesDeanx Arts vön 1802. (S. 220.) ein zu Paris lebender Kupferstecher genannt, der von allen obi-gen Künstlern dieses Geschlechts verschieden zuseyn scheint, und oh»e Zweifel derjenige ist, derum erwähnte Zeit, gemeinschaftlich mit Tasiaert,die Blätter zu Gaulr de St. tvermain: vespassions et cie leur expressiv» etc. gezeichnetund gestochen hat. )V<E. cies ^rts. 111. 202.

— — (le), ist endlich auch der Beyname deskünftig in diesen Zusätzen erscheinenden A- Sauevage.

* Mireri s. Moretti.

Mirevelt (Leopold). So nennt Basan (bist.sec.) auf seine Gefahr hin, einen flamändischenKupferstecher, der in 1697. die Bildnisse des Erz-herzog Alberts und der Infantil, Jsabella gestochenhabe.

*— — (Michael Janson), Kalviniste, einesGoldschmieds Sohn. de Fonrenai setzt seine

nicht Künstlers) drey Söhne: 8ranz, Vliclaus Rodri-