8Lo Mirijs.
Geburt in , 588 . was aber mit dem im kex. an-gegebenen Todesjahr seines Sohns nicht bestehenkann. Nach Gandellini starb er selbst i 658 . 90.I. alt, zu Delft , wo sich ein rühmliches Grab-mal von ihm finden soll. Eben dieser Schriftstel-ler preist seine frühen Talente. Schon im achtenJahr war er ein ganzer Lateiner. Die Etzkuustlernte er bey Wierx. Für seine Bildnisse ließ ersich i 5 o. fl. bezahlen. Dergleichen besitzt die Ga-lerie zu München fünfe von ihm; Gattungsstüekekeines, von Männlich. Nach Fiorillo V. 335 .gab sich der Prinz Heinrich, Bruder König Carls I.viele Mühe, diesen geschickten Mann nach Englandzu ziehen; allein umsonst. Wohl malte er mehrereBildnisse englischer Herren, wahrend der Zeit, dasich solche des Kriegs und andrer Angelegenheitenwegen auf dem festen Lande befanden. So z. B.das vortrefliche des Grafen von Warwick (RobertRich) in Lebensgröße, das steh zu Kimbolton be-findet. Ebendas. wird ihm ein eigensinnigerCharakter zugeschrieben. Die geschickten Stechernach ihm waren: H. Bary, B> Bolswert, C. vanDalen, I. und W. van Delft , I. Faber, H. Hon-dius, I. Houbracken, I und Th. Matham, I.Müller, (ein G. R>), G Suaueburg, I. Suyder-hoef, P. Tanjö, G. Valk, G- Vertue, Borst,ein Anonymus in F. de Witt's Verlage: LauterBildnisse, mir Ausnahme eines Urtheils des Pa-ris , und noch einer Juno, Pallas und Venusinsbesonders, von Suaneburg. Von den Bild-nissen bemerken wir z. B. Axel Oxensiierna's vonvan Delft, Hugo Grotius und seine Gemahlinvon Houbracken, Th. Graswinkel von Matham,Gilles Glargcs von Suyderhoef, und Sir RalphWinwood von Vertue, Die Kataloge von
winkler und Brandes zeigen, jeder über 3 o. die-ser Blatter namentlich (mehr als die Hälfte der-selben von den beyden Delft ) an.
Mirijs, s. Myris.
Miris, s. Mirri und Mirys.
Mirnaup-Davin (Madame). So nenntFiorillo III. 52 -j. ganz ohne Weiteres, eine ge-schickte französische Malerin neuester Zeit.
* Miroli, s. Mirvoli.
Miropolski od. Micro polski (Leonti).Unter dem erstem Namen erscheint ein RussischerBildnißmaler, und seit i/gä. Mitglied der Aka-demie zu St. Petersburg bey Fiorillo (R. S. H-71.), und, unter dem letztem, in gleicher Eigen-schaft, wohl ohne Zweifel derselbe- im Russischen Hoflalender von 180-j.
Mirou (Anton), von Männlich nenntseine Figuren-Staffagen, die er meist aus geist-und weltlicher Geschichte entlehnte, auch wohl ge-zeichnet. Seine Bilder sind selten.
Mirri oder Mirri (Ludwig), ein Malerund Kupferätzer zu Rom , zeichnete um 1778. diein den Bädern des Titus entdeckten Wandgemälde ,die er, sehr schön in Wasserfarben ausgemalt,der Kais. Königin Maria Theresia nach Wien sandle, wofür er mit 200. Dukaten in einer gol-denen Tabatiere, und einer güldenen SchaumünzeNut dem Vildniß dieser Monarchin, „um solche"(heißt es, etwas albern, in einer unsrer Hand-schriften) „am Hals zu kragen", beschenkt wurde.Eben diese Gegenstände wurden nachwerts vonihm in Kupfer gebracht. Eben so die drey Decken-siücke nach Raphael in der Villa Madama; An-dres aus der Villa Hadriana, und den Bädernder Livia im Garten Fcirnese. Die Schrift
winkelmann und sein Jahrhundert S. 3 /,8.eignet diesen Arbeiten das Verdienst zu, „daßsolche die große, in den meisten Stücken zu billi-gende Umänderung des Geschmacks aller Verzie-rungen im Innern der Wohnungen vollenden ge-geholfen."
Mirvanlr, s. Davin-Mirvairx.
Misciroli.
M irv, lli (C. ), akademischer Bildhauer zu
Wie» um 1780. kam von Etuktgardk dahin. Der-selbe verfertigte um diese Zeit einen Sturz der En-gel für den neuen Hauptaltar der dasigcn St. Mirchaelökirche, an welchem in den verzweifelteste»Stellungen eine richtige Zeichnung und große Lei-denschaft bemerkt wird. Meusels Miscell.Xlll. /,2. „Weil aber" (heißt es dann in Eden-dess. K. L. II.) „weder handschriftliche Nachrich-ten, noch de L»ca, noch weinkopf etwas vonihm erwähnen, so muß er jetzt (1789.) anderswoleben; oder, ist er vielleicht gestorben?"
— — (Madame), des Obigen Gattin. Vonihr kannte man ebenfalls gute Brustbilder nachdem Leben. I. c.
* Mirvoli, Miruoli, auch Miroli(Hieronymus), aus der Romanei oder von Bo-logna gebürtig, starb als Hofmaler zu Parma umi 5 /u. Lanzi 11 . 2. 47. scheint ihn bloß zu dennicht Unbekannten zu zählen. Nach ihm hat Murlinari eine H. Familie mit St. Lincenz und St.FranziSc gestochen. Ohne Zweifel ist es derselbe,den eine unsrer Handschriften s. v. Miroli (nachAscoso) einen Zierathenmaler nennt.
Mirycinis (Peter). So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein Kupferstecher, der nachLambert Lombard gearbeitet habe.
Mirys ( ), eines Schottländers Sohn,
geb. 1700. lernte die Malerey in Frankreich , undstudirte zu Rom , wo er von dem Pabste den Rit-terorden vom goldenen Sporn erhielt. Er giengmit dem Fürsten Eablonovsky in Polen , und hieltsich eine geraume Zeit zu Danzig auf, wo manVieles von seiner Arbeit siehet. Endlich trat erin Dienste des Polnischen Kron-Feldherrn GrafenBranizky, dessen Pallast, vornehmlich aber seinLustschloß Bialystock, unweit Warschau , er miteiner ziemlichen Anzahl historischer Gemälde zierte.Er lebte noch daselbst 1779. Bernoulli VI. 69.Irgendwo heißt es: Unter seinem Namen kenntman ein Blatt aus der Römischen Geschichte.
— — auch Miris ( ). Fast vermu-
then wir, des Obigen Sohn, oder doch von dem-selben Geschlechte, ein Zeichner der neuesten Zeit zuParis . Nach seinen Zeichnungen erschienen voreinigen Jahren: Die Geschichte der Römischen Re-publik in i 5 . Heften, und diejenige der Kaiser in12. Heften, jedes von 12. Blättern (das Heft zu18: Livr.), von Baquoy, Delaunay, Deghend,Lingee u. a. gestochen, und mit einem kurzen Textebegleitet; ein Werk für die Jugend, von dem esaber hieß: „Die edle und große Manier des H.Mirys zeigt sich in demselben von jener kleinlichenGattung weit entfernt, die so lange Zeit hindurchdie Zeichnungen charakterisiere, welche zu Verzie-rungen der Bücher bestimmt waren. Seine Com-pefitionen, obgleich in einem ziemlich kleinen Raumeingeengt, erscheinen in dem Charakter des Großen,da sie in dem wahrhaft charakteristischen Styl be-handelt sind, dessen Strenge jedoch der wahrhaftkostbaren Vollendung der Stiche nicht im Minde-sten schadet", u. s. f. Meus. Arch. 1 . -j. ioo.Dann gab in neuern Tagen (1807.) Massard deraltere nach ihm ein Blatt: Piato, der im Hafenzu Tarent anlangt, für die französische Ueber-sctzuüg von ssuoco's plaro's Reise nach Ita-lien , und Mad. Massard, geb. Akhena's (1808.)zwey Scenen aus der Idylle von Ruth (die eine,wie sie Aehren liest, die andre, wie sie der Schwie-germutter die Frucht ihrer Arbeit bringt, zu -j> Fr.schwarz, und zu 6. gefärbt, beyde).
Misback ( ). So heißt in den hlouv.
<les /^rts III. I«g. ein uns fönst ganz unbekann-ter Kupferstecher, der in i 8 o 3 . gemeinschaftlich mitBourgeois, Gouyvt und Lamcan die Blätter zudes ersten! köecuell Ü 8 S Vues et jsabrigues pit-toregguez li'ltrilie geliefert hat.
* Misciroli, s. M'ssiroli.