Miseria.
Moccia. ggi
* Miseria (Johann della). Auch Fiorillozv. >8l. weißt uns von diesem spanischen Ma«ler^ Schüler ocs Coello, nichts zu melden, alsdaß er eben so ascetisch gelebt als gestorben sey.
* Miseron (Dionysins), dessen im kex. un-ter seines Vaters Namen Erwähnung geschieht.Derselbe arbeitete für den Kaiser Matthias. Vonihm sah man manches Vorzügliche in den Kais.Schatzkammern zu Wien und Prag ; in crstrer zu-mal wird noch jetzt das herrliche Kunststück einesmannsgroßrn krystallenen Geschirrs aufbewahrt.Nach ihm kennt man ein seltenes Platt 1600. vonD. Dankerts gestochen, eis
*— — ( ), der varer. Man halt
jhn ursprünglich aus Mailand gebürtig, und we-nigstens von derselben Familie, wie die beydenMisurom, die in ähnlicher Gattung arbeiteten,üe /-'aut^rar- Oons. daS Lex. s. v. Misuroni.
Misersrei (D.), ein Kupferstecher zu Flo renz um 1700. Derselbe arbeitete an den Blät-tern, welche die Gemälde des dastgen Großhcrzogl.Pallastes vorstellen, und zum Titel führen: driouigloriose llogil llomini illustri kiorontini, es-pre88l con loro ritratti nella volta llella Keal6aleria lll'I'oscana. Or.kol. //errrec/re/<i.
Mislack (Gottlob Friedrich). Ein solchererscheint im Leipziger-Adrcßkal. von 1781—82.als dortiger UniversstätS,Zeichenmeister.
* Missiroli oder Miscirolr (Thomas).Unter letzter,« Namen sagt Lanzi 1 l. 2. i 5 o. vonihm: „Derselbe hatte seinen Ruf mehr seinem Ta-lent als der Befolgung von Kunstvorschriften zudanken. In Zeichnung, Ausdruck und Befolgungdes Costums fehlt er zum öftern; geistreiche regeStellungen, ein Guideöcisches Colorit, und Ve-netianische Drapperie empfehlen ihn dafür. Ue-berhaupk aber waren nur wenige seiner Arbeitenmit Ueberleguug und Fleiß ausgeführt. Zu seinemBeßren gehört eine Marter der H. Cäcilia in derKirche dieses Namens zu Bologna ; und daringanz besonders ein — Henkersknecht, der das Feueranblast, und übrigens gclnz dieCopie einer solchenFigur von Lionello in St. Dominik, ebenfalls zuBologna ist. In seiner Geburcsstadt Faenza fin-det sich Vieles von ihm."
Mischet (I.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein wahrscheinlich englischer Kupferste-cher, der nach le Nain gearbeitet habe.
Mitrani, s. Amerrani.
Mirro polski, s. Miropolski.
Ausstellung zu München 1788. trefliche Kopiennach großen Meistern ersichtlich waren. Neueresist uns nichts von ihm bekannt.
Mixelle (Johann Maria). So heißt La-sur (L6. See.) einen Kupferstecher zu Paris um1789. welcher in 1780. Aeichuungen des H. vonSt. Sauveur, damaligen Consuls (zu Neapel ?)von Calabrischen Costume's, verbessert und sodanngestochen habe. Dann nennt Lasan im Allgemei-nen von ihm Blätter in Tuschmanier und in Far-ben, zu welchen wohl (anöerwerts bemerkte) I»komme trompee et la komme venöse nach Des-ruis gehören. Im dlmanack siez keaux-^rtsvon 180Z. erscheint dieser Künstler nicht mehr;wohl aber
— — ( ) det jüngere, wahrscheinlich
Joh. Maria'« Sohn, in den neuesten Tagen(1807.), wo derselbe die sieben Werke der Barm-herzigkeit nach Sinove (jedes Bl. zu 5 . Fr. schwarz,und 6. Fr. colorirt) gestochen hat.
* M iyer ( ), der Formschncider, verfer-
tigte, nach t)apillon, papeirne Tapeten.
Mnesiklee. Es war Perikles , der durchdiesen berühmtesten Baumeister seiner Zeit die Pro-pyläen (den Eingang, die Vorhalle der Burg vonAthen ), eines der schönsten Gebäude dieser Stadt,errichten ließ. Fünf Jahre lang wurde daran gear-beitet, und die dazu verwendeten Unkosten betrugen2ni2. attischer Talente (ungefähr sieben Millionenkivres). Nach des Reisebeschreiber's Strofaui'sBericht (1791—90.) bestehen die Säulen desselbenaus drey bis vier Blöcken, die ohne Mörtel sogenau auf einander gepaßt sind, daß man die Zu-sammenfügungen nicht bemerkt. Ein mit Eiscn-ocher gefärbter Ring umgicbc die Fugen so innig,baß der Irrthum, als wäre jede dieser Säulenaus einem einzigen Blocke gehauen, sehr verzeih-lich ist. Eine nähere Beschreibung und Darstel-lung dieser Laute im Umrisse s. bey Lands» I.19-21.
Mnesiphilus, ein antiker Bildhauer, vonwelchem Boissard die Statue eines Hercules Mu-sagetes anführt, welche bey Monrfaucon ('k. II.'tab. 1Z7. d!°. I.) auch abgebildet gefunden wird.
Mniszech (Maria Josepha Gräfin von). Vonihr kennt man einen in 17(17. geätzten Blumenstrauß.
Moberg ( ), ein vorzüglicher Decora-
tionsmaler von Hamburg . Von ihm wurden auchum 1808. dergleichen für das Theater zu Bremen verfertigt. Tub. Morgenbl. 1808. S. 19b.
Mittag (Christian), Hof-Steinmetzmeister;Johann Christian Beck, Festungs-Etcinmctzmci-ster; Johann Greißner, Hof-Zimmermeister;Eigmund Gottlieb und Christian Bormann, beydeHof-Mäurcrmeister zu Dresden ; ersterer st. 1707.in seinem 6s. Jahre zu Dresden . Johann Gott-fried Findeisen, Festungs-Maurermeister, st. 1709.in seinem 67. Jahre zu Dresden ; Christian Lorenz,Festungs-Zimmermeistcr. — Alle diese führten nichtallein selbst Bauten aus, sondern wurden auch inder ersten Hälfte und Mitte des XV 111 . Jahrhun-derts zu Aufführung der großen Königl Gebäudezu Dresden gebraucht. Mag. d Sachs. (Lösch,l. Th.; u. Sächs Rurl. Bab. a. m. Orten.
. Mirrano ur - (shaiii ah iska (I ). So heißtein uns sonst ganz unbekannter Kupferstecher, vonwelchem seiner Zeit in Moncornets Verlage dieBildnisse der Aerzte Nicl. Copernicus und Raim.rullius erschienen waren.
Mirrelmair oder Mirrermair (Mi-chael). Und so ein Kupferstecher zu München um 1770. der nach F. (suvilliers an dem Vitruveoavarois gearbeitet hat. Wir halten Mirrermairfür den richtigern Namen.
^Mirrerer ( ). So heißt bey Mensel
Mus V>. 97. ein Künstler, von welchem auf einer
* Mocchi (Franz). Seine Statüe der H.Veronica in der St. Peterskirche zu Rom war,nach dem Urtheil der Schrift: Mmkelmamr undsein Jahrh- S- 200. zwar fleißig und bestimmt,aber in keinem großen Geschmack gearbeitet. Die-selbe findet sich in Bonnani's klist. DempliVatic. p. 1Z4. 1'ak. 12. nach G. Pakacchia'sZeichnung von I. Frezza gestochen.
* — — (HicronyMils). In einer Kapelle
der Kirche St. Andrea dcl Frare sieht man vonihm eine Taufe Christi. moäe,»a.
* — — (Horatius), Nach seinem Modellesoll Raphael Curradi einen Kopf des GroßherzogsCosmuü in weich gemachten!?) Porphyr geschnit-ten haben. Fiorillo K. S. II- 120.
*— — (Stephan), der Bildhauer, dessenim Lex. unter s. Vaters Hora? Art. Erwähnunggeschieht, wird von (Liuiianelli S- 1Ö9. auchunter die Edelsteinschneider gezählt.
* Moccia (Joh. Simon). Seine H. Geists-Kirche zu Neapel (sagt Mllizia kcl. tees. II. 80)wurde seiner Zeit für schon genug gehalten. Seitder Zeit ward sie (schlechter) neu gebaut, undblieb von Moccia'« Arbeit nichts weiter als dasPortal übrig: „Gewöhnliches Schicksal der Nea-
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