Band 
Zweyter Theil [2].
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882
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politanischen Kirchen (heißt es dann weiter), „daßsie nur kurz leben, wovon aber gewöhnlich mehrdie Kunst als das Material die Schuld trägt."

* Machen (Jacob). S. auch den Art. Mos-scher.

* Mock. Derselbe hieß Johann Samuel.In 1721. erhielt er den Titel als Ober-Hofmalerdes Kurfürsten von Sachsen und Königes in Po-len, Augusts . Er starb vermuthlich 1708. S.Dresner Hof- und Staarskal. Nach ihm hatsein Bildniß I. F. Mylius gestochen.

Mocke (Johann Heinrich). So hieß einKönigl. Hofmaler und Hof-Designateur zu Dres-den , gest. r/Ho. 5 o. I. alt. Rönigl. Dresden 17^0. und Sachs. Kur. Kab. 1746. S- 160.

* Modanino oder Modavino, auchM 0 1 davin 0, s. den gleich unten folgenden Mo-danino da Modena , hauptsächlich aber GuidoMazzom, welches sein eigentlicher Name war.

Modena (Barnabas da). So hieß bey Lanzi(II. 255 . u. II. 2. 35 i.) nach s). della valle undTiraboschl ein im XIV. Jahrh, blühender Ma-ler der Lombardischen Schule, der aber, wie esscheint, bald auswerts gierig, und z. B. einer derersten war, der in Piemont mit Ruhm arbeitete.Von ihm sieht man zwey Tafeln bey den Conven-tualen zu Siena ; die eine in der Kirche, die an-dre im Convcnt, beydes Madonnenbilder; letztresdie Krönung der H. Jungfrau, in Begleit vonSt. Franzisc und andern HH. seines Ordens. DerH. von Moronna lobt daran die gute Manier inden Köpfen, Gewändern und der Färbung, undzieht ihn dem Giotto vor. Dasselbe thut der P.della vaUe in Betreff eines andern seiner Madon-nenbilder bey den Conventualen zu Alba in Pie-mont, dessen Styl er grandiöser nennt, als er'ssonst an keinem seiner Zeitgenossen bemerkt habe.Dieses Bild tragt seinen Namen: karnsbss <tslllutms. und die Jahrzahl 1077. (nicht 67 wie esbey Lanzi an der einen Stelle durch Druckfehlerheißt).

* — — (Dominicus da), malte für die Kir-che St. Maria degli Angeli alle Terme Diocleziane zu Rom das Jesuskind, von Engeln bedient,

' — — (Julins da). Anstatt dieses Art.im Lcx. setze:

* — — (Modanino da). Eine Handschriftmeines sei. Vaters glaubt, er heisse Modavino.Daß er eigentlich Guido MazZoni heiße, be-merkt schon das Lexikon.

* — — (Nicoletto da), s. Mcolereo,

* — — (Thomas), s. Murina.

* Modigliana (Joh. Franz da), genanntder Maler von /orli. Lanzi (II. 2. 65 .), derseine Blüthezeit in 1600. fetzt, nennt ihn einenSchüler von Pontormo , der für die BolognesischeSchule ungefähr dasselbe war, was Bronzino fürdie Florentinische; eben nicht sehr stark, und sichnicht immer gleich; aber angenehm und artig inseiner Kunst. So z. B. zu Urbino seine Grable-gung bey St. Croce in Oel, und bey St. Lucia einige Engel in Fresco. Dann Anderes bey denObservanten zu Forli, und al Rosario zu Rimini ;hier vornehmlich seine Vertreibung Adams aus demParadiese, eine Sündfluth, der Thurm zu Babel,u. a. was schon Raphael in Rom , und Agrestiin Forli gemalt hatte, und dessen Nachahmungihn wohl weiter würde gebracht haben, wenn ihnder Tod nicht übereilt hätte. Einen unvollendetenTod Abels brachte dann sein Schüler, Joh. Lau-renlini, zum Ziel.

' Modonino (Joh. Baptist). Al Frcsco'svon ihm sieht man vielleicht noch im Pallaste Spadazu Rom . Lanzi II. 28-.

Moeglich.

Moebis (Johann Gottlob, erscheint von1768 an als Maler zu Leipzig , und starb ver-muthlich daselbst 1798. Leipz Adreßkal.

M 0 eder (Suib.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Karthauser-Lavbruder, von welchemman einen geätzten Christ am Kreuze kennt.

Moeglich (Andreas Leonhard), Stadttape-zirer(?), Zeichner und Kupferstecher zu Nürnberg ,wie auch Ehrenmitglied der Kunstakademie zuAugsburg, geb. zu Nürnberg 1742. „Derselbe"(heißt es in Mcolais Reisen I. 275) „genoßzwar einigen Unterricht im Zeichnen, brachte esaber mehr durch eigenen Fleiß so weit, daß er nichtallein sehr ähnliche, zierlich ausaeführte Bildnisseverfertigte, sondern auch Proben seiner Talente imRadircn an den Tag legte." Dagegen lesen wirdann bey Mensel ll. „Lernte bey Joh. Just.Preißler das Zeichnen ; und in der Malerakademie,die er mit vorzüglichem Fleiß besuchte, nütz« erer den Direktor Jhle. Mit Radiren und Kupfer-stechen beschäftigte er sich (1789.) aus Lust, undhat, als Liebhaber, mehrere Vignetten und Bild-nisse mit Beyfall geliefert. Im Silhouettiren undin Profilen ist er besonders glücklich." (Bey Gütlein dessen: Kunst s f >», Kupfer zu stechenwird gesagt: Er sey Erfinder einer neuen Schat-tenmanier , wie Zeichnung). Neben Andern» wer-den bey Mensel von ihm angeführt : Die Bild-nisse der Frau Kirchenpfiegerin von Weiser, desGenerals von Oelhafen, des Waagamlmaiinsvon Holzschuher, des Predigers Cnopf zu Wien ,und ein Socrateskopf. In dem Streit etlicherAugsburgischen Akademiker mit dem oben erwähn-ten Direktor Jhle (s. dessen Art.) spielte Moeg-lich eine Hauptrolle, und die dahin einschlagen-den Aufsätze (Meusels Mus. V. 61—64 undIX. 214—42.) sind seine Arbeit, eben so wie einigeKunstnachrichten in den Meuselschen Journalen.Hinwieder gab um 1792. Gabler in Nürnberg nachihm in getuschter Manier seine zu dem TrauerfestKaiser Leopold II. geschmackvoll tapezirte und präch-tig decorirte Leichentafel, wovon es (MeuselsMus. XVIII. 472.) heißt: „Alle Kenner habendieser Arbeit verdienten Beyfall geschenkt; nurein gewisser kleiner Despot nicht"! Im Katalogvon winkler wird noch von ihm ein Bildniß desenglischen Miniaturmalers O. Humphry in schwar-zer Kreidenmanier genannt; und die jüngste Spurvon ihm finden wir in Meusels Arch. I. 3 .159. in ff. Anzeige: Fbü. /-»-erM»- (seinLehrer) und: /Vez/r/ei-. (?. M.

ALi- clsl. gLoeZVr'cü Ornament, inv. ciel. sculps.et exe. 180Z. gr. Fol. welches ein vortreflichesBlatt in vorbesagter Manier, in antikem Styl,mit geschmackvoller Einfassung sey» soll.

— — ( Friedrich), jüngerer Bruder des Obi-gen, geb. zu Nürnberg 174 . lernte in seiner Va-terstadt das Handwerk eines Peruckcnmachers, ohnedaß man damals einige Neigung zur Kunst anihm bemerkte, und gieng dann um 1770. auf dieWanderschaft bis Mailand (1770.), wo er zufäl-liger Weise bey einem Maler wohnte, und dengeschickten Miniaturmaler Bayer zu bedienen hatte.Diese beyden Gelegenheiten verschaften ihm denAnblick vieler Kunstsachen, wodurch in ihm einTrieb zum Zeichnen und Malen erwachte, so daßer, ohne seinen Beruf aufzugeben, bey erwähn-tem Bayer Unterricht „ahm, und so schnelle Fort-schritte machte, daß ihm schon in Mailand seineMiniaturbildnisse mir sechs Dukaten bezahlt wur-den. Bald darauf (1774.) machte er ebendasellmBekanntschaft mit dem Medailleur Kraft, undlernte bey diesem das Boffiren, ebenfalls mit sol-cher Lust und Erfolg, daß darüber seine NeigunFfür die Miniatur bald ganz verschwand. Nach einPaar Jahren setzte er, noch immer als Friseur,seine Wanderschaft nach Florenz, Padua, Siena ,Viterbo u. s w. fort. Als er nun aber endlichgen Rom kam, und dort auf seinem ersten Hand-werk von 2i. Kr. des Tags leben sollte, warf er