Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
892
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Lgr Molinos.

dasselbe auf von Balbon, noch inkorrekter und tri-vialer als das Urbild, heißt es in pausanias/rancais S. 5 v?.); Adam und Eva, nach Ivs.Cesari (Heft XXXIII.), von le Vasseur; das an-tike Basrelief: Jupiter mit zwey Göttinnen (I)ia-dumeni), von Avrildem Sohn (Heft XXXIX.);und Herkules der den Dreyfuß zu Delphos ent-wendet (Heft XDI.), von Mongcot.

Molinos ( ). So wird irgendwo ein

Bildhauer unter den Mitgliedern der französischen Akademie um 1770. genannt.

( ). Eben so im Almanach

des Lsaux-^rts von 1803. ein damals in Paris lebender Baumeister, mit dem Titel eines Archi-tekts und General Inspektors des Seine-Depar-mens und des National-Museums der Naturge-schichte, der gemeinschaftlich mit le Grand dersel-ben Bauten besorgte. Nach seiner Zeichnung er-richtet kennt man z. B. das neue GewächshausdeS botanischen Garrens zu Paris , nach sehr zweck-mäßiger Einrichtung; eben so das Theater Fai-deau; die sinnreich gebaute Todtenschau, und eineder Fanden der Tuchhalle, welche alle in Lan-daus Annal. VII. 09. u. 63 . XII. 83 . u. XIII.3 i. beschrieben und abgebildet sind. In seinem undle Grands Hause sah man 1801. Modelle einesTheils des Peristyls des Tempels der Minerva zuAthen , und Gypsabgüsse von den schönen Frisenan demselben, jene nach den Zeichnungen, diesenach den Formen des Künstlers Fauvel's. Ebenso waren von ihnen die Angaben zu einer Nach-bildung der sogenannten Laterne des Demosthenes ,welche die Hafnermeister Trabuchy in gebrannterErde ausführten. Dekorationen, womit erwähnteBaumeister, ebenfalls gemeinschaftlich, schon in1790. einen Salon des Hotels Marboeuf zierten,siehet man abgebildet in Lraffr's Plans, Ou-pes et Llevations des plus bclles maisons etc.OK. XIV. Aehnliche in der Bibliothek diesesHotels, in Dubur's Maisons de Ville et deOmpagne, OK. IV. In 1802. verbrann dieCupole der Fruchthalle zu Paris (die größte nachderjenigen des Pantheon zu Rom ), welche schonin 1782. unter ihrer Leitung erbaut wurde. Auchzu dem neuern Werke von Braffr: Plans, Lou-pes et Llevation? des diverses productiousde Part de la Dkarpente (das sich ebenfalls um1802. anhob), lieferte er seine Beytrage. In i 8 o 3 .leitete er mit le Grand das (freylich nicht mehrso prächtig, wie in 1790. gefeyerte) Fest des V,.Jul.Onf, über Mehreres des oben Angeführten, undAnderes unsern Künstler Betreffendes )Vorru. der

tr l. 64. Z09. 368 . 3/2. II. 46.60. III. 3 i 5 . 33 i.

M 0 lit 0 r (Martin von). So heißt ein Land-schaftsmaler von Wien , der in 1784. von der dor-tigen K K. Akademie, in erwähnter Gattung denPreis erhalten habe. Nach ihm gestochen hat A.Bartsch (180Z.) eine Ansicht des Schlosses im Tyrol,und den Eingang der Straße über den Arlerberg sehrschön geatzt, und in Farben lavirt; Duttenhofer(e. a.) eben so eine Ansicht des Lechthals bey Reut,,wovon jedes Blatt 12 st. kostete; Piringer (e. a.)zwey andre Landschaften in Aquatinta (9. st.), undGauermann ein kleines Blatt mit Vieh staffirt;alle dies im Verlag des Wienerschen Kunst- undJndustrie-Conitoirs. Allg. Runftz. 85 . und In-tel!. Bl. I. 2. Ferner Mensel« Arch. II. 3 .11617. und wird Moli'ror dort:Ein imübrigen Deutschland wenig bekannter, aber vonseiner Vaterstadt Wien , und den Besitzern undKennern seiner Werke hochgeschätzter Künstler" ge-nannt. Nach einem Moliror dann (und wahr-scheinlich eben nach dem unsrigen) hat ein Kan-didat des Predigtamts zu Nürnberg um i8u.I. C- I. Wilder, drey landschaftliche Blätter, unddas Titelblatt zu einem Stammbuch gestochen,welches eben dieser H. Wilder mit Ansichten umNürnberg ausgestattet hatte.

( ), ein deutscher Kupferstecher

(mit Obigem vielleicht derselbe), arbeitete zu Wien 1

Mollinrri.

in dem letzten Viertheile des XVIIl. Jahrh. Donihm heißt es in Füßli's Annal. I. 56 . »Seineradirten Blatter sind sowohl in Rücksicht auf Ge-schmack in der Wahl der Gegenstände, als in An-sehung der angenehmen und geistreichen Ausfüh-rung musterhaft."

Moll (Anton). So heißt ein Kupferstecher,von dem uns nichts Anderes bekannt ist, als einBlatt, worin das Antipendium mit der ganzenKaiser!. Oesireichischen Familie vorgestellt ist, wel-ches die K. Königin Maria Theresia in 17^.nach Marienzell geopfert hatte.

(Martin), ein sehr erfahrner Glocken,gießer des XV. Jahrh., gebürtig aus Thüringen ,und, wenigstens eine geraume Zeit seßhaft zuFrankfurt am Mayn; dort befinden sich von ihmsechs Glocken, die das Datum von 146784.tragen, und von deren angenehmen Geläute derbiedere Hüsgen (N. A. S. 12.) glaubt, daß esden Namen ihres Urhebers den Nachkommen dau-erhafter empfehlen werde, als solches derjenigethut, »der jetzo mit eitelm Stolz ihre harmoni-schen Töne störet."

s. den Art. Boos, Schloßgärtner, inden gegenwärtigen Zusätzen.

Möllern oder Mollr'n (Andreas), warum 1670. Kurfürst!. Brandenburg . Hof-Silberarrbeiter. Man kennt von ihm viele große Arbeit, wiez. B. in dem Schloß zu Berlin , u. a. w. Nicolai.

Möller (Albrecht), Straßburg undTretz,Maler, die von 1480. an zu Dresden erscheinen,wo sie »Procefflones, den Himmel, die Antlitzeder Heiligen", u. s. f. schilderten. Magaz. derSachs. Gesch. lil. 4^4.

(Anton), ein bisher unbekannter deut-scher Künstler. Von demselben besaß um 1794.der H. Ingenieur Sechter in Prag ein Heft inFolio nach Dürer'S Blättern so mit der Feder ge-zeichnet, daß sie von den Originalen kaum zu un-terscheiden waren. Auf denselben befand sich dieAufschrift: Diese nachfolgend 8tuclce, nem-lick die passiv genannt (36.), auf braun Pa-pier grisn und gebockt, kab ick ^-rto-rr Mo//erin der 2sit meiner Dekrjakr nack des I).Originalstucken gemacht. Dernack folgendauch die grolsen gerissnen nack ihm (3o.),von welchen ick Lins Linem übsrlafsen; sindalso ir?t 29. 8ruck in dis Luch aufgekaben,do ich in mein I.ekrjakr treten (1678. 22. Hpr.).Die 2ir, weil ick in bin gwesen, hat sich geen-det i585- In derselben At ist dsn und wan,meist bei Xackt» solcks (lemald oder (lerissngemacht.

8tilo novo 1602. 25 . ^ugWar der Sontag,vor welchem die Woche zuvor 1088. Menschen (wo?)gestorben; hab ich die Stucklein zu Hauff geras-pelt, einkleibt, daß, ob ichforrmußt, die Leuth,die nach mir kommen, sollichS bi einander fundent "Nicht unwahrscheinlich (heißt es dann am Schlüssedes Aufsatzes in Meusels rsl. Mus. 289-42.woraus wir obige Notizzen abgekürzt gezogen) seyder Künstler selber damals mit von der Pest weg-gerafft worden.

(Johann). So nennt M'colai, ohneWeiteres, einen Maler zu Berlin um 1622.

(Veltin). Und so einen Zeugwirker zuKüstrin , welcher auch im Zeichnen geschickt war,und um i 635 . den damaligen Kurprinzen darinunterwiesen habe.

* Möller (Andreas). Gandellim nenntihn irrig Molles.

* (Armand Ludwig). Um 1690. warbderselbe Mitglied der Königl. Akademie der Bau-kunst zu Paris , von der zweyten Ordnung. (Vn.

* Mollinerr ober Mulllnari ( )-

hieß Johann Amon, mit dem Deynamen ssar-