Band 
Zweyter Theil [2].
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893 Montu er.

genden Johann Mosmer von dort ausdrücklichunterscheidet.

Monnrer oderMonier ( ). Monnier

heißt auch in Russischen Knnstnachrichten (Intel!.Bl. der A- L. Z. 1802. N°. 167. S. 1270.) einMitglied der ehemaligen Pariser-Akademie, da-mals derjenigen zu St. Petersburg , von welchemsich auf dem dortigen Salon des genannten Jahrsmehrere Bildnisse durch ihre Aehnlichkeit ausge-zeichnet hatten. Neue Arbeit von ihm sah manauf der Ausstellung von 1802. diesmal von un-gleichem Verdienste.Ueberall" (liest man beyF > 0 ril 1 0 R. S- H> 85 .) »ist die Zeichnung diesesvorzüglichen Künstlers richtig und schön; aber oftwird er, über dem Bestreben brillant zu seyn undEffektzu machen, fade und platt. Besonders gut ge-rathen waren die Bildnisse des Senators und RittersMurawief, und der Frau Oberkammerherrin vonNarischkin" (einer hohen Schönheit). Auch aufdem Salon von 1804. erschien unser Künstler wieder,wo jetzt von ihm (s. Jen. L. Z. e.». Jnrell. Bl.N° 125 .) geurtheilt wurde: Die weiblichen Ge-stalten gelingen offenbar dem Künstler am beßlen;die männlichen sind äusserst steif; das Colorit seinesFleisches überhaupt nicht lebhaft genug, und zukreidenartig. Auf die Drapperie ist, der französi-schen Schule gemäß, viel Fleiß verwendet. Amvortheilhaftesten zeichnete sich das Bildniß der re-gierenden Kaiserin in Lebensgröße aus, welches1 . e. vortreflich beschrieben ist Ohne Zweifel istunser Monnier derselbe, welcher auch im Russischen Hofkalender von i8n-j. als Bildnißmalet und Aka-demiker, unter dem Namen Moinier erscheint.Ob es endlich nach diesem ober einem andernMonnier sey, daß Doung zu London (i8oz.) einBildniß von I. Delikte gestochen hat, ist uns un-bekannt. Allg. Lunstz. S. 210.

* M 0 nn 0 t (Peter). Von ihm heißt es in derSchrift: Winkelmann u. s. Jahrh. S. 26262.«Derselbe halte sich, gleich seinem Landsmannöle Gros, zu Rom niedergelassen. St. Petrus undPaulus , unter den 12. Colossalstatnen der Apostelim Lateran , sind von seiner Hand, und die bedeu-tendsten Arbeiten, welche er dort verfertigt hat.Das prächtigste und größte Werk aber dieses Künst-lers ist das sogenannte Marmorbad zu Caffel,welches nach seiner Angabe erbaut, und von ihmmit Statuen und Basreliefs reichlich geziert wordenist. Unter den erstern nimmt sich eine, die ungefährden Charakter eines Fauns hat, am Vortheilhafte-sien aus; sie ist fleißig behandelt und hat hübscheFormen, woran jedoch der akademische Styl sichspüren laßt. Die Composition der Basreliefs dannschmeckt durchaus ein wenig nach der galanten fran-zösischen Manier, die wir aus den Bildern desVon Boulogne, des Coypel und anderer Zeitge-nossen unsers Künstlers kennen."

* oder Mo not (Stephan), dessen imLep. unter dem Art. seines vbstehnden Vaters Er-wähnung geschieht. Das Grabmal Jnnocenz XI.in der St. Peterskirche zu Rom , an welchem ermitgearbeitet hatte, findet sich abgebildet in Bon-nani's Rist. 'sempl. Vatic. p. 9^. lab. 29.

* ( ), der neuere französische Bild-

hauer ohne Namen, war Mitglied der Königl.Französ. Akademie um 1780. und trug den Nameneines ersten Bildhauers des Grafen von Arkois.2l/§c. Ohne Zweifel ist es derselbe, der im Ulma-nacti llk8 ULsux-^rtj, von i8uZ. unter den damalsin Paris anwesenden Künstlern erscheint, und vonwelchem dort eine Bildsäule von Dugay-Trouinangeführt wird- Er lebte noch i 8 o 5 . um 1807.hingegen nicht mehr.

( ). So hieß auch ein, vermuth-

lich französischer Maler, der um 1704. zu St.Petersburg gearbeitet hatte.

* Monnoyer, f. Monoyer.

Monsaldi.

M 0 n 0 ri (Dominicus). So nennt FiorilloIII. 109. nach le vieil, ohne Weiteres, einenfranzösischen Glasmaler des XVI. Jahrhunderts.

* Monosilko oder Monosilio (Sal-vator). Ltmzi l- 553 . nennt von ihm die Decken-arbcit in St. Paolino della Regola zu Rom ; dannzu St. Ginesio, im Anconitanischen (wo dieserKünstler überhaupt, so wie sein Lehrer Conca, einengroßen Namen hatte) einen St. Barnabas in derdortigen Kirche dieses Heiligen; ein sehr gelobtesBild.

* Monor , s. Monkior.

Monorri (Vincenz), s. den Art. v. «tiost.

* Monoyer (Anton), des nachfolgendenJoh. Baptlst's Sohn, der im Lex, unter desselbenNamen erscheint, arbeitete in dem Geschmacke seinesVaters so gut, daß er Walpole (S. 262.) zufolge,der jüngere Baptist genannt wurde. Wie esscheint, hielt auch derselbe, nach seines Vaters Tod,sich noch eine Weile in England auf. FioriUo V. 48S.

* , oder (richtiger) M 011 n 6 yer (Joh.Baptist), Blumen- und Früchtemaler, auch Ku-pferätzer. Derselbe kam jung nach Paris , wo er,nachdem er sich in seiner Kunst vervollkommnethatte, in die Akademie aufgenommen ward. SeineBlumenbilder zumal sind von großer Wahrheit undbewundernswürdiger Frische. Nach London nahmihn Lord Montaigu, nebst la Fasse und Rousseau ,mit sich. Dort arbeitete er auch für die LordsCarliüle, Burlington u. a. Hauptsächlich aber preistman seine Blumen und Früchte, welche er für diePrinzessin Maria iin Pallaste zu Kensington malte.Bey dieser Fürstin stand er in so großer Achtung,daß sie ihn mehrmals bey seiner Arbeit besuchte.Nach ihm kennt man 3 o. Blätter Blumen von Poilly,zwey Vasen mit solchen von I. Smith, und 14.Bl. von Vauquier; dann k2. colorirte (einige sagennach, andre von ihm selbst); gewiß aber von ihmverschiedene gestochen, unter welchen besonderszwey Vasen mit Rosen, Tulipen und Mohn (dieeine mit einem antiken Basrelief verziert) vongroßer Schönheit seyn sollen. Rost VII. 29091.Fiorillo III. 262. bemerkt wohl mit Grund, daßdieser achtungswurdige Künstler denn doch hinterden Holländern seiner Gattung zurückstehen muß.wareler hingegen glaubt, sein geistvoller Pinselerhebe ihn vielleicht über alle diese, und (wie ersich ausdrückt) befeuchte seine Blumen mit demThau des Morgens.

Monpercher, s. Mauperche.

Monreal (Anton de), ein spanischer Maler,blühete zu Madrid im Anfang des XVII. Jahrhun-derts. In 1627. bewarb er sich, nach dem Todedes Bartholomö Gonzalez, um die Stelle einesKöniglichen Malers, mußte aber seinem Neben-buhler, Angel» Nardi, weichen. Im Kloster dela Trinidad calzada zu Madrid sieht man von ihmein schönes Bild, das den H. Johannes de Matadarstellt, der einen Kranken heilt. Florillo IV.212 - 12 .

Monrealese (il), s. Cav. pererMorelli,in den gegenwärtigen Zusätzen.

Mons ( ), ein Künstler aus Antwerpen

gebürtig, malte für die Kunstausstellung zu Dres-den im I. 1802. Marius auf den Ruinen von Car-thago, woran Kenner die Farbengebung zu grellund hart fanden, und an der Hauptperson jeneRuhe vermißten, die dem Römer sein stolzes Be-wußtseyn gab. ^reymürh. 1802. N°. 5 o.

Mottsaldi ( ). So heißt ein Kupfer-

stecher und Kunsiverleger zu Paris , der in 1801.gemeinschaftlich niit Devismes zwey Blatter ,(beyde zu 6. Fr.) gezeichnet und gestochen hat,welche die Werke der neuern Maler (wir denken imUmrisse) darstellen, die sich auf dem Pariser-Salonvom I. VIII, befunden hakten. Uni 1802. arbeitet«