M s i» t e n a t> t.
nicht bestehen." Noch nennt Fionkls II. 14».von ihm zwey Verkündigungen der H. Jungfrau,die eine in St. Maria »uova , die andre (mit St.Rochus und Margarecha) in der Kirche des erster».
^lottteiiaur ( de), ein französischer Kunst-liebbabcr, war Herausgeber des bekannten Pracht-werks der Fabeln von la Fontaine, nach der Zeich-nung von Oudry, die zu Paris 1709. in 4 - Fo-liobandcn erschienen waren, und, auf gewohntemPapier, nicht mehr als 8u. Livr. kostete». Fürsein Vergnügen dann atzte unser Dilektante selbstewige kleine Blätter, ebenfalls Fabeln, welchesich in dem sogenannten Portefeuille der Liebhaberim Königl. Französ. Kabinette befanden, La§a,rLil. sec.
* Montepulciano (Benedict di Giovannida). Derselbe arbeitete um i53o. zu Perugia ,
* Monrereau (Peter de). Alle die imLex. von ihm angeführten Kapellen (heißt es beyMliZia l. 129.) sind von derselben Bauart, klein,aber ihrer Zartheit und schönen Proportionen we-gen geschätzt. Er soll daneben ein sehr gesitteterMann gewesen seyn. Auf seinem Grabmal ineiner seiner (jetzt demolirtcn) Kapellen (zu St. Ger-main de Prez) sah man ihn selbst, mit Winkel-maaß und Zirkel abgebildet. Mit König Lud-wig IX. hatte er die Reise in Syrien gemacht,und nach seiner Rückkehr MehrereS im Geschmackdesjenigen gebaut, was er zu Jerusalem gesehenhatte. Auch die von ihm erbaute Abtey Poissy ,welche des Reichthums ihrer in asiatischem Ge-schmacke gemalten Fenster, der Mosaiken, undandrer Ornamente wegen allgemein bewundertward, wurde an einen Künstler verkauft, der sie— unglaublich zu hören! cinreißen ließ, ohne (heißtes in den iVouv. ch I. 44>) auch nur miteinem Wort diejenige» zu besprechen, die sich'szur Pflicht gemacht hatten, sich mit ihm über dieBeybehaltuug, des Wichtigsten wenigstens, zuverstehen.
Monrerey (die Grafen ). Dieselben wer-ben bey Fisrillo (i V. 3 g. u. 2<i5.) unter die vor-züglichsten Beförderer der Künste in Spanien imXVIl. Jahrh, gezahlt. Einer von ihnen besaßden berühmten Schwimmer von Michael Angelo .
'Monrero (Lorcnzo), nach Fi'orillo (IV,343 — 44 -) wohl gcnaner, geb. zu Sevilla i 856 .Derselbe bediente sich der Wasserfarben, und be-handelte sie so geschickt, daß man in 1884. ihn»ach Madrid berief, um die Dekorationen im Thea-ter von Buen-Retiro zu malen. Dann verfertigteer auch ciuige historische Bilder, neben Andernein sehr schönes in der Kapelle St. Martha inEk. Hierenymus. Bildnisse hingegen, in Oel zu-mal, wollten ihm nie gelingen. Man sehe z. B.dasjenige von Philipp V. in der Hospederia delPaniar, mit 1701. datirt.
* Montevarchio (Peter), von seinem Ge-burtsorte so genannt, und ausser Lands wenig be-kannt, arbeitete »och im Geschmacke der storenti-»ischeu Quatrocenristen. /.aus» I. 71.
Monrevello (Marchese von), von Geburtein Portugiese, war eine Zeitlang Gesandter zuRom , und trieb die Malerey anfangs zu seinemVergnügen in Madrid. Als sich aber Portugal von Spanien losriß, fehlten ihm die Mittel, stan-desgemäß zu leben; daher er, bis ihm Philipp I V.gewisse Einkünfte anwies, seinen Unterhalt durchdie Kunst verdienen mußte, deren Werth uns un,bekannt ist. FiorlUo I V. 204«
* Monrford (Anton von), genannt Block-land. Den Namen Monrford führte er voneiner seiner Familie zugehörigen Herrschaft. Dortgeb. 1HZ2. „ach Andern i 533 . Er gelangte zudemselben Ruhm, wie sein Meister Franz Floris.Die beßre Litteratur der von Bosius Belga, P.v« ia Fargu«, H, Golzins und Ph. Galle an die
Monti. 90z
5 », nach ihm gestochenen Blatter findet sich inHeinecke's Dictionnair s. v. meistens
geistliche Geschichten alten und neuen Testaments;dann aber auch die Sybillen, und die Fabelvon Adonis in 5 . Bl. beydes von Galle ; vonGolz Loths Ausgang aus Sodoma ; eine Grab-legung und eine Auferstehung; von Bosius dievier Evangelisten; von la Fargue ein groprs Bildvon ungenannteni Inhalt in 8. Blättern. Andresvon anonymen Stea ern.
M 0 nrford (Dionysius). So nennen diEo«v.«in ^» tr II, Z80. ohne Weiteres einen Zeichner,der um 1802. für Faujas de Sä-nr Fond Na-turgeschichte des Sr. Peter-Bergs bey Mastrjcht,und Ebendess.Dersuch einer Geologie gearbeitet habe.
- Monti (Anton de). Niemand malte dasTildniß Pabst Gregor XIII. besser aiS er.
I. 48ö.
— — (Cajetan) von Ravenna . Unter den jun-gen Baumeistern, welche nach dem Urtheile derbeyden Akademien der Schönen Künste des König-reichs Italien, bey dem Cvncurse von 1808. diewürdigsten befunden worden, als Peustonnatrs,nach Rom gesandt zu werden, harte sich auch die-ser Monti befunden. Deffenrl. Viachr.
* — — (Franz), der Bologneser. Mit na-türlichen Anlagen, Fleiß und vielem Enthusiast»'behandelte er weilschichtige Gegenstände, ohne ebenviele wirkliche Kunst zn besitzen. Hur seine Gön-ner, die Grafen Ranuzzi, malte er einen Sabiner-Raub, und für den Hof zu Turin den Triumphdes Mardochai, große belobte Bitter mit vielenFiguren; dann Anderes für Kirchen und K ubiucne.Vornehmlich aber muß man ihn in seinen Frcs,coarbeiten, besonders zu Brescia in Tempeln so-wohl als In den Häusern Markinengo, Avogadround Baruffl suchen, wo er sich durch viel Genieund ein meisterhaftes Colorit ausnimint.
II. 2. 1/2—73,
* — — — — der Drescianer, geb. 1646,folgte, so viel er konnte, seinem Meister Bour,guignon, blieb aber, zumal im Colorir, weit hü.,rer ihm zurück. In Parma hielt er eine Schule,und trug viel dazu bey, dort wackere Maler zubilden. S. unten Hilarius Spolverini.
II 197. u. 334 —ö 5 . Nach einem dieser F. Monrifinden sich ein oder mehrere Blätter in dem Werke:'I'ombcsux ücs Crincen, j;rsnüs Luplt»ino8 etc.k>ui ont Henri llsns la (irsrille LretsAne versI» lin «In XVII. et 1s commenceriient ein XVlII.8iecle.
* — (Jnnocentius), ein mehr fleißigerals geistvoller Künstler, und welcher mehr in Deutsch ,land und Pole», als in Italien sein Gluck machte.Von ihm kennt man indessen Mehrere? zu Jmola;dann eine Bcschneidung al Gicsu dclla Mirandola,schon von 1790. welche in einem eignen Gedichterhoben wurde, /.a-rrü II. 2. 196—97. der, wiees scheint, seine eigentliche Kunstgattung, Bam,bocciaten, nicht kannte. Von dergleichen hat I.G. Schwab nach ihm: Lntreiieu äes VillsLeoisgestochen, welches der Katalog von Lrai.des einschönes Blatt nennt«
* — — (Johann Jacob). Für Metelli Bi-
anchi, und Unsern Monti, malte I. B« Cacciolidie Figuren. 1 l. 2. i8t>. LliiltZia (b.ll.
terr:. II. 288. bann nennt ihn eine» Maler voneinigem Verdienst, und geschickten Architekt. Sehrschätzt man seine St. Augustins,Kirche zu Modena ,und eine andre seiner Bauten zu Mantua . Dieschöne Kirche Corpus Domini zu Bologna nenntMi'.izia als sein Werk, und spricht dann weiter vonfeinen Zeichnungen zu den Orgelverzierungen u VEanloreyeu des Chors von St. Petronius daselbst.Endlich kennt auch Er seinen 2 ital. Meilenlangen Porticus, der zum Berg della Guardiafuhrt, und 1874. angefangen, aber, seines uner-mudeten Fleißes ungeachtet, nicht von ihm voi-