Band 
Zweyter Theil [2].
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902
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902 Montaigne.

M. A. da Caravaggio , und die AldobrandiiiischeHochzeit nach dein antiken Gemälde in den Bäderndes Titus, und endlich verschiedene römische Pro-spekte gehören, welche alle mit Farben so genauausgemalt sind, daß jedes der Logenblätter auf4 5 . Iecchinen, die historischen auf 6-12. und dieProspekte, jede auf 3 . Zecchincn zustehen kommen.

Montaigne ( ). So heißt irgendwo ein

uns sonst ganz unbekannter Künstler, nach welchemSavart ein Blatt: Diana und Endymion, gestochenhaben soll.

Montaigus ). So nennt Basan (L>ä.see.) der Himmel weißt woher! einen italienischenKünstler, der zu Rom um 1767. gelebt, und dortgroße Ansichten von Römischen und Neapolitani-schen Kirchen und Pallasten gestochen habe.

Monralegre (Joseph von), ein Kupfer-stecher; arbeitete zu Frankfurt am May» und zuNürnberg. Späterhin ward er zu Zittau bey demdortigen Gymnasio Zeichnungs-Informator. In17Z9. gab er einen Unterricht zu Aufreißungder sechs Gaulen-Ordnungen nach der heuti-gen Civil-Baukunst in 8°. mit 27. Kupfertafelnans Licht. Hüsgen N. A. 297. und )Urc. EinDutzend Bildnisse Heller und dunkeler Männer vonihm, meistens ohne Namen des Malers; dann:krl8e so und 8iö^e cl'TVre 1710 nach P.

Beckers Zeichnung, führt ein Verzeichniß meinessel. Vaters an.

Montalro (Anton Perez und Michael von),Vater und Sohn, zwey spanische Goldschmiede desXVll. Jahrhunderts. Der Vater, Anron, ar-beitete vorzüglich für die Königin Anna von Oestreich,und sein Ruhm verbreitete sich durchs gan,e König-reich. In 1677. verfertigten sie dann gemeinschaft-lich ein reich mit Säulen, Figuren u. s. f. besetztesOstensorium für die Kathedrale von Murcia . F-'o-ri'Üo IV. 272.

Monramant ( ). So heißt im Alma-

nach clcs Keaux-Hrt8 von i 8 c> 3 . ohne Weiteres,ein damals in Paris lebender Baumeister.

* Montan! (Joseph), s. Moneano.

* Montanrill (Peter), Oerruccio peru-gino genannt Nach Lanzi I. 569. starb er 168970. I. alt. Dort heißt es von ihm: In einigenKirchen will er als Geschichtsmaler erscheinen;aber da nimmt er den letzten Platz ein. SeinTalent war auf die Landschaft beschränkt; fügte erFiguren hinzu, so waren sie nicht von den korrek-testen, da er mehr Geist als Zeichnung besaß.Dennoch gesiel er, und wurde auch jenseits derBerge gesucht. Im Haus Perugini zu Perugia sieht man von ihm mehrere Staffeleygemälde, undeinige in der Sakristey der dortigen Eremitaner, dieman für slammändische halten möchte.

* Montannes (Johann Martin). FisrillsIV. 4z. zahlt ihn unter die vorzüglichsten spanischen Bildhauer, und zu denen, von welchem er sagt:Nach ihrem Tode artete ihre Kunst in alle Aus-schweifungen der Manier aus.

* Montana (Johann Baptist), der Bau-meister. Genauer, als im Lexikon, führen die nachseiner Zeichnung erschienenen Werke zum Titel:Livrs clo ?3bernacle8. //i Daurll 8c. 1608.8celta <li var! Demplett! anticbi etc. 624. 60. 5 .Divers Ornament! capricciom per cli8pc»8it!/^Itari. Z. L'orra exc. Kourse 625 . 42. k. (Wirglauben , der Anfang dieser Sammlung erschienschon 1616). st'empn e 8epolture 638 . 49« st1 >e V. LibrI ä'^rckitettura (?).

* (Joseph), lebte noch 1678. Lanze II.2.1 »9 nennt ihn beyläufig in einer Anmerkung einenguten Landschafter (?) der einige Zeit in Venedig gelebt, und Nachrichten der Maler von Pesaro undUrbino geschrieben, die sich aber verloren haben.S. auch II. 447.

Montemezzano.

Montbard (G.). So heißt irgendwo einKupferstecher, oder auch bloßer Verleger, beywelchem man die Bildnisse des Herzogs Anna Juliusvon Noailles, und des Bischofs von Trcguier,Oliv. Jngou's de Quervillio, ohne Namen desMalers fand. Eben so nennt Heinecke Ik.414. eine H. Familie nach Raphael , welche ledig-lich mit exc. bezeichnet ist.

Monrbaßault oder Monrpaßant(Johann Ferdinand), wird im Dresdner-Hof-und Staatskalcnder von 173547. als Glas-schneider beym dortigen Königlichen Hofstaat an-geführt. Um 1740. bis zwischen 1726. und 63 . er-scheint er zu Leipzig (wo er vermuthlich verstorbenist) ebenfalls als Glaskünstler, der viele, auf einebesondre, nur ihm bekannte Art gemalte gläserneGefäße besessen habe. Florierend. Leipzig , unöLechz. Adreßk.

M 0 nrbeIlier ( ). So heißt irgendwo,

ganz ohne Weiteres, ein französischer Landschaft-maler.

Monte (Michel). Und so nennt BittershaiisenS. 824. (un<jo?) einen Maler, der in keinemgeringern, als Raphaels Styl gearbeitet habe.

* Mon recramasco, auch bloß Monte(Johann del), blühekc um i 58 o. Einige glauben,daß Aurelius Buso (Schüler von Polydoro daCaravaggio ) wenigstens sein erster Lehrmeister ge-wesen sey; alle zahlen ihn unter die zwar minderbekannten, aber nichts desto minder vorzüglichenKünstler seiner Zeit. Die Anekdote des Lex. willZaist (S. 162.) »mit seinem gewohnten Stadt-bürger-Eifer" (wie Lanzi H. 19a. sich ausdrückt),seinem Anton Camp! zu Ehren, wohl ohne genüg-samen Grund bestreiken. Wie dem immer seyn mag:Johanns Figuren an der Altartreppc von Mariadi St. Eelso zu Mailand , Grau in Grau, sollenVieles von, Charakter des großen Polydors an sichtragen. Noch an einer andern Stelle (l. c. p 437 )rühmt Lanzi seine und seines Zeitgenossen Jos.Arcimboldi's, späterhin freylich ganz aus derMode gekommene Maler-Capricci, welche darumbestanden, daß sie Figuren malten, die, von Weitemgesehn, Mann und Frau, z. D. einen Dermmnusund Flora, dann aber, in der Nahe betrachtet,jener Früchte, und dieser Blumen darstellten. VonJohann kennt man, neben Andern«. das Bildnißeiner Buche, dessen Kopf und Glieder ausTöpfen, Pfannen und andern« Kochgerath besteht.

* Monrelaricci (Franz), Cecco bravovon seinem streitsüchtigen Charakter benannt Einigehalten ihn für einen Pisaner. Derselbe (sagt LanziI. 213.) entfernte sich von der Manier seines MeistersBilivert , und näherte sich derjenigen von Paffignano.Man kennt nur wenige Kirchengemälde von ihm;ein schönes zu St. Simon in Florenz (vielleichtdasselbe, dessen das Lexikon gedenkt); desto mehrStaffeleygemälde in und ausser Landes. Bey Fio-rilko I. 421. dann heißt eS von ihm: » Er warNebenbuhler des Mannozzi, mit dem er sich gemein-schaftlich um die Arbeit im Pallast Pitti bewarb,und ihn sowohl durch die Nichtigkeit der Zeichnung,als durch seine schöne Ausführung in Oel , worinjener wenig geübt war, übertraf."

* Monremezzano/Franz). Von ihmsagt Lanzi ll. 109. »Er näherre sich seinem Mei-ster Caliari mehr, als z. B- seine Mitschüler, L.de Friso und M- Verona. In der Kirche di Ri-formati (anderwerts heißt es in St. Francescodella Vigna) zu Venedig sieht man von ihm eineschöne Verkündigung, ganz in Paolo's Styl- Vonihm hatte er die Gesichter, die Drapperie, über-haupt die Physiognomie seiner Bilder, welche nichtohne Grazie sind; dann aber war sein Pinsel etwasschwerfällig, und das Colorit matt. Christus,welcher der Magdalena erscheint, in St. Giorgiozu Verona , kann dann freylich, einem andern derwohlerhaltensten von seinem Meister zur Seite/