Band 
Zweyter Theil [2].
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905
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Montreui l.

I. 1200. abgebildet ist. Fiorillo III. 62. Deuoir

I. 189.

Monereuil ( ). So heißt auch ein neuerer

französischer Bildschnitzler, von welchem man aufeinem Industrie < Salon zu Paris 1801. Vogel inBuchs, Elfenbein und Marmor ausgestellt fand.

.VoMe//» I. Z/o.

Montval ( ), ein neuerer (taubstummer)

französischer Miniaturmaler, Schüler von Heimesquin, von welchem man, auf dem Salon zu Pa-ris 1806. sein eigenes Bildniß allgemein bewun-derte, da es (ein zu kleines Ohr ausgenommen?)in Zeichnung, weicher Rundung, und lieblichemFarbenton nichts zu wünschen übrig ließ.

Lmrr'KL 44 0.

Monrulay oder Montuls ( )- So

hieß ein wenig bekannte», in 1787. zu Freyburgim Brcisgau verstorbener Kupferstecher, von wel-chem man einen Plan dieser Stadt und des dor-tigen Schlosses kennt. Bafan (Lcl. sec.) nenntihn: Amateur lionoraire cle l'^callemie ttovalelie Ceinture, und sagt, daß er auch einige laFon-kainische Fabeln nach Boucher geätzt habe.

* Monverde (Lucas). Lanzi II. Z7. nenntihn da Udine , und sagt von seinem im Lex. an-geführten Bilde, daß solches ein wundergroßesGenie verrathe.

* Monza (Nolf, d. i. Arnolph da). Lanzi

II. 400. setzt seine Blüthezeit in 1200. Nach Sca-nelli ein rreflicher Künstler, wenn er auch nichtden ersten seiner Zeit gleich kam. WahrscheinlicheArbeit von ihm findet sich in der Sakristey vonEatyro zu Mailand , nächst an dem allerliebstenTempelchen von Bramante .

* — — (Torso oder Troso de). Lomazzosetzt auch die Lebenszeit dieses alten Künstlers in1Ö00. Und bey Lanzi II. 404. heißt es von ihm:»In der Kirche St. Johann zu Monza schreibt manihm einige Geschichten der Königin Theodolinde zu, in welchen Verwirrung genug herrscht, unddas Ganze überhaupt mittelmäßig ist, so daß Lo-mazzo, der ihn rühmt. Besseres von ihm mußgekannt haben. Mit alle dem sind auch jene Bil-der anziehend, wegen den dargestellten Lombardi-schen Gebräuchen, Kleidungen u. s. f. dann wegeneinigen guten Köpfen, und einem nicht verächtli-chen Colorite".

* Monzin, s. Mouz)'„.

* Moojaerr (Niclaus oder Clas). NachBasan (Lcl. 8ec.) gebürtig aus Amsterdam , woer auch vornehmlich arbeitete. Dieser Künstlerwar ein geschickter Nachahmer von Elzhcimcr,<cher einzele Basan sagt, nach Rembrandt ) undzog mehrere wackere Schüler, wie N. Berghem,

I. van der DoeS, S. Koning. und I. B. Wee-»V- Eines seiner Bilder findet sich in der Gale-rie zu Gchleisheim. Von ihm als Kupferstecherkennt man mehrere Blätter nach seiner eignen Er-findung geätzt. So z. B. eine kleine Folge (6 Bl.)vvn Kameelen, Ochsen, Ziegenböcken, u. s. f. (inder Manier von Swanefeld, sagtBafan I. 0. woer diesen Künstler zum zweytenmal s. v. Cl.^Ioyardanfuhrt). Dann von einzelnen: Eine Landschaftmit Thieren (zur Rechten ein Bulle, in der Mittedrey Schaafe, u. s. f.), und: Loth mit seinen>.vchtern, im Geschmacke von Elzheimer. RostV. 287-88.

* Mool (Peter), s. Mol.

Moons (Ludwig), ein Geschichtsmalec, dessenKamen 1798. in Dresden zurRennrniß seinerHäuser angeführt wird.

— ( ), ein Künstler aus Brabant. Von

>hm sah' man auf dem Dresdner -Salon 1800.Eo.nelia, welche ihre Kinder, als ihren größtenSchmuck zeigt, und Belisar, der um Mimosenbittet, zwey Oelgemälde , von denen es in den

Moork. 90Z

Deutschen Lunstblat. (8». I. Z—4. S 22 -22)hieß: Der Künstler besitze die cmpfehlungswertheGeschicklichkeit, seine Darstellungen mit möglichstgeringem Aufwande von Scharten hervorzuheben.Auch blicke aus mchrern seiner Figuren viel Geisthervor, der sich aber vereinzeln-, und in dem Gan-zen seiner Eompositio» schwer zu erkennen seynmöchte; daher t?^ denn z. B. Belisar als ein ge-wöhnlicher Bettler erscheine. An der Cornelia wurde«ine bessere Stellung vermißt, und gerüget, daßeins ihrer Kinder zu plumv auftrete. Auf dem fol-genden Salon (1801.) nahm seine Vcstale Lucciavollends sehr zu seinem Vortheil ein. Das Ru-hige und Einfache in diesem Brustbild fesselte ihreBeschauer (hielt er wohl gar die Vcrgieichung mitdem vortrefiichen von C- Maratti aus?. DasGewand war groß behandelt. Armen und Hän-den hatte man mehr Feinheit gewünscht. DasColorit war nicht das wärmste, und hier und dafand man starke Härten. Das Ganze aber (ur-theilte man) deute «uf einen Mann, dem die Kunstin ihrem Heiligthum einen höher» Platz vorbereite.I. c. II. 1. 57 - 58 .

* Moor (Carl de). Von demselben liest manbey wareler: »Er machte sich anfangs durchBildnisse bekannt, begründete dann seinen Rufdurch ein Gemäld: Pyramus und Thisbe , undzeigte sich vollends höher als seine Zeitgenossendurch das, womit er auf Befehl der Staaten vonHolland ihren Nathssaal zierte, und welches dasUrtheil des Brutus gegen seine Söhne darstellt.Man versichert, daß dies Bild durch die Wahr-heit seines Ausdrucks Schrecken erregt. Dannkennt man von ihm (hier heißt es! viele?) kleineGattungsstücke. Er zeichnete richtig, und nahmsich eben so wohl durch schöne Färbung und Vol-lendung aus. Das kleine ^ild eines reuenden Pe-trus von ihm besitzt die Galerie zu München . Miteiner geistreichen Nadel dann von ihm geätzt kenntman die Bildnisse von G. Douw, I. van Goyen ,und F. Mieris; vielleicht ebenfalls so -nicht inSchwarzkunst, wie das l!ex. nach Basan meint)sein eigenes. Hinwieder haben nach ihm l'Epiciödas Schachspiel, E. du Mesnil die Fischerlust,van Gunst, Hayd und Höubracken aber mehrereBildnisse (z. B. des Arztes B- S. Albinus- gesto-chen. Rost VI- 271. //Url/sr.

* — — — — — der jüngere, dessen imLex. kürzlich, unter dem Art. seines Vaters gedachtwird, s. am End des vorhergehndcn Artikels.

— — ( ). So nennt auch Fiorillo V. 848.

ganz ohne Weiteres, einen, wahrscheinlich nochlebenden englischen Bildhauer.

Moore (Jacob), ein schottischer Landschafts-maler, geb. zu Edinburg , studirte vornehmlich zuRom , brachte dort im letzten Vicrtheil des XVIII.Jahrhunderts den schönsten Theil seines Lebenszu, und st. daselbst 1790. oder 92. »Ein denkenderKünstler" (heißt es von ihm in der Schrift Win-kelmann u. s. Jahrh. S. 221—22.) »mit schö-nem Geist und Talent begabt. Derselbe liebte,studirte, und ahmte die Natur nach; aber so, wieClaude Lvrrain es gethan, den er jedoch nicht er-reicht hat. Ihm war es deutlich, baß ein Kunst-werk noch etwas mehr sey» müße, als bloßer Ab-schatten der Wirklichkeit; daher haben seine meistenWerke das entschiedene Verdienst eines gedachtenInhalts; ja öfters liegt ihnen sogar eine wirklichpoetische Idee zum Grunde. Bäume und Vor-gründe gelangen ihm zwar weniger, als seinemZeitgenossen Hacken; dafür hakte er ein milderesduftigeres Colorit, und im Allgemeinen mehr Ueber-einstimmung". Und »och an einer andern Stelle1 . 0. 281. liest man: »Die Werke des EngländersMoore ausgenommen, sah es um die Erfindungim Fache der Landschafksmalercy" (in Rom ) »eineWeile sehr dürftig aus." Der Prinz von Borghesewar sein besonderer Gönner. Demselben half erzu Verschönerung des Gartens bey dessen einst

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