gio Morek.
klorence (Lsü. XXIX.). Bald nachher: DenSchwur der Horazier, wieder nach David; so wieer endlich auch (1806.) ein sonst von Evangelist!gestochenes großes Blatt: Jupiter und Leda nachPousfin, vollendete. In 1808. befand sich unserlsNorel unter denjenigen Künstlern, die, als derKaiser den Salon besuchte, eine Auftnunterungs-Schaumünze erhielten. Aus Veranlassung seinesAnfangs genannten Blattes (Delisars) heißt esvon ihm in der Aklg. Runstz. S. Zi—Z2. Davidhabe in ihm einen Kupferstecher nach seinem Sinngebildet. Dann: «Er ist ein eben so korrekterZeichner, als er sein Instrument sicher und rein zuführen weiß. Er hat nicht das Glänzende undGefällige, womit Andere das Aug' des Nicht-kenners zu bestechen wissen; aber Kraft und Festig;keit, ohne Härte. In seiner Nachbildung findetman den Charakter und Geist des Originals, unddieses Blatt gehört unstreitig zu dcn beßten, die seiteinigen Jahren erschienen sind. Auf Verlangenund unter Aufsicht des Malers hat er einige Ver-änderungen darin angebracht, die dem Bild zumVortheil dienen. In dem Art. I. L. David wirddieser Künstler irrig Moreau genannt.
— — ( ). So wird auch Im ^Imanscli
äes 6eaux-H.rt8 von 180Z. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Modellirer und Stukka-tor genannt.
— — Darleus ). Und so ebendaselbst(S. 49.) der damalige Lorwervateur cle8 Velinset estsmpes cle In Cslcoßrspkie. Ob solcherselbst ausübender Künstler war, ist uns nnbekannt.
* — — s. auch Morell.
Moreland oder Morland (Georg). Wirglauben: Borland sey das Richtige. Geb. zuLondon 1765. Sein Vater, ebenfalls Maler, denman wegen seiner Kunst und seines Betragens sehrhoch schätzte, bestimmte ihn von früher Jugend anfür die Kunst, wozu er bey ihm große Fähigkeitenentdeckte. Noch sehr jung wurde er daher unterdie Schüler der Königl. Maler-Akademie in Somer-sethouse aufgenommen, und unterschied sich hiereben so sehr durch seine Fortschritte, als durch seinenMuthwill Nach einigen bort verbrachten Lehr-jahren nahm ihn sein Vater selbst in die Lehre, undlegte ihm, da er mit Gemälden handelte und der-gleichen säuberte, mehrere aus der niederländischenSchule sowohl als Zeichnungen berühmter italieni-scher Meister vor. Hobbeina, Ruysdael , Potter,du Jardin und van der Velde, waren indessen desJünglings Lieblinge, und seine Copien nach diesenwurde» Nicht selten vermeyntett Kennern für Origi-nale verkauft. Schon frühe hatte er sich an einlüderliches Leben gewöhnt, und unterhielt sich liebermit Stallknechten als mit Künstlern. In seinemzwanzigsten Jahr zog er von seinen Eltern aufsLand nach Harrow, wo er seinen tragen und fleißi-gen Handwerker malle, welche seinen NainenJuerstallgemein bekannt machten, und von I. R Smithsofort in Kupfer gestochen wurden. Dort heyrathet«er die Schwester des Kupferstechers Ward (mitwelcher er hernach, meist durch seine Schuld, sehrunglücklich lebte) und setzte sich dann zu London ,wo er noch mehr Gelegenheit zu aller Gattung Aus-schweifungen fand. Mittlerweile vermehrte sichsein Ruf im In - und Auslande hauptsächlich durchseine im I. 178g. ausgestellten beyden Gemälde:Der Sklavenhandel, und die afrikanische Gast-freundschaft. Sein Künstlerruhm war immer nochim Steigen, und je höher er sich seine Arbeit be-zahlen ließ, desto mehr drängten sich die Käuferzu — desto mehr hielt er Schmarotzer und Klopf-fechter um sich, desto mehr kaufte er Pferde, ritt,fuhr, geigte und trank er, und stürzte sich in uner-schwingliche Schulden, die ihn um 1800. i»S Ge-fängniß derKings-Bench brachten, wo er ein PaarJahre verblieb, und in dieser Zeit eine unglaublicheAnzahl Gemälde verfertigte, von denen mehrereLeisters vollkommen würdig waren; wie er denn
Moreland.
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auch von dem berühmten englischen AuctionatorCristin mit Recht immer der englische Teniers ge-nanntwurde. Nach feinet Befreyung aus ermeldtemVerhafte war er indessen in Absicht auf Lüderlich-keit, so wie in Absicht auf Kunst, immer derselbe.Im Okt. 1804 wurde er einer neuen Schuld wegenin ein sogenanntes Spunginghouse geführt. In-dem er hier ein Gemälde vollenden wollte, sank ervom Stuhl und konnte von Stund ' an kein verständ-liches Wort mehr sprechen. Nach zehn Lagen ver-schied er. In w- ssollings, seines vertrautenFreundes lAemoirs ofa picture Z. Vol. 8 . üonlloai 8 «h. enthält der ganze zweyte Theil hie ausführlicheBiographie unsers Künstlers, und ein guter Auszugdavon findet sich in den E"gl. ssNiscell. XX. 3.S- 72. 89. Eine besondre Anekdote aus dem Lebendes originellen Mannes ist folgende. Einst hatteer sich ein kleines Haus gemiethet. Niemand wußte,wer darin wohnte; man geriet!) auf die Gedanken,es müßte ein Falschmünzer oder ein Banknoten-fälscher seyn Die Bank wollte den angeblichenVerbrecher ist Haft nehmen lassen Morland,der die ankommenden Polizeydicner erblickte, undsie für einen Schuld-Baillif mit seinen Getreuenhielt, konnte »och entweichen. Nachwerts klartesich der Jrrhum auf, und die Bank entschädigte denarmen Mann für seinen Schreck mit einer Bank-note von 5 o. Pf. Irgendwo wird bemerkt: Daßunser Künstler übrigens die oben angeführte Bio-graphie von Eolling kaum verdient habe. Gestochenund geschabt nach ihm haben, neben den schon be-merkten Blätter» von I R- Smith, eben derselbeein Paar Bildnisse; dann: Vier Blätter, die Ver-führung eines gemeinen Manns zum Solbaten-siande; denselben als Deserteur; seinen Abschiedvon der Frau da er zum Tode verdammt ist, undseine Pardennirung. Eine ausführliche Beschrei-bung und Beurtheilung derselben, mit großem LobdeS wahren Gefühls, womit ihr Gegenstand dar-gestellt ist, s. UN jourri. f. bilst. Xün8te(L».22>i — 2ä )Und eben so (ib. 218—19 ) zwey Bl. (kke Larmersund tkie Orrierg 5 table) von Ward. FernersPh Dawe: tire ödster k.all^8 IVk-riil
5vapiriA binnen; tüe Hpanski Uo)?; tks
Kar Oarcüer; tüs Letter XVomsn, und ein schla-fendes Mädchen, das ein Jüngling mit dem durcheine Papierrolle gezogenen Faden an der Nase kitzeltund aufweckt ^lauter schone Echwarzkunstblätter,letztres zumal ein treflichcs Nachtstück); L. Gau-guin zwey schone Pendants, mit der Unterschrift:chniss, nach dem Gedichte dieses Namens von Miß
Bowler; tiie 1 . 38 s ot Hvinß8tone-lstsmsa^s
Songs, und: kloxv 8>veet'8 tks I^oxve tkarinoets retum (ebenfalls schöne Blätter, in punktirterManier); endlich in neuern Tagen (1802 ) W Berrnard: Sommer und Winter. M-c. Noch
zeigt einen Winter iohne Namen des Stechers) umi8nZ. die Alkg Runstz. S. 209 colorirt um denPr. von 16. fl. an. Oo»f. mit diesem Art. denjeni-gen bey Fiorillo (V. 816—19.), ungefehr aus den-selben Quellen, wie der unsrige, gezogen. Astsjenem entlehnen wir noch Folgendes. Einer vondes Künstlers Vorfahre» war Sir Samuel Mor-lanv, ein geschickter Künstler und Mathematiker,den König Carl 11 . seiner Verdienste wegen zumRitter schlug — Zu den Bildern, welche ihm schonum 1789 einen Namen machten, gehören auchseine: Politische Kannengießer, sein Strohdecker,sein Jäger, und: Der glückliche Landmann. —Jeden Sommer brachte er auf den bezauberndenUfern der Insel Wight zu. Dort ist fast keine Sce-aussicht, die er nicht gezeichnet hätte. Aber beydiesen Exkursionen war er in den gemeinsten Alehäu-sern einquartirt. „Es ist" (fahrt dann F. fort)„ oft die Frage gewesen: Ob Morland durch denDrang seines Genies zur niedrigen Gesellschaft,oder durch diese zu seinem Genie gekommen sey /"Folgendes spricht wohl eher für das letztere. Einstfand ihn ein Freund in einer erbärmlichen Kneipemit trinkenden Matrosen und Fischern, unter denener einer der larmendnen war Dieser Freund wünschteihn nur eine Stunde zu sprechen; aber umsonst.