9-6 Morison.
* Morison ( ), irgendwo heißt er E.
Die von ihm gestochenen Blumen- und Frucht-kränze, bestehen in 12. Blättern. Ob er
der nämliche Morison sey, der sich, unter demTitel eines englischen Malers und Antiquars, umi/ 65 . in Rom aufhielt, ist uns unbekannt. Nocheher dürfte er mit dem unten folgenden <t- Mor-rison Eine Person seyn.
Mo risset ( ), Kupferstecher des Gesetz-
gebenden Corps. So hieß um 1808. ein Künstlerzu Paris , der dort nach Jsabcy's Zeichnung einesorgfältig ausgearbeitete Sammlung aller Wap-penschilde der Groß-Würdetrager, Herzoge, Gra-fen , Baronen und Ritter des französischen Kai-serthums geliefert hat, welche nicht mehr als1. Fr. 5 o. C. schwarz, und colorirt das Gedop-pelte kostete. /Ä-r//.
Morirs ( ). So heißt in öffentlichen
Blattern ein Maler und Bildhauer, der in 1808.unter die ersten Mitglieder des neuen Königlich-Holländischen Instituts für die Wissenschaften er-nannt wurde.
Moritz, Kurfürst von Sachsen. S. Sachsen(August I.) in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Morland, s. Moreland.
M 0 rlet ( ), französischer Oberster des Ge-
niekorps, lieferte in 1808. eine neue topographi-sche Karte des Departements vom Nieder-Rhein.Tüb. Morgenbl. 1808. S. 960.
* Morlie (Ellas). Sehr wahrscheinlich —wer sollte es glauben? die Renata ElisabethsMarkts des Lexikons.
Markst, s. den Art. Marillas, s. Schülers»
* Mormando (Joh. Baptist). Als er nachNeapel kam, war er zuerst Freund und späterhinNebenbuhler von Novells di St. Luca und G.d'Agnolo. Dort baute er die Kirche St. Severin,eine der schönsten dieser Stadt. Alsdann wurde ernach Spanien berufen, wo er sich aber minder mitder Architektur als mit Singen und Lautenschlagenbeschäftigte, so daß ihn der König eben sowohl zuseinem vordersten Musikus, als zum ersten Bau-meister schuf, und fürstlich belohnte. Bey seinernachherigen Rückkehr nach Neapel sah man vonihm den Pallast des Herzogs von Victri, jetztFilomarini des Fürsten della Rocca, eine Baute,die in den nachherigen Unruhen viel gelitten hat.Eben so gab er die Zeichnung zu dem PallastCantalupo an der anmuthigen Riviera di Posi-lippo; und endlich war von ihm das kleine Kirch-lein della Stella, nahe an Evt. Severino, aufseine eigenen Unkosten neu erbaut, verschönertund ausgesteuert. M/i-ria Lll. tsrx. I. 208—9.wo sein Todesjahr durch Druckfehler, statt 1622.in 1662. angegeben ist.
Mornay (Salandrouse de la), ob selbst aus-übender Künstler ist uns unbekannt? In seinemeigenen Verlage, und bey Didot dem ältern ge-druckt, erschien 1808. zu Paris der Anfang einesPrachtwerks: Vnos st Nonumens <le 8r. üerers-bourz;, wovon das erste Heft 100. Livr. (color.100.) kostete, /-er-r/I. xub/.
Morner, s. Malner.
* Mors od. Moor (Anton). Man nannteihn auch den Rrrrer von Moor , mit welchemTitel irgend ein Fürst ihn geziert hatte. Seinevorzüglichsten Studien machte er in Italien , be-sonders zu Venedig , äe ^outeuai. Wahrschein-lich begab er sich mit vielen andern Künstlern ausSpanien, Bradand und Flandern , nach England,weil sich der spanische Kronprinz Philipp ll. in1Z64. mit Maria vermälte, und sie einem großenGewinn entgegensahen. Allein sie wurden sämt-lich in ihren Hoffnungen getäuscht. Da die Kö-nigin Maria sehr schön war, so machte Morsviele Kopien von demjenigen Bildnisse dieser Für-
Moroni.
siin, welches er aus Auftrag Carls V. gemalthatte, und verkaufte solche den Engländern nurHohen Prciß. Fiorillo V. 228-29. Philipp II. lebte mit ihm auf einem so vertraulichen Fuß,daß, als er den Künstler eines Tags bey seinerArbeit auf die Schulter schlug, Mors den Streichmit seinem Handstützestock erwiederte.
I- 99- Irren wir uns nicht, so sahen wir vonihm irgendwo in Wclschland ein Conversations«bild: Cäsar Borgia und Machiavel von — schan-erhafter Wahrheit, das den beßten Titian auf-wiegt. Viele seiner Arbeiten fand man ehemals in 'der Galerie Orleans . Erst neuerlich (1807 ) hatMacrct das einst dort befindliche Bildniß desHugo Grotius für das I.I. Heft des wieder er-neuerten Prachtwerks von erwähnter Galerie ge-stochen. Im französischen Museum dann befindetsich von ihm: Der von zwey Engeln gekrönteChristus nach seiner Auferstehung, in Gesellschaftvon St» Perer und Paul, dessen schon das Lex.gedenkt, und wovon Landon (Annal. XV.26-26.) den Umriß giebt, und eben sowohl diecorrckte Zeichnung, als das schöne Colorit des(in der Nachbildung genug steifern Umrisses rüh-met. In seiner Jugend (heißt es dort) soll ereine Zeitlang in Italien gewesen seyn. SeineKöpfe von vornehmen Damen, die er für denKönig Philipp nach Titian malte, wurden denUrbildern gleich geachtet. In der Kaiser! Galeriezu Wien befinden sich 7. Bildnisse von ihm; da-runter diejenigen der Erzherzogin Margaretha,Tochter Carls V. und des Malers Aegid. Morstacrt. Nach unserm Moro haben dann auch:Gregor« des Künstlers eigenes Bildniß in der Ga-lerie zu Florenz , I. B. Michel dasjenige vonThoin. Gresham, I. Suyderhoef Philipp II. inSpanien - und P. Soutmann ein uns unbekann-tes Blatt gestochen.
* Moro (Baptist«), Franz, Marcus undJulius) s» Torbido.
— — (Franz), ein Geschichtsmaler von Ge-nua , der sich um 1807. seit mehrern Jahren inRom befand, und zu den dortigen vorzüglichenKünstlern seiner Gattung gezählt wurde. Meursels Arch» ll. 5 . 127.
— —' (Joseph del), ein Architektur- undOrnamentmaler, arbeitete um 1776 in Großher-zoglichen Diensten zu Florenz für die dortigenVillen, u. s. f» FiortUo I. 447 - u.
— — (Lorenz). Lanzi I. 242. nennt vonihm ebenfalls das Gewöld der Dominikaner diFiesole (zu Florenz ) als eine Arbeit, welche Concazu den beßten al Fresco's seiner Zeit zählte. Aneinem andern Ort (I» c. 240.) gedenkt er seinernoch als eines Blumen- und Thiermalers.
* Marone (Dominicus), st um i 5 oo. ^anz«II. 45 . nennt ihn einen Nebenbuhler von Liberalevon Verona , oder vielmehr geringer als diesen.
* — — (Franz), des Obigen Sohn, derden Vater übertraf, und mit einem andern wa-ckern jungen Künstler, Hier. da Libri, durch diegenaueste Freundschaft verbunden war. Nach va-sar, fand man in seinen Bildern so viel Zeichnung,Grazie. H.rmonie, schönes Colorit und Feuer,als bey irgend einem seiner Zeit.
Moroni (Caspar). Ein solcher heißt inMaehse »V s Medaillensammlung I. 147.ohne Weiteres- ein berühmter Skempelschneiderzu Rom um 1669.
* — — (Johann Baptist). Nachrichten
von ihm finden sich von 1667—78. Von Jugendan unermüdet bis in die letzten Monate seinesLebens, trift man die Menge seiner Arbeiten zuBergamo und überhaupt im Venetianischen an.Schon von seinen größer» historischen Bildern giebtTassi ein langes Register. Mit seinem MeisterBorwincino war er jedoch weder in Erfindung/