Band 
Zweyter Theil [2].
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921
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Mouches

er nach Rom , wo er in der Schiltcrbent seinerNation den Nämen Grdonnance erhielt. Dortzeichnete er alle umliegende Gegenden, besondersdie von Tivoli. Mit einer Menge Studien berei-chert, kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er sichin großen Bildern zeigte, die er mit Figuren nndThieren siaffirte. Eine besondre Fertigkeit besaßer, seine Figuren so vorzustellen, daß die NaturLabe» durch die Kunst gewann, welche er besaß,die Gegenstände sowohl zu contrastiren als einan-der naher zu bringen. Seine Figuren sind durch-»gängig gut gezeichnet. Einige, gewöhnlich colo-,rirte, köstlich ausgeführte Hatidzeichilungen vollihm, sind von bewunderswürdiger Wirkung. Der-gleichen befanden sich z. B- in der WinklerschenSammlung zu Leipzig . Die übrigen Züge seinerKnnstcharakteristick giebt schon das Lexikon. Auchbey Warelee heißt es von ihm:Er setzte durchdie Abwechftlnng und Wahrheit seiner Landschaftin Erstaunen; seine Farbe ist die der Natur; Blütheist darin mit Stärke und Harmonie verbunden".Von ihm besitzt man eine ziemliche Anzahl Blat-ter , die mit einer sehr zarten Nadel gearbeitet sind.Die bedeutendste Folgt, deren das Lex. erwähnt,hat nach Rost (VI. 2g5.) 26. Bl. und führt zumTitel: stlusieurs belle» er plaisantes Vues cis1 s Oour <ie klleem8tecje etc. (kl. quer fol.) Ne-ben derselben werden dort angeführt: Zweymal 4.(schöne) Gartenprospekte mit Ruinen und Figurenin antikem Geschmacke, wozu vielleicht die viereehören, welche anderswo: 2aalstnken in 'tuy» vsn cle //. D. F. rubrizirt sind.

Bastrn ( 06 . »cc ) nennt von ihm eine seltene Land-schaft, in deren Mitte eine große Schnacke (Mou-ckercm) sich befinden soll; und dann noch 4. (al.b 10,) nach Gasparo Pousfin mit holländischemTitel. Gestochen hinwieder näch ihm haben P.Angler: a View os Dlvoli; F. de Ghendt lapleine H1o>88on (schön); Geyser das Nymphenbadj2 - Mason tbs Rer68man (schön); Th Presteleine (artige) Landschaft, welche schwarz 11. fl.-lorirk 18. fl. kostete; Pye eine andre mit /». likou-clierq». et kcrzkem p. bezeichnet; Und ein Un-bekannter': le k'eu ci'/irtlsice tlrö ä ^mstsüssm16^7. en pre8ence 6u Oraar ?ierre I.

Oonf Ost. 6s et

Mouchet ( ). So heißt im Hlmanscl,

öe» Us3ux-^rt8 von 180Z. ein damals in Paris lebender Geschichtsmaler, von welchem dort einDibukades von Corinkh angeführt wird.

Vklsuchy (Ludwig Philipp), Bildhauer, geb.zu Paris 1754- Derselbe war ein Schüler seinesOheims Pigalle, und machte sehr jung auf seineUnkosten eine Reise nach Italien . In 1768. wurdeer Mitglied der Akademie. Sein Aufnahmsstück,ein junger Hirte, zeichnete sich durch eine allge-nehme Naivetät aus, und kam der schönen Natursehr nahe. Ein Harpokrates, den er späterhin(1781.) ausarbeitete, und der in einem Partikular-garten in Luxemburg sieht, vollendete seinen Ruhm.Drey andre Statüen verfertigte er für den König:Luxcmblirg, der in der Gallerte des ersten Consuls,und Gully und den Herzog von Montanster, welchein dem Sitzungssaal des Instituts stehen. Seit1776. war er Professor an der Spezialschule derMalerei) und Sculptur zu Paris , und st. daselbst1801. zum Bedauern seiner College» und aller Kunst-freunde. Lands >r An. l. n>8. (Vo«v. stn I.38 wo es bey Anlaß seines Todes heißt: » Es ist zuwünschen, daß seine Stelle bald wieder ersetzt werde.Diese Bemerkllng gründet sich auf die Gattung Des-organisation , welche wirklich unter den Professorenherrscht, die seit einigen Jahren bloß durch Litula-rcn ergänzt wurden, Und doch ist es so wichtig, derersten Kunstschule von Europa , nameutlich auch hie-durch eine neue Conststenz zu geben.

(Martin de) Bafan 06 . »ec. nenntihn, wohl irrig, Monchy. Kupferstecher, geb.zu Paris 1746. Schüler von St. Audi». Von

MvUtoN. 9LL

ihm kennt Man Holländische Aussichten nach vanGoyen, und Schwedische nach Ph. Hakert um1770.; dann verschiedene Gatkungsstücke nach Hoie,Scooart und C- Monnet; nach diesem letzter» undCochin. Bl. welche die Geschichte Telemachsenthalten. Rost Vlll. 3 o 6 . Mehreres hat einVerzeichniß meines sei. Vaters.

* VN 0 uel 1 0 n l Ludwig), st. 1667. 6a«6t sieKt. 6 e» »rar» p. 175.

LN 0 uet ( ). So hieß, nach Formey, ein

Kupferstecher zu Paris um 1760.

( ). Und so irgendwo ein Maler,

nach welchem St. Fessard 17H5. das Bildniß desPrinzen P. Ludwig Josephs von Conde gestochenhat.

Mougeor/ s. Mongeor.

Moullle - Farine ( ). So wird im

-zimanack 6s» Ueaux-Hrts VVÜ i 8 o 5 . ohne Wei-teres, ein damals in Paris lebender Baumeistergenannt.

M 0 uIinier ( ). Zeichner, Zögling von

Clerisseau , s. oben den Art. Liger.

*Moulins ( ), nach einigen Fr. heißtirgendwo bey Heinecke ein (älterer) Künstler,nach welchem E. Rousselet das Bildniß von Ta-naquil Faber gestochen habe. Anderwerks wird,als ebenfalls nach ihm, angeführt: Hrra^ue 6esIgle» 6s 8t. Ronorak er 6s 8te HIsrAueritkeen 1607.

( > So nennt dann ebenfalls Hei-

necke irgendwo einen neuern Kupferstecher, derfür die Voya^e pirroresyue äsdisples erc. gear-beitet habe.

VN 0 urdeIle ( ), ein wahrscheinlich alter

Kunstverleger, mit dessen Namen und: 6. sc.ein Bildniß Carls IX. von Frankreich bezeichnet ist.

VNouret ( ). So hieß der in -8»6. mit

2800. Fr. Gehalt angestellte Conciergc smveillantan der Malerey-Sculpmr- und Achiicktur-Schulezu Paris . xurb/. Ob derselbe selbst aus-

übender Künstler war, ist uns unbekannt.

11 rr 0 n ( X So beißt irdendwo, ohneWeiteres, ein Künstler zu Neapel , nach welchemI. B. Nolin das Bildniß des Prinzen Phil. Ca»jetans von Caserta gestochen hak.

* Mou frier (Daniel du >, blühcte schon umi 5 gj. Don ihm führt der Caralog von Brandeseinige, ein Verzeicbniß meiuco scl. Varers aberan die 40. Bildnisse von franzosis öen Grüßen undGelehrten des XVI. und XVU. Jahrhunderts an,welche M. l'Asne, A. Bosse, P. Darct N Dupuis,ic Fevre, Fiquek, L Gaultier, Huret, Tb. de Leu,R. Lochon, C. Mallen), El Melan, I. F. Piquet,F. Ragot, E. Rousselet, L. Vorstcrmann und S.Vouillemcnt nach ihm gestochen haben. Daß seineBildnisse von Werth seyn mußten, zeigt schon einguter Theil dieser Namen seiner ältern und neuernStecher.

Mourin (Geric), s. Munrink.

VNouron ( ), französischer Baumeister,

zeichnete, gemeinschaftlich mit Nicl. Mignard, dieim mittäglichen Frankreich befindlichen Ueberrcstevon Römischen Gebäuden u. a. Alterthümern. Akc.

( ), ein späterer Künstler dieses

Namens, Schüler der Baumeister - Acattmie zuParis; studirte 1766. zu Rom , wo er mit demfranzösischen Direktor Naioire, der ihn von derdasigen Academie ausschließen wollte, in einenStreithandel gericlh. Aacünn/uont iVIsmoire»cret8 IV. 5 ^>. Ob es derselbe sey, der im Alma-nach ües ljeaux-^it- von 180 >. noch unter dMdamals zu Patis lebenden Baumeistern erscheint,ist uns unbekannt.

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