Band 
Zweyter Theil [2].
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922
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92S MvUton.

MouronoderMsutone ( )-vielleichkein Sohn des Obigen, Bildhauet, Schüler vonSt- Julien, lebte schon um 1801. und noch 1806.in Rom , als Zögling der dortigen Kunstakademie.Auf der dastgen Kunstausstellung des letztgenann-Jcchrs sah man von ihm in Gyps: Thcseus, derdie von ihm überwundene Königin der Amazonenentfuhrt (Figuren, ein wenig über Lebensgröße);dann einen Jüngling, der eine Schlange nährt»(Scizze). Landon Annal. I- 28 .

Auch Schlegel nennt ihn, in seinem bekanntenSchreiben an Goethe.

* Mouzyn, Monzyn oder Mospn(Michael), erstres ist der richtige Name, Kupfer-stecher und Kupferatzer, geb. zu Amsterdam umi 65 o. Bey mehrern seiner Platten suchte er dieNadel mit dem Grabstichel zu vereinigen. In die-ser Manier kennt man von ihm einige Bildnissesowohl als historische Blätter. Don jenen z. B-nach H. van Alde des Admiral M- A. Ruyker's,des Pensionär de Witte's und Joh. Everts; nachG. van den Eckhout Corn. Tromps; nach I. Li-vius des Admirals van Galen; nach Rembrandt wieder Ruyter's; ohne Namen des Malers desAdmirals von Waffenaer. Dann von Geschicht-lichem: Eine liegende Venus nach I. A. Backer ;Kinderspiele nach G> van Eckhout; eben derglei-chen, die vier Elemente unter dem Regiment derLiebesgöttin, nach C. Holsteyn; die drey Könige,wie solche in Holland vorgestellt werden, nach I.van Delde. Andres (uns unbekanntes) nach P.van Avont, I. B. Castiglione, E. Errard, undL. Testelin. Von einem Anonymus: los M enciians,guecsnt sur le 8 olr en Rollsnlle, u. s. f. RostVI. 224^25. GändelllNl nennt noch von ihmCartouchen und Goldschmieds - Zierathen; diesewahrscheinlich nach Testelin.

* Ll?oya (Peter de). Den Unterricht des Ca-stillo fand er zu einförmig, und brannte vor Be-gierde , fremde Länder zu sehen. Er ließ sich da-her als Soldat, bey einer Compagnie die nachFlandern ging, anwerben; trieb aber in den Stun-den, welche ihm der Dienst frey ließ, die Male-rey indem er die Kirchen besuchte, und nach dendortigen Kunstwerken studirte. Keine gefielen ihm,wie van Dyck's. Dieses bewog ihn, nach London zu gehn, und dessen Schule zu besuchen; Antonnahm ihn sehr liebreich auf, starb aber, als erihn kaum sechs Monate unterwiesen hatte. Die-sen Verlust führte Pedro so tief, daß er bald dar-auf nach Sevilla zurückkehrte. Hier brachte ereinige Bilder im Geschmacke seines Lehrers ausLicht, der damals in Spanien unbekannt, uNd beyKennern, vorzüglich bey Murillo, großen Beyfallerhielt. Endlich begab er sich nach Granada , woer bekanntlich Todes verblich. Dort bewundert'man die schönsten Arbeiten von ihm. So z. B>in der dastgen Cakhedrale eine reizende Madonnamit dem Kinde, und einem Bischöfe vor ihr aufden Knieen; so verschiedene Scenen aus der Le-gende St. Johanns de Mata, in einem Winkeldes Kteuzgangs bey den beschulten Trinitaniern;dann (vorzüglich) einen St. Alypius, der die H.Jungfrau anbetet, bey St. Augustin, und eineGeburt Christi, nebst Anderm, bey den Baarfüsser-Trinitaniern. Fiorillo IV. 28064.

* Moyaerr (Christian Ludwig), Maler usdKupferätzer, geb. in den Niederlanden um 1600.und blühend zn Amsterdam um 16Z0 38 . »Ichfinde" (heißt es bey Rost V. 38 g.)keine Nach-richten von diesem Künstler, und kenne bloß vonihm die emblematische Geschichte der Königin Ma-ria von Medicis. Die Folge, die ich gesehen habe,besteht aus 8. großen Blättern, welche mit derNadel angefangen und mit dem Grabstichel vol-lendet sind, und aus allegorischen Vorstellungenbestehen, die Figuren von niederländischer Propor-tion Fünfe der wichtigsten werden beschrie-ben. Dann aber führt ein Verzeichniß meines sel.Vaters (unter dem Titel: le» Ronneurs renllu»

Moyr eau.

» Narre 6e Nellicis ä ^msterclam eU i 638 . Ol. /ssor/aert, cV. et 8) 8c.) 28. sol-

cher Blätter an, so daß es scheint, daß 20. der-selben von den beyden letztem gefertigt sind. VonMo^aerr überdies dann Thiere in G. Dalk's Ver-lage, ebenfalls von i 638 . datirt.

Moyaerr (Cl. Cornelius). So heißt irgendwoebenfalls ein Kupferstecher, der die Geschichte Jo-sephs auf 6. Blättern geliefert haben soll, und aberwahrscheinlich kein andrer als rJiclaus Moojaerr,und die erwähnten Blätter wohl ebenfalls keine'andern, als die unter letztgedachtem Künstler an-geführten, und vielleicht mit Geschichten Jo-sephs staffirten Viehstücke sind.

* Moyard (Claudius). Noch sicherer einverhunzter Name, den Basan (Lll. sec.) demLJiclaus Moojaerr giebt, nachdem er diesen frü-herhin, unter seiner ächten Benennung (aber wie-der fast unkenntlich) selbst angeführt hat.

Moyenvile ( de), ein Kriegsbaumeister vonAmienü; hatte die Aufsicht über den Seehafen vonDünkirchen bis 171z. da er demolirt wurde. Ercntwarfden Kanal von Mardeyk, den man in 1714.zu bauen anhob. p. 19b.

Moyne (Jacob le), genannt de Morgues ,(ob etwa von Morges in der Waat?); ein Künst-ler, wahrscheinlich französischen Ursprungs, dersich gegen End des XVl. Jahrhunderts in Eng-land aufhielt. Er wird von Laudonniere indessen Reise nach Florida erwähnt, und soll,auf Ansuchen Sir Walcher Ralcigh's, viele dortigeinteressante Gegenstände in Farben dargestellt ha-ben. Er lebte eine Zeitlang in Blackfriars zu Lon­ don , und ward zu jenem Zwecke von Charillon,damaligem Admiral von Frankreich , mit gedach-tem Laudonniere nach Amerika gesandt. Vonihm kennt man Abbildungen der dortigen India-ner. Onllcrrum klorillarn provrricism babrtsn-tium Iccmespnmum ibillem all vivum expre^rea Aacozio /e ^or»e cui Nomen cie 7 lfo»-§E i5gi.)Nachrichten von diesem seltenen Werke finder manin Ames's Ivpo^raplncal Tlntiguities 1'. II«p. 1126. 89. und 1 '. III. p. 1714. /iori'llo V.25 lt

M 0 yreau (Johann). Rost VIII. i 5 i. setztseine Geburt (wohl zu spät, da wir zwey Bildnissevon ihm schon mit 1727. datirt finden) in 1712.und sein Leben bloß auf 5 o. I. das LeZ. hingegenganz richtig in 1691 1762. an.Seine vornehm-sten Arbeiten" (heißt es dort)bestehen in 8g.Blattern, nach den beßten Gemälden von Wou-wcrmanns, die sich zu seiner Zeit in Paris befan-den , unter denen man aber eine Auswahl machenmuß. GandeUini sagt, sie seyen Alle in der Größeder Urbilder. Das Ganze dieser Folge hat heutzu Tage sehr an Schätzung verloren". Vollendsheißt es dann bey wareler: Es ist unangenehm,in Wouwermanns Werke so viel von Mopreauju finden, der in einer weichlichen und geistlosenManier arbeitete, da der Maler hingegen so vielFestigkeit in der Behandlung und Geist in der Aus-führung besaß Das Lex. nennt bekanntlich nur6g. dieser Blätter; ein andres Verzeichniß (?) 7Z.wo solche (X°. 39107. und 14046.) spezistcirtbeschrieben sind; eben so wie 84. im winklerscheirCatalog. Noch eine andre umständliche Beschrei-bung und Würdigung von 80. Bl. findet sich inMeusel's Archiv. I. 3 . 6g-g 5 . wo indessenvon unserm Künstler ganz anders, und vvriheil-hafter (ob besser?) als oben genrtheilt wird, nämlichwie folgt: »Seine ungewöhnlichen Fertigkeitenund Kenntnisse in der Actzkunst, sein sanfter und un-muthiger Vertrag, und das Fleißige und Gefälligeseiner Manier vereinigen sich auf s Günstigste zuungefälschker Auffassung der mannigfaltigen Schön-heiten, welche die Wouwermannischen Bilder sohoch erheben", u, s. f. Hauptblatter werden indiesem Verzeichnisse genannt: (Irsnlle eti288o lleI'Oiseau; le 8"nll iVlarctre aux Ltrevaux; puar-