Band 
Zweyter Theil [2].
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940
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HH. Frauen, den auferweckten Wittwensohn, dieauferweckte Tochter des Jairus, und die KöniginElisabeth von Hungarn, welche Kranke heilt (sel-tene Blatter ; letzteres beschreibt Füßli III. 119.bis 120.); I. Eäraglio (ohne dessen Namen) eineVerkündigung; H. ssorr: Petrus auf dem Meer,eine Dvrnenkrönung, und Christus der sein Kreuzträgt; letztres ohne Namen des Stechers; dannEbenderselbe die sogenannten sieben Einsiedler:St. Magdalena, St. Johannes, St. Hiero-nymus, (andre schreiben diesen I. Franco zu).St. Onuphrius, St. Franciscus (zweyfach), St.Hubert, alle in der Wüste, welche Füßii III.122 25 . für die Meisterstücke von Eort hält, wel-che aber selten in guten Drücken gefunden wer-den; L. Desplaces die erwähnte Fußwaschung,in der Kirche zu Rheims, für's Cabinet E'cozat,(ein schönes Blatt, beschrieben bey Füßli III.11719.); I. itollin ebendasselbe, minder geist-reich; I. Franco St. Johann in der Wüste; I.Marelli wieder Ct. Hieronymus tn der Wüste(ohne Namen, des Malers); P. Thomassin wie-der die auferweckte Tochter des Jairus (hart; beyFüßli beschrieben III. ii 51?.); S- vallee dieAuferweckung Lazarus , aus der Galerie Orleans ,für's Kabinet Crozat (beschrieben bey Füßli lil.1212Z.); F. ViUamena eine Verkündigung,und das Original derselben H. Familie wie Aiberli,(ein artiges Blatt); Christus, vom Teufel versucht(dies ; Christus, der seiner Mutter, St.

Johann und den drey Marien erscheint, ebenfallsohne andre Signatur, als: Ca^eri/ u. s. f.

Endlich, ebenfalls von ViUamena, die TrojanischeSäule, nach Jul. Romanus und seinen Zeichnun-gen. Dann nennt und beschreibt Füßli III. 125.bis 26. noch ein von einem Unbekannten, dochin ssorrs Manier, i)68. in Rom sehr schon gesto-chenes Blatt, welches ebenfalls St. Francisc,der die Stygmate empfangt, nebst seinem Gefähr-ten darstellt. Andre datiren dieses Blatt von i 5 V/.und schreiben es unstreitig Eorr zu. Ein andres,vollkommen gleiches, soll, nach dem WinklerschenKatalog, eine von I. k. und 0 . zusammengesetzteChiffer tragen. Ueberhaupt eine genaue Litteraturüber mehrere dieser Blatter s in eben diesem Katalog;namentlich allerley Varianten, die sieben Einsied-ler betreffend, von deren vieren: St. Johann,St. Hieronymus , St. Onophrius, Et.Magdalena(diese gedoppelt), nebst einem St. Johann demEinsiedler, man auch eine, wahrscheinlich nachden altern copirte Folge von sechs Blättern be-kannt, und lediglich mit: Aon» Laäe/er exe.bezeichnet ist. Füßli I. c. dann endlich urtheilt,daß, ausser den von Cork und Desplaces nachunserm Künstler bekannten Blättern, die übrigenwenig tarnen.

* My (P- van der), der «it» Lex. unter demArt. Hieronymus My erscheint. Nach ihm hatI. Houbraken das Kleeblatt der Bildnisse desRechtsgelchrten P. Burmanns, des Arztes H. D. Gaubius und des Gottsgelehrten I. van der Horertgestochen.

* Mycon. Derselbe trug den Beynamen desFürsten der Maler von Athen , und lebte umdie 45 Olympiade (c. 440. I. a. Ot,r.). SeineAmazonen-Schlacht stand im Tempel des Castors.äe

* der Bildhauer, dessen das Lex amSchluß des Art. des Obigen Erwähnung thut.Von ihm kannte man Stalüen zu Fuß und zu Pferde.

äs /ütttrnLii.

* der Edelsteinschneider. Murr bezeich-net seinen alten Mannskopf, dessen das Lex. ge-denkt, noch näher dahin, daß er aus römilche Artabgeschnittene Haare trage. Dann nennt auch Lip-perr (Dactyl. II. N°. 1-29.) von ihm einen Cali-gula, auf Hyacinth.

Mylius (E. H-). Wahrscheinlich nach ihmhat I. I. Hayd das Bild des Arztes E. Z. Hun-dertmark in Schwarzkunst geschabt.

Myn.

Mylius (I. F.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von welchem mandie Bildnisse des Bischofs von Plokko, A. S. aDembowa Gora Dembowsky, nach Czechowik,und des Malers I. S. Mock, nach ihm selbst,kenne.

* Mylne oder Mylner (Robert). Es istdie sogenannte Blackfrayars-Brücke, von welcherdas Lex spricht. Das Parlament hatte zu diesemungeheuern Bau i6o,o.,v. Pf. Sterling bewilligt,und Mylne's Plan wurde allen andern vorge-zogen. Fiorillo V. 6Z22Z.

* Myn (Agatha van der), eine englische Blu-men - Früchte - und Gefiügclmalerin, war, nachWalpole (S. 426.) eine Schwester des unten fol-genden Hermann'«; wahrscheinlicher aber dessenTochter, und mit ssornelia, welche im Lex. un-ter dem Art. ihres Vaters erscheint, Eine Person.Fiorillo V. 552 .

* (Franz van der), der im kex. unterdem Art. seines Vaters Hermann erscheint. Der-selbe kehrte späterhin wieder nach London zurück.Dorr liebte er seine Lobackspfcife und seinen Portbierso sehr, daß er selbst den König nicht anders ma-len wollte, als wen» man ihm erlaubte, dabey zutrinken und zu schmauchen. Seine aus der Phan-tasie gemalten Kopfe werden sehr bewundert. Erstarb 1780. Der Eatalog von Brandes schreibtdie im folgende» Art. erwähnte Bei 'te ihm zu;dann noch eine (schöne) Pamela von aston, undder Catalog von winkler: cUe zuviai Lellowvon Ebendemselben geschabt.

* (Gerard van der), dessen im Lexiconebenfalls unter dem Art. seines gleichfolgende»Vaters gedacht wird. Nach ihm haben I. M.Ardell die Bildnisse Friedrich ll. von Preußen,des Kupferstechers I. Punt, und einer»bekann-ten Dame R. Houston und E Epooner, beydedie Beichte (erstres ein schönes Blatt) I. Punkden englischen Kutscher R. Purcell die Damemit dem Sommerhut, und R. Wiison den Wuche-rer gestochen.

* (Hermann van der). Sein Vater,ein Geistlicher, hakte ihn für den Gclehrtenstandbestimmt, ließ ihn aber seiner entschiedenen Nei-gung zur Kunst folgen. In Blumen und Früch-ten wurde er ein glücklicher Nachahmer seinesMeisters Stuven. Einige meisterhaft ausgeführteBildnisse sowohl als historische Darstellungen ver-schilften ihm einen Ruf an dem Hof des Churfürstenvon der Pfalz; allein er kehrte bereits in 1717.nach Holland zurück, und ging von da nach Pa­ ris , wo er dem Herzoge von Orleans einige Ge-mälde für so ungeheure Preise anbot, daß solchenicht angenommen wurden. Erst späterhin, wiees scheint, ging er nach London , wo (Walpole,S. 42b.) Lord Cadogan sein Hauptgönner war,der ihm jedoch keine bedeutende Aufträge gab.Es war für die Restauration der Malereyen inBurleigh, daß er 5 oo. Pf. St. erhielt. Ein Bild-niß des Prinzen von Wales verfertigte er so zuGefallen, daß letztrer seine Schwester ^welche, so-wohl als die Prinzessin Caroline, den Pinsel sehrgeschickt führten) bat, ihm hinwieder den Künstlerzu malen. Fiorillo V. 55 i 52 .In seinen Ar-beiten" (heißt es dort weiter) »gab van der Myndas Beyspiel von einer wahrhaft unsinnigen Ge-duld: Den Sammet, die Spitzen, und sogar dieFäden in den Strümpfen, copirte er bis ausjedesHärchen. Dies erforderte einen ungeheuern Auf-wand von Zeit, der ihm nicht belohnt wurde, ober gleich» wie Andre behaupten, viel verdienteund verschwendete."

* (Robert van der), der im Lex. unterdem Art. seines vbstehenden Vaters erscheint. Inden Loiidner-K'unstsammlunaen findet man von ihmMehrers in Watteau's Geschmack. Fiewillo V.552 .