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geführt/ der sich von dem seiner spätern Werke aus-fallend unterscheidet/ gefick dem Könige so sehr/daß er von ihm mit Aufträgen für den Escurialüberhäuft wurde. Dort findet man in der Thatsein Bcßtcs: Acht Bilder in der Kirche/ welchedie Apostel und Evangelisten, je zwey und zweyenthalten, und das bewundernswürdige Gemälde,Abraham und Sarah, welche die Engel bewirthen.Dann im obern Kloster die Geburt Christi, einWerk von großem Umfange, woran eben so sehrdie'correcte Zeichnung und die edeln Formen, alsdas bezaubernde Colorit und Helldunkel gerühmtwerden. Die Beleuchtung darin wird durch dieStrahlen des Kinds, durch ein Licht das St. Jo-seph emporhält, und durch den Glanz einer Glo-rie bewirkt. Unglücklicher Weise soll dies Bild, dasselbst ein Tibaldi mit Enthusiasmus beschrieb, sehrgelitten habe». Ferner ebendaselbst ein St. Hie-ronymus in der Wüste, und vollends, als seinMeisterstück, eine H. Familie, worauf man eineKatze, einen Hund und ein Rebhuhn wahrnahm,und das wahrscheinlich zu einem jener seltsamenContrakte Anlaß gab, welche damals mit den Künst-lern, die für den — Hochheiligen Escurial arbei-tete», geschlossen wurden: Zu denjenigen nämlich,worin el sstludo (wahrhaftig, nicht ohne Grund)sich verbindlich machte: Künftig in dcrley Scenenweder Katze noch Hund, noch andre unanständigeFiguren anzubringen. Weiter nennt man eine Mar-ter St. Jacobs > eine westliche Copie nach dem Si-lentium, von Michel Angelo, und einen St Hip-polyrus, der mit seinem Gefährten in der Nachtausgeht, um den H. Laurcntius aufzusuchen undzu begraben, worin die Stille der Nacht, unddie Fürcht entdeckt zu werden, so unübercreflichdargestellt sind. Dieses Bild zieht poii; allenübrigen Werken unsers Künstlers vor, die sich imEscurial von ihm befinden, und worin man stetsseinen Hang zu künstlichen oder auch idealischenBeleuchtungen wahrnimmt. Eben so viel Lob ver-dienen seine Arbeiten zu Salamanca und Valencia ,und die vier Bilder im Kloster Esirclla in seinemVatcrlande, welche sonst irrig seinem ersten LehrerVicente zugeschrieben werden. Fuon'llo I V. 10g.bis 112. der seinen Tod in 1579. setzt; dort s. seinoriginelles in 8. Zeilen bestehendes Testament, woriner über i8,jo. Dukaten disponirt (darunter —wiees sich gebührt — Nichts für seinen genauestenFreund, A. Herrera, bey welchem er dafür — seinenatürliche Tochter erziehen ließ).
Vlavarro (Don Augustin), ein spanischer Ma<ler, geb. zu Murcia 1764. genoß in Madrid denUnterricht des Al. Gonz. Velasquez , und, nachdessen Tode, seines Bruders, Ant. Gonz. Vclas-quez. Bey diesen machte er so reißende Fortschritte,daß er bereits in 1778. den ersten Preiß, und mitdemselben eine Unterstützung auf sechs Jahre ge-wann. In Rom setzte er seine Studien unermi'i-det fort, und sandte von Zeit zu Zeit Beweise sei-nes Fleißes nach Madrid . In 178Z. kam er nachSpanien zurück, und empfieng das Diplom derAkademie von Fernando, starb aber in der Blütheseiner Jahre 1787. In seinen Bildern herrscht einerichtige Zeichnung und liebliches Colorit. Die be-deutendsten sind ein Altarblatt der Parochialkirchezu Almasarron: Die Marter von St. Poiycarpusund eine Heimsuchung Mariä; in St. Gil zu Ma-drid : St. Ferdinand, der von den Mauren dieSchlüssel von Sevilla empfängt, und die Mutterder H. Lucia in der Kathedrale zu Toledo . Fio-rrllo I V. 419—20.
— — (Don Juan Joseph), spanischerCapital» einer Fregatte, wird von Fiorillo IV.Zgg. unter die spanischen adelichen Kunstdilettanrten gegen die Mitte des XVIll. Jahrh, gezählt,und soll selbst meisterhaft gezeichnet haben.
— — (Juan Simon). So nennt ebenfallsFiorillo IV. 288. einen spanischen Maler des X VII.Jahrhunderts, Zeitgenossen von Cano, von dem erkurzweg urtheilt, daß seine fehlerhafte Zeichnungdurch ein brillantes Colorit nicht vergütet wurde.
Nauinx.
Vkavärro (Ludwig Anton). Und so (!. c. Zoo.)einen andern vollends unbedeutenden Maler desXVII. Jahrh, mit alle dem aber — warum nicht?Mitglied der Akademie zu Sevilla.
sslaucrates ( ) soll den Egypticrn durch
Figuren von Bäumen und Thieren schreiben gelernthaben. Man halt ihn auch für den Merkurius Tris-megistus, oder einen andern Merkur, JupitersSohn. Iöcher.
* sslaricrer, s. Vlocrer.
* sslaucydes. Von ihm schätzt man einenMerkur; einen Diskobulos; eine Mannspersondie einen Widder opfert; eine Heb« von Goldund Elfenbein, die zu Corinlh neben der Juno vonPolyklet stand; ebendaselbst eine Hetäre in Elfen-bein, und vornehmlich zwey Bildsäulen Chimons,eines Siegers im Ringen. Die eine blieb als eineZierde in Olympia, die andre wurde nach Rom gebracht, und in dem Tempel des Friedens auf-gestellt. Don ihm war auch die Statüe der grie-chischen Dichterin Erynnis, von welcher nur eineOde vom Muth übrig geblieben ist. Der zweytePolyklet von Argos war sein Schüler,
Vlauder ( ). Von einem Künstler dieses
Namens sagt Brunn de jJeergaard (Na.x-i?.Lne^cl. 1808.), daß er alle Eigenschaften einesreisenden Malers in seiner Person vereinige. Denbesten Beweis davon gaben 5 oo. Zeichnungen,die er selbst von ihm besitze, was wohl dem Künst-ler und dem Besitzer — gleiche Ehre macht! Wohlzuverläßig ist er übrigens derselbe, der um 180z.die meisten der 46. schönen Blätter zu ssambiy'sDescription <lu Departement üe I'Oise, theilssehr wahr nach der Natur gezeichnet, theils geistreichgeetzt hat. iVorw. II. Z 5 P
Vkaudoup ( ), wird im Hlrnanaoli öez
kesux-^rts von 180Z. unter den damals zu Pa-ris lebenden Gemäldehändlern angeführt.
Vkaverre (le Maitre a la). S. weberschrff.
Vlaugis (Genoveva), vermählte rvegnaulr,s. Regnaulr.
* sslauinx ( ). So nennen dieHanibur-
gischen Bünstlernachnchren S. 57-lio. u. 62.einen in Hamburg verstorbenen Künstler, und ver-muthen, daß er mir dem Vlairvink des Lep. EinePerson, und ein Schüler von Rutscher seyn dürfte.Dann heißt es von ikm: »Dieser sehr geschickteLandschaftsmaler stellte in seinen großem Gemäl-den öde Alpengegenden dar, wo an Felswändensich Wege und Fußsteige für den Wanderer fastunersteiglich durchwinden; wo morsche Holzlehnenund schwankende Brücken die grausen Abgründe nochgrausender machen; von den Berggipfeln ergießensich Bäche, von Felsblöcken in ihrem Sturze ge-hemmt , über welche sie mit schäumender KraftHinbrausen. In seinen kleinen Bildern malte erdie stille ländliche Natur mit einer Veredlung, daß,außer Hobbema und de Vries, keiner den einzigenWaterloo so gut nachgeahmt hat. Wahrscheinlichhar er auf einer Reise nach Holland letztem kennengelernt, an dessen Manier Gefallen gefunden, undsie sich zu eigen gemacht. Seine Bilder sind nichtsehr dauerhaft; er malte Alles zu local, und ineinem Retouchirfirniß, besonders seine größtenStücke, die er in eigner Manier ausgearbeitet,und wovon die meisten durch seinen ZeitgenossenJacob Matthias Weyer sehr schön und mit der Land-schaft äußerst übereinstimmend staffirt sind. DasLocalisiren scheint er von diesem Künstler, der essehr übte, angenommen zu haben. Der Baum-schlag von Nauinx ist von ganz eigner Art; sospitzig ohngejÄhr, wie man ihn bey I. von Ortsieht; die Färbung ist ein wenig blaßgrün, undfällt zuweilen ins Graue. Seine Lüfte sind zu weißund selten natürlich, die Nachahmungen Mater-loo's ausgenommen.