Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
955
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Raumaii n.

Vk au mann (Andreas) zu Dresden , nebstMatthäus Schumann, beyde Werkmeister, undJohann Gebhard, Kurfürst!. Sächsischer Berg-schreiber und Stcinmetzmeister zu Pirna , bautenvon 16747(1. die obere Hälfte des Kirchthurmsim Städtchen Dvhna, unweit Dresden , auf. DerBau kam gegen snno. Gulden zu stehen. GeorgSpieß Dohntsches kurzes Chromkon 17m.Fol. (ein Manuskript) S. 206. 207. 271.

(August Gotthilf) , war um 1776.Königl. Preußischer Kriegs- und Domainenrath,Schloß-Baumeister und Ober-Baudirector. Der-selbe hat meist Kamera! - doch auch einige Parti-kularbautcn in Berlin geleitet, Vlicolai.

(Christian Leopold). Ein solcher wirdin, Leipzlger-Adreßkalender von 1702. als Ku-pferstecher angegeben.

oder Neu mann (Christoph), Ma-ler , welcher um 1672. den Altar der Nieder-gotles-Ackcrkirche zu Döbeln in Sachsen malte.In der Haupttafel befindet sich das BegrabnißJesu 11. s f. S. E- Mörbitz Chronik vonDöbeln (Leißning 1727. 8°.) S. 86.

(Friedrich), geb. zu Blasewitz bey Dres-den 17)1«. ein Bruder des geschickten LonkünstlersI. A. Naumann's. Derselbe ward von seinenEltern anfangs zu verschiedenen Berufen angehal-ten; allein aus Hang für die bildenden Künste ver-ließ er jedesmal wieder seinen Meister, und begabsich nach Dresden zu einem mittelmäßigen Maler(Günthermann), wo er den ersten Unterricht imZeichnen nach Preißlers Methode erhielt, bis er,nach einigen Monaten, in seinem Siebenzehnten,unter Casanova anfieng die dortige Akademie zubesuchen, und dies fünf Jahre lang fortsetzte. Un-ter seine Lehrer und Freunde zählte er auch dentreflichen Zeichner Seydelmann. Mit seinem Bru-der, dem Kapellmeister, reiste er dann, auf des-sen Kosten, nach Venedig , und gieng von dortnach Rom , wo er sieben Jahre unter Aufsicht vonMengs, und, während desselben häufigen Reisen,wenigstens nach seiner Methode, sich theils fieis-sig im Zeichnen übte, theils nach den größten Kunst-lichtern, Raphael, Guercino , Guido, hauptsäch-lich aber für's Colorit nach Titian studirte, undsie mit großer Genauigkeit copirte. Einst nahmihn Mengs mit sich nach Florenz , wo beyde sie-ben Monate mit einander (unter gleicher Sonne!)arbeiteten. In 1776. lernte ihn der Markgraf vonAnspach zu Rom kennen, nahm ihn sofort in seineDienste, ließ ihn aber einsweüen auf seine Kostenin Welschland, um sich noch weiter zu vervoll-kommnen. Zu den Bildern, die er für diesen Für-sten in Rom und Neapel verfertigte, gehören dieCopicn von Tikians Venus und Danae. Um 1781.gieng er alsdann nach Deutschland zurück, undlebte von da an zu Anspach , mit einem Gehaltvon 8ou. Thalern, in der vortheilhaftcsten Lage, diesich ein Künstler nur wünschen kann. Mensel II.(178g ), der um diese Zeit aus neuern Arbeitenvon ihm kannte: Copicn des englischen Grußesvon Mengs; einer stehenden Magdalena nach Euer-em»; einer andern nach Guido; die Entwaffnungdes Mars, eine Bacchantin imdeine Vestale; dasAlkarblakt in der Kirche zu Großenhaslach im An-spachjfchcn, mehrere Bildnisse der anspachischenHerrschaften u. s. f. namentlich auch des RittersMengs (dieses früher) schon »778. von Cunego ge-stochen. Um 1788. wurde er von dem Stadtrath zuDresden berufen, das große Altarblatt für die dortigeiieucrbaute Krcuzkirchc zu malen. Um gleiche Zeitentdeckte er in ein Paar deutschen Kirchen merkwür-dige Gemälde von den beyden alten KünstlernWohlgemuth und Schäufelin (nicht Säufelin, wiees in Mensels Mus. VI. 9Z. heißt), von denendamals mit Recht viel Aufhebens gemacht, seitheraber, unsers Wissens, ganz davon geschwiegenwurde. Späterhin haben wir von unserm Vkau-m.nn nichts weiter vernommen. Warum dieSchrift: wmkelinarm u. s. Jahrh, seiner mit

Nazari. 955

keinem Wort Erwähnung thut, ist uns unbekannt.Mehrere seiner historischen Arbeiten sowohl alsBildnisse finden sich beysammen in einem Zimmerdes Schlosses zu Anspach . Gestochen nach ihmhaben Haid, Bock u. a.

Vlaumann (Friedrich), ein Kupferstecher zu Kö-chen, gab im 1 .1802. u. Z. die Blätter zu Joh. Andr.Vlaumanns Naturgeschichte der Land- und Was-servvgel des nördlichen Deutschlands , die von ihmgemalt und gestochen waren, und von welchen eshieß: Daß sie zwar nicht für fein und elegant gel,ten können, indessen doch im Ganzen der Naturgetreu seyen. Deffenrl. Bl.

(Joh. Christoph), ein geschickter deut-scher Baumeister, der auch verschiedene Schrif-ten über dieses Fach geliefert hat. Unter seiner Lei-tung wurde, nebst Anderm, das Jagdpalais zuHubertsburg sehr massiv aufgeführt. In 1718. ver-anlaßte er den König August ein Ober-Bauamt,was seit der Zeit viele große Männer gezogen hat,anzulegen In 1755. brachten ihm seine Verdiensteden Adel zuwege, und 17.42. starb er in seinem 78.Jahre als Königl. Oberster des chursachsischen Jn-genieurcorps u. Generalaccis-Baudirector zu Dres-den . Mag. der Sachs. Gesch. l. S. i5Z. u. 1H9.

(Joh. Zacharias). So heißt im Sachs.Rur. Rab. des I. 1741- S. ZZ 6 . ganz ohne Wei-teres, ein Maler zu Dresden , der dort in besag-tem Jahr, 41. I- alt, verstorben war.

(Peter), Bürger und Zuckerbccker derStadt Eilenburg in Sachsen, ward 1694. zu De-utsch verhaftet, da er Stempel mit des Churfür-sten BUdniß gegraben und falsch Geld damit gemünzthatte, was er an lctzterm Orte unter die Leute zubringen suchte. F. S > >n 011 Eilenburg. Chrornica (Leipzig 1696. 4°.) S. 6ZZ.

(Tobias). So hieß ein Kunstschreiber,der 162g. die Bildnisse des Kurfürsten Joh. Georg l.von Sachsen, und dessen Gemahlin, aus lauter bib,lischen Sprüchen in der kleinsten Cmrentschrift ver-fertigt hat. B u sch Handb. d. Erfind. IV. 58 .

s. auch Vleumann.

V!aundorf( ). Und so irgendwo einMaler in der Mitte des XVII. Jahrh, nach wel-chem ein Ungenannter das BUdniß Johann kude-wig's, eines gelehrten Bauers, unweit Dresden gestochen hat.

Viaunbei m ( ). Und so, in einer unsrer

Handschriften, ein Medailleur, vermuthlich zu Lü-beck , der in 1754. eine Schaumünze aufJ. G- Carprzov gab.

Vlax (von). Und so irgendwo ein Baumeisterfür den Wasserbau, in Diensten der Republik Po-len, um 1772.

* Viazari oder Vlazzari (Bartolo oderBartdolome). Lanzi II. 21b. wo seine Geburtin 1699. und sein Tod dann, wie im Le.rikon, in1758. gesetzt wird. Dieser Schriftsteller macht ihnauch zum Schüler von Luti, und zuletzt von FranzTrevilani in Rom , wo er sich vervollkommnete.Eigentlich hielt er sich in Venedig auf, zog aberhäufig in Italien und Deutschland umher, be-liebte Bildnisse und Phantasicköpfc von Jungen undAlten voll Wahrheit zu malen, die er überdies inKleidung und Kopfputz launigt auszustaffiren wußte.

I. c.Man kann ihn" (heißt es dann beyFiorillo II. 178. den veneriamscheiiDennernen-nen; mit dem Unterschiede, daß bey Dcnner dasGanze immer unglücklich ausfällt, so vollkommenes auch in den kleinsten Theilen ausgeführt ist, dahingegen bey kJazarr die gesammke Masse durchdurch die erstaunliche Ausführlichkeit des Detailsnichts verliert." Zwey alte Köpfe von ihm, einenmännlichen und einen weiblichen, besitzt die Ga-lerie zu Dresden . Nach ihm kennt man die Bild-nisse des Nivoten Clemens Xlll Ludwigs Rezzo-nico, von Bartolozzi ; des Kupfcretzers L. Carle-variis, von A. Faldoni; eines Fr. Ant. Corrario,Ffffff 2