Neßfeld.
Manier durch Oelfarbenc?) vereinfacht und ver-bessert hak. Ohne Zweifel ist unser Künstler mitobigem Adam derselbe, und vollends Einer mitdemjenigen, welcher späterhin in öffentlichen Nach-richten Hofmaler zu Salzburg genannt wird. Ineinem Saale der dortigen Residenz stellte letztrer nochin 1807. oder 8. zwey für die Pfarrkirche zu Win-dischmatrey bestimmte Altarblätker (eine GeburtChristi und eine» St. Alban- aus, welche gerühmtwurden. „Dieser" (heißt es in erwähnten Blattern)„vortrefliche, und besonders im Historischen sichauszeichnende Künstler, hat sich in Italien gebil-det." S> auch oben Andreas viesselrhaler.
tießfeld ( ). So heißt bey Hirsching
I. i»r. ein Kunstfchreiner, von welchem sich schöneArbeit in dem von Joh. Bergmüller gemaltenBüchersaal des Benediktiner -Klosters Ban; imBambergischen befinden soll.
tieft! er (Carl Gottfried), ein Kupferstecher,geb. zu Stolpen r/Z» und gest. zu Dresden 1777.als Inspektor des dortigen Kupferstich-Cabinets- Donihm kennt man sehr viele Bildnisse (wie z. B- seineigenes 1762. zu Dresden verfertigtes, aufwei-chen» er sich leider -Lrtium Lultor nennt); dannProspekte u. a. von denen man ein kleines Verzeich-niß im Magaz. d. Sachs. Gesch. Th. V. S. 56 /j.findet; übrigens ist, der Menge seiner Arbeitenwegen, der Werth derselben sehr ungleich. Auchsott er leidentlich genug mit der Feder auf Kupfer-sticharr gezeichnet haben.
— — (Joh. Christoph), vermuthlich von Frey-berg gebürtig, war gegen das End des XVII.Jahrh, ein berühmter Künstler und Goldarbeiterzu Dresden . Grübler'» ^reiberg. Begräb-nisse, Th- II. S. 208.
— — (O. G.). So heißt irgendwo einZeichner und Kupferstecher. Von ihm kennt man,neben Andern», ein Bildniß des Arztes Joh.Astruc, und drey Blatter , welche das Kranken -Waisen- und Zuchthaus zu Waldheim darstellen;wahrscheinlich für Buchhändler. Derselbe ist wohlmir obigem Carl Gottfried ti. Eine Person.
Nestle» (Joh. Claudius). Und so ein eng-lischer Künstler, der in »8och die Zeichnungen zuFittler's 8colia ciepicta gab.
bieth er, s. viaerher.
biet scher Caspar. Er war noch nicht zweyJahre alt, als seine Mutter in einer belagertenFestung zwey andre von ihren Kindern den Hun-gertod sterben sah. Dann aber gelang es ihr,sich mit dem jungen Caspar zu retten, der hier-auf von einem Arzte zu Arnheim , Tullekcns, anKindesstatt angenommen ward, welcher ihn anfäng-lich für seine Kunst bestimmte. Die Natur (wieso öfters) wollte es anders, und sein edler Gön-ner hielt ihr nicht starke Widerpart- Seine Bil-dung und übrigen vornehmsten Umstände seinesLebens erzählt schon das Lcx. Nicht die Gewinn-sucht (wie letztres sagt), sondern die Nothwen-digkeit^ eine zahlreiche Familie zu nähren, zwangihn späterhin, sich »reist auf das Bildniß zu be-schränken ; aber er wußte episodische Figuren da-mit zu verbinden, die ihnen gewöhnlich viel An-ziehendes gaben. Man kennt voninhm einige Bild-nisse im Großen; aber die kleinern verdienen weitden Vorzug. Im Geschichtlichen stellte er gerneZüge aus der Römischen Geschichte, dann ausder Fabel vor. Er starb in» Haag. Ob er einigeJahre auch in England gearbeitet habe, ist sehrungewiß. Wohl befindet sich auch dort, wie mansich denken kann, manch Gehenstverthcs von sei-ner Hand. So sah z. B. Walpvle im Cabinetdes Herzogs von Pottland Bildnisse des KönigsWilhelm und der Königin Maria, welche er kurzvor der Revolution gemalt; und vertue (ap.
p. Zi8.) beschreibt von ihm fünf sehr be-wunderte Bilder auf Einer Tafel, von 1O7H. da-tirt, welche eine Lady mit einem Hund, eine zweyte
Nette. 961
kady, den Lord Berkeley von Stratton, dessenGemahlin und einen seiner Diener darstellen. F,o-rillo V. Hbo. In der Galerie zu München befin-den sich vier Bilder von ihm: Darunter eine jungeDame in Atlas gekleidet, die aus einem Buchesingt; ihr gegen über ein Sänger, welcher denTakt schlägt, und zu ihrer Rechten ein andresFrauenzimmer, mit einem kleinen Hund auf den»Arm, das ihr aufmerksam zuhört. In derjenigenzu Wien ein Bildniß; zu Dresden zwey galanteGattungsstücke; zu Schleisheim ein dergleichen —biblisches: Bethsabö, die einen Liebesbrief von demKönig und Prophet erhält; zu Salzthaium ein Schä-ferstück und eine schwarzgekleidete Dame, vor ihreine Sanduhr und ein Todtenkopf. Marierre be-saß von ihm einen kleinen, mit schwarzer Kreidegezeichneten Mannskopf, der auf der Auction sei-ner Kunstsammlung um 499. L. 19. S- verkauftwurde. Der Katalog von Brandes führt über20. ein Verzeichniß meines sel. Vaters über 3 o.Blätter von ihm an, theils Bildnisse, theils Gat-tungsstücke, einiges Mythologisches; von eigent-lich Geschichtlichem das einzelne vorttefliche Blatt:ülort lle Lleopatre von Wille, welches einer-seits zeigt, daß auch der Niederländer sich bis-weilen zu einer hohen Sluffe von Adel erhebenkonnte, so wie der Stich, daß sein trefiicher Ur-heber (wenn er's nur öftrer gewollt hätte) esganz gut verstand, den Glanz seines Grabstichelsmit der Etznadel zu mildern. Die uns bekanntenübrigen Stecher nach tierscher sind: I. 8. An-sein,, W. Baillie, H. Bary, S. Blesendorf, A.Blooteling, M. L. A- Boüot, I. Coelemans,Fr. David, I. M. Delattre, I. D. Dugoure, G.Edelink, Epiciö, I. Folkema, C G- Geyser, Hal-bou, A. Hemcry, I. Houbracken, Klauber, E.G- Krüger, H. von Meurs, du Plessis-Berkaux,P. Schenk, W. Vaillant, I. Verkolie, 8. Vis-scher, W. Walker und I. Watson. Als beson-ders schöne Blatter nennt der erwähnte Katalogvon Bildnissen nach ihm: Sein eigenes, seinerFrau und seines Sohns (Familienstück) von Da-vid (der Katalog von LO"»k!er thut noch, mitRecht, seines und seiner Frau, die ein Conzertmachen, von Krüger hinzu); hiernächst das desHerzogs von Monmuth zu Pferde (in der Fernnngein Kavalleriegefecht), gemeinschaftlich mit Wikegemalt, und von Baillie geschabt; der Herzoginvon Mazarin und des H. von Colbert (als Vcr-tumnus und Pomona) von Watson geschabt, unddes Großpensionnairs Joh. de Witk, von Disschergestochen; dann von Gattungsstücken: i'kcVonugbirci Latcüers, von Walker; ftriöre a Venus,ein großes Blakt von Dugoure; r> Musical Eon-versarion (vielleicht das Bild aus München ), oonDelattre; den Urin beschauenden Arzt, von Fal-ken»« ; Jupiter und Callisto, von Verkolie geschabt;und, unter diesen, vor Allen aus: I.e pekit ?k>^-sicisn, von Wille. Aus ganz neuen Tagen end-lich kennt man nach ihm für's XXXM Heft desMüsse hJapolec»» l'ezccompa^ncment ciu futch,von Touzö gezeichnet und von P. Audoin gestochen,vielleicht das nämliche, welches gleich oben:Musical Lonversation heißt-
* vier scher (Constantin). Von ihm heißt esbey warelet: »-Dem Talent seines Vaters kamer nicht bey. Da er aber die Kunst besaß, inseinen weiblichen Bildnissen zu schmeicheln, so bliebseine Arbeit nicht ohne Erfolg." Gcscllschafts-stücke von ihm sollen selten seyn. Eine Pastoralevon ihm befindet sich in der Münchner -Galerie.
* — — (Theodor). Nach ihm hat G. Ede-link ein schönes Bildniß Crispin's cd. i. des Schau-spielers Poisson's, des Vaters, in Crispin's Rolle)gestochen. Ara»<K>s.
riette ( ) , ein deutscher Baumeister (seine
Blüthezeir ist uns »»»bekannt), gab ein Werk ausLicht, »vorin er adcliche Land- und Lusthäuser nachmodernem Geschmack angiebt. Ferner kennt man
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