Z6r Nettling.
von ihm 42 Aussichten von den vobnehmsien Theislen des Schlosses Ludwigsburg . Mrc.
erkling (F. W.), Kupferstecher zu Leipzig .Von ihm sah man um 179h. (damals befand ersich zu Berlins das fleißig und brav gearbeiteteBildniß des Feldmarschalls F. I. von Sachsen«Coburg , nach einem Originalgemälde. Dann um1799. diejenigen der Königin und der PrinzessinLudwig von Preußen , nach Schadow und Hampe;in 1800. (neben etlichen Romanblättcrn nachHampe) Gustav Adolph, Friedrich II., Bonnsparke, Lor. Medicis, Luther, Calvin, Zwinge!»nd Leibnitz ; Anton Wall, Bergrath Scherer,die Frau von Berlcvsch, nach Gareis, zur Bibl.d. schön wlssensch. u. a. m. S. Leipz. gel.Tageb. Um 1802. lebte er zu Magdeburg , undhatte auch dort den Ruf eines geschickten Manns.In i 8 « 4 - gab er das Bildniß des Russischen Kaisscrs Alexander, nach der Zeichnung von Küchelsgen; und um 1806. zu der bey Voß in Leipzig ersschicnenen Galerie berühmter französischer Genesrale, englischer Admirale, Gelehrter, Künstler u.s. f.ohne Namen des Malers eine Menge Bildnisse, Welsche auch besonders, das Stück zu 8. Groschen,feil geboten wurden. /Mc. Meus. rJ. Misc.I. 119—20. u. a. Oeffenrl. zssachr.
Nerzker (Joh. Christian), s. Joh. GeorgSchiebing in den gegenwärtigen Zusätzen.
Vkevay (Jacob). So nennt der winklerscheKatalog einen uns sonst ganz unbekannten Zeich-ner und Kupfcratzcr, von welchem er vier Köpfeauf Einem Octavblatt in Tuschmanier kennt.
Neubauer (Christian). Ein solcher wirdirgendwo (seltsam genug), ganz ohne Weiteres,einer der berühmtesten (?) deutschen Kriegs-BausMeister genannt.
— — (Joh. Georg) war um 1705. Königl.Preußischer Münzwardein zu Magdeburg . Nachder Zeit kam er als Münzmeister nach Berlin .Goerrens Gelehrt. Europa 1706. II. 577.
— — ( ). So heißt ein uns sonst unbe-
kannter Kupferstecher, der zwey Wasserfälle imKanton Zürch (bey Weißlingen und Ofstngen) nachWüst artig geetzk hat. Biblisch, d. red. u. bild.Bünste Hl- 21—22.
pJeuber (Joh. Christian), Hofjuwelier zuDresden , geb. zu Neuwcrnsdorf im Amte Lau-terstem des Sachs. Erzgebirges, ein geschickterKünstler in Mosaiken und andern Steinarbeiten,für Dosen, Ringe, Tische, große Tafelaufsätzeu. s. f. wozu er vorzüglich die Sächsischen Land-edelsteine zu benutzey suchte. Ein Kamin von ihmwurde ins Grüne Gewvlb gestellt. Als ein vor-züglich schönes Kunststück von ihm nennt mandie, als ein Kurfürst!. Geschenk, für den Französ.Gesandten, Baron von Breteuil, in 1779. verfer-tigte Tafel, welche 20" in die Länge und 24" indie Breite hielt, und Blumenparthien auf azur-blauem Grund darstellt, wozu er sich 145. Sortenverschiedenartiger Steine bedient hatte. Er selbstbesaß ein sehenswürdiges Steincabinet, und starb7Z. I. alt am 1. Jan. 1808. zu Eybensdorf beyseinem dort lebenden Sohne, Tbristian Adolph.Blabe gel. Dresden S. i«6. — HascheDresden II. 124. — Dresdn. Merkrv. 1780.S. 10. Hayinann S. 098. ^rc.
— — ( ) ein geschickter Mechaniker zu
Hamburg . In 17O7. hatte er die Statüe einerSchäferin verfertigt.welche sprach u. s. f.; und 1M.ein mechanisches Pferd, was einen Phaeton miteinem schönen Frauenzimmer zog. Auf einemTische vor ihr stand ein Glockenklavier, woraufsie Verschiedenes spielte; das Pferd gieng Schrittvor Schritt, soff eine Schaale voll Wasser aus,und gab es natürlich wieder von sich. Das Ganzewog 0 Centner schwer. Leipziger Allerley 1767.S. 711. und 1768. S. 52b. S. unten Neuberr.
N e v e.
2 pJeuberger (Anna Felicitas), deren imLex. unter dem Art. ihres Vaters Daniel Erwäh-nung geschieht. Nach ihr (oder Daniel?) hat G-C.Eimart sechs mythologische Gegenstände gestochen.
* — — (Daniel). Derselbe war des be-rühmten Baumeisters Elias Holl Tochtcrmann.Man zeigt von ihm ein Gemäld mit der Aufschrift:„Von Wachs, ohne Pinselstrich gemalt, von Dan.Neuberger, dem jünger», 1624." Was dennimmer mehr und minder zum Beweis dient, daßschon er Versuche gemacht, die enkaustische Maslerey wieder aus Licht zu bringen. Nach ihm,von G- C. Eimart gestochen, führt der Winkslersche Katalog drey allegorische Blätter an.
* — — (Ferdinand), dessen im Lexikpn amSchluß des Art. seines Bruders Daniel gedachtwird. Derselbe ist wenigstens durch sein Bildnißbekannt. Nach Wachsbasreliefs von ihm hat Joh.Meyer zwey gebirgigte Landschaften gestochen.
hleubert ( ), Bildhauer, gebürtig aus
Böhmen , lebte um 1789. zu Dresden und exzel,lirte im Decorationsfache, so daß seine Blumen-gehange, Früchte, Aehren, Insekten», s w. nichtszu wünschen übrig lassen LNeusel II. wo dannweiter bemerkt wird: „Ob es dieser oder ein an-drer gleiches Namens sey, der künstliche Auto-maten verfertigt, ist ungewiß." S. oben pZeuberzu Hamburg , der wenigstens znverlaßig dieser Au-tomatenkünstler ist. Hinwieder heißt es ben Hay-mann S. 4»2- „Vielleicht ist vZeubert der Weismacische Hofmanicus Joh. Thristoph tJeubevr,der durch gute Spritzen und Rettungsleikern be-kannt ist (S. Leipz. Intel!. Bl. 1782. St. 5 o.1784. St. 54. Heß Beytrage I. N° 12.), odergar der (oben angeführte) Joh. Tbriftian Neu«der, der Hofjuwelier." Wer löst nun diese Knotrten alle?
Neubourg (Joh. Heinrich). Ein solcher er-scheint in 178h. mit dem Titel als Obercommis-sarius, der das Bauwesen zu Nienburg zu leitenhatte. Zu gleicher Zeit waren in gleichen Funk-tionen im Hannöverschen angestellt: Zu Göttingen ,Johann Friedrich Wilhelm Benre; zu Haarburg,der Major Johann Conrad Irsengardt, erscheintschon 1762. als Bau- und Proviantverwalter zuGifkhorn; zu Hameln , Christian Ludolph Bcdecker;zuLüneburg, Albrecht Werner Juncken; zu Mün den , August Heinrich Heimery; zu Ratzeburg ,Friedrich August Lamprechr; zu Stade, CarlChristian von Schlürrer. (Diese alle trugen denTitel: Baus und Proviantcommissare). Zu Ceilewar Johann Friedrich Schnadhorst, welcherBau- auch Proviant - und Zeugverwalter genanntwird. S. Braunschweig-Lüneburg . Sraarsskalender 1782.
* isleve oder zJeue (Franz von), geb. um1627. (nicht 60. wie es bey Basen D8. ser. heißt)zu Antwerpen . Dort sieht man viele von seinenArbeiten. In Deutschland besitzen von ihm: DieWiener-Galerie zwey große Kniestücke; das einedes Erzherzog Leopold Wilhelms, Generalgousverneurs der Niederlande ; das andre Carls II. von Spanien und der Erzherzogin Maria Anna .Dann die Galerie Lichtenstein: Das Urtheil Saslomo's und der unschuldigen Kinder Mord (ein vor-züglich gerühmtes Bild). Und nun (merkwürdiggenug!), die bekannten von ihm selbst geatztenBlätter sind meist Landschaften von seiner eignenErfindung, mit heroischen und edel gezeichnetenFiguren staffirt. Man bewundert darin sein schö-nes Blätterwerk sowohl, als die harmonische Wir-kung des Ganzen. Bost VI 17b. wo 10. undBartsch IV. 117—2H. wo 16. derselben genaubeschrieben sind. Bey letzten« liest man dann:»Einzig ist zu bedauern, daß dieser Künstler nichtmehr Mannigfaltigkeit in seine Etzarbeiten gebrachtund solche nicht mit dem Grabstichel oder der kal-ten Nadel gemischt hat; daher ihre Monotonie,