Nogare.
rJogare (Johann) malte für eine Kapelleder Kirche Sl. Mcrry zu Paris auf ein Fensterglasdie Vcrnrtheilung der Susann«, nach einem Car-ton von Jacob de Paroy. Dann arbeitete er auchfür die dasige Kirche St. Eustache . (e l. 17.
Aogarer (F ). Nach einem uns ganz unbe-kannten Maler dieses Namens, der um 1720. zuParis arbeitete, hat Fessard (1770.) das Bildnißdes dortigen ErzbischvfS A. E. L. le Clerc de Juignegestochen.
— — ( So wird auch im älmanaclr6es 6eanx-^rts von t8oZ. ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender 8culpteur practiclengenannt.
* Aogaet (Joseph). Lanzr II. 21.8. führtvon ihm einen St. Peter im Dom zu Bassano alsein sehr verständiges Gemäid an, und bemerkt,daß er bisweilen die Manier seines Lehrers Ba-lestra mit Piazetta's habe vereinigen wollen. Na-her charakterisirt ihn Zstorillo II. 178. daß er näm-lich, mit Abweichung von der Bahn seines Mei-sters, sich hauptsächlich darauf gelegt habe, inflamandischem Geschmack halbe Figuren mit erstaun-licher Feinheit zu malen, wobey er die Natur bisin die kleinsten Beschaffenheiten der Haut aus-drückte. Einige von seinen beßten Bildern seheman in der Dresdner Galerie. Von ihm sey auchdie trcfiiche (jetzt in Paris befindliche) Copie derNacht des Correggio , welche seiner Zeit, als dasUrbild von Modena nach Dresden kam., an dessenStelle gesetzt wurde. Markier fertigt diesen Künst-ler sehr kurz ab: „Er sah sich mit zu wenig Genieversehen, um sich der Geschichte zu widmen, er-warb sich aber Ruf durch seine richtig gezeichne-ten und glänzend coloririen Charakrerköpfe, so daßsolche durch ganz Europa gesucht wurden. Gestochennach ihm haben: I. Calkini das Bildniß des MalersFr. Zuccarelli, F. X. Jungwierth des MalersI. Oefcle, und P. Peiroleri das Brustbild einesGreisen, der Brillen halt, und welches man fürNogari's eigenes halt (doch starb er erst I.alt). Dann I. E. Hayd das Stillschweigen;F. Polanzani den Geizigen; letztrer und I. I. HaydPhankasiekopfe Ebenfalls mit exe.
bezeichnet: Cimon und Pero, und Verkumnus undPomona. P, A. Speck eine Alte, welche die Händean der Gluthpfanne wärmt u. s. f.
— (Paris ). Gandellini zufolge starber 75. I- alt.
kZodr (Erich Niclaus), Faktor und Glasschnei-der bey der sächsischen Spiegelfabrik in Senfken-berg. S. Sachs. Hof- und Sraarskalender,wo zwar 1/44- sein Name nicht mehr erscheint.Nach dem Magaz. der Sachs. Gesch. und demSächs Eurios Eabitier, welche in seinem Todes-jahr von einander abweichen, müßte er, nach einerMittelzahl, um 17^8. ungefähr 6ü. I. alt. gestor-ben seyn.
— — (I. G-), vermuthlich ein Dresdner -Künstler. Nach seiner Zeichnung hat Bcnsheimerein Bildniß des Malers Johann Fink, von die-sem letzter» selbst gemalt, gestochen,
Fohren ( ), Malerin zu Breslau seit
1787. (vormals Gesellschaftsdame der Gräfin vonkottum zu Echwcdt), geb. zu Brieg in Schlesien.Ihr angcbornes Talent für die schönen Künstehatte sie, nebst der Musik, auch zur Malerey er-muntert, und sie kam als eine ziemlich glücklicheDilettantin nach Berlin , wo sie durch Chodo-tviecki's freundschaftlichen Rath und fleißiges Eopi,ren es endlich soweit brachte, daß sie der Aufnahmein die Akademie würdig geachtet wurde. Von ihrsah man Bildnisse verschiedener Personen des Kö-niglichen Hauses, besonders der Prinzessin Friede-rike und des damaligen Kronprinzen, in Pastell.Dann verschiedene Landschaften aus der Gegendum Potsdam n s. s Mensel ll. Cons. Lüs-ten Berl. Gel. u. R-mstler S- 2Z0. u. ff.
N 0 ir. 9? i
rskoitttier ( ), ein Bildhauer, vermuth-
lich um die Mitte des XVIII. Jahrh, zu Paris .Von ihm ist das schöne verzierte Tafeliverk, wo-mit die Kapellen St. Pierre und Sr. Vincent dePaul der Kirche St. Nicolaö du Chardonner (sontentierement revetues 6'une koiserle, seulpteevon M) , gedachter Hauptstadt, bekleidet sind.Ib/. /). Cnriosikös 6e l'sris, 6e Versailles ,Narl^ etc.. (Paris 1778. 8^. 2. Theile) I. 299.
L^lorr (Alexanderle), französischer Maler neue-rer Zeit, Schüler von Doyen, bey dem er fünf-zehn Jahre siuvirt hatte. Da er mit seiner Kunsteinen großen Umfang gelehrter Kenntnisse verbin-det schlug ihn sei» genannter Lehrer, als Mit-glied der Commission der französischen Monumentealter Kunst zu Paris , der dortigen Mumzipalitätzum Aufseher derselben vor, die ihn 1791. dann wirk-lich zu solcher Stelle ernannte, bey welcher er sichdurch unermüdete Sammlung , geschick te Ordnungund sorgfältige Aufbewahrung dieser zahlreichenDenkmäler große Verdienste erwarb. Schon um1797. gab er darüber: Oescripclon liistorigu«et ckronoloßigue 6es iVonumens 6c 8eulpcursreunis au Hlnses 6es Islonumens kran^ais 8".2>j». S. (ohne Kupfer). Diesem folgte: ülusöe6es hlonumens kran^ais, ou Collection lles8tatues, Dasreliess et kombeaux 6es stommeset äes kemmes celebres, pourservira I'kistoire6e krance. 3. Th. 1800. mit vielen von ihm selbstgezeichneten, und von Guyok im Umrisse gestoche-nen Blättern, und in gleicher Gestalt ein vierteri8o3. welcher die Histoire äe la Uellicure surveri-6 enthielt Alle diese Schriften zeichnen sichindessen mehr durch Sammlerfleiß als durch Geistaus; und eine verworrene Reihung der von ihmertheilten Nachrichten sowohl als ein geschmacklo-ser Vertrag machte solche im Ganzen fast unge-nießbar. Noch wünscht Fiorillo III. 56o. derübrigens in seinem Urtheil hierüber ganz von demunsrigen abweicht, wohl auch mit Grund: Daß,da verschiedene von jenen Monumenten restaurirtoder aus einzelnen Bruchstücken zusammengetragenwerden mußten, H. lk Noir eine genaue Notizvon dem ^erfahren dabey und den neuern Zusätzengegeben hakte, damit man nicht in der Folge ge-täuscht werde, und ein Kunstwerk in's XIII. Jahrh,setze, das in's XVIII. gehört Und noch an einerandern Stelle sagt er: „So schätzbar le f^oirsEifer für die Rettung seiner Denkmale sey, sowenig Anspruch auf allgemeinen Beyfall kenntenhingegen feine hinzugefügten Erklärungen machen,da sie sich um falsche Voraussetzungen drehen,und aus dem verworrenen, nach Jones in Englandvorzüglich herrschend gewordenen System der altenMythologie geschöpft seyen " Er lebte noch 180g.
— — (B. le). So heißt ebenfalls ein Ma-ler zu Paris , wahrscheinlich von etwas frühererZeit, als der vorgenannte Alexander (um 1779.Einverleibter dcrKönigl- Akademie), nach welchemI Clarcke eine Madonna roth abgedruckt, undCathelin und V. Evangelist! ein Paar Bildnissegestochen haben. S»-a»-ckL. d/sc.
— — (Rose le). eine französische Kupfersie-chcrin in Farben, welche !<oft nicht nennt, ar-beitete zu London um >77ü. Von ihr kennt man,neben Andern,, nach Angelika Kaufmann : kleauteconseille par la pruäence, rejekte avec me-pris les solllcitstions 6e !a koste. Lange Pre-digt für eine kurze Wahrheit'.
— — ( le). Name eines Kupferhaudlerszu Paris , bey welchem mau z. B- >e Comte 6eCommin^es, ou les Arnaus mullieureux, ohneNamen des Malers, und Driompüe 6e Venus,ebenfalls nach Angelika, beyde ohne (uns bekannte)Benennung des Stechers fand.
— — ( le), Baumeister zu Paris erscheintals solcher bereits um -7H8. Damals sah manvon ihm das sogenannte Wintcr-Vauxhall dieserStadt. In 1778. gab er in einer eigenen Schrift
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