Band 
Zweyter Theil [2].
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970
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970 Nobili.

* Nobili (Anton), genannt Gtraforo, starbrügt). und ward in der Kirche St. Paolo di CampoMarzo begraben.

(Durantede), ein Maler, gebürtigvon Caldarola im Gebiet von Macerata , arbei-tete um?i. Derselbe war ein Michel-Angeli-sches Genie, wie solches aus einer Madonna zwi-schen vier Heiligen in der Kirche St. Peter diCasteilo zu Ascoli ersichtlich ist, an welcher er sei-nen Namen, Geburtsort und erwähnte Iahrszahlunterzeichnet hat. I. 464.

rslobilibus (Peter de 4 , ein Kunstverlegerzu Rom in der zweyten Hälfte des XVI. Jahrh,der dort diesen Beruf zu der nämlichen Zeit, wiedie A. Lafreri, P. Graziani u. a. trieb, mit denener, wie es scheint, in mancherley Gemeinschaftstand. Bey ihm fand man z. B. die Blatter:Buonaroti's Bildniß (i 5 >j 5 .), die Bogenschützenund den bußfertigen Schächer, alle drey nachBuo-naroti; 8sorillciuin kauni, wahrscheinlich nacheinem alten Basrelief; dann die Belagerung vonCivttella durch den Herzog von Guise ( 155 ?.),ein Bildniß von Raphael u. s. f. Mrc.

* Noblesse ( ). Derselbe wird ander-

wertS auch Nobler genannt. Nach Basan.ward er geb. zu Cahors 1662.

Noblin (H. und 8 ), Kupferstecher zu Paris in der zweyten Hälfte des XVII. Jahrh., derenRost keine Erwähnung thut. Von ihnen kenntman verschiedene Bildnisse, wie z. B- des erstenPräsidenren Pillct, nach Gribelin, und des Bischofsvon Toulon , Johann von Vintimille, nach F. Pu-get; dann andre, ohne Namen des Malers, mit2676. rt)g2. u. s. f. datirt. Auch ein allegorischesBlatt: l'-Hliance lle Mars st cle Minerve.

Noby ( ). Nach einem uns sonst unbe-

kannten Künstler dieses Namens wurde, wennwir uns nicht irren, um 1806. bey Voß in Leipzig ein Bildniß von Raphael Mengs , von Gutten-berg gestochen, um 8. Gr. feilgeboten.

rstocchi ( ), ein uns sonst unbekannter

neuerer italienischer Künstler, nach dessen Zeich-nung Folo den Erzengel Michael von Guido (nochbesser als Frey) für Volpato's Verlag (1800.) ge-stochen haben soll ein Blatt, welches in Deutsch-land 7. fl. r/z. Kr. kostete. AUg. Lunstz. 8°.S. rÜ8.

* LJocchieri (M.). Derselbe hieß FranzMaria. F. Aguila hat die neun Musen undden Christina-Apollo, von welchem im Lep. dieRede ist, erstre nach den Antiken, letzter» nachdiesem mittelmäßigen Künstler und eben so seichtenSchmeichler gestochen.

Vkocesi (Bcrnardin), ein neuerer Geschichts-maler von Lucca, lebte um 1804. zu Rom , woman verschiedene öffentliche Arbeiten von ihm sah.Meitsel's Arch. II. r. 127. Mrc.

lJoch (Carl Wilhelm), Glas- Stein- undWappeuschneider zu Leipzig um 1799. Leipz.Adreßkal.

* Vlocher (Joh. Edmus), der bey Rost man-gelt; nach Lasan Lil. 8ec. geb. zu Paris 17Z6.Von ihm kennt man ein Bildniß von I. I. Rous-seau , nachNamsay (176V. gemalt); >» Lscclmnteenöornns, nach Rubens , und sechs Studien nachTeniers.

* j^ocrer (Carl), der jüngere. So heißtbey Fiorillo lll. 34 ^- wir wissen nicht eigentlichob Johann lJocrers Sohn, der im Lex. unterdem Art. dieses seines Vaters erscheint, oder wohleher dessen SohnSsvhn, da derselbe l. 0. ein Zeit-genosse von le Moine heißt. St. 1719. 72. I. alt.Nach ihm kennt man die Bildnisse Monsieurs,Bruders Ludwigs XIV. Franzens von Vendome,Herzogs von Bcaufort, im Harnische, und ein

Noferi.

andres Kniestück, letztres wenigstens von Nanteuil.äe Xt. p. i8ö.

* lJocree (Johann). Derselbe war aus Metz gebürtig und lebte lange in Italien , wo er mitetlichen andern französischen Künstlern unter Pous-sins Aufsicht mehrere Werke für Liebhaber in Frank-reich copiren mußte. Fiorillo lll. i 5 i. n. 180.wo er irrig jJaucret heißt, und daher im Regi-ster als ein eigenes Ens rubrizirt ist. Nach (jZaulrde St. Germam (S. 172.) starb er (1672.) 5 j.I. alt. Er malte zu St. Cloud und in den Lul-lerten in den Zimmern der Königin. Nach ihmhaben die beßten Stecher seiner Zeit sehr schöneBildnisse geliefert. So z. B. P. Sylvestre sein eige-nes; Nanteuil Fr. von Vendome, Herzog vonBeaufort; Poilly Ludwig XIV . und dessen BruderPhilipp vonOrleans; A. Vallet die Herzogin vonMonkpensicr (1674.), wieder andre M. l'Asne,M. Ändert, G. le Brun, Pinßio und van Schup-pen (1660.).

zJodder (P.), Maler in London , der seit1797. gemeinschaftlich mit G- Sbarv jeden Mo-nat ein Heft von gemalten Abbildungen aus der Na-turgeschichte giebt, die sich durch Schönheit undTreue, so wie zum Theil auch durch die Selten-heit der Gegenstände auszeichnen. Oeffenrlichebstachrichren.

Noehr ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Kupferstecher, von dem man dasBildniß des Malers Johann Funk, nach ihmselbst, kenne.

* iJoel ( ), ein Künstler (derselbe, den

das Lex. 1779. noch einen jungen französischen Zeichner nennt, und der dann späterhin im ^lma-nack lies Deaux-^rts 1802. unter den damalszu Paris lebenden Marinemalern erscheint),malt"(heißt es bey FioriUo III. 557 -) »zwar nur mitWasserfarben, weiß aber dennoch eine große Wir-kung hervorzubringen; auch sind seine Werke, ihrerfleißigen Ausführung ungeachtet, in einem gran-diöfen Styl. Da er viele Seereisen unternommenhat, so glücken ihm seine Darstellungen des Oceansvortreflich, besonders wenn er ihn im Aufruhr, beydunkelm, mit Wetterwolken überzogenem Himmelschildert. Seine Aquarelle haben beynahe die Krafteines Oelgemäldes; und es ist nicht zu läugnen,daß, wenn er sich von Jugend an mit der Kunstbeschäftigt hätte" (das hat er ja eben gethan)erdem großen Vernet gewiß gleich gekommen wäre."Ob dieser rJoel noch der nämliche sey, der in 1801.nebst Ander», zu Defiennes Lrucle ll'.^rbresdie Blätter in Kreidenmanier gab, ist uns unbe-kannt. S. I. 180.

(Miß), eine Kunststickerin zu London ,deren Arbeit, eben so wie diejenige der Miß Lin-wood, die grüße Bewunderung verdienen soll.FioriÜo V. 822. Nähere Nachricht von beydens. im: Nontkl)'-LIaj;a2ine 1 °. XIX. i. 87. (i 8 o 5 .)und in: London u. Aan's 1799. St. VIII. S. 297.

( ) So wird auch im /Ilmanack

des öeaux-Arts i 8 uZ. ohne Weiteres, ein da-mals in Paris lebender Architekt genannt.

Noerhiger (I. L.), ein sehr mittelmäßigerSchwarzkunstarbeiter, aus Bern in der Schweiz gebürtig. Man hat von ihm eine Menge Bild-nisse; neben andern die meisten Schultheiße dieseFreystaates. Dann eben so schlechte Prospekte.Er lebte noch um 175». Von den Bildnissen führtein Verzeichniß meines sel. Vaters an die 4 »- an;und dies Kunst-Sündenregister mag noch nicht ein-mal vollständig seyn.

* lJoferi (Michael). Auch Lanzi I. 254.weiß von diesem Künstler nichts zu sagen, alsdaß er in den 8 er!e iletzli Oomini piü illustrlIn pittura unter Dandini's Schülern, ohne wei-teres Urtheil über ihn, angeführt werde.