974 Noirnokte.
* Non »rotte (Donat), geb. zu Besan^on,»ud gest. zu Lyon »780. 76. alt. 6ault <le 8t.(lerin-iin p. 28',. wo er steintre cle Is ville(?)heißt, und von ihm gesagt wird, daß Arbeitenvon ihm auf den Salons zu Paris von ixsi— 65 .ausgestellt wurden Bey Fiorillo III. 3 so. liestman von ihm, daß er sich von dem Kunstcharakterseines Lehrers lc Moinc (so wie mehrere von des-sen Schülern) gänzlich entfernt habe. Gestochennach ihm haben z. B. I. Daullö: l'Lssu^euseäe kleclws; dann ein Bildniß, das man fürsein eigenes halt ' ftsotus in presens etc. undimmerhin einen lustigen Kauz vorstellt; ferner I.Moyreau sich selbst, und Lardieu den BildhauerLvrrain.
* tiloolt oder Nttit (van der) hieß G.(Gilles, EgidinS). Nach dem Lvinklerschen Gant-katalog atzte er auch in Kupfer. So z. B. einekleine Landschaft mit schönen Daumen und Figür-eben. S- auch pIeyrs in den gegenwärtigen Zu-sätzen, mit dem er vielleicht Eine Person ist. Dochfindet sich namentlich dies Blatt nicht unter denen,welche Barrsch seinem tzFeyrs zutheilt, wohl aberder Umstand, daß auch diese letzter», so wie das-jenige des unsrigen, fast alle mit: v.
cxc. bezeichnet sind.
Noorde oder tzForde (Cornelius van), einKupferstecher und Formschneider von Amsterdam ,blühcre daselbst von 1760-75. und machte sich be-sonders durch Arbeiten in der Röthel- und Zeich-nungsmanicr berühmt. Aus seinen Blättern indieser letzter» zu schließen, muß er mit Ploos vonAmstcl in Verhältniß — vielleicht gar von Schülerzu Lehrer gestanden seyn. Von ihm kennt mantheils Bildnisse, wie z. B. sein eigenes, des Buch-druckers Laur. Coster, und des SchriftgießersJohanu's Euschede, ohne Namen des Malers;dann dasjenige des Stechers und Malers Ioh.Visschcr, nach diesem. Don Geschichtlichem: Einenlesenden Märtyrer, nach Johann van Eyck. Ferner:Die Bildsäule des Arztes Andr. Junius und dieGießeroffizin des schon erwähnten Euschede; diesebeyden wieder ohne andern Namen, als den seini-gen. Don Landschaften eine Aussicht von Har-tem, schön und selten. Von Gattungsstücken end-lich : Einen Mann der beym Wein schmaucht,nach einer Zeichnung von Corn. Troost. M§c.
* Lesart (Ioh. van). Nach ihm hat Johannvan Visscher das Bildniß des Gottesgelehrten P.Proelius (oder Proclius) gestochen. Warum ineiner unsrer Handschriften, unter seiner Rubrik,eine Landschaft mit Ruinen nach P. Lastmanneingetragen sey, verstehen wir nicht.
* Norbert (Peter), der in England den Na-men ftarisor oder parizot annahm. Es war umi/ 55 . daß derselbe zu Fulham eine Tapetenma-nufaktur errichtete, worin nicht nur Gobelins,sondern auch kostbare scharlachne Tücher, undzwar so vollkommen wie zu Chaillol und Sedan ,verfertigt wurden. Zu dem End zog er französi-sche Tapetcnwirker nach England, und stiftete so-gar eine Zeichenschule für junge Leute beyderleyGeschlechts An dem Herzog von Cumberlandhatte er einen eifrigen und freygebigen Gönner.Da aber seine Gobelins für den allgemeinen Ge-brauch viel zu kostbar waren, so ging seine Fabrik(wie es scheint die letzte dieser Art in England)nach und nach ein. FlorMo V. 6iZ—iü. 5 . v.Parisor.
» — — der Kapuziner und Maler zu Wien um i/ 5 o. Nach ihm hat P. Campana de So-riana zu Rom: St. Dominic , der dem Kind Je-sus die Hand küßt, gestochen.
Norblin ( ). So hieß ein französischer
Geschichtsmalcr, der um 1779. Zu Warschau ar-beitete und dessen Bilder geschätzt wurden. Mrc.S. den gleich folgenden Art.
N 0 r g a t e.
zJorblin ( ). So heißt irgendwo ein
Feldschlachtenmaler, Schüler von Casanova, deraber wahrscheinlich mit dem gleich vorgenanntenEiner und Derselbe ist. Nach Basalt (b)6. sec.)soll er auch, nach Dietrich, in Rembrandts Ma-nier geätzt haben. So z. D. Alexander, der seineGeliebte malen laßt; dann 5 o. kleine Blätter, wo-rin viel Feuer und Imagination herrsche. Erlebte mehrere Jahre in Warschau . Rupserstich-Raral. des Hofrarhs <t- (6. Erusius zuDresden 1780. E. g/j.
— — ( ). Und eben so ein Bildhauer
aus Preußen, Schüler von Etoufs, der sich um1800. wahrscheinlich in Paris befand. -Wenig-stens sah man von ihm auf der dortigen Ausstel-lung desselben Jahrs ein Basrelief, welches Priam,der zu Achilles Füßen um den Leichnam Heclorsbittet, darstellt, und den ausgesetzten zweytenPrciß mit Thieck theilte, da des ersten keiner derConcurrenten ganz würdig befunden ward. EineAbbildung im Umrisse von der Arbeit des unsrigens. in London '« A»mal. I. wo es davon S. 17.(unsers Befindens nicht ohne Grund) heißt: »Manwird diesem Stück den wahren Charakter der histo-rischen Darstellung, einen kräftigen Styl, Aus-druck und gute Wahl in den Formen und Gewän-dern nicht absprechen können; und der junge Künst-ler, wenn er in Fleiß und Studium fortfährt,kann gewisse Hoffnung haben, bey dem nächste»Wettstreit das Ziel seiner Wünsche zu erlangen."
tzIordberg, s. jJordenberg.
kJorden (Friedrich Ludwig ), geb. in Holl-flein 1708. bekannt als geschickter Schiffer, Zeich-ner und guter Mathematiker. Als Schissscapitainmachte derselbe, auf Befehl Christian Vil. vonDänemark, eine Reise durch Aegypten und Nu-dien. Die Denkwürdigkeiten derselben gab erfranzösisch in 2. Foiiobanden zu Kopenhagen ansLicht, und hatte die Alterthümer u. a. Seltenhei-ten jenes Landes mit eigner Hand nach der Narurdafür gezeichnet. Alsdann gieng er nach Eng-land, ward Mitglied der Königl. Akademie, underwarb sich auch dort, durch ein Werk über dieRuinen von Theben in Aegypten , großen Bey-fall Großmann's Biograph. Handrvör-rerb. — Neue Vers. nütz!. Samml.
— — (Johann), ein englischer Zeichner undgeschickter Stecher im topographischen Fache, geb.zu Wilkshire um i 5 /, 6 . und Mitglied der Gemei-nen zu Oxford i 5 /, 6 . Späterhin schlug er seineWohnung zu Hendon in Mddlesex auf. Das vor-züglichste Werk von ihm ist sein 8pccui>im Lritsn-rnrc (historische und chronologische Beschreibungvon Middlesex und Herdfordshire), mit geogra-phischen Karten. Noch führt G- vertue von ihmeine Ansicht von London , mit der Vorstellung derWohnung des Lordmajors, an. Rost IX. 36 .
Nordenderg (AndreasJohann), Ingenieurund Fortifications-Copitain bey der Königl. Gardein Schweden , und Mitglied der dortigen Akade-mie der Wissenschaften. In den Schriften derletztern (Jahrgang 17/jo. rc.) findet man Abhand-lungen über die Cwil-Baukunst von ihm. Rarh-lefs Fortsetzung von Goerren's gelehrt.Europa IV. S. 5 o/z. u. 5 10.
Norde (I. pan). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein niederländischer Kupferstecher, derum 16.45. nach P. Lastmann gearbeitet habe.
N 0 rgare (Eduard), ein alter englischer Künst-ler, geb. zu Cambridge , und Sohn eines dortigenSchulmeisters. Derselbe erhielt eine gute Erzie-hung durch Niclaus Frcton, Bischof zu Eli), derseine Neigung zur Kunst entdeckte und derselbenfreyen Lauf ließ. Seine Kenntnisse erwarben ihmalsdann die Achtung des großen Sammlers, Tho-mas Arundel, der ihn »ach Italien schickte, umGemälde für ihn aufzukaufen. Inzwischen hattediese Sendung keine» glücklichen Erfolg, und er