Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
981
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Obregon.

* Gbregsn (Peterde) derjenige des Lex. Der-selbe erwarb sich, unter feinem Lehrer Carducho , einerichtige Zeichnung und ein kräftiges Helldunkel.Er malte viele Staffeleygebilde, die in Privat-sammlungen aufbehalten werden; dann einen St.Joachim und eine St. Anna für die Kirche SantaCruz zu Madrid . Sein Hauptwerk aber, dasihn den größten spanischen Malern gleichstellt,ist seine Dreyfaltigkeit in dortigem Kloster de laMerced calzada, deren schon das Lex. gedenkt.Auch soll er geschätzte Blätter geätzt haben. Fio-rillo IV. -71. der seinen Tod in ikbg. setzt.

Obrekro (Peter). So hieß ein Architekt,.der in der ersten Hälfte des XIV. Jahrh, unterBenedikt X . den Bau des Pabstl. Pallastes zuAvignon , von dem man noch die Ruinen erblickt,geleitet hat. ^rorillo III. 70.

Ochandiano ( ). Und so ein spani-

scher Kunststicker aus der zweyten Hälfte des XVI.Jahrh., der, nebst Andern, mit solcher Arbeit inder Kathedrale zu Burgos beschäftigt wurde Fio-rillo IV. 92.

Ochoa de Mervelo y Anronilez, s.

Sarsbia.

Ocker, f. Oecker.

Gckey ( ). So heißt ein englischer Kupfer-

stecher, der nach Reynolds einen großen Apostel-kopf geliefert hat.

Gcman (Anton). Und so irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher, von welchemdort ein Bildnis; Jacob Callot's genannt wird.Ein Verzeichnis; meines s l. Vaters hält dafür,daß derselbe mit dem unten folgenden van derOden, welcher ebenfalls Callot's Bildniß gesto-chen, Eine Person seyn dürfte.

Octaviani ( ). Don einem Künstler die-

ses Namens befindet sich die Statüe des H. Wen-zels auf der Brücke über der Mulde zu Prag . Siewurde vermuthlich in dem ersten Jahrzehnt» desXVIII. Jahrh, verfertigt. Schramm's merk-würdigste Brücken um Urkundenanhang S. 47 -)-

Octavien ( ). So hieß ein Maler, der

um 1700. zu Paris gearbeitet haben soll.

Ocravo ( ). Und so ein Bildhauer, von

welchem Descamps in seiner Reise durchdie Vliederlande die Statuen von St. Peterund Paul in der Abteykrche St. Winox anfuhrt.

* Odam (Johann Hieronymus). Derselbestammte aus einer alten Familie von Tonl in Lo­ thringen her. Bey Ghezzi lernte er zeichnen, beyMarätti malen, bey Fontana die Baukunst. Auchin der Eculptur war er nicht unerfahren. Nachihm kennt man das Bildniß des Abts A. Odam,von P. Pilaja gestochen; und hinwieder von ihmselbst geatzt (17) dasjenige des Kapuziners St.Felix von Cantalice . Scmäe/imr. ^rc.

* Gdasi oder Odazzi (Anton), dessen dasLex. in dem Art. seines Bruders Johann kürzlichgedenkt. Nach ihm hat H. Roffi das Bildniß desKardinals N. M. Lercari und die Marter derH. Agabitha gestochen.

* (Johann), geb. zu Rom . Sein Vaterwar von Mailand gebürtig. Sein erster Lehrer imZeichnen und Etzen (welche letztre Kunst er aber baldverließ) war Plocmaert, der dritte Gauli. Erstarbzu Mailand , nach Einigen -702. und ward inder dortigen Kirche del Angelo Custode ehrenvoll be-graben. Von ihm heißt es bey Lanzi I 55 o.»Derselbe war seines Meisters Baciccio ersterSchüler, und eiferte ihm in der Schnelligkeit nach,wozu er aber nicht (Geistes-, Vermögen genughatte; daher er auch im Ruhm hinter jenem zurück-blieb." Nach ihm hat I. B. Sintes den Schutz-engel gestochen, der einem Kind den Weg zumHimmel weist.

Oderigi. 98»

Oddi (Joseph). So nennt Lanzi I. 543 .«inen Maler von Peiaro, Schüler von Maratti,von dem sich ein Altarblatt in der dortigen Kirchedella Carira befinde, und scheint ihn unter dieje-nigen vielen Künstler der römischen Schule zuzählen, denen es, weil sie nie in die Hauptstadtgekommen, an genügsamen Mustern und Nachei-ferung gefehlt habe Noch bemerken wir, daßdieser Oddi nicht etwa mit dem im Lex. unge-nannten zweyten Sohn des nachfolgenden Parme -saners Mauro Oddr zu verwecyseln sey.

* (Maurus). Er starb zu Parma ,nach Einigen 1702. Von ihm kennt man Fresco-arbeiten in der Herzogt Villa Colorno, und Al-tarblätter in den Kirchen zu Parma . Doch scheinter (heißt es bey Lanzi II. ZZ 4 ) nach dem Rufeines Architekts mehr als nach dem eines Malers ge-geizt zu haben. Gestochen theils nach ihm, theilsnach seinem Sohn Niclans habenN Dorigny-8 kleine Blätter, und A. Westerhout 2. andre fürdas Gedicht des Grafen D. Piazza: 6»ns «8pu8-nsts. mir dem Bildnisse des Verfassers; dannP. M- Francia das Bildniß des Arztes P. Sacchi;B. Kilian ein unverständliches allegoriicheS Blatt:Oben ein Prälat en Medaillon, unten orientalischeFiguren, einen Flußgott, der sich auf ein Kroko-dil! stutzt; M Küsse!: Die von Jupiter (Kaiser Leopold in der Staatsperrücke) gestürzten Riesen;Moretti, nach Zeichnungen; G A. Wolfgang dieTaufe Clovis (schone Composition. Hinwieder,von Maurus geätzt, kennt man: Einen Raubder Europa , nach A- Carracci's Zeichnung; vonVliclaus: Einen St. Philipp Neri , ein Madonnadella Mrsericordia de Scorgiano, und das Bildnißdes Dichters L. Magalotci; dann die schon imLex. bemerkten Bildnisse und Grabmale Gregor X. in der Kathedrale zu Arezzo , die sich in der 1711 ge-druckten Biographie dieses Papstes befinden. (6an-dellini führt des Maurus Zeichen an. Malpe,welcher auch die Blätter des Mclaus, den ernicht zu kennen scheint, dem Maurus zueignet,giebt dafür das Monogramm dieses letzter» an,welches in M. O. bald getrennt, andre Male durcheinen Queerstrich,..uud über diesem ein -j-, verbun-den, besteht.

* (Niclaus ^, der im Lex. unter demArt. des obigen Maurus erscheint. Nach der Zeich-nung des H. Trench stachen er und I. Frey dasGrabmal des Sinceri Musä. Ganrkaraiog vonErusius (Dresden 782.-. S. auch den obigen Art.seines Bruders.

Oden (van der). S. oben den Art U- Ocman.

Odendall oder Gdenrha! ( ). unter

diesem letztem Namen nennt Meusel II. undMiscell. X. 240. einen Bildhauer zu Cölln, derallerley Büsten Figuren und Gruppen von Thonverfertige, welche Wind und Wecker Trotz bieten.In den Büsken treffe er die Aehnlichkeit sehr gut.Derselbe lebte noch i8oh und hieß damals inöffentlichen Nachrichten (unter dem erster» Namen)schwankend genug, ein geschickter Bildhauer zuCölln, der eine ansehnliche Sammlung von Ska-rüen und Figuren in Thon besitze, welche starkbesucht werde.

* Oderico (Joh. Paul) st. 1607. 44. I. alt,an der Pest.Derselbe" (heißt es bey Lanzi II. 2.Z08.)malte stets mit Fleiß, gewählten Formenund einem starken und saftigen Colorit. Die P. P.Ecolvpi in Genua haben von ihm einen H. Schutz-engel, noch ein Werk seiner Jugend, das aber be-reits viel versprach. In Galerien dann findet mangrößere Compositionen von ihm, doch nur selten,und, nach Goprani, sehr hoch geschätzt. Häu-figer sind seine Bildnisse, für welche er ein beson,dcres Talent besaß."

Oderigi ( ). So nennt Fiorillo I. 74 -

einen alten 1Z00. verstorbenen Miniaturmaler vonGubbio , den manalöeincn derStiftcr berrömischcnSchule ansehen dürft. In Gesellschaft des Giotr»