Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
986
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936 Oeser.

Einiges nach Remkrandt; dieCananaerin zu ChristiFüßen und das Scharfgc» der Wittwe, nach Zeich-nungen von F. VerVier; Jupiter und Antiope nachM. de Vos u. s. f. Bald Alles aus den Winkler-scheu und Richterschen Cabinctten.

Oeser (Mademoiselle, eine von Adam Fried-richs zwey Töchtern, deren oben im Art. ihresVaters Erwähnung geschieht, war gleich ihrerSchwester, der Mad. Geyser, ebenfalls Künstlerin.

Gesfeld (Carl Ludwig), Königl. PreußischerHofrath und Kriegssieuereinnchmer des ZauchischenKreises zu Potsdam , wird 1778. von Mensel I. alsein vortreflicher Zeichner angeführt. Späterhinmachte er sich namentlich durch Zeichnung verschie-dener schöner Landkarten berühmt. Diejenigen zuBüschings Geographie, und die sehr genaue Karteder Gegend um Berlin , ein Plan dieser Residenz,ein ähnlicher von Potsdam , und eine VerbesserungLerKartedesFürstenthums Halbcrstabt, rühren vonihm her. Als Pächter des Kalenderwesens in denpreußischen Staaten dann hatte ihm auch dieses,durch bessere Aufsätze und unterrichtender« Verzie-rungen Vieles zu verdanken. Er lebte noch 179(1.Büsren Berlin . Gelehrt, u Rünftler S. 334.und 35 . M-r.

Oesterreich (Joh. Christian Heinrich), einArchitekt, erscheint 1798. zu Dresden in: Dres-den zur Rennrniß seiner Häuser.

(Marie Anne, Erzherzogin von), geb.1708. hat 16 Gemälde verfertigt und geätzt (1772.).Es sind Landschaften, Secstücke, Geflügel, Stil-leben und des Landmanns häusliche Geschäfte,in den verschiedenen Manieren der berühmtestenBambochadenmalcr. hfeue Bibliorh. schönerWissenschaften XXI. 134.

(Marie Charlotte, Erzherzogin von),

nachherige Königin beyder Sizilien, geb. 1752.ätzte in den I. 1766. u. 67. ebenfalls etliche Blät-ter in Kupfer, und ließ sich nachwerts zu Neapel durch Franz Mura auch in der Malercy unterrich-ten. III. /,i 5 .

----- (Matthias). Nach dem Magazinder Sachs. Gesch. (V. 556 .) wäre er geb. zuLübeck 1726. und hätte sich zu Dresden von 17-ch.bis 57 aufgehalten. Nach dem Dresdner- Hof-und Sraarskaiender dann wäre er dort beymCabinet der Kupferstiche und Haudzeichnungcn 1761.und als Unterinspcktor bey der Gemäldegalerie 1753.angestellt worden. Er st. 1778. zu Berlin . NachMensel hätte er bloß zu seinem Vergnügen in Ku-pfer geätzt. Was dort unter der Anzeige seinerArbeiten:16. gypscrne Abgüsse von Antiken, dieim ehemaligen Oraugeriehause bey Sanssoucy ste-hen", eigentlich zu verstehen sey, ist uns unbekannt.Die beyden von ihm geätzten Werke, deren auchLas Lex. gedenkt, führen zum Titel: lisceolta äiXXIV. Larrieature äige^nate eollu pennn äellcelebre Lav. /^. /). 6/reL^i. Orezä 760. so!(vermehrt mit Zeichnungen von I. B. Inrernari1766. 4 ' 2 - Bl.) und : Hecueil äs 9uelgue8 äeg-8ein8 äs plu8ieur8 kabiles msitrs8, tiie8 äu en-binet äe blr. 1e Lointe äs krukl n Oresäe 762. kol.

< ',n. Bl). Di? zweyte Sammlung gab er nachZeichnungen von Boitard, S- Cantarini, L. de laVire, C. Procaccini, Raphacl u. s. f. Irgendwoheißt es: Man habe späterhin (1766.) beyde Samm-lungen in Eine vereint Zu den gedachten Carri-katuren gehören: Seine eigne und I. B. Jnternari'sauf Einem Blatt, in Mönchshabit ; dann der Ma-ler I. Canale, die Kapellmeister von Er. Peter,Jomelli und Matthioli , die Aerzte Lanzi und Vio-lanti u. s. f. Drey Blätter von ihm: Eine H. Fa-milie nach C. Procaccini, Entwurf von zwey halbenFiguren und von einem Körper nach Raphacl, unddie Zeit, die dem schlafenden Cupido die Flügelbeschneidet, ohne Namen des Malers oder Zeich-ners , werden wohl zu der erwähnten zweytenSammlung gehören. Dann zeichnete er sür dasmittelmäßige Prachtwerk der (I-rleris äe Ore8äo,und besorgte 1769. kremiere Partie äes antchui-

O fe r a l.

te.8 cte. äs 8 an 85 nuev, äe88lnes et ^ravs8 par(vNM-. Mensel l.'ll. 7Il8r. Oonk.

Die von ihm herausgegebenen Gemaldeverzeichsnisse, deren das Lex. nur im Allgemeinen gedenkt,find: Beschreibung einer Sammlung verschiedenerOrigiualgemalde (des Kaufmanns Eünkens40.Bcrl. 761). - Des Cabiners des H^I. H Steinin Berlin 4 °- 763. - Des H. D Srengling inHamburg 4 °- Berlin 76Z. Der Bildergalerieund des Cabinets zu Sanssoucy 8^. Potsdam 764.(französisch und deutsch ).

Oesterreich er (Johann), ein Maler, wardvon Kurfürst Johann Sigismund aus Preußen ver-schrieben. Er malte auf Befehl der Kursürstin,Mutter Friedrich Wilhelms, viele Zimmer in ihremLeibgedingc dem Schlosse zu Schwebt, wovon Ver-schiedenes noch übrig ist. Er war Kurfürst!.Trabant zu Berlin , und starb um i 638 . sJicolai.

Oets (P.). So heißt irgendwo, ohne Wei-teres, ein holländischer Maler, nach welchem Hou-bracken Bildnisse gestochen habe.

Oeererich (Ephraim Benjamin ) wurde, nebstChristian Friedrich Spahring, Christian GokthardSchubert (der aber schon 1762. von der Stelleabtrat) und Christian Ludwig Junker, in 1762.als Condukteurs bey dem Bauwesen zu Dresden angestellt, auch zu gleicher Zeit Hermann LeonhardFranke zum Kammerconducteur ernannt. Aur-sachsischer Sraarskal.

* Gepl oder Gexlein (Christoph Daniel).Derselbe wird auch unter die Medailleurs gezahlt.Ob er nicht etwa mit dem Joh. Leonhard OechselEine Person, oder wohl eher dessen Vater sey, istuns unbekannt.

* Oexlein, s. Oechsel und Oexl.

Oexner (Franz), ein Edelsteinschneider ;nMünchen , ist uns einzig durch sein von C. G. Am-ling gestochenes Bildlich bekannt.

Oferal (Friedrich Wilhelm) war Kurfürst!.Sachs. Münzmcister zu Dresden . Die Folge der-selben seit i 556 . war folgende: Hans Biener,geb. zu St. Joachimsthal in Böhmen , von i 556 .bis 1604. wo er starb (Hirsch deutsch. Münz -archiv II. 368 .). Heinrich von Lehnen warvorher Kur-Brandenburgischcr Münzmcister gewe-sen , i 6 u 5 . bis 162/,. Er prägte von i 6 o 5 . bis1607. mit den Buchstaben II. li. Sodann wählteer den Schwan und wurde übrigens 162 s. mitPension entlassen. Johann Jacob 1624. bisi 635 .; er war von Bißleben gebürtig und hattezu seinem Zeichen zwey kreuzweiß geschränkte Ohm-hacken und die Buchstaben H. (Hans) I. (Jacob). Ei» Toms Jacob, welcher nach dem TodeWolf Albrechts (1629.) Münzmeister zu Saalfeld wurde, müßte also wohl ein zweyter dieses Namensseyn Beschreib, und Chronik der KradrSaat-feld bis 1688. Fol. S. 38 g. 91 CorneliusMelde besaß nur ein Quartal und 4 Wochen dieseStelle; er bezeichnete 6. M. Scbald Diertebeni 635 - bis i6(,o.; Dierleben hatte 8. l). Constan-kin Borhe, geb. zuFreyburg in Sachsen 1600. (einSohnssohn des Matthäus, dessen, unter Alberevon Schreibersdorf, noch gedacht werden wird)war erst Kurfürst! Münzwarudein zu Leipzig , hieraufMimzschreibcr, dann Münzmcister von 1640. bis1678. schlug mit den Buchstaben C. k. und einerEichel (seinem Familienwappen). Ein Sohn vonihm, Aegidius, erscheint als Münzwardein vonStockholm . A- D- Richters Aunab- Munz-und Schinittmeister 40 769. Christoph Fischer1678. bis 1686. (er war zugleich General-Mün;-wardein des vbcrsächsischen Kreises) Hirsch V.122.). Er markirke seine Münzen mit zwey ge-krümmten rückwärts zusammengekehrten Fischenund de» Buchstaben E. I. (Zwischen Fischernund dem folgenden Loch zwey Jahre lang keinMünzmeister; das mittlerweile geprägte Geld trägtalso kein Zeichen). Johann Roch, erst Münz -