998 Orfoni.
figur) nach Solimena nennt auch FüMr III. 2i5.Noch kennt man von ihm mehrere Blatter für eineAusgabe der Werke des Hieronymus (Verona :
* Drsoni (Joseph), s. oben Stephan Gr-landi. Etwas nach ihm gestochen siehe in demWerk: T'ombesux <lll princes, ^rsnsts Capi-taines et autres Kammes illustres, gni antsieuri öans 1s 6rsncle örets^ne etc. 6r. in fol.
Orre (Bernard und Diego de), Vater undSohn. So heißen bey Florillo IV. 90. zweyspanische Miniaturmaler des XVI. Jahrhunderts,welche für die Kathedrale von Sevilla Mancher-lei gearbeitet hatten.
Oreega (Franz de), ein spanischer Künstlerdes XVII. Jahrh., welchen Philipp V. mit siebenandern seiner Kunstgenossen zum Taxator der altenMalereyen ernannte In 1751. zierte er das Ge-wölbe, Schiff und Chor der Kirche de la MercedCalzada zu Madrid mit seinen al Fresco's, wel-che aber durch die Arbeiten des Colonna an derKuppel eben dieses Tempels verdunkelt wurden.Fiorillo IV. 55 i— 52 .
— — (Johann de). So heißt Ebender-selbe (I. c. 99. und 187.), ohne Weiteres, einenspanischen Glasmaler, der um i 554 - in der Kathe-drale zu Toledo arbeitete.
— — (St. Johann de), ein alter spanischerBaumeister, Sohn von Vela Velasquez, geb. zuFontana d'Ortunna bey Burgos . Um den Unru-hen zu entgehen, welche sich in Castilien wegendem Zerwürfniß zwischen der Königin Urraca undihrem Gemahl Don Alfons von Arragon erhobenhatten, begab er sich als Pilgri'mm nach Jerusa-lem , und von da in die Einöden von Montes-dosa, wo er eine Hieconymitenkirche, nebst Klosterund Spithal erbaute, welche jetzt noch vorhandensind. Dann war er im Austrocknen von Süm-pfen , und dem Bau von Straßen und Brückenbesonders erfahren. Von letzten: sah' man, nachseiner Angabe, die Menge; wie z. B bey Logronnoüber den Ebro, bey Nager«, Sän Domingo u. s. f.so daß daher das elende Wortspiel: Uonnsices aponte kaciunöc» entstanden war. Mr/rx:ra Lll.rer2. I. 120—21.
— — (Peter de). So heißtFiori'Ilo (IV. 1 58 .)einen Maler zu Sevilla , der gegen End desXVI. Jahrh, mit mehrern seiner Kunstgenossen dieArbeiten in der dortigen Kathedrale ausbessern half.
*<L>rremels, s. Horremels.
Orriz ( ). So heißt Florlllo (IV. i 55 .)
einen gelehrten spanischen Architekt der neueste» Zeit,von dem man eine Uebersetzung des Vitruvs kennt.
* Grtolano, s. I. B- Benvenuro. Hierholen wir von ihm noch Folgendes nach. NachEinigen war er von Garofolo gebürtig; Andreverwechseln ihn so ganz mit Benv. Garofolo,mit dessen Geschmack der (einige in der That soviel Aehnlichkeit hatte, daß in der Bologneser-Ausgabe des vasari sogar sein Bildniß für Ga-rofolv's seines gegeben wird. Um 1512. siudirteer zu Bologna nach den wenigen dort befindlichenWerken von Raphael und Bagnacavallo , dessenStyl er bisweilen ebenfalls nachzuahmen suchte;mußte sich aber von dort, eines verübten Tod-schlags wegen entfernen, ehe er seinen ganzenZweck erreichen konnte. Mit einem Geschmack inZeichnung und Perspektiv, worin er Ganzio nahekam, vereinte er (Baruffaldt zufolge) eine kräf-tigere Färbung, als selbst Sanzio besaß. Vieleseiner Bilder kamen in die römischen Galerien,und werden dort zum Theil für Arbeiten des Ga-rofolo gehalten, dessen erste Manier, mehr fleißigals pastos, man leicht mit Grrolano's seiner ver-wechseln kann. Dann befindet sich von ihm Meh-rercs zu Ferrara in Kirchen und bey Privaten;ein Bild z. B. noch auf die alte Weise componirt
Osborn.
und mit 1520 . datirt, in St. Nicolo; ein anderes(von Scanclli S. 019. gepriesenes) zu Bolseno,das die H. H. Sebastian, Rochus und Demetriusvorstellt, den letzter» im Kriegsgewand, und dersich auf sein Degengefäß so nachdenkend stützt, daßman nichts Malcrsches und Wahreres sehen kann.
Orrulpho ( ), ein Bildschnitzler zu Gör-
litz in der Lausitz , vollendete i 585 . in der Dreyfal-tigkeitskirche daselbst die Stellen im Chöre, wodie Mönche sonst gestanden haben. Alles ist auseichenem Holz mit schöner durchbrochener Arbeit,worin sich allerley Dögel u. s f. befinden, gear-beitet; vorzüglich in der Mite wo die zwey Guar-biane standen. Schon früher (-282.) verfertigteer auch eine Orgel für die gedachte Kirche. L-G Funk Lebensgesch. aller geiftl. Personenzu Görliy (8°. Görlitz und Leipzig ) S. 119.
Orvietani (Andreas und Bartholomö), vonOrvieto gebürtig, alte Maler, die bort um i 4 « 5 .arbeiteten, werden von Lanzi I. 355 . im Vor-beygauge angeführt.
Grvieeano (Ugolino). Und Ebendas (l.c. 555 ) ein noch älterer von dort gebürtiger Ma-ler dieses Namens, der im dasigen Dome umiZ 5 i. gearbeitet habe.
Gs oder Oß (Johann oder T. van), ein be-rühmter Früchte - Blumen - Landschaften - undSeemalec in Haag, blühete um 1770. und ließsich seine Kunst sehr theuer bezahlen. Namentlicharbeitete er auch für die Russische Kaiserin, undsiehet man von ihm zwey Bilder in der Galeriezu Petersburg N°. 926—27. (I 7 sr. S. auch D-Marsbag's Aaralog N<> 460. 555 — 54 - Auchvon Männlich nennt ihn einen geschickten, wahr-scheinlich (i 8 » 5 .) noch lebenden Künstler, der mitdem Fleiße eines van Huysum seine Bilder ohneTrockenheit auszuführen verstehe, dessen Färbungaber gewöhnlich etwas zu bunt sey. Eine Urnemit Blumen, am Fuß derselben ein Vogelnest u.s.f.auf Holz gemalt, besitzt die Münchner.Galerie.
— — (Petervan), ein alter Buchdrucker undFormschneider in den Niederlanden , verfertigtedie Holzschnitte zu einem holländischen N. Testa-ment, welches 1488. zu Zwoll in 40. gedruckt ist.Die gleichen Formen sollen nachher zu der bekann-ten kiblia psuperum gedient haben. Meh-reres (wahrscheinlich Gründlicheres) hierüber s. beyHelnecke: läee etc. p. 426.
Gsan (Johann), ein Gießer, dessen Namein I. H. Haid UI», mit seinem Gebiere(Ulm 1786. 8° ) mit der Jahrszahl 1682. erwähntwird. In diesem Werke werden noch nachfolgendeGießer (mit den Jahren ihrer Arbeit) genannt;als: Johann oder yans Diepold Algörver 16)4.und 1680. — Hans Algeier (soll vermuthlichauch eigentlich Algörver heißen) 1267. — JergBalmer aus Ulm -418. — Pantlion Boler zuEßlingen 1416. — Hans Braun von Ulm 1622.und i 658 . Vermuthlich liegt dieser in dem klini-schen Städtchen Albeck begraben; wenigstens stehtan dessen Kirchhofe: „Hans Braun hat den erstenGang in Kirchhof thaun." — Joerg Castnev1420. — Hans Eger von Reutlingen 1454. —Leonhard und Peter Ernst, Gebrüdere, um 1668.— Theodor Ernst 1688. und 1706. Dieser istvermuthlich auch der Lheodosius Ernst, welcherden in der Rathsstube zu Ulm Hangenden, mit vie-ler Kunst gearbeiteten großen Leuchter gegossen hat;I. C. Braun hat denselben gemodelt. — CarlChristoph Frauenlob 1766. — Johannes From-menberger von Ulm 1426. — Stephan Fürsti 552 . — Panthleon Sedler aus Eßlingen , ver-muthlich im XV. Jahrh. S. gedachtes WerkS. 56 .107. 55 i. 543 . 6 o 5 . 6 i 3 . 622. 644. 65 g. 662.669. 671.
Osborn (Johann). So nennt Fiorillo V.297. ohne Weiteres, einen Bildhauer, der imXVII. Jahrh, in England gearbeitet habe.