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* Paciivius (M) hieß Marcus. Iöcher.„Anderthalb Jahrhunderte" (heißt es bey ware-ler) „waren seit dem Beyspiel des Fabius Pic-tor verflossen, ehe man wieder einen Römer sichmit der Malcrcy beschäftigen sah. Endlich malteder tragische Dichter Paciivius, Neffe des En-iiins von mütterlicher Seite, den Tempel des Her-kules auf dem Foro Boario. Der Ruhm, den erer sich durch seine drammatischen Arbeiten erworbenhatte, verbreitete einigen Glanz über die Kunst, ver-schaffte ihr aber doch nicht so viel Achtung, daßedle Hände, wie sich plinius ausdrückt, sich damitbeschäftigen wollten."
pader ( ), ein wenig bekannter französi-
scher Maler des XVII. Jahrhunderts, gebürtigaus Toulouse , Schüler von Chalete. Derselbeübersetzte A. Dürers erstes Buch von der Propor-tion, und stiftete eine Akademie, worin nach demNackten gezeichnet wurde. Weil aber.Trope umdieselbe Zeit ein ähnliches Institut zu Toulouse errichtet hatte, so zerstörten Eifersucht und Par-teygeist das Unternehmen beyder Künstler. Einesseiner eignen beßten Bilder siehet man in der Ka-pelle der Schwarzen Büßenden gedachter Stadt,welches den Joseph auf einem Triumphwagenvorstellt, mit einer schönen Architektur im Hinter-grund, das aber wegen des dunkeln Tons unddes darin herrschenden Charakters des Merigi vielvon seiner Wirkung verliert, und auch deswegenwiderlich auffallt, weil Pader sich selbst darin,als Held des Stücks, abgebildet hat, was sichdoch weder mit seinem Kopf noch mit seiner gan-zen Figur nicht reimen wollte; so wie hingegendiejenige seines Sohns, der als Page neben demMagen hergeht, einstimmig gerühmt wird. Nochkennt man von ihm eine Sündfluth, worin Hand-lung und Ausdruck vortreflich seyn sollen. EinElias in der Carmeliter-Kapclle Carmel zu Tou louse von A le Brö wird fälschlich pader'n zu-geschrieben. Fiorillo III. 208-9.
paderborn (Johann), ein um i/j? 5 . blü-hender deutscher Buchdrucker, der seinen Büchernsein in Holz geschnittenes Bildniß bey ufetzcn pflegte,und vermuthlich daher von Einigen unter die Form-schneider gezählt wird.
— — (Johann Volkmar), geb. zu Gelnhau-sen 17a. . zeichnete einige Zeit auf der Akademiezu Paris und kam dann nach Frankfurt zu Lip-pold, an dessen Bildnissen er die Drappcric u. a.Beywerkc malte. Daher gieng er auch mit die-sem an die Höfe zu Trier und Würzburg , heu-rathete nachwcrks eine Anverwandtin desselben,malte nach dessen Tod einige Bildnisse, und starbzu Frankfurt 1771s ungefähr 5 o. I. alt, ohne,wie es scheint, eben großen Ruf hinterlassen zuhaben. Nach ihm hat H. Hesse das Bildniß vonI. C. Reiffenstein gestochen. Hksgen p. A.009-60. Nach Mensel I. hätte er auch Zusam-mensetzungen gemalt.
* paderna (Johann). Lanzill. 2. ib8. und60. nennt ihn kurz den glücklichsten Nachahmervon Mitelli, den er jedoch nicht erreichen mochte.
* paderni (Camillns). Nach ihm hat Mor-ghen das Bildniß Carls III. Königs beyder Si-zilien, nachwerts Spaniens , und P. A. Piaggiein Titelblatt zu des letztem OatoloZo «le^Ii llo-cumenti clinsoterrati clella cliscoperta citts ä'L»colano (1700.) gestochen.
— — (Hannibal), ein Sohn des Obigen,erlangte in Kenntniß der Alterthümer mit seinemVater gleichen Ruhm.
* pad 0 anln 0 (Franz). Sein Bildniß bey de Die ist von I. Meyssens gestochen. Auch Dalla-rvay II. 209. führt seine Bildnisse des Lords und derLady Arundel an, und muß nämlich dieser Künstlerzu Vandyck's Zeiten in England gelebt haben.
* padoano oder padovano ist auch einBeyname Easpar's de Avibus.
P a d t b r u g g e.
padona ( ). Nach der Zeichnung eines
sonst unbekannten Künstlers dieses Namens hatW. Hollar das Bildniß einer Dame in Kavaliers-habit gestochen.
* Padova (de), s. die gleich folgenden Art.padovano, und unten padua.
* padovano (Friederich). S. Güster.
* — — (Hieronymus), auch Hi'eronymusdel S<wro genannt Seine schon im Lex. be-merkte Frescoarbeit im Kloster St. Giustina zuPadua soll (zumal als Fortsetzung der vortrefli-chen von B- Parentino) sehr dürftig in der Zeich-nung sowohl als im Ausdrucke seyn; dafür aberdesto gelehrter in Beobachtung des antiken Cä-siums, wie es Paduanische Künstler (wir denkendes dortigen Musensitzes wegen) bald alle, dieso nahe verwandten Venetianer hingegen dafür sowenig waren. Laurus starb um r 55 o. 70. I. alt.Lanzi II. /zi. und Fiorillo II. 20. weicher dieAnzeige der Quelle vermißt, aus welcher das Lex.wissen will, daß A. Dürer einen Theil des Pas-sions nach ihm gestochen habe.
— — (Johann und Anton), zwey alte Ma-
ler von gleichem Zeitalter mit dem Vorgenannten,und vielleicht seine Kunstgefärthen, ebenfalls Nach-ahmer des Giotto . Einer alten Handschrift zufolgefanden sich ihre Namen über der Thüre einer (un-genannten) Kirche zu Padua . II. 6.
* — — (Justus), also genannt, weil er zuPadua wohnte und das dortige Bürgerrecht besaß,ursprünglich aber ein Florentiner, aus einem Zweigeder Familie Menabuoi ; ein Schüler des Giotto ,starb um 1097. Ihm schreibt Hasan die vielenArbeiten in der Kirche St. Johann des Täuferszu Padua zu: Vörderst auf dem Altarblatt Meh-reres aus der Geschichte dieses Heiligen; dannan den Wänden mancherley Anderes aus der evan-gelischen Geschichte und Apokalypsis, und endlichan der Kupole eine Glorie mit einer Versammlungvon Heiligen in mannigfaltigen Kleidungen, undmit guter Behandlung des Vor- Mittel- und Hin-tergrundes , so wie überhaupt die Idee von schö-ner Einfalt, und mit ganz besonder«» Glück undFleiß ausgeführt ist. II. 6. Ob unser Künst-ler übrigens mit dem Giusto di padova, dendas Lex. nach Röstern', und als um 1^20. blü-hend anführt, Eine Person sey, ist noch die Frage.
— (Laurus), dessen im Lexikon indem Art. Joh. Maria padovano Erwähnunggeschieht. Lanzi II. /P. nennt ihn, wahrschein-lich ebenfalls nach Sansovino (den er, beyläufigzu sagen, für eine ziemlich unsichere Quelle hält)einen Schüler von Squarcione , pflichtet aber darindemselben bey, daß die Arbeit unsers Laurus all«Carita zu Venedig (Geschichten von St. Johannes)ganz Mantegneschisch seyen.
— — (Maestro Angelo). So heißt ein Ma-ler von Padua der um 1.489- arbeitete, und vondem man in dem dortigen alten Refectorinm St. Giustina eine Kreuzigung mit wohlproportionirtenFiguren, und von wahrhaft großer Lebhaftigkeitsieht. /.a-rLr II. 42.
padroni (Franz). So heißt irgendwo einBaumeister, Schüler von P. Noße, der um 1770.zu Rom gearbeitet habe.
* padtbrugge (H?. Bey Brandes irrigpaelrbrugge. Ob er ein Schwede war? Allevon ihm gestochenen Bildnisse stellen Schweden vor: Carl X. und Hedwig Eleonora , König undKönigin, und der Gouverneur von Stockholm ,C. Ralamb, ohne Namen des Malers; dann derGraf I. Lagardie nach Klockner, und der EchöppeO. Larssoe nach Camphuysen. Noch führt derKatalog von Brandes von ihm ein geatztes histo-rirtes und allegorisches Titelblatt zu dem Werkean: beeven en Paten cler iloorluLlh'LO No-belsten.