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P a d u a.
Dadu.r (Anton de). Nach einem uns sonstganz unbekannten Künstler dieses Namens findetsich ein Bildnis' König Joseph I. von Portugal in der Sammlung von Desrochers.
— — (Johann von). Wer ist wohl der Bau-meister dieses Namens, der (nach Dallarvay l.S. 3 Z. u. 70.) zu Holbcins Zeiten in England ineiner Mischung des gothischen und italienischenStyls arbeitete, und, neben Anderm, den Pal-last des Protektors Sommerset's und denjenigenseines Sekretairs I. Thynne zu Longleat erbaut hat?
* — — s. auch Dadovano.
paduano (Alexander). So heißt, in einerunsrer Handschriften, ein italienischer Maler, derum 1Ü90. an dem Hofe des Herzogs Wilhelm V. zu München als Kammermaler arbeitete, um 1691.aber wieder »ach Italien zurückgieng.
— — (Joh. Felix), ein Kupferstecher desXVII. Jahrh, zu Neapel , ahmte die Manier vonAug. Carracci nach. Von ihm kennt man, nebenAnderm, »ach I. B. Roderico (Siciliano) dasChristkind, welches den kleinen Johannes umarmt;dann das Bildniß des neapolitanischen Arztes I. C.Baricelli, ohne Namen des Malers.
I. 407. Möhsen's Samml. v. Aerzrebildn.S. 10.
* — — s. auch Dadovano.
Daechler od. Düchler ( ),erstresistwohlder richtigere Name, ein deutscher Künstler neue-ster Zeit. Nach seiner Zeichnung von I. B. Häß-ler gestochen sah man 1809. das Bildniß des H.Erzherzog Carls, welches bey dem Leipziger-Jn-bustriecomptoir für 6. Groschen verkauft wurde.
Daelrnck (Joseph), ein junger Künstler vonGent , Schüler dortiger Akademie, erhielt imI. Xll. von derselben mit einem Gemälde, wel-ches das Urtheil des Paris vorstellt, den Preiß,den er auch, durch graziöse Composition und Styl,nach Eandon's Urtheil verdiente, der dasselbe,auf Verlangen gedachter Akademie, in seinen An-nalen VlI. 117. im Umrisse geliefert hat.
Daeonius, ein Bildhauer von Mendes inThracien gebürtig, zierte den vordem Giebel desberühmten olympischen Tempels; der Hintere warvon Alcamenes, der zu semer Zeit den zweytenRang in seiner Kunst erhielt. (I/ont/ai-cou II. <12.
*— — — — der Baumeister, s. Deonlus.
Daerr od. Dearr (Heinrich), ein englischerMaler, war noch in der Schule von Darlow undJohann (a. K. Heinrich) Stone gebildet worden.Er malte Bildnisse nach dem Leben; hauptsächlichaber kennt man von ihm zahlreiche mit großerTreu und Fleiß verfertigte Copien nach den Ge-mälden der Königlichen Sammlung, die seineneignen Schöpfungen vorgezogen werden, da erein mattes, kraftloses Colorit hatte. Nach ihmkennt man das Bildniß des maroccanischcn Ge-sandten (gem. 1682.). Er starb zu London 1697.oder 98. L??eus. tzklisc. IV. n. Ftorillo V- 432 .
Dästers ),^ ein deutscher Kupferstecher,arbeitete für Buchhändler 1806. So z. B- zuden Studien, herausgegeben von Daub undCreuzer (zu Heidelberg ), Umrisse nach Antiken.In 1807. sah' man von ihm ein krauses littera-risches Produkt: Ideen zur Uebung des Blicksin bildender Kunst 8°. Mannheim bey Schwanund Götz (2. fl. Zo. kr.).
Dagan (Blaise Franz Graf von), geb. 160/,.zu Reimes bey Marseille , wurde z» seiner Zeit füreinen der beßten Kriegsbaumcister gehalten; Vau-ban bewies aber nachher, daß seine Manier denFehler hatte, die Flanken z» kurz und zu enge zumachen. Sein I'raitö «les kUristcations erschienrh/ch. Er war seit dem zwölften Jahre Soldat,wurde wegen seines Wohlverhaltens von Lud-wig Xlll. zum Fcldmarschall ernannt, verlor
Pagani.
nach und nach den Gebrauch beyder Augen, undst. 166h. zu Paris . Grohmanus biograph.Handwörterbuch.
* Daganelli oder Dacanelli (Dominir
cus). Unter den Pallasten zu Rom wird ihmeiner, ebenfalls von r 58 o. zugeschrieben, der Ales-sandrino heißt, wohl aber mit dem im Lex. bemerk-ten derselbe seyn wird. Um seine Vater-
stadt Faenza machte er sich dadurch sehr verdient,daß er ihr Quellwasser zuleitete. S darüber eineSchrift von < 5 - C- Soalerra (1719.) mit einemunbedeutenden Anhange, wie dies Wasser weiter zuerhalten seyn mögke. (Mirsta (k<1. terr.) II. 66.
* Daga^l oder Dag"' (Denedikt). Ver-
muthlich half er seinem Meister, Julius Roma-nus, bey dessen Arbeiten zu Mantua . In seinemVaterort Pescia mag sich viele Arbeit von ihm fin-den, die man aber nicht für sicher angeben kann,eine jetzt verdorbene Fa<;adc am Hause Pagni aus-genommen, und eine Hochzeit zu Cana in der bor-kigen Kollegiatskirche, die man aber nicht zu sei-nem Beßten zählen kann. In St. Andrea zuMantua hingegen soll sich ein St. Loren; von ihmfinden, welcher der Schule, aus der er entsprun-gen, würdig sey. l. i 58 , II. 2.j2.
* — — (Caspar). Nach Tirabosch, ar-
beitete derselbe noch i 5 )Z. Ein (historisches) Bildvon ihm sieht man einzig noch zu St. Clara inModena . II. 264.
— (Franz), starb nach Einigen i 56 i.Zo. I. alt, und wurde von seinen Mitbürgern sehrbedauert. In Florenz sah man von ihm bewun-dernswürdige Nachahmungen von M. Angelo.
I. 2iZ. Die Galerie zu Wien besitze vonihm eine H. Familie, Knieestück, drey VicrtheilLebensgröße.
* — — (Gregorius) verlor seinen obgenann-
ten geschickten Vater noch als ein unmündigesKind. Dafür ward ihm das Glück zu Thckl, einAltersgenosse, Freund, und, bey Santi dj Tito,Mitschüler von Ludwig Cardi (Cigoli) zu seyn.Was dieser für ihn geworden, und was beydezur Reform des florentinischen Kunstgeschmacksihrer Zeit beygetragen, s. oben s. v. Card,. Auchwurde er der zweyre Cigoli genannt. Er selbstlegte sich inzwischen bald, wie dieser, ganz aufdie Manier des Correggio , und dann war wie-der das Bestreben, den Michel Angelo nachzuah-men, auffallend an ihm. Die meisten seiner Ar-beiten haben sehr gelitten, wovon der damaligeGebrauch, auf einem dunkeln Grund von Umbrazu malen, die meiste Schuld tragen mag. Soz. B. sein großes al Fresco in St. Maria di No vell » zu Florenz , das freylich noch immer schätz-bar genug ist. In 1589. verschafften ihm die Zu-rüstungen zu der Hochzeitsfcyer des GroßherzogsFerdinand I. viele Beschäftigung. Eine damalsvon ihm gemalte Geburt wird noch jetzt in St.Maria del Flore aufbewahrt. Sein vorzüglichstesBild in Oel indessen war eine Kreuzerfindung beyden Carmelitern, welche mit der dortigen Kirche1771. in Rauch aufgicng, wovon sich aber nochglücklicher Weise ein Stich in der Sammlung vonCecchi und Eredi befindet. Für die Villa Val- delsa malte er ebenfalls ein Altarblatt, welches,nach Einigen, sich in der Galerie zu Dresden befinden, und an dessen Stelle jetzt eine Copievon Hugford stehen soll. Sein ungemein schönesBildniß dann, von ihm selbst gemalt, wo er dieSkizze des oben erwähnten Gemäldes der Kreuz-erfindung in der Hand hält, besitzt der MarcheseRiccardi zu Florenz . In der Baukunst und demModellircn war er ebenfalls sehr geschickt. In1600. hatte er die Aufsicht über den Guß derKathedral-Kirchenpforten zu Pisa , und nwdellirteselbst einige Basreliefs an denselben. Auch A.Tcmpesta hat etwas uns Unbekanntes »ach seinenZeichnungen gestochen. Fiorillo I. izb. 4 <". 3 .6—8. I. 21Z.
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