Band 
Zweyter Theil [2].
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1020
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Palm a.

Rost III. 227. führt 14. solcher, der wftikler-sche Katalog 20. zum Theil ganz andre als jeneran. Ein St. Hieronymus in Unterredung mitdem Pabsie Damasus wird bey dem erstem sel-ten, und Delila und Samson bey Brandes schöngenannt. Dann kennt und schätzt man eine inzwey Abtheilungen bestehende Sammlung von An-fangsgründen im Zeichnen (§6. Bl. mit dem Titel),theils ebenfalls von Palm» selbst, theils vonI. Franco und L. Ciamberlano geätzt. «Unge-achtet aber" (heißt es bey Füßli lll. i 65 >( «dieerstem (wenigen) mit viel Geist und Geschmackerfunden und behandelt sind, und auch mancheder übrigen ziemlich gut ausgeführte Theile mensch-licher Formen darstellen, so kann dennoch dasGanze, wegen Mangel an genauer Richtigkeitder Verhältnisse, zu keiner gründlichen Anweisungim Zeichnen dienen." Nach ihm gestochen dannhaben eine Schaar von Künstlern. Vörderst, wienach seinem Oheim, für die Galerie von Brüssel;neben den dort genannten: T. van Kessel. Danndie von Füßli III. 157. 65 . angeführten und be-schriebenen 12. Blatter. Von p. Brebierre: DieVersammlung aller Heiligen im Himmel; von H.Dankerrs: Maria mit dem Kind auf dem Schooß;von L- Ferdinand: Die Himmel stürmenden Rie-sen; von H. Golzius: St. Hieronymus in derWüste ; von L- Billan das schöne Blatt derAuferweckung Lazari a d. Cabinet Reynst; vonE- Rirkal: Die Himmel stürmenden Reisen, ingetuschter Manier mit Weiß erhöht; von I. Ma-rham: Christus am Oelberg; von Jos. Perini:Jupiter als Satyr bey Antiope, für die 8cüoluItalien ; von E- Sadeler: Eine Geißelung, unddie Marter von St Sebastian und St. Stephan;von R- Sadeler: Christus am Kreuze. Wiederandre Blätter von M l'Asne, le Blon, demschon genannten Brebiette (das berühmte jüngsteGericht); von I Frcseria, Galle , van Hoye;von I. Jenet: Vulkan, der die Venus bey Marsüberrascht; von L- Kilian noch: Die Verkündigungund die Anbetung der Hirten; von W. Kilian:Die Frau, die den Satyr beym Bart hält; vonI. Matham noch: Eine Anbetung der Weisen;von H. Oldeler; von P. A. Pazzi sein Bildniß ausder Florentiner-Galerie; von St. Picart: Lucre-tia und Tarquinius ; von Premier 2. Blatter ausder Wiener-Galerie; von F. Ragot: Eine Geisse-lung; von E. Sadeler noch: Den Reichen in derHolle; von I. Sadeler: Hieronymus im Gebet;von A. Ecacciati: Ein Abendmal. Endlich vonA. Zucchi und D- Rosset« mehrere von den großenhistorischen Bildern in dem Rakhssaale zu Venedig .

palma (Nicolaus), Ingenieur des Senateszu Palermo , wo er die Festivitäten erfand undzeichnete, die dort bey der Vermählung König Carlsvon Sizilien mit einer sächsischen Prinzessin stattfanden. Man sieht diese seine Zeichnungen in:pelusiono stelle Pompe fe8tive se^ulte in Pa-lermo nella celebrita stelle ke^ie blosse stlOarlo Dorbone etc. Palermo 1709. wo dieselbenin 8 Folioblättern meistens von A Bova, dannaber auch von B. Bongiovanni und F Eiche inKupfer gebracht worden sind. Er bezeichnet sichauf diesen Stichen: Aac. )Vrco/o Daft-rcr Inx.stell' Lccel. Lienato luv.

palmaroli (Peter), ein italienischer Ge-malderestaurakor der neuesten Zeit, der zuerst diefast unglaubliche Kunst erfand, auch Frescoge-mälde auf Luch überzutragen, und sich darin sobewahrt erzeigte, daß man ihm die berühmteGrablegung Christi auf Lrinita da Monti zu Rom zur Ablösung anvertrauen durfte, was er auch in1809. auf das Glücklichste bewerkstelligte. DieArt, wie solches geschah, bewahrt er noch alsein Geheimniß. Dieses Bild nach der Verklä-rung von Raphael und dem St. Hieronymus von

Palmeri.

Dominichino das dritte Hauptgemäld von Rom )ist nun, in seiner neuen Gestalt, ebenfalls nachParis bestimmt. an; /kam 1810.

8. 290-91.

* palmeggian 0 (Marc). Nachrichten vonihm gehen von i 5 i 3 56 . vasari nennt ihn irrigparmegiano. Er selbst unterzeichnete sich in sei-nen Arbeiten: pictor koroliviensis, und

Marcu; p. porolivierisis. »Ein

guter, obschon beynahe ganz unbekannter Künst-ler" (heißt es bey Lanzi II. 2. 34 55 .) «vondem ich in der Geschichte zwey einzige Bilder an-gezeigt finde, und aber von ihm viele gesehenhabe. Derselbe arbeitete in zweyerley Styl: Indem ersten, nach der Weise des Quatrocentisten,mit den einfachsten Stellungen, mit Vergoldung,mit kleinfügigem Fleiße und dürftiger Anatomie,die denn doch einen St. Sebastian, oder irgendeinen abgemergelten Einsiedler ordentlich bildenkonnte. In seinem zweyten dann erschien er künst-licher in der Gruppirunq, breiter in den Umrissen,und größer in dem Ebenmaaße, dafür aber oftungebundener und minder abwechselnd in denKöpfen. Gerne fügte er seinem tzauptgegenstandnoch fremde bey, welche er in die Mittel- undHintergründe stellte; in diesen kleinen Figürchendann herrscht ungemeine Vollendung und Anmuth(Argr'iap). Auch seine Landschaft ist fröhlich,und die Architektur schön. Seine Madonnen -und andre Köpfe sind schöner als Costa's, aberminder schön als Francia's, dessen Colorjk er sichmehr als Roudinelli's näherte. Um w viel irri-ger schreibt Safari das schon im Lex. bemerkteBild des Unsrigen dem letztem zu. Von seinerArbeit siehet man häufig nicht bloß im Kirchen-staat . sondern aucy im Vcnetianischen. Dortz B- eine Kreuzigung bey St Augustin zu Forli .Hier: Zu Padua beym Abt Facciolati; zu Basrsano bey Dr. Larber; zu Crema beym Graf Ta-dini; zu Vicenza im Pallast Vicentini: EinenLeichnam zwischen Nicodemus und Joseph; tref-liches Bild, wo der Todte wahrhaftig todt, unddie beyden Lebenden wahrhaftig lebendig er-scheinen. *)

palmer (Jacob), ein englischer Maler desXVII. Jahrh Derselbe war ein talentvoller Co-pisi, und wird in dem Verzeichnisse der Königl.Galerie oft angeführt. Eine solche Copic von ihmnach Titians Tarquin und Lucrezia scheint einHauptwerk von ihm gewesen zu seyn. FlorilloV. 584 -

( ), ein englischer Bildnißmaler des

XVIII. Jahrh. (st. 1762.) wird von Fiorlllo V.566- 67 mit einigen Andern unter die mehr oderweniger sklavischen Nachahmer von Kneller undRichardson gezählt.

palmeri od. Palme rius (C.), Zeichnerund Kupferätzer sowohl mit der Nadel als in ge-tuschter Manier, geb. zu Parma um 1760. lernt«die Anfangsgrunde seiner Kunst in seiner Vater-stadt und hielt sich mehrere Jahre zu Paris auf,wo er verschiedene ländliche Gegenstände von sei-ner Composition, sowohl geätzt als in getuschterManier gab. Nach seiner Rückkehr ins Vater-land hat er noch verschiedene Blätter bekannt ge-macht. Hinwieder hat in London Ch. Cham-bars nach ihm den Tod von Lurenne gestochen;eine große Composition. Von ihm selbst kenntman vornehmlich zwey Blätter: Die Ruhe derHirten und die arbeitsame Alte, in Bistermanier.Rost IV. 247 Ob er der nämliche palmeriussey, nach dessen Zeichnung in neuern Tagen (1802.)P. Ringuelk das Studium zweyer alren vom Windbewegter Elchen in Kreidenmanicr geätzt hat, istuns unbekannt.

») Aus diesem Art. wie freylich noch aus manchem andern, dürften unsre Leser stanzi's eigenthümliches Ver-dienst die Bekanntschaft namüch bemerkt haben, die er uus, nach eigenem Augenschein, mit Künstlern ver-schalt, deren die übrige italienische Kunstgeschichte so gut als keine Erwähnung thut. Aehnliches findet sichhie und da auch von dem würdigen Fiorikko zu beloben.