1022
P a l s e r.
(vorher seit 1789. Bauschreiber), geb. daselbst
Sein Lehrer in der Baukunst war vorzüg-lich Krubsacius. Sowohl bey der Akademie als pri-vatim studierte er die zu dieser Kunst nöthigen Wis-senschaften und erhielt verschiedene Prämien. NeueBauten kennt man von ihm nicht, doch verschiedenePlane zu solchen; wie z. B. zu den neuen Anla-gen des Grafen von Einfiedel. Besonders aberist er durch seine Ausstellungen am Friedrichstagebekannt, wofür er Gratificationen und Prämienerhielt. Er besitzt eine ansehnliche Sammlungvon Hölzern, die fast einzig in ihrer Art ist. Ver-schiedene Liebhaber haben ihre Cabinekte nach dem(einigen eingerichtet. MeuselR. L-N A Indem ältern heißt er irrig: Architekt zu St. Pe-tersburg . Ob er, wie Keller (Nachtr. S. 212.)sagt, wenigstens einen Ruf dahin erhalten, oder,wie es bey Haymann heißt, in 1788. die russi-sche Kaiferstadl wenigstens besucht habe, ist unsunbekannt.
palser (T.), englischer Kupferstecher, gabin c 8 o 5 . ein gutes Blatt, mit der Aufschrift:^ tiesi^n in cornmenroration ok tke ßloriousvitvriss strkneveä tke imrnortal Xelson.Oeffenti. rJachr.
* palrhe (Gerard Johann). Nach ihm hatG Dether das Bildniß des Tonkünstlers C- Tes-sarini von Rimini , und ein Ungenannter dasje-nige von T. Hcmsterduis gestochen. Von ihmselbst, oder nach ihm geätzt, ohne einigen Na-men, führt auch der winklersche Katalog einenalten Mannskopf, im Hut und mit Brillen, an.
palrronieri (Joh. Franz), ein Arbeiter inCcagliola von Carpi, Schüler von C. Griffoni,lebte um 17Z7. Von ihm heißt es bey Lanzi(II. 2. 283.): Er verfertigte Altäre, welche dasAug durch die Farbe, und die Hand mit derKühle des Marmors täuschen.
* — — (Peter),genanntMirandolese delleProsperrive, starb zu Bologna . Er war derDiviani seiner Zeit. Seine Bogen, Brunnen,Aqnedukte, Tempel und Ruinen ziehen nach einemRöthlichen, das ihn vor Vielen unterscheidet.Seine Lüfte, Wasser und die Landschaften d,annwaren sehr natürlich. Mit angemessenen Figurenließ er seine Bilder, wie schon das Lex. bemerkt,von Graziani u. a. geschickten jungen Künst-lern staffiren. Man muß ihn nicht mit dem zu-gleich lebenden perraccini verwechseln, der zuBologna ebenfalls Mirandolese genannt wurde,und aber ein mittelmäßiger Figurenmaler war.Zwey kleine Bilder von dem unsrigen besitzt dieDresdner-Galerie.
* paludanus (Crispiaen), dessen im Lex.am Schlüsse des Art. Heinrich paludanus kürz-lich gedacht wird, und den man, gleich diesem,für einen Schüler von Floris hält, lebte zu Grö-ningen in der Mitte des XVI. Jahrh Don obernach ihm kennt man eine Folge von r 4 - Blättern,mit dem Titel: IVIemorubilium X. Destamentiin Pemplo Aestorum iconcs treciecim ele^an-tissimi etc. ^ntvverp. excuä. 6. cle ^oäe. p.(in verschlungenen Lettern) 6 -MrmF. Invent.
a AeutecrtM (?) kec.
palumbus (Peter Paul), ein von Novara gebürtiger Kunstverleger zu Rom , mit dessen Na-men Blatter von anonymen Kupferstechern voni 5 ü 4 — 85 . bezeicvnet sind. So z. B. eine H. Fa-milie nach Raphael; dann eine Geburt und eineKreuzigung nach M- Angelo Ein Caspar AI-berri war der Nachfolger in seinem Kunstverlage.Hei necke Nachr. I. 584 - 087. II. 417.
paln;zi (A). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von welchem mannach Ferau da Faenza die eherne Schlange undeine nackte Frauensperson mit einem Satyr, ohneNamen des Malers kenne.
Pan.
paly ( ). So wird im -Vmansck äes
llcaux-^rts von I 8 » 3 . ganz ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Baumeister gannt.
pamersberger (Andreas). Und so einSchwarzkunststecher, der in Wien , wir wissen nichtin welcher Zeit, gearbeitet habe. Von ihm führtder Katalog von Brandes eine H. Jungfrau(Natsr purl^ima) an, die in der Hand einKörbchen mit zwey Tauben hält.
* Pamphilus, des Eupompus Sohn.„Derselbe" (heißt es bey wareler) „war dererste unter den Malern, welcher sich auf die Wis-senschaften , besonders auf Mathematik und Geo-metrie legte, ohne welche, wie er behauptete,die Kunst nie zur Vollkommenheit gelangen könne.Er selbst zeichnete sich durch eine gute Zusammen-setzung aus. Sein Ruf vergönnte ihm, seinenUnterricht zu einem sehr hohen Preiß anzuschla-gen. Seine Schüler mußten sich auf 10. I. beyihm verpflichten, wofür er einen Talent ( 54 oo.Fr. Livr.) Andre sagen gar (damit das Wundernoch größer sey) alljährlich verlangte. Inzwischenrühmt die Geschichte seinen vortreflichen Charak-ter und edles (?) Benehmen. Durch alle dies brachteer die Malerey in so großes Ansetzn, daß sie sehrbald in Sicyon, und in der Folge in ganz Grie-chenland unter den freyen Künsten den ersten Rangerhielt, und daß alle vornehme junge Leute zeich-nen lernten. Bey seinem elemcntarischen Unter-richte bediente man sich buchsbäumener Tafeln,auf welche die Schüler ihre Risse machten undsodann wieder auslöschten. Dieser Künstler be-handelte Gegenstände von großer Art, wie z. B-die Schlacht bey Phlius . Er malte auch in derenkaustischen Gattung."
* — — der Bildhauer, dessen im Lex. amSchluß des Art. Pamphilus gedacht wird. EinenJupiter Hospiralis von ihm besaß Asinius Pollio.
* — — der alte Steinschneider, der imLexikon unter dem Art. des Malers Pampbiluserscheint. Die beyden Achilles auf der Leyer spie-lend befinden sich, der auf Amethyst in dem fran-zösischen Nationalmuseum, der auf Carniol imCabinet Devonshire zu London. Murr vermu-thet (doch wohl ohne hinreichenden Grund), daßder erstre, besonders schöne, die Arbeit des Bild-hauers Pamphilus (dessen der nämliche Art. desLex. gedenkt), und somit diese beyven KünstlerEine Person seyen, und führt dann noch einendritten, mir pam. bezeichneten Stein: BrustbildNeptuns mit dem Dreyzack auf der Schulter,nach Gtvsch S- t>7- und Winkelmann S. io 5 . an.
Pamplona (Peter de), ein spanischer Künst-ler um die Mitte des XIII. Jahrh, der für denKönig Don Alonso den Weisen eine Bibel inzwey Bänden schrieb, und sie mit Miniaturenschmückte. Dieselbe befindet sich noch gegenwär-tig als ein Geschenk des ermeldten Königes inder Bibliothek der Kathedrale zu Sevilla . DieAnfangsbuchstaben zur Vorrede der Evangeliensind mit Zierakhen geschmückt, worin man Säu-len in arabischem Geschmack, und den Styl derArchitektur jenes Zeitraums wahrnimmt. Fio-rillo IV. 5 o.
Pampora ( ). So hieß ein Geschichts-
maler, wahrscheinlich in Fresco, von dessen Ar-beiten man im Pallaste Grimaldi zu Venedig fin-den soll.
* Pampurino (Alexander). Die im Lex.von ihm bemerkte Arbeit stellt Arabeske» mit Kin-dern u. s. f. in demjenigen Style vor, den manden alt-neuen nennen kann. Dieselben sind miti 5 n. datirt.
pan S>). Nach einem uns sonst unbekann-ten Künstler dieses Namens, der um 1750. zuNürnberg arbeitete, hat I. Schweikart das Bild-