Band 
Zweyter Theil [2].
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Paribenius.

nach Madrid zurück/ wo er erst, auf die schonim Lex. bemerkte Weise, seine Freylassung erhielt,und nicht nur bis an seines Lehrers Tod beydemselben blieb, sondern auch nachwerts, bis ansein eignes End (16^0.) bey desselben an DonI. B. del Mezzo vermahlten Tochter lebte. Er wird«heißt es bey Fiorillo IV. 255 - 56 .) unter diebeßten spanischen Künstler gezählt. Seinen Kö-pfen gab er charakteristischen Ausdruck, und wußteseine Tinten eben so wie sein Meister zu schmelzen,so daß ihre Werke oft mit einander verwechseltwurden. In öffentlichen Orten trift man übri-gens wenige derselben an. Die wichtigsten sind:Der Beruf des H. Matthäus zum Apostelamt,in lebensgroßen Figuren, zu Aranjuez ; die TaufeChristi in St. Lrinila zu Toledo ; St. Johannder Evangelist, St. Orontius und die Madonnade Guadalnpe bey den Recollets zu Madrid ."

par: ben 1 us (Hyacinth). Nach einem unssonst unbekannten Künstler dieses Namens (deraber vielleicht einen andern bekanntcrn deckt) führtHe in ecke Aachr. II. 428. eine H. Familie»ach Raphael von 1662. datirt an.

parier ( ). Bey einer Kunstausstellung

zu München 1788. sah' man von einem jungenMaler dieses Namens wohlgerathene Copien.Mensel'« Mus- VI. 98. Neueres haben wirvon ihm nichts vernommen.

* parigi (Alphons), der ältere. Die vonvasari angefangene Baute zu Florenz , welche ervollführte, nenntMilizia (Ld.terir. ll.78.): DegliUffici nuovi, und übrigens denselben: Einen bloßenPraktiker.

* der jüngere. Nach seinerRückkehr aus Deutschland , wo er bey den Armeenals Ingenieur gedient hatte, vollendete er zu Flo-ren; mehrere von seinem Vater Julius angefan-gene Bauten. Die Weise, wie er den Vorwerksgesunkenen Pallast Pitti wieder ins Bley brachte,beschreibt Milizia (L8. ters. II. 186.). Von ihmwar auch der dortige Pallast Scarlatti von dreysehr wohl eingetheilten Stockwerken, woran hin-gegen die Lichter sich schlecht genug ausnehmen.Seine Reparaturen an den Dämmen des Arnozogen ihm viele Neider zu, und der Verdrußdarüber kostete ihm das Leben. Seine 6. Pro-spekte, von denen das Lex. spricht, stellen ebenso viele in Florenz aufgeführte theatralische Sce-nen vor.

* (Julius.) In der Mathematik warer so erfahren, daß auch die Großhcrzogl. Prin-zen Unterricht bey ihm nahmen ; zu seinen Bautengehört Verschiedenes in der Villa Poggio Reale,im Augustiner -Convent, und im Bernhardineraußer der römischen Porte. Dann der Pallast Ma-rucelli (ein mittelmäßiges Werk): Alles zu Florenz .'r-ra Lci. ter?. II. 78. Nach Heinecke (I-leeGenerals p. 512.) äßte er selbst Mehreres mitvielem Geschmacke. Nach ihm dann kennt man,neben Anderm, 12. Blätter toscanischer Ballett,von St. della Bella; 7. andre von I. Callot;5 . B- .sonxtos et 'l'ournois 8e I'lorence, vonEbendemselben. Dann, ohne uns bekannte Na,wen der Stecher: Einen Cataphalquen, der in1610. bey dem Tod Heinrich IV. von Frankreich zu Florenz errichtet wurde; 9. Bl. Schiffe u. s. f.Einige setzen seinen Tod sehr irrig schon in ihgu.an, da sich unter seinen Blättern solche befinden,welche Hochzeikfestine von 1608. u. 28. zum Ge-genstand haben. Seine spätern Arbeiten sollenweit besser als die frühern, und denen von Callot ,seinem Schüler, ähnlich seyn. Conf. 6a«äe/ü»r.S. auch bald unten parigny.

* (Paul), vermuthlich einer von desJulius sieben Söhnen, deren das Lex. unter demArt. ihres Vaters Erwähnung thut. Derselbezeichnete 1645. die Leichengerüste, welche der Ma-ria de Medicis und ihrem Sohne Ludwig XIII .König in Frankreich, zu Florenz errichtet wur-

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den, und von Mass! Claubi und F. Cecchi Contiin Kupfer geatzt sind.

* parigino oder parisino (Augustin)von Bologna , geb um 1600. Die, gemeinschaft-lich mit O. Gaddi und I. D. Coriolan gestoche-nen Blätter zu den Emblemen von P. Macchi er-schienen (40. kolo^ns) 1628.

Letztrer führt sein Zeichen an.

* (Julius Cäsar ). Erst nach L Car-racci's Tod lernte er das Kupferstechen bey I. L.Valesius, was ihm aber nur schlecht gelingen wollte.

* parigny ( ). Von einem Kupferstecher

dieses Namens führt der Gantkatalog des Hof-raths Crusius (Dresden / 85 ) nach der Zeichnungvon P. de Canonouille ein Blatt mit der seltsamenAufschrift an: du^lis karberinz, Neäicea, IVIon-tioella, Dostovisis in «Koma. Sollte er etwamit obigem Ful. parigi, oder dann mit demunten folgenden I. parigny Eine Person seyn?

Paris (Andreas), ein wahrscheinlich vonAvignon gebürtiger Künstler, nach welchem Cl. duFlos eine Thesis zu Ehren des dortigen Bischofs,Kardinal L. Fieschi, gestochen hat.

(G. oder vielmehr Hieronymus), einwenig bekannter Zeichner und Kupferstecher, geb.zu Versailles 1744. Schüler von Longueil, von wel-chem man Ansichten von Blois, Nantes , NoyonTours u. s- f. nach Desriches; andre von Gegen-den aus der Provence , nach Hackerts; wieder an-dre von Dresden , von Gegenden um Besannen,von der Brücke Vernon in der Normandie nachA. Zingg kennt, so wie hinwieder Duparc, nachihm, eine Fontaine zu Vevay (vielleicht für die'^ableaux pitroresgues 8« la ^uisse) gestochenhat. RosH'IH. 200. und /kkrc.. Ob er derselbeParis sey, der noch im HImanacIl 8es öeaux-^rrs von 180Z. unter den damals zu Paris leben-den Kupferstechern von Landschaften erscheint, undum dieselbe Zeit (wou^. 8es Hrts II. Z08.) andem Prachtwerke von Melling's VovsF« pi»toresgue 8e Lonstantinople Antheil nahm, istuns unbekannt-

* (Horaz de), s. Alfani.

parisius oder parisiensis(Matthäus), ein englischer Benediktiner -Mönch,blühete vorzüglich um 1245. und wurde damalswegen seiner Geschicklichkeit in der Maler- undBaukunst, in der Mathematik, Poesie, Bered-samkeit, Theologie, Geschichte u. s. f. als einwahres Wunder angesehen. Er hinterließ mehrereSchriften und st. 1269. Fächer.

( ), ein Baumeister zu Paris , ward

1780. Mitglied der Königl. Akademie von derzweyten Klasse. Im ^.lmanack 805 Leaux-^rtsvon i 8 o 5 . erscheint derselbe unter den damals zuParis lebenden Architekten nicht mehr. Dessenungeachtet ist er wahrscheinlich derselbe, der ingedachtem Jahr, unter dem Namen Paris vonHavre zum correspondirenden Mitgliede der vier-ten Klasse (der Schönen Künste) (für die Bau-kunst) des Nationalinstituts zu Paris erkiest wurde;um so viel mehr, da letztrer, noch späterhin, inöffentlichen Blättern Mitglied der ehemaligenAkademie in der Architektur genannt wird, dersich in i8ov. oder 7. eben in Rom befand, alsder Direktor der dortigen französ. Kunstakademie,Süvee, Todes verblich, und der daher von denPensionnairs derselben ersucht wurde, bis zur Wahleines neuen Direktors das Interim auf sich zunehmen.

( ) ein Perspektivmaler, arbeitete

um 1775. zu Lissabon . Ob es nun dieser, oderder Obige, oder ein dritter Künstler dieses Na-mens sey, nach welchem Bertault, Choffard,C. Guttenberg und Stagnot, mehrere Alterthü-mer des Herkulanums, von Pizzo-Falcone, Pomr