Pasch.'
pasch (Ulcika Friederik.i), Tochter des (heißtes bey ZZaui berühmten Bildnißmalcrs Loren;pasch, geb. zu Stockholm 17Z, und 177Z. zumMitgliede der Maler- und Bildhauer-akademie auf-genommen. Sie hat sich durch eine Menge schö-ner Gemälde ausgezeichnet, und starb »79h. Manbar auf sie ei» Ehreugedachiniß (blinnc etc. aft'iiure ^ennberA), welches aber erst einige Jahrenach ihrem Tode zu Stockholm im Druck erschien.
* pasero (C-). Auch die Galerie zu Mün-chen besitzt zwey Landschaften von diesem wenigbekannten Künstler.
Dass ( ). So heißt irgendwo ein englischer
Maler der um 1778. zu Rom nach den beßlenMeister» studirt, und, neben Anderm, die Auroravon Guido in gleicher Größe kopirt habe.
* pasiuelll (Lorenz), geb. (nicht 1614 wieZZasan b)ci. -iec. sagt, sondern) 1629. Aus Fla-ininius Torrc's Schule (heißt es bey Lanzt II. 2.itiü.) kam er noch ziemlich roh, und gelangte da-her vielleicht nie zu einer vollkommen richtigen Zeich-nung. Doch brachte ihn auch hierin das Studiumvon P. Caliari weiter, den er zu seinem großenVorbild wählte. Und zwar ahmte er denselbennicht schülerhaft nach. Von ihm nahm er seinMajestätisches und seinen starken Licht- und (Ichat-tenwurf; Gcstchtsbildungcn »nd Farbenlegung holteer anderswo her Gleich Paolo, war er von Na-tur dazu aufgelegt, mit stark bevölkerter, reicherund geistvoller Eomvosilion zu überraschen. Soz. B- mit seinem Einritte Cbristi zu Jerusalem ,und mit dessen Rückkehr aus dem Limbus, bcndein der Ecrtvsa bey Bologna , oder in seinem (mehr-mals wiederholten) Eoriolan im dortigen PallasteRanuzzi. Niemand kann diese Bilder sehn, ohnedarin dieses Künstlers inalerschcs Feuer, die Neu-heit seiner Ideen, und jenes Macchinose zu ent-decken , welches niemals der Antbeil der Mittel-mäßigkeit ist. Bey diesen Vorzügen findet mannur zuweilen etwas Gezwungenes in seinen Stel-lungen, und eine übcrpaolescische Bizarrerie inDrapperien und Schmuck zu rügen; wie z. B. inseiner Predigt des Täufers, wo der Schauplatzweniger einer Wüste, als dem Et. Marcusplayezu Venedig gleicht. Indessen wußte er sich auchzu mäßigen;^ wie in seiner H. Familie bey denBaarfüßern, die etwas von Albaneschischem hat.Ucbrigenö arbeitete cr mehr für Privaten als fürdas Publikum, immer mit Geist, und nur ver-schieden im Farbcntou; einige derselben sind sopastose, so hell und munter, daß sie ganz lom-bardisch oder venezianisch erscheinen, in seinen Lic-bensgöttinnen besonders, welche er, wie es heißt,nach einer seiner drey Frauen bildete Anderemaledann findet man bey ihm wenig Relief, ganzeFarben, kurz ein Eolviit, das dem altern bolog-nesischen vor den Cairacci gleichet, und dieß wahr-scheinlich entweder in seinen frühesten, oder danni» den Arbeiten seines hohen Alters- Nach Fio-rillo (II. 6',6.) ging pasinelli 10OZ. auch nachRom . Der l'iotco vakante ammiratoro äellemaraviAliose npers Seil immvrtal penollo seibli^n. /.or. /kLinM erschien zu Bologna 1692.In Deutschland besitze» von ihm, unsers Wis-sens. einzig die Galerie zu München : Satan, derals Ungeheuer St. Margarethen zu schrecken sucht(Halbfiqur in Lebensgröße); und diejenige vonLichkensteiu eine Mater dolorosa und eine reuendeMagdalena. Von seinen eigenen, von Kennerngesuchte» Etzarbeiten nennt Rost I V. HZ. die Mar-ter mehrerer Heiligen und die Predigt St. Jo-hanns in der Wüste, letzteres ein großes, sehrschönes und äußerst seltenes Blatt, beyde nacheigener Erfindung; dann nach Guido Rhein: Derunschuldigen Kinder Mord. »Jach ihm dann gesto-chen, haben: D.Bonavere das Bild von St Jo-hann della Eroce; I. Fabri St. Magdalena, diedas Kruzifix beschauet; F. M Franzia die HH.Märtyrer bey den Jesuiten und die Synode desKardinals Voncompagni; A. Lorenzini die Wunder
Paöqualino. rozA
von Et. Anton von Padua, die Marter von St.Ursula und ihrer Gefährtinnen (Mord der 11,00c,.Jungfrauen). die oben berührte H. Familie beyden Baarflißcrn, und eine Glorie von Engeln;D- M. Muratori Et. Franzisc von Paula unddie Poesie; I. Roli eine Sybille; I. I. dal SoleSt. Franzisc Taver predigt in Indien ; Mars,wie er den Schild von Jupiter und Juno erhalt,nach einem Plafond für den General Montecuculi;die Malerbildnisse für die Felsma Pittrice ; I. Di,talba St. JohannsKopf, derHerodiasüberbracht;
L da la Volpe eine Empfängniß Maria; I. B.Zanotti das schon bemerkte Bild von St. Johanndella Croce und eine St. Ealharina; ein Unge-nannter endlich Rebecca und die Veilaugnung Pctri.
pasini ( ). So heißt in öffentlichen Blat-
tern von 1809. ohne Weiteres ein damaliger Pro-fessor der Malerey auf der Akademie zu Parma.
* pasireles, aus Calabrien gebürtig, lebte
in der achtzigsten Olympiade, ungefähr s 58 Jahrevor C. G. Er war zu seiner Zeit der vorzüglichsteKünstler, und verfertigte nicht nur Statuen inErzt und Marmor, sonder» schnitt auch in Steine.Die Plastik sah er für die Mutter der Sculpturund Steinschneidekunst an, und unternahm keineArbeit, ohne vorher ein Modell ausgefertigt zuhaben. Ausführlicher, und zum Theil ver-
schieden von Obigem, heißt es von unserm Künst-ler bey wareler und l'Evesque: Derselbe gehörtins dritte Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung,und war aus Großgriecheniand gebürtig. NebenAnderm sah' man von ihm zu Rom , im Pallastedes Metellus, einen Jupiter in Elfenbein Ausder Darstellung der Thiere scheint er ein besonde-res Studium gemacht zu haben, pkinius erzählt:Daß da er einst an dem Hafen beschäftigt gewesen,einen eben aus Afrika angelangten Löwen zu zeich-nen, habe ein aus seinem Keficht entflohener Pan-ther sein Leben in die größte Gefahr gesetzt. Wennwir nicht irren, so ist es Eicero (cie viviuar. I. zsi.),der von diesem Künstler eine silberne Statue desRoscius anführt, die diesen Schauspieler noch alsKind darstellt, wie seine Amme ihn von einerSchlange reitet, die ihn in der Wiege umschlun-gen hatte.
— — Einen andern Künstler dieses Namens,Lehrmeister des Colotes von Paros , unterscheidetplinius ausdrücklich von dem Obigen.
Pasqual 1 (Anton), ein neuerer Bildhauervon Verona . Derselbe vollendete 1808 ein Büstevon Palladlo, nach einem Gemälde in der Ro-tunde» des (von ihm gebauten) Pallastes Capra zuViccnza, dem (einzige») Bildnisse von ihm, nach wei-chem auch das Blati vor Scainozzi's Ausgabe vonp. Werken gestochen ist. Ebenderselbe gab früber-hin ein ähnliches Büste des Baumeisters OttoCalderari. Daö erstere wird in der olymp. Aka-demie zu Viccnza aufgestellt.
* — — (Philipp). Derselbe war Kunstgc-fährte von M. A. Franceschini, dessen großes Bildzu Nimiui z. B. er mit schönen Verzierungen ver-sah. Einige seiner ersten Arbeiten sieht man zuBologna im Kreuzgange der Servilen; Bessereszu Ravenna , in der Kirche St Victor, wo cr,schon in ältern Jahren, eine Altartasei malte, dieihm große Ehre macht. Lanz-i ll. 3. 197.
* Pasqual »go (Martin). Derselbe warum ih 3 /j. zu Mailand geb und lernte vermuthlichbey Leo Leoni. Er kam in noch jungen Jahrennach Venedig , wo er wahrscheinlich unter JacobSansovino arbeitete. Dort starb er 1ZS0. ss/n.
* Pasqual in 0 (Felix). Lanzi II. 3. 5 i.zahlt ihn überhaupt unter diejenigen Schüler vonSabbatiiij, an deren Werken der Lehrer mehr An-theil, als sie selbst, hatten.
* — — (Joh. Baptist), geb. zu Cento um1600 (nicht ikivi. wie der leidige L>asan b'ch
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