Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1036
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ioz6 Pas quäl otto.

fabelt). Derselbe besuchte die Schule des CyrusFerri , machte aber in der Malerey keine großenFortschritte. Auch als Stecher arbeitete er bis-weilen ohne großes Verständniß, worüber sichz. B sein Mitbürger Guercino beklagte, dessenFederzeichnung er mit seiner groben Nadel nach-ahmen wollte, aber freylich die schöne Wirkungseines Musters nicht erreichen mochte; doch habensie immer das Verdienst, uns einen gewissen Be-griff davon zu geben. Ein ausführliches Verzeichnniß derselben findet man bey Gandellini, zumTheil auch bey Rost III. 22628. Viere: Chri-stus der St Peter die Schlüssel übergiebt, St.Jakob und St. Peter auf dem Richtplatze, einenbüßenden Hieronymus und eine H. Familie (Si-lentium) nennt auch FüM II. 356 . 26062.Eben so wagte er sich an die übrigen noch grös-sere! Lichter der Kunst, und sah man z. B. vonihm: St. Diego, der Blumen in Bcodt verwan-delt, nach Hannibal, und St. Felix den Capuziner,vor der Madonna und dem Kinde knieeud, nachL. Carracci , die Aurora nach Guido (Malpesagt,wohl irrig, diejenige von Guercino , da er hinzu-setzt: »Glücklicher Weise haben Frey und Mor-ghen sie besser gegeben"), und den Tod von St. Cä-cilie» nach Zampieri; dann nach E. Savonanzi dieH Jungfrau, das Kind, St. Catharrna und St.Anton von Padua (». k. St. Carl). Seine Blät-ter waren meist mit 161920. bezeichnet. DerQ)lnklersche Katalog läßt ihn noch 1660 leben,und führt von oder nach ihm zwey geatzte Blätter,die Evangelisten (Kniestücke), ohne Namen an.

pasqualorro (Constantin). So nennt Lanzi

11, 180. ganz kurz einen Maler von Vicenza , derum 1700. geblühet habe, und ein besserer Coloristals Zeichner (wir denken Keines gut) gewesen sey.

* pasquier (Joh Jacob), beyGandelliniirrig paequiver genannt, Zeichner und Kupfer-stecher, geb. zu Paris um 1726. und daselbst gest.1789. Derselbe arbeitete nach verschiedenen Mei-stern, eben nicht vom ersten Caliber, wie Bou-cher, L. Fontaines, Jeurat, Nakoire, Palmeus,C. Vanloo, Bildnisse, Geschichten, vornehmlichaber Gelegenheit- oder Gattungeblätter, die meistvon 172269. bezeichnet sind. Etliche derselbengiebt Rost Vlll. 269.au; wie z. B. Arion, dann:Llle morcl ä ls 6rapps und sie troi8 CIrosesen tere2-vc>u8 une, alle nach Boucher; dieGrazien nach C. Vanloo. Nach Natoire gab er

12. akademische Figuren, welche wenigstens nichtbesser als die Originale seyn dürften. Endlichkennt man von ihm die Menge Vignetten, meistnach seiner eigenen Erfindung.

* ( ), der Miniatur-und Schmelz-

maler, welcher im Lex. unter dem Art. des Obi-gen erscheint, hieß perer, gebürtig von Ville-franche in Beaujolais , war um 1779. Mitgliedder Akademie, und starb zu Paris 1806.

( du). So heißt in den büouvelle86e8 Artg III. 357. ein Bildhauer, von dem imI. XII. das Modell zu einer Statüe des GeneralHoche , mit den Attributen des Ruhms und desFriedens ausgestellt war, welche nachwerls, vonihm in Marmor gebracht, so wie viele andereähnliche, die Stiege des Pallastes vom Erhal-tungssenate zieren sollten. Ob solche wirklich aus-geführt worden, ist uns unbekannt.

passalacqua (Melchior). So heißt im:Almanach au8 Rom kür 1810. 8. 278. ohneWeiteres, ein damals dort lebender italienischerBildhauer.

* passanre (Bartholomö). Lanzi I. 63 o.sagt von ihm, dem Lex. entgegen, daß er Spag-noletts gewohnte Manier nicht erreicht habe, außer,bis auf einen gewissen Grad, in Zeichnung undAusdruck.

* passarr oder Passero (Bernhardin ),Maler, Kupferstecher und Etzer, geb. zu Rom um

Passari.

i5§2. (nicht 112. Jahre spather, wie Basa,»Lci. 8S0. spricht) wo er die meiste Zeit seinesLebens zubrachte. Als Maler scheint er sich nachden Zucchero's gebildet zu haben; seine Stellun-gen sind eben so gezwungen und übertrieben, wiebey jenen. Bekannter ist er durch seine Stiche,so daß ihn das Abecevario gar den Generalstechernennt. Rost I!I. 22122. Seine Blätter, meistgeistlichen Inhalts, ^sind in einer leichten und an.genehmen Manier geätzt, und dann mit dem Grab-stichel vollendet; so z. B. verschiedene Marien;eine H. Familie, wo jene den Kopfputz einer Zi-geunerin trägt (i 583 .), und das Leben von St.Bruno (Eandellml und Basari d. von St. Be-nedikt), in einer Folge; einen sterbenden St.Paul den Einsiedler; alle diese nach eigener Er-findung. Dann die Hochzeit Jsaaks mit Rebecca,nach P. Perugino. Genauer nennt der wink-lersche Katalog von ihm zwey Blätter, welchebeyde die Flucht in Egypten zum Gegenstand ha-ben, eines besonders, von i 583 . datirt (wahr-scheinlich die schon genannte Maria Aegyptiaca )sehr schön, und einen sitzenden Genius, der aufder Schulter eines Kindes eine Tafel beschreibt,mit 6. ?. bezeichnet; alle drey selten. Gigliorühmt diesen Künstler in seinen Gedichten. Ge-stochen nach ihm haben A. Carracci und C. Cortdieselbe H. Familie, ebenfalls auf der Flucht nachEgypten; dann gleicher C. Cort einen sterbenden,und Ph. Thomassin einen todten St. Hieronymusin der Wüste; letzterer noch mancherley: DenDiaconus St. Stephan, als ersten Märtyrer;dann: Victoria 88-quatuor Loronatorum; end-lich einen Plafond, der einen Centaurenstreit undWeiberraub vorstellt; G. van Veen die Martervon St. Catharina. Die beßte Litteratur desmeisten so eben Genannten s. im gedachtem Ganr-katalog, wo namentlich noch ein großes Blattnach ihm: Christi Einzug zu Jerusalem , ohne Na-men des Stechers (ap. Heretle3 L1. vucüotti)bemerkt Wird. Lonk. L?Mrcke//im.

Passer» (Jacob). Einen solchen, als Bru-der des unten folgenden Josephs führt Hemecke(läse Generale p. 120.) unter den Kupferstechern an.

oder Passer, (Joh. Baptist), geb.um 1610. und gest. als Priester. Lanz» I. .§90-91.rühmt die billigen und scharfsinnigen Urtheile sei-ner Kunstbiographien. Von sich selbst erzählt er,daß er in seiner Jugend in dem schönen Frascati (welch ein Glück!) sehr vertraulich mit Domeni-chino gelebt. Auch scheint er dem Styl desselbengefolgt zu haben. Ocffentliches kenntLanzr nichtsvon ihm, als ein Kruzifix zwischen zwey Heiligen,in St. Johann della Malva zu Rom . Mehreresin Galerien. So ;. B- im Pallast Mattei, aller-ley zum Kauf ausgesetztes Fleisch, todte Vögelu. s. f. was recht gut tractirt und mit Halbfiqurenstaffirt ist, mit beygefügten Sperlingen , zurAnspielung auf seinen Namen. Bisweilen arbei-tete er gemeinschaftlich mit I. A. Canini, demHofpfuscher der Königin Christina .

* (Joseph), des Obigen (ach Hei-necke I<ics ßönörale p. 120. wohl aber irrig,eher Lernardln's) Neffe. Nach pascoli wa-ren er und H. Calandrucci die einzigen Schü-ler von Maratt», welchen er mit wahrer Her-zensangelegenheit Unterricht gab, und beyde zeich-neten sich als gute Nachahmer ihres Meisters aus.In St. Peter zu Rom sah man von ihm die Taufedes Hauptmanns durch diesen Apostel (späterhinin Mosaik gebracht). Jetzt steht das Urbild beyden Conventualen zu Urbino . Maratti leitete ihndabey; dasselbe ist gut colorirt, weit besser alsandere, wie z. B. seine Empfängniß bey St. Tho-mas in Parione. Auch im Kirchenstaat findet sichVerschiedenes von ihm; von seinem Beßten zuPesaro ein St. Hieronymus , der den großenGerichtstag überdenkt. l. 629. Liorillo

I. 186. fertigt unsern Joseph kürzer ab, »alsguten Nachahmer seines Lehrers, aber auch nichts