ioz8 Paßler.
nüchternen Augen unrühmliche dort von ihm: »Erhielt das Ansehn seiner Familie aufrecht, verbandsich mit seinem Varer und seinem Bruder Tibur-zio, und bildete dadurch ein Triumvirat, daseine ungemeine Tyranncy ausübte. An sie schlös-sen sich noch Sabbatin,, Talvarr und die pro-caccini, welche genieinschaftlich die emporspros-sende Schule der Carracci verachteten, und sogarverspotteten, als harten sie dieselbe schon unter-drückt" Das Bild des Litius schreibt Iiorittounserm Ventura, nicht, wie wir es oben nachLanzr gethan, seinem Vater zu. Gestochen nachihm kennen wir einzig sein Bildniß in der Galeriezu Florenz von C. Gregori.
Daß! er ( ), ein deutscher Baumeister,
-Schüler von Hölzer. Auf dem Dresdner -Salon1801. sah man von ihm eine architektonische Zeich-nung , welche einen Tempel der schönen Künstedarstellte, und in den Deutsch Kunstbl. I V. HZ.(zum Theil sogar auf Unkosten seines LchrerS)gerühmt wurde, wo es nämlich davon heißt:»Herr p. war im Plane sowohl als in den fester»Profilirungen der Theile der Fahade unter einan-der, nicht ganz bey H. Hölzers Lehre (von wel-chem kurz vorher allerley zerngct wird- stehengeblieben, und glaubten wir in seiner Erfindungeher Spuren von dem Unterrichte des zu früheverstorbenen Ober-Landbaumcisters Weinlig zufinden; wenigstens war dabey sichtbar auf diealten Monumente Rücksicht genommen." Neueresvon pafiler ist uns unbekannt.
*pasterlni (Jacob). Etwas verschieden vomLex. spricht über seine, in der St. Markuskirche zuVenedig befindlichen, musaischen Arbeiten Breit-kopf (in seiner Gesch. der Scbreibek. herausg.von Roch S. 127.) folgendcrmaaße».- » Dieserverdient unter den Künstlern seiner Zeit eine derersten Stellen. Er machte Christum im Kreisevon 4. Bilder», welche Alte vorstellen, unter eini-gen Thüren (sollen diese etwa die im Lex. benanntenThiere vorstellen, so wäre der Druckfehler wohllustig genug) ihiZ. in einem kleinen Gewölbeüber der Thüre der Tanflapelle" Dann einigeSatze weiter: »Auch ein Jacob pasterini arbei-tete am Fußboden (dieser Kirche), nachdem er dasschöne Musaik in der kleinen Kuppel vollendet hatte."
* pastino, pasto, auch pasti und pa-stis (Matthäus). Möhsen (Berlin . Me-daill. I. 102. 1-28.) behauptet von ihm ausdrück-lich, er sey nicht Bildhauer, sondern Maler ge-wesen. Dann aber zahlt er ihn zugleich unter dieersten Stempelschneider des X V. Jahrh, und be-merkt (ähnlich mit dem Lex.), Mahomet 1l. habeihn, so wie den Vellino, an seinen Hof zu ziehengesucht. Auch Köhler xVll. 49-60. giebt einigeNachrichten von ihm, nebst einem Abriß seines146". verfertigten Medaillons auf Guarini, er-sten Lehrer der Philosophie und der griechischenSprache zu Verona . Er war ein Freund desR. Valturius, zu dessen Werk cle ke militsri erdie Stöcke schnitt. Der Verfasser der Beytragezur Geschichte der Schaumünzen aus neuererZeit (O). K F) an der Spitze der Jen. A Ll-Z.von 1810. vermuthet, pastino dürfte als Medail-leur ein Schüler von Victor Pisano gewesen seyn,so ähnlich seyen die theils zuverläßig, theils ver-muthlich von ihm herrührenden Schaustücke. Zuden erstem zählt er die bey Masses (Verona illu-,-trsta) abgebildeten, seines Bruders Bened. dcPastis, des Canonicns Timorheus, und daS schongenannte von Guarini; dann zwey andere, desSigism. Pandulph. Malatesta und der Jsotta vonRiminj, beyde mit ijjh datirc, und in Hau-schild's Beptr. Anh. S- 5 b. u. H9. angeführt.Zu den letzter» (ungewisse») zwey noch größereMedaillons der eben genannten Personen, vongleichem Datum, welche ganz vvrtreflich gearbeitetsei)» sollen. Auch heißt es dort von der erstemdieser Schaumünzen: »An Gemüth, Innigkeitund anziehend altcrthümlichcr Einfalt der Darstel-
Patas.
lung ist dieselbe, so zu sagen einzig; die Gesichts-bildung des Malatesta dann findet sich hier, zwardie nämliche, wie in einem andern ähnlichen Me-daillon des Pisano von eben diesem Fürsten , nuretwas strenger, und mit großer Sorgfalt, ja inder Angabe des Details der Umrisse beynahe mitAengstlichkeit behandelt. Daher erscheint das Ge-sicht hier auch alter als dort." Aus einem Briefedes Malatesta an Mahomet II. den Massel nachden Miscellaneen des Balurius anführt, sollteman schließen, daß unser Künstler eine Einladungdes Großherrn, nach Konstantinopel zukommen,wirklich angenommen habe.
Pastorin» (B ), Stecher mit der Nadel unddem Grabstichel, vorzüglich in der englischen punk-tirten Manier, geb. in Italien um 1748. undblühend zu London um 1770—8j. Dort hielt ersich zu Bartolozzi , und nahm dessen Manier an.Von ihm kennt man: Die Allegra und die Pen«sorosa, nach A. Kaufmann; dann Gualtherus undGriselda, und, Griselda kehrt zu ihrem Vater zu-rück (beyde nach I. F. Rigaud, und unter Bar-tolozzi's Aufsicht gestochen»; ein Paar Politiker,ein satyrisches Blatt, ebenfalls nach Rigaud;und endlich einen großen Prospekt von London ,dies von ihm selbst gezeichnet und gestochen 1770seine erste uns bekannte Arbeit. RostIV, 2Zr. ^/§c.
* Pastors,10, genannt di Giovanni Mi-chele. Als Glasitzaler nennt ihn Lanzi l. ist),den beßtcn Schüler des Fran;o>en Tlaudc, derunter dem Pontifikate Julius U. zu Rom verstarb.Dort sah mau von unserm Pastorin» um i 547 -Arbeit im Königl. Saale des Vatikans, nach derZeichnung von P. del Vaga.
pastrelli ( ), ein Bildhauer, von wel-
chem man zu Paris , in einer Kapelle der KircheSt. Mederic, das Grabmal des StaatsministersArnoud de Pompvnne sieht. M. D. A. LürronteLsie BnriL, sie etc. ?aris 1778. P. 27Z.
pasuccio ( ). So nennt Gerning einen
um 1797. zu Neapel lebenden guten Zeichner undFarbenmischer(?), welcher mancherley Coloritglück-lich nachzuahmen wußte.
* paracchia (Carl). Die von ihm gezeich-neten Skatüen, deren das Lex. Erwähnung thut,sind: St. Longin von Bernini, St. Helena vonA. Bolgi, St. Veronica von F. Mocchi, undSt. Andreas von du Quesnoy.
* paras oder parras ( ) hieß Joh.
Baptist (-». k. Richard), Zeichner und Kupfer-stecher, geb. zu Paris um 1744» Bon ihm kenntman eine Menge kleiner Blatter; »eben Andermmehrere historische zu dem: dacre sts l.ouis X V I.4AAußerdem z. B- nach Qucverdo: I^e ^ugsmentcle Paris» lo stanAereux IVIociöle und 1 s kilissurprlse; andere solche Herrlichkeiten nach le Bar-bier , Eise», Huet und I. Morean. Besseres dann:Heinrich IV. läßt Lebensmittel nach dem von ihmbelagerten Paris gehen, nach Careme; die Cour-toiste des Chevalier Bayards, nach C. Monuet,und die Thronbesteigung Ludwig-August XVI. undder Königin Marie Antoinette von Oesterreich;dieß nach seiner eigenen Zeichnung. Bisweilenwagte er sich auch an altere Meister: An einenTod des Adonis von P. Caliari; an einen Seesfischfuhrmann nach Wonwermann's u. s. f. RostVIII. 298. Msc. In neuer» Tagen wird er wie-der im /Amsnaeir cw.s llesux /Lrts von ,8oä.S. 220. unter den damals zu Paris lebenden Künst-lern genannt. Auch sah man von ihm in demsel-ben Jahr ein Blatt, welches er, gemeinschaftlichmit I. B. Massard, nach Chery's Zeichnung,für's IX. Hefr des Musee Frankens gestochenhatte: Mars und Venns nach Lanfranco, undnoch später (, 8 o 5 .) Jesus nnd Johann den Täu-fer von Guido, nach Galliers Zeichnung, vonihm geatzt und von Daquoy vollendet, für's XXV.Heft des nämlichen Werkes.